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Montag, 6. Oktober 2025

[Lesemonat] Mein September 2025

 So langsam kehr die Leselust zurück! Kaum zu glauben, aber wahr. Immerhin konnte ich EIN Buch im September beenden:

"Palast der Finsternis" von Stefan Bachmann  =  397 Seiten  (***)

In dem Roman geht es zunächst um Anouk, die Hauptprotagonistin. Sie ist 17 Jahre alt und ihre Eltern sind reich. Doch geliebt oder auch nur beachtet fühlt sie sich nicht. Daher rebelliert sie bereits seit Jahren. Die mysteriöse Einladung zur Aufklärung eines rätselhaften unterirdischen Palasts in Frankreich kommt ihr gerade recht. Die weiteren Teilnehmer der Expedition sind in ihrem Alter. Sie erhält vorab Exposés über sie. 

Der Leser erfährt bereits etwas mehr als die Jugendlichen. In Rückblenden aus dem Jahr 1789 wird die Familie vorgestellt, die den Palast bauen ließ. Im Vorfeld der sich anbahnenden französischen Revolution ließ der Adelige Besseancourt riesige Räumlichkeiten unterhalb seines eigentlichen Schlosses ausheben und baute diese aus, um mit seiner Familie den Lynchmorden zu umgehen.

Kurzes Fazit:

Find es gar nicht so einfach, meine Meinung zu dem Roman niederzuschreiben... Im Prinzip war es wirklich sehr spannend geschrieben. Ich wusste nur nie so genau, worauf das ganze denn hinauslaufen soll... Was für ein Genre ist dieser Roman überhaupt? Jugendbuch? Mystery? Die Handlung wurde immer wilder, abstruser. Ich fand es einfach insgesamt "drüber". War mir zu viel. Daher konnte ich nur 3 von 5 möglichen Bücherwürmchen vergeben.



Mittwoch, 4. Dezember 2024

[Lesemonat] Mein November 2024 & [Kurzes Fazit] "QualityLand" von Marc-Uwe Kling

Ja, die große Leselaune hat im November tatsächlich noch nicht wieder Einzug in mein Leben gehalten... Tatsächlich habe ich aber zum ersten Mal überhaupt ein Hörbuch von Anfang bis zum Ende durchgehört! 

Dieses Hörbuch war letztlich das einzig beendete Buch diesen Monat. Es handelt sich um:

"QualityLand" von Marc-Uwe Kling  =  384 Seiten  (*****)

Der Roman hat mich wirklich wahnsinnig gut unterhalten! Es handelt sich eigentlich um eine Dystopie, aber eine überaus humorvolle. Der Auto selbst hat das Hörbuch gelesen. Glaube, dass mir ein "professioneller" Hörbuchsprecher womöglich besser gefallen hätte, aber ich konnte mir das sehr gut anhören. 

Im Prinzip geht es um eine "ganz neue Welt". Alles wird durch Algorithmen und künstliche Intelligenz bestimmt. Klingt gruselig und übergriffig? Oh ja, genau das ist es. Aber die Menschen in Qualityland kennen es gar nicht mehr anders und finden das ganz normal. Sie denken an etwas (weil ihnen eine entsprechende Werbung gezeigt wird), schwupps bringt ihnen eine Drohne ihre "Bestellung", die sie nie aktiv getätigt haben. Wie "einfach". Wie "praktisch". 

Nachnamen wurden ersetzt. Die Menschen erhalten als Nachnamen den Beruf ihres Vaters (wenn männlich) oder ihrer Mutter (wenn weiblich) zum Zeitpunkt der Geburt. Allein das war einfach wahnsinnig lustig... So heißt der Hauptprotagonist z.B. Peter Arbeitsloser. Es gibt aber auch beispielsweise Melissa Sexarbeiterin oder Martyn Vorstand. 

Unser Hauptcharakter Peter Arbeitsloser übt den wenig prestigeträchtigen Beruf des Verschrotters aus. So landen bei ihm einige Roboter mit fehlerhaften Funktionen. Doch nicht alle werden wirklich vernichtet... Ganz geheim rettet er einige und lässt sie in seinem Keller wohnen. Sein ganz privater Fan-Club ;p

Warum werden Maschinen immer menschlicher, aber Menschen immer maschineller? 

Diese und weitere spannende Fragen erwarten den Leser in diesem wirklich komplett anderen Zukunftsroman, den ich wirklich jedem ans Herz legen möchte. 

Freitag, 20. September 2024

[Lesemonat] Mein August 2024 & [Kurzes Fazit] "Ein Jahr in Wien" von Tonja Pölitz

Meine fiese Leseflaute hielt auch im August weiter an... Die Lektüre hat mir dabei leider wirklich nicht geholfen - ganz im Gegenteil!

Ich liebe die Buchreiche "Ein Jahr in..." vom Herder-Verlag total. Eine echte Person, die mindestens ein Jahr in einem Ort im Ausland verbracht hat, berichtet von persönlichen Erfahrungen in der jeweiligen Stadt. Ein wirklich großartiges Konzept. Doch es steht und fällt mit dem Autor bzw. der Autorin. 

In Wien war ich bereits zwei Mal und habe mich ein wenig in die Stadt verliebt. Es ist wahnsinnig schön dort. Umso gespannter war ich auf den Erfahrungsbericht in meinem August-Buch "Ein Jahr in Wien". Doch leider fand ich den Roman der Autorin einfach nicht gut... Sie selbst war für mich irgendwie total unsympathisch. Tenor des ganzen Buches (zumindest was bei mir hängen blieb...), dass unsere Nachbarn die Österreicher uns "Piefkes" eigentlich total scheiße finden. Das wurde zumindest sehr oft erwähnt. Außerdem ging es mir ein bisschen zu viel um das Liebes- und Dating-Leben der Autorin. Natürlich geht es um ihre Erfahrungen in Wien, das gehört wohl dazu - aber irgendwie war mir das ganze ein bisschen zu wenig Wien und ein bisschen zu viel Tonja Pölitz. 

Richtig schlimm fand ich auch das ständige Schreiben im Dialekt. Insgesamt war mir der Roman einfach auch zu langweilig bzw. langatmig. Ich kann es schwer beschreiben, aber ich habe einfach wahnsinnig viele Sätze einfach quergelesen... Das ist nun wirklich kein langes Buch und ich war ja fast durch - wollte das also beenden, aber es fiel mir ziemlich schwer.

Es hat mir einfach nicht gefallen.

Für die Statistik: 

"Ein Jahr in Wien" von Tonja Pölitz  =  192 Seiten  (*)


Donnerstag, 1. Juni 2023

[Lesemonat] Mein Mai 2023

Ja, ich habe im Mai nur ein einziges Buch ausgelesen - ABER es war das wahrscheinlich dickste Buch, dass ich je gelesen habe. Habe schon einige Wälzer hinter mir, aber Stephen King findet irgendwie immer noch mehr Worte als andere Autoren...

"The Stand" von Stephen King  =  1.711 Seiten  (****)

1 Buch. Aber es hat mehr Seiten, als meine üblichen 3 Bücher im Monat zusammen. Also doch ziemlich viel gelesen ;)

Ich habe mir also überlegt, diesen Lesemonat noch zu einer Mini-Rezi auszuweiten:


KURZES FAZIT 

Inhalt:
Ein vom Militär entwickeltes Virus bricht aus. Ein Soldat will seine Familie schützen - und steckt die komplette Menschheit an... Die Krankheit, genannt Captain Trips, wird geheim gehalten. So kann sie sich noch besser verbreiten. Die Inkubationszeit ist kurz und das Virus innerhalb weniger Tage tödlich. Nur wenige Menschen sind immun. Und nach kurzer Zeit komplett allein auf der Welt.

Mein Fazit:
Wer schon mal einen Stephen-King-Roman gelesen hat, weiß genau worauf man sich einlässt. Ich habe schon einiges von ihm gelesen, aber bei Weitem nicht alles! Und das hat einen Grund: Seine Bücher sind oft wahnsinnig lang, es gibt meistens unglaublich viele Charaktere und Handlungsstränge. Das könnte etwas anstrengend sein. Außerdem wird es irgendwann immer ein wenig übernatürlich. Da muss man Lust drauf haben.

Aber eines ist auch ganz klar: Dieser Autor hat eine gigantische Fan-Base - und das meiner Meinung nach absolut zu Recht! Unglaubliche Geschichten, interessante und vielschichtige Charaktere, spannende Wendungen und man weiß nie, wie das ganze endet. Und ja, er ist auch ein Fantasy-Autor. Wobei ich ihn eher im Urban-Fantasy-Genre einordnen würde. In der Regel spielt die Handlung in "unserer", der urbanen Welt, aber es gibt Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Was das ganze mit diesem Buch zu tun hat,  möchte ich nicht verraten - aber auch hier wird es übernatürlich. Und "The Stand" ist erst sein DRITTER Roman! Also noch komplett ursprünglich.

King-üblich lernt der Leser nach und nach wahnsinnig viele Charaktere kennen. Einige habe ich tatsächlich wieder vergessen; sie waren nur Mittel zum Zweck. Ein Stilmittel Kings ist es, bestimmte Gegebenheiten durch die persönliche Sicht einzelner Protagonisten deutlich zu machen. Zum Beispiel die Tatsache, dass keine Hilfe kommt wenn nur noch 1% der Menschheit am Leben ist... Keine Elektrizität, keine Zivilisation, keine Krankenhäuser... Unfälle passieren weiterhin. 

Doch einige Charaktere stechen direkt heraus. Sie sind entweder symphatisch, wie z.B. der taub-stumme Nick Andros. Oder unsympathisch, wie der Mörder Loyd Henreid Das heißt nicht, dass man die "guten" Charaktere ohne Zweifel mag und die "schlechten" verteufelt. Tatsächlich schafft er es sogar, dass man bestimmte Handlungen der Guten anzweifelt oder auch Taten der Bösen innerlich lobt. So fand ich den Wechsel zwischen den Charakteren tatsächlich nicht nervig. Tatsächlich war ich manchmal etwas traurig, länger nichts von meinen "Lieblingscharakteren" zu hören. Und ich war sooooo gespannt auf das Aufeinandertreffen der Hauptprotagonisten (denn darauf läuft es bei King stets hinaus). 

Besonders gerne mochte ich auch Frannie. Eine junge Frau, die ungewollt schwanger wurde und dann ändert sich die ganze Welt. Und Stu, der direkten Kontakt mit dem Soldaten hatte, der die ganze Pandemie erst in Gang setzte und direkt von der Regierung eingesammelt wird. Viele Charaktere tauchen erst später auf, werden aber noch sehr wichtig. Ich möchte hier wirklich nichts vorwegnehmen - das Buch ist wirklich sehr, sehr umfangreich.

Der einzige Punkt an dem Roman, der mir nicht gefallen hat, war tatsächlich der "Showdown". Keine Spoiler. Es gefiel mir einfach nicht. Das Ende an sich war super. Ich weiß, schwierig zu verstehen ohne die Zusammenhänge. Aber letztlich führte das zum Punktabzug - obwohl ich ein riesiges Lesevergnügen hatte. Durchgehend. Bei über 1.500 Seiten.

 

 

Infos zum Buch:

Verlag: Heyne Verlag
Taschenbuch: 1.711 Seiten
Genre: Endzeit / Dystopie / Urban-Fantasy
Original-Titel: The Stand
Erschienen: 1978, überarbeitet / ergänzt 1990 / NEUAUFLAGE 2016
ISBN: 978-3453438187

LINK ZUM VERLAG - AKTUELLE AUSGABE

Freitag, 9. September 2022

[Kurzes Fazit] "The Kingdom" von Jess Rothenberg

Inhalt:
Ana ist eine Prinzessin - zumindest ist das ihre Rolle in der Märchenwelt "The Kingdom", das ihre Besucher verzaubert. Zusammen mit ihren "Schwestern" betreut sie die Gäste des Freizeitparks. Sie sind Roboter, Hybriden. Genau wie die Tiere im Park. Doch  nicht alles an diesem Ort ist so perfekt, wie es scheint. Ana soll einen Mann ermordet haben und wird verhaftet...

Mein Fazit:
Gleich vorne weg: Mir hat dieses Buch einfach überhaupt nicht gefallen und ich würde euch gerne näher erzählen, warum nicht.

Es beginnt schon mit der Erzählweise des Buches. Die Geschichte wird nämlich eingeleitet mit einem Gerichtsprotokoll. Ana wird befragt. Der Leser weiß also schon zu Beginn, dass sie des Mordes beschuldigt wird. Die weitere Handlung wird also immer davon begleitet, was denn wohl passiert ist. Das hat für mich persönlich das Leseerlebnis erheblich belastet.

Die sonstige Handlung ist leider nicht besonders spannend. Nach und nach erfährt man mehr über diese Welt, allerdings konnte ich mir das ganze anhand der Beschreibungen nicht richtig gut vorstellen. Insgesamt ist die Idee der von "Westworld" sehr ähnlich. In dieser TV-Serie ist das Thema allerdings viel besser umgesetzt worden... Natürlich handelt es sich hier um ein Jugendbuch, also wird die Vergewaltigung einer Roboterdame nur angedeutet. Ich hätte mir trotzdem ein bisschen mehr Reaktionen darauf gewünscht...

Die obigatorische Liebesgeschichte musste auch wieder sein. War tatsächlich nicht mal das schlechteste an dem Buch; eigentlich sogar ganz nett. 

Immer wieder wird zum Prozess zurückgekehrt - mich störte das sehr im Lesefluss, allerdings war die Handlung an sich ja nun leider auch nicht besonders spannend. 

Im Ergebnis habe ich mich einfach von dem wahnsinnig schönen Cover täuschen lassen. Meins war es nicht.

Infos zum Buch:

Verlag: Verlag Friedrich Oetinger GmbH
Gebunden: 326 Seiten
Genre: Jugendbuch / Dystopie
Erschienen: 19.08.2019
ISBN: 978-3-7891-1407-6

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Montag, 16. Mai 2022

[Kurzes Fazit] "Der Glasmurmelsammler" von Celia Ahern

Inhalt:

Fergus hat nach seinem Schlaganfall einiges aus seinem Leben vergessen... Bereits seit etwa einem Jahr lebt er in ein einem Pflegeheim. Seine Tochter Sabrina erhält ein paar Kartons mit Gegenständen ihres Vaters und stößt dabei auf eine glasmurmel Sammlung. Sie wusste gar nicht, dass ihr Vater Murmeln gesammelt hat. Irgendwie kommt ihr das Gefühl, dass sie ihren Vater gar nicht wirklich gekannt hat. Als sie bemerkt, dass einige Murmeln aus der Sammlung fehlen, macht sie sich auf die Suche...

Mein Fazit:

Nach und nach erzählt Cecelia Ahern die Geschichte von Fergur. Wie er in armen Verhältnissen erst in Schottland und dann in Irland aufwuchs. Seine sechs Geschwister immer um sich herum. Wie sich langsam seine Leidenschaft für die Murmeln entwickelte, und auch seine Lügen... Parallel dazu erfährt der Leser etwas aus dem Leben seine Tochter Sabrina. Sie ist eigentlich glücklich verheiratet, hat drei Kinder und einen Job, den sie mag. Doch irgendwas stimmt nicht. Sie atmet nicht richtig.

Die Geschichte entwickelte einen gewaltigen Sog für mich und ließ sich wunderbar lesen. Ich wollte die ganze Zeit wissen, was Fergus in seinem Leben passiert ist. Wiieso er diese ganzen Lügen aufgebaut hat. Was ist denn so furchtbar und schrecklich daran, Murmeln zu sammeln?

Die Autorin hat es wieder mal geschafft, mich völlig in diese Welt hinein zu ziehen und konnte mich mit diesem Buch völlig überzeugen.

 

Infos zum Buch: 

Verlag: Fischer Verlag GmbH
Genre: Belletristik
Original-Titel: "The Marble Collector"
Taschenbuch: 343 Seiten
Erschienen: 24.11.2016

ZUM VERLAG - KLICK

Sonntag, 17. Oktober 2021

[Kurzes Fazit] Kindle Unlimited - lohnt sich das Angebot?

Für genau 3 Monate konnte ich Kindle Unlimited testen. Und ich habe es getestet - sehr ausführlich. Fast ausschließlich Ebooks aus dem Unlimited-Angebot habe ich in der Zeit gelesen. Heute möchte ich euch kurz meine Argumente dazu vorstellen und auch von meinem persönlichen Fazit berichten.

Das System ist denkbar einfach: Mit einer monatlichen Flatrate so viel lesen wie man möchte. Klingt klasse, ist es auch. Natürlich funktioniert das ganze nur in der Amazon-Welt (wie ich das verstanden habe) - also ihr braucht einen Kindle dafür. Oder die Kindle App auf dem Handy / Tablet.

PRO

  • verschiedenste Genres und Autoren - da dürfte wirklich für jeden was dabei sein
  • viele self-publisher - somit haben Jung-Autoren die Möglichkeit, ihre Bücher besser an den Leser zu bringen und bekannter zu werden
  • Synchronisation zwischen den Geräten - wenn man z.B in der Bahn sitzt oder in einem Wartezimmer, kann man mit der App auf dem Handy direkt weiterlesen
  • Der nächste Band oder das nächste Buch ist direkt auf dem Endgerät 
  • Neue Bücher werden abgestimmt auf Geschmack des Lesenden vorgestellt 
  • monatlich kündbar

CONTRA

  • nicht alle Autoren und Bücher sind verfügbar, vor allem bekanntere (eigentlich klar, aber dennoch etwas schade)
  • man kann nur 10 Bücher gleichzeitig "ausleihen" - unlimited ist für mich etwas anderes... (Vielleser brauchen im Urlaub mit dem normalen Kindle auf jeden Fall Internet um sich Nachschub zu besorgen)
  • Der Papier-SuB bleibt auf der Strecke... (wenn man komplett umgestellt hat dürfte der Punkt natürlich wegfallen)
  • Lohnt sich finanziell nur, wenn man mehr als 4 Bücher im Monat liest und auf Papierbücher zum Großteil verzichtet

Mein persönliches Fazit ist, dass sich das Angebot auf die Dauer für mich nicht lohnt... Die im Unlimited enthaltenen Bücher sind meistens nicht allzu teuer. Habe zwar einige richtig gute Buchreihen und Autor:innen entdeckt, aber in meinem normalen Lesealltag lohnt sich das Abo einfach nicht. Dafür habe ich einfach auch noch viel zu viele Papierbücher. Außerdem mochte ich nicht, dass ich nur zeitgleich 10 Bücher aus dem Unlimited-Angebot auf dem Gerät haben durfte. Wollte ich ein 11. herunterladen, musste ich erst eines zurückgeben.

Für einen Urlaub würde ich aber tatsächlich noch einmal drüber nachdenken.

Freitag, 16. Juli 2021

[Kurzes Fazit] "Girl Missing" von Tess Gerritsen

Inhalt:
Die Gerichtsmedizinierin Kat Novak hat eine Jane Doe auf dem Tisch. Niemand scheint die junge Frau zu vermissen und sie scheint ein Opfer ihrer Drogensucht geworden zu sein. In ihrer Hand befindet sich eine Streichholzschachtel mit einer Telefonnummer. Der Mann an der anderen Leitung eilt sofort ins Leichenschauhaus... Offenbar erwartet er eine bekannte Person, möchte sich aber nicht dazu äußern. Kats Neugierde ist geweckt. Was geschah mit der jungen Frau?
 

Fazit:
Das Buch lag Ewigkeiten auf meinem SuB. Der Grund: Es ist auf englisch. Irgendwie hatte ich da einfach noch nicht so den Nerv drauf... Gucke zwar englischsprachige Serien und Filme (wenn möglich) im O-Ton, aber beim Lesen tue ich mich sehr schwer. Dieses Buch ließ sich aber wirklich sehr gut lesen. Die Sprache ist scheinbar recht simpel ;)

Leider ist das geschilderte "Verbrechen", also der Fall an sich, nicht wirklich spannend... Tatsächlich ist Kat die einzige, die irgendwie eine Fremdwirkung vermutet. Die Polizei geht von einer simplen Überdosis aus. Aber die Droge kann nicht verifiziert werden. Kat lässt das ganze keine Ruhe - vor allem, als eine zweite Person an der gleichen Überdosierung zu ihr in die Gerichtsmedizin kommt. Zusammen mit Adan Quantrell, der Mann hinter der Handynummer, macht sie sich auf die Suche. Adam sucht nämlich seine Stieftochter, die er hinter der Toten zunächst vermutet hatte. 

Natürlich entwickelt sich zwischen den beiden die obligatorische Liebesgeschichte. Es passieren zwar auch einige Dinge, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass die Handlung so vor sich hin plätschert. Das war einfach nicht so wahnsinnig spannend. Hinzu kamen vom Schreibstil her viel zu viele Dialoge, außerdem wirkte die Handlung zu konstruiert... Daher nur 2 Würmchen.

Infos zum Buch:

Verlag: Verlagsgruppe Randomhouse - Bantam Books / Pinguin
Taschenbuch: 310 Seiten
Genre: Krimi
Erschienen: Dezember 2009
ISBN: 978-0-553-82442-1

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Sonntag, 20. Juni 2021

[Kurzes Fazit] "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce

Inhalt:
Als Rentner Harold einen Brief seiner ehemaligen Kollegin erhält, weiß er nicht wie er antworten soll. Queenie teilt ihm mit, dass sie Krebs habe und in einem Hospitz im Norden von England sei. Sie bedankt sich für seine Freundschaft. Ein sehr kurzer Antwortbrief - mehr gelingt Harold nicht. Er macht sich auf zum Briefkasten. Doch er bringt es nicht über sich, den Brief einzuwerfen. Auch beim nächsten und darauf folgenden Briefkasten nicht. Irgendwie kommt er auf die Idee, dass Queenie vielleicht weiterleben würde, wenn er zu Fuß von Südengland bis ins Hospiz laufen würde... Und so geht er direkt los. Mit Segelschuhen. Ohne Vorbereitung. Ohne alles. Und seine Ehefrau Maureen fragt sich, wo er denn bleibt.

Mein Fazit:
Das Buch hat mich tatsächlich vom ersten Moment an gefesselt. Dabei weiß ich gar nicht so genau, warum eigentlich. Die Autorin hat es geschafft, durch viele Fragezeichen eine Sogwirkung. Und sei es auch nur so simple Fragen wie: Warum ist die Ehe von Maureen und Harold so lieblos? Vor allem, weil er in seinen Erinnerungen von seiner Liebe ihr gegenüber erzählt. Was war nur schief gelaufen? Und Queenie: Was war wirklich die Beziehung zwischen ihr und Harold? Die Antworten auf diese Fragen sind vielschichtig und nicht so simpel zu erklären. Doch der Leser lernt nach und nach Harold besser kennen. Und er irgendwie auch sich selbst. Seine Pilgerreise führte ihn irgendwie in sein Innerstes. Mir gefiel das einfach wahnsinnig gut. Daher eine klare Leseempfehlung von mir. Ein wahnsinnig schönes Buch. 


 
Infos zum Buch:  

Verlag: S. FISCHER Verlage
Taschenbuch: 384 Seiten
Genre: Belletristik
Original-Titel: The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry
Erschienen: 25.07.2013
ISBN: 978-3-396-19536-7

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Sonntag, 13. Juni 2021

[Kurzes Fazit] "Ein Haus in Irland" von Maeve Binchy

Inhalt:
Als sich Ria und Danny kennen lernen, sind sie noch wahnsinnig jung. Doch er hat große Pläne und auch den Mut, Risiken einzugehen. Gemeinsam schaffen sie es, für wenig Geld ein riesiges Haus in der Tara Road mitten in Dublin zu erwerben. Es ist noch viel zu tun an dem Haus, doch beide sind zuversichtlich und schaffen es über die Jahre, ein wunderbares Zuhause zu schaffen. Doch mit der Zeit bahnen sich auch Veränderungen an - nicht nur bei Ria und Danny, auch bei ihren Freunden und Nachbarn.

Mein Fazit:
Maeve Binchy schreibt wirklich sehr gut und schafft es, jeder Figur in ihren Büchern eine eigene Geschichte und Tiefgang zu verschaffen. Ja, das Buch hätte locker nur halb so lang sein müssen, aber wenn man es als eine Art "Saga" rund um diese eine Straße in Dublin ansieht, hat die Länge auch seine Richtigkeit. Denn es geht nicht "nur" um Ria und Danny. Nein. Es geht um alle Menschen dort in der Tara Road. Um Colm, der ein Restaurant eröffnen will. Um Rias Freundin Rosemary, die sich in der damaligen Zeit in der Geschäftswelt behaupten muss - aber auch kann. Um Gertie, die einfach nicht von ihrem Liebsten Jack loskommt, obwohl er sie regelmäßig verprügelt und das wenige Geld für Alkohol ausgibt. Hilary, Rias Schwester. Um Rias Mutter Nora, die oft unangekündigt vorbeikommt und gerne im Seniorenheim zu Besuch ist. Um Dannys Gönner und Partner Barney, dessen Ehefrau Mona und dessen Geliebter Penny. Und natürlich um Ria und Dannys Kinder. Über die Jahre entwickeln sich all diese Menschen und noch einige mehr weiter. 

Man kann sehr gut in diese Geschichte eintauchen und mit all diesen Menschen mitfiebern. Das macht dieses Buch so besonders. Für mich gab es nur deswegen einen Punkt Abzug, weil es WIRKLICH sehr lang ist und auch die Kapitel sich über wahnsinnig viele Seiten ziehen. Dennoch eine klare Leseempfehlung von mir - auch wenn das Buch schon etwas älter ist.

 

Infos zum Buch:  

Verlag: Droemer Knaur Verlag 
Taschenbuch: 669 Seiten
Genre: Belletristik
Erschienen: 1998/1999
ISBN: 3-426-61688-2
 

Donnerstag, 4. Februar 2021

[Kurzes Fazit] "Endgame - Die Entscheidung" von James Frey

 SPOILERGEFAHR - 3. TEIL EINER TRILOGIE

Inhalt:
Von einst 12 Endgame-Spielern sind gerade einmal 6 noch am Leben. Einige der Spieler tuen sich zusammen. Doch nicht alle wollen Endgame und Keppler 22b zerstören. An Liu spielt für den Tod... Es ist entscheidend, welcher Spieler den letzten Schlüssel findet. 

Mein Fazit:
Ich muss leider sagen, dass mich der finale Teil doch enttäuscht hat. Es war durchaus SEHR spannend, aber irgenwie ein großes hin- und herreisen. Tempel hier, Feimde da. Allerdings war der Leser recht schnell wieder mitten im Geschehen. 

Ein bisschen "drüber" fand ich eine spezielle Reisemethode (will nicht zu viel verraten). Ja, Außerirdische sind offenbar real - da muss man wohl mit allem rechnen.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so genau, was ich zu diesem Buch schreiben kann. Es ist einfach eine Jagd. Zwischendurch werden noch einige persönliche Probleme der Spieler aufgegriffen. Zudem kommen noch einige Charaktere hinzu, die unterstützend wirken. Bei An Liu ist es eine Freundin der verstorbenen Chiyoko. Die anderen Spieler schließen eine Art Pakt. Denn alle spielen nun nicht mehr gegeneinander, sondern gegen Keppler 21b und die Außerirdischen. Aber letztlich ist es nur eine Jagd nach dem letzten Schlüssel. Vielleicht ist es auch das, was mich an dem Buch so gestört hat.

Letztlich konnte ich einfach nur 3 Würmchen vergeben, obwohl die Spannung durchgehend vorhanden war. Nichts desto trotz bin ich froh zu wissen, wie die Geschichte ausgeht.


Infos zum Buch:
 
Verlag: Verlag Friedrich Oetinger GmbH
Original-Titel: "Rules of the game - an endgame novel"
Erschienen: 24.10.2016
Gebunden: 410 Seiten
Genre: Endzeit / Thriller
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-7981-0404-6
Zum Verlag: LINK

Mittwoch, 26. August 2020

[Kurzes Fazit] "Witze und Weisheiten des Tyrion Lennister" von George R. R. Martin

Seid ihr Game-of-Thrones-Fans? Also ich auf jeden Fall. Zumindest was die hervorragende HBO-Serie angeht. Leider habe ich bislang die Bücher nicht gelesen - aber ehrlich gesagt schreckt es mich schon ein wenig ab, dass die Reihe nach wie vor nicht beendet ist...

Der erste Band steht auch schon seit Längerem auf meinem SuB - ist aber auf englisch (doppelte Hürde). Vielleicht werde ich mich irgendwann mal dazu aufraffen können. Lohnt es sich denn? Und wenn ja, lohnt sich die Originalfassung?

Schluss jetzt mit den vielen Fragen und zurück zu meinem Fazit zu diesem kleinen Schmuckstück: "Witze und Weisheiten des Tyrion Lennister" habe ich tatsächlich bei Instagram gewonnen. Lucky me, Leute! 

Nun habe ich es endlich von seiner Plastik-Hülle befreit und innerhalb von vielleicht 20 Minuten (...) durchgelesen. Es handelt sich um eine Zitatensammlung von Aussagen meines Lieblings-Charakters aus den Büchern. Außerdem ist das Büchlein gefüllt mit kleinen Illustrationen.

Scheinbar ist Tyrion in den Büchern tatsächlich hässlich - Peter Dinklage ist ja nun wirklich nicht unattraktiv. Wenn ich an den Charakter denke, sehe ich immer sein Gesicht vor meinem inneren Auge. Einer der Gründe, wieso ich eigentlich lieber vor der Verfilmung die Bücher lese - anderseits kann man so die Filme mehr genießen. Und mal ehrlich, bis auf wenige Ausnahmen sind die Bücher doch immer besser als die Verfilmung. Da kann es doch eigentlich gar nicht so sehr schaden, wenn man schon ein bestimmtes Gesicht vor Augen hat. (Das book-vs.-movie-Paradoxon - irgendwas ist immer...)

Tyrion Lennister ist ein herumhurender und oft betrunkener "Zwerg", der aber wahnsinnig intelligent ist. Er selbst sagt:

"Mein Verstand ist meine Waffe. Mein Bruder hat sein Schwert, König Robert hat seinen Streithammer, und ich habe meinen Verstand... wie ein Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten."

Übrigens ist Tyrion mein Lieblings-Serien-Charakter, weil er mich wirklich nie enttäuscht hat. Er ist kein Lügner oder Blender. Er sagt, wie es ist - natürlich geschützt durch die Macht seiner Familie, aber trotzdem hat dieser Mann mich irgendwo beeindruckt. Nicht zuletzt auch wegen seines Humors, der nicht ausschließlich der hervorragenden schauspielerischen Leistung geschuldet ist, was ich diesem Buch entnehmen konnte. Die Zitate sprechen für sich.

Lohnt sich das Buch?

Schwierige Frage. Für Hardcore-Fans bestimmt. Aber ihr müsst selbst enscheiden. Als Riesenfans könntet ihr ja auch die Bücher noch einmal durchackern und alle Zitate selbst heraussuchen ;p

Dienstag, 16. Juni 2020

[Kurzes Fazit] "Love to Share" von Beth O´Leary

Inhalt:
Eine absolute Win-Win-Situation: Tiffy braucht nach der Trennung von ihrem Freund schnell eine günstige Unterkunft und Leon dringend Geld, indem er seine Wohnung untervermietet. Allerdings hat das ganze einen Haken: Beide wohnen gleichzeitig dort... Leon arbeitet nachts und ist in der Wohnung, während Tiffi tagsüber arbeitet. Spannendes Arragement. Die beiden kennen sich nur von den Botschaften, die sie sich gegenseitig hinterlassen und anhand ihrer persönlichen Gegenstände. Doch kann das wirklich so einfach funktionieren?

Mein Fazit:
Eigentlich mag ich dieses Genre und diese Art von Geschichten nicht soo gerne. Es ist meistens doch immer wieder die gleiche Geschichte... Total vorhersehbar und daher etwas öde. Genau die hätte ich auch bei diesem Buch erwartet und es vermutlich NIEMALS gelesen, wenn mir meine Freundin Sabrina nicht eine Leseprobe mitgebracht hätte! Die ersten paar Seiten waren zunächst tatsächlich genau wie ich es mir vorher gedacht hatte - doch das blieb nicht so.

Diese Geschichte ist wirklich so viel mehr, als ich es mir je erhofft hätte! Vor allem sprüht der Schreibstil so sehr von Humor! Dieses Buch zu lesen macht einfach wahnsinnig viel Spaß! Endlich wieder ein Buch, das uns Lesern beweist, wieso unser Hobby so wunderbar ist! Die Autorin hat wundervolle und vor allem sympathische Charaktere mit Ecken und Kanten geschaffen, die mit persönlichen Problemen zu kämpfen haben.

"Love to share" war mein Jahreshighlight 2019! WIRKLICH! Ein wunderbar humorvoller, aber dennoch vielschichtiger Roman, der mich komplett überzeugt hat. Denkt euch noch ein Sternchen hinter den 5 Würmchen ;)


Infos zum Buch:  
Verlag: Diana Verlag - Verlagsgruppe Randomhouse GmbH
Taschenbuch: 478 Seiten
Original-Titel:  The Flatshare
Genre: Belletristik / Romantisch
Erschienen: 13.05.2019
ISBN: 978-3-453-36035-8

Sonntag, 19. Januar 2020

[Kurzes Fazit] "Vanitas" von Ursula Poznanski

Inhalt:
Sie nennt sich Carolin Bauer. Doch das ist nicht ihr richter Name. Sie selbst gibt es nicht mehr. Sie wurde beerdigt. Doch die Angst ist geblieben. Wenn die sie finden sollten, wäre der Tod eine Gnade. Das weiß sie. Zu viel hat sie mit ansehen müssen.
Doch dann bittet Robert (ihr eigentlicher Beschützer) sie, zurück nach Deutschland zu gehen. Nur nach München, aber dennoch sehr viel näher zu denen, als sie jemals wieder sein sollte. Nur beobachten und sich anfreunden. Das war der Job. Doch ist es wirklich nur so einfach?

Mein Fazit:
Von Anfang an war die unterschwellige Spannung vorhanden. Der Leser weiß überhaupt nichts über die Vergangenheit von Caro, wie sie sich jetzt nennt. Das Buch hatte definktiv eine gigantische Sogwirkung auf mich! Erst weiß man nur, dass "Caro" ihren Tod vorgetäuscht hat. Offensichtlich durch Unterstützung der Polizei. Das ist rund zehn Monate her, doch sie hat noch immer Angst. Jetzt wird sie erneut zur Spionin...
Ich fand das Buch aber auch äußerst merkwürdig! Nicht wirklich ein üblicher Thriller, obwohl es durchaus wahnsinnig spannend geschrieben ist. Die Ängste spielen sich eher im Kopf der Protagonistin ab. Es kam mir oft eher wie eine Familiensaga vor. Carolins Vergangenheit ist auch ein spannender Part. Wusste nicht genau, worauf das Ganze hinauslaufen soll... Das war natürlich im Sinne des Spannungsbogen durchaus förderlich.

Kurzum: Kein klassischer Thriller, aber definitiv eine Leseempfehlung von mir!


Infos zum Buch:  
Verlag: Droemer Knaur GmbH & Co. KG
Taschenbuch: 376 Seiten
Genre: Thriller  
Erschienen: Februar 2019
ISBN: 978-3-426-22686-5

Dienstag, 3. Dezember 2019

[Kurzes Fazit] "Noah" von Sebastian Fitzek

Inhalt:
Er ist obdachlos und hat keine Ahnung, wer er ist oder woher er kommt. Er wird "Noah" genannt, weil dieser Name auf seiner Hand tattowiert ist. Durch Zufall sieht er in einer Zeitungsanzeige ein Gemälde und er weiß, dass er es kennt. Der Maler wird von der Redaktion gesucht und eine Million Dollar sind für sachdienliche Hinweise ausgeschrieben. Doch Noah will nur herausfinden, wer er ist und ruft dort an.
Parallel versucht der Billionär Zaphire wieder einmal durch harsche und zu wahre Worte, den Anwesenden einer Spendengala die Augen zu öffenen. Doch verreckende Menschen im Mittelmeer lassen dort niemanden zusammenzucken... Dann fällt ein Schuss.
Außerdem versucht eine junge Familie in Manila zu überleben. Gar nicht so einfach, wenn der Ehemann und Hauptverdiener gestorben ist. Der siebenjährige Sohn schuftet auf der gesundheitsschädlichen Müllkippe. Seine Mutter versucht verzweifelt, ihr kleines Baby am Leben zu halten... Doch aufgund der Nahrungsknappheit ist ihre Muttermilch versiegt.
Auf dem JFK-Flughafen befindet sich der Vater der Journalistin Celene, kurz bevor dieser aufgrund einer drohenden Pandemie abgeriegelt wird.

Mein Fazit:
Ich war SEHR gespannt auf das Buch. Habe mir vor dem Lesen weder den Klappentext, noch sonstige Inhaltsangaben durchgelesen. Meine einzige Voreingenommenheit war den Autor betreffend. ABER ich bin durchaus unvorweggenommen an das Buch herangegangen.

"Noah" ist kein klassischer Fitzek. Ja, es gibt auch einige Wendungen - aber vielmehr geht es um Verschörungstheorien, die erschreckenderweise allzu realistisch klingen. Um einen Mann ohne Erinnerung, der verzweifelt versucht, das Richtige zu tun. Um den Klimawandel, die Überbevölkerung und die Folgen. Um einen der Superreichen, der versucht, eben diese Realität zum Ausdruck zu bringen - und stetig scheitert. Um Auftragsmörder.

Einfach richtig gut! Das Thema ist aktuell wie noch nie und die Idee des Autors wirklich perfide, aber leider gar nicht so unrealistisch... 


Infos zum Buch:  
Verlag: Bastei Lübbe Taschenbuchverlag
Taschenbuch: 556 Seiten   
Genre: Thriller  
Erschienen: 18.12.2014
ISBN: 978-3-404-17878-0

Mittwoch, 23. Oktober 2019

[Kurzes Fazit] "Amokspiel" von Sebastian Fitzek

Inhalt:
Geiseldrama in einem Radiosender. Und Kriminalpsychologin Ira Samin wird als Unterhändlerin angefordert. Eigentlich ist sie beurlaubt - und eigentlich plant sie gerade ihren Selbstmord... Doch das muss sie nun erst einmal verschieben. 
Der Unbekannte spielt das vom Radiosender aktuell laufende Spiel "Cash Call", in dem man sich mit einer bestimmten Parole am Telefon melden muss. Doch er hat die Regeln geändert. Sagt der Angerufene nicht "Ich höre 101 Punkt 5 und bitte lass eine Geisel frei" wird eine der Geiseln umgebracht... Doch was will der Mann?

Fazit:
Erst einmal vorweg: Ich habe bereits vor dem Lesen die Sat1 Verfilmung des Buches gelesen, das aber irgendwie wieder verdrängt. Als ich das Buch angefangen habe, fiel mir das wieder ein... Die Erinnerungen an die Handlungen des Films kamen nur nach und nach wieder - aber es wurde auch ziemlich viel geändert! UND: Das Buch war sehr viel besser als die Verfilmung.

Der Geiselnehmer Jan will eigentlich nur eines: Seine schwangere Verlobte wiederbekommen. Die soll angeblich bei einem Autounfall vor einigen Monaten ums Leben bekommen sein. Doch Jan glaubt an eine Verschwörung.
Derweil hat die Unterhändlerin ganz andere Probleme. Neben ihrem geplatzen Selbstmord ist sie außerdem alkoholabhängig und der letzte Drink schon ziemlich lange her...

Viel hin und her. Einige Wendungen. Und eine ziemlich fiese Auflösung. So kenne ich die Bücher von Sebastian Fitzek - und so mag ich sie auch.



Infos zum Buch:  
Verlag: Knaur Taschenbuchverlag
Taschenbuch: 425 Seiten   
Genre: Thriller  
Erschienen: 01.04.2007
ISBN: 978-3-426-63718-0

Freitag, 11. Oktober 2019

[Kurzes Fazit] "Glücksspieler" von Amelie Fried

Inhalt:
Kim ist unglücklich, weil sie so arm ist. Sie jobbt in einem Flughafencafé und bestätigt sich auch als Gelegenheitsprostituierte. So begegnet sie Gregor - dem Ehemann einer reichen Frau, die er eigentlich nicht wirklich liebt. Aber er liebt die Annehmlichkeiten, die schönen Dinge und das Prestige. 
Kims Schwester Mona hat keine Geldsorgen, doch glücklich ist sie in ihrer Ehe mit Manfred auch nicht. Seit ihr Sohn Tommy auf dem Internat ist, findet sie nur noch beim Shopping Ruhe. 

Mein Fazit:
Dieses Buch ist so unfassbar merkwürdig. Eigentlich hat es keinen richtigen roten Faden.Vielmehr wird das leben der Protagonisten durchleuchtet, die wirklich alle unfassbar unsympathisch sind! Es ist ein wilde Potporre an Gefühlen in diesem Buch.

Kim habe ich fast schon gehasst - die Frau ist wirklich unglaublich! Aus welchem Grund auch immer ist sie der Meinung, dass ihr so viel mehr im Leben zustehen würde. Aber dafür arbeiten oder wiklich aktiv etwas tun, ist nicht so ihr Ding. Von versuchter Erpressung ganz abgesehen... Das ist natürlich ihr erster Gedanke als sie herausfindet, dass ihr One-Night-Stand (der ihr bereits 1.000,-DM eingebracht hat), ein reicher Typ mit Ehefrau ist. So eine Person ist das.

Gregor findet sich selbst ziemlich großartig, ist aber eigentlich nur ein mieser Schmarotzer, der auf Kosten seiner Frau richtig ordentlich Geld verplempert. Er liebt Sex und den bekommt er von seiner biederen Frau schon lange nicht mehr. So landet er letztlich bei Kim im Bette (aber auch später noch bei Mona - und zwischendurch noch bei mindestens einer Prostituierten). Kurzzeitig dachte ich, er würde wirklich was für Mona empfinden. Aber nein, er wollte nur "ihre Leidenschaft" wecken. Ätzender Typ.

Mona ist ein ziemlich armes Würstchen, das nicht mal das Maul aufmachen kann, wenn sie irgendwas stört. Wenn du von deinem Mann mehr Aufmerksamkeit möchtest, dann sprich ihn doch vielleicht mal drauf an. Wenn dein Leben dich so anödet, dann versuch doch vielleicht mal, was zu ändern. Zumindest das hat sie zum Ende noch hinbekommen - eigentlich die beste Charakterentwicklung im ganzen Buch (man muss auch mal egoistisch sein - wenn man das nicht auf Kosten anderer macht, so wie Kim).

Einge Nebencharaktere bekamen auch ein bisschen Storyline. Zum Beispiel Gregors Frau Helen, die ihre Homosexualität entdeckt, aber prompt wieder ein wenig ausgenutzt wird. Und Berger, den Nachbarn von Kim, den sie seit jeher als Kinderfrau ausnutzt. Arthur ist Kims Ex und ebenfalls ein ziemliches Arschloch - eigentlich passten er und Kim charakterlich echt ganz gut zusammen... 

Einfach ein RICHTIG merkwürdiges Buch, das mir eigentlich überhaupt nicht gefallen hat. Keine Ahnung wieso, aber es hatte eine gewaltige Sogwirkung. Wollte unfassbarerweise die ganze Zeit weiterlesen... Vielleicht ist das, wie dieser "Unfall-Effekt" - wenn man einfach nicht wegsehen kann. Weniger als 3 Würmer wäre daher unfair. Unterhalten hat mich dieses abstruse Buch immerhin.


Infos zum Buch:

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag GmbH
Taschenbuch: 383 Seiten
Genre: Belletristik
Erschienen: 10/2003 (Copyright 2001)
ISBN:3-453-87507-9

Zum Verlag: KLICK

Dienstag, 16. Juli 2019

[Kurzes Fazit] "Der Rosie-Effekt" von Graeme Simsion

ACHTUNG: Teil 2 einer Dilogie
SPOILER ALARM


Inhalt:
Don Tillman hat es geschafft: Er hat die Frau seiner Träume geheiratet, obwohl Rosie eigentlich gar nicht seiner Auflistung der benötigten Attribute entsprach. Das Rosie-Projekt war ein voller Erfolg. Zwischenzeitlich sind die beiden von Australien in die USA gezogen. Doch ihre Wohnung in Brooklyn, New York, dürfte in nicht allzu ferner Zukunft zu klein werden... Den Rosie erwartet ein Baby. Für Don eine unvorstellbare Veränderung. Es gibt so viel zu beachten. Listen erstellen, Pläne schmieden - ist er bereit dazu, Vater zu werden?

Mein Fazit:
Dieser zweite Teil hat mir wieder richtig gut gefallen und oft zum Lachen gebracht. Don ist einfach ein wunderbarer Typ, mit dem ich persönlich nicht zusammenleben könnte... Er meint es immer gut, doch das Zwischenmenschliche liegt ihm einfach nicht so...

Statt sich mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen, bald Vater zu werden, schmiedet wer wieder Pläne und macht Listen. So ist er einfach. Ich hatte ihn bereits damals mit Sheldon Cooper (BBT) oder Jerry Apensen (Boston Legal) verglichen - das passt einfach immer noch richtig gut. 

Ein wenig gestört an diesem Teil haben mich einige Hanldungen von Don, vor allem seine Unehrlichkeit. Dies schätzte ich sonst immer sehr an ihm - hier findet er hingegen Ausflüchte, jetzt nicht zwingend die volle Wahrheit sagen zu müssen. Das fand ich sehr schade... Die Storyline mit der Sozialarbeiterin war auch etwas drüber...

Nichts desto trotz fühlte ich mich wieder gut unterhalten.


Infos zum Buch:
Verlag: S. Fischer Verlag GmbH
Taschenbuch: 442 Seiten
Original-Titel: "The Rosie Effect"
Genre: Belletristik / Humor
Erschienen: 22.03.2016
ISBN: 978-3-596-03185-6


Freitag, 14. Juni 2019

[Kurzes Fazit] "Kein Entkommen" von Linwood Barclay

Inhalt:
David Harwood möchte einfach nur ein Wochenende mit seinem Sohn und seiner Frau in einem neuen Freizeitpark verbringen. Es war in letzter Zeit nicht so einfach... Seine Frau Jan scheint an Depressionen erkankt zu sein. Er selbst hat als Journalist alle Hände voll zu tun, die wirklichen Hintergründe zur geplanten Eröffnung eines Privatgefängnisses zu erfahren. Doch alles kommt ganz anders. Davids Sohn Ethan verschwindet. Jan und er suchen überall und informieren auch die Parkaufsicht. Ethan taucht kurz darauf wieder auf - doch auf einmal ist Jan spurlos verschwunden. Handelte es sich um ein Ablenkungsmanöver, um eigentlich Jan zu entführen? Oder plant Jan einen Selbstmord?

Mein Fazit:
Bereits die ersten Seiten nahmen mich als Leser gefangen. Manche Bücher schaffen das einfach sofort. Mit dem Prolog konnte man zwar (wie üblich) nicht wirklich viel anfangen, aber das tat der Spannung sicherlich keinen Abbruch.

David war ein wirklich überaus sympathischer Charakter. Ehrlich, geraderaus, ein Familienmensch und er ließ sich nicht so einfach unterkriegen. Als Journalist bei einer Zeitung ist sein Job schon ziemlich stark gefährdet. Dennoch widmet er sich einer Story, die selbst seine Herausgeberin nicht bringen möchte. Der Hauptprotagonist vermutet Korruption - hat das irgendetwas mit dem Verschwinden seiner Ehefrau zu tun?

Ein weiterer Protagonist ist der Ermittler Barry Duckworth. Er ist schon etwas älter und isst für sein Leben gerne, was man ihm auch ansieht. Eigentlich wirkte er auf mich auch von Anfang an ziemlich fähig. Aber man kann nur mit den Indizien arbeiten, die sich einem offenbaren...
Es kommt, wie es in so einem Fall kommen musste: David wird verdächtigt, seine Frau ermordet zu haben. Für David beginnt ein Kampf. Einerseits versucht er, seine Frau um jeden Preis wiederzufinden, zum anderen muss er sich vor der Polizei rechtfertigen...


Letztlich kann ich nur sagen: Daumen hoch. Das Buch kann ich wirklich empfehlen! Selbst wenn ich einige sehr überraschende Wendungen schon einige Kapitel vor der großen Enthüllung erraten hatte, blieb es durchweg spannend. Dennoch hat das doch zu einem winzigen Punktabzug geführt.



Infos zum Buch:
Verlag: Ullstein Buchverlage GmbH
Taschenbuch: 571 Seiten
Original-Titel: "Never look away"
Genre: Thriller
Erschienen: 15.04.2011
ISBN: 978-3-548-28348-7