Samstag, 12. Dezember 2015

[Rezension] "Der Weg der gefallenen Sterne" von Caragh O´Brien


ACHTUNG - SPOILER

!!! 3. Teil einer Trilogie !!!

Inhalt: 
Gaia führt alle Bewohner Sylums, die mit ihr gehen wollten, als ihre neue Matriarch durch das Ödland. Sie wollen zurück nach Wharfton um mit der Enklave eine Vereinbarung zu treffen. Gaia ist der Meinung, dass sie den Protektor mit den frischen Genen überzeugen kann. Schließlich leidet die Enklave seit langer Zeit unter den Folgen des Inzests. Doch Verhandlungen mit dem Protektor sind kaum möglich. Ein Krieg scheint unausweichlich.
Auch die Bewohner Wharftons hatten sich bereits gegen die Enklave aufgelehnt. Es gab in Gaias Abwesenheit einen Babystreik. Keine Kinder wurden mehr vorgebracht. Daraufhin wurde den Bewohnern vor der Mauer einfach das Wasser abgedreht. Der Aufstand konnte so nicht lange aufrecht erhalten werden.
Gaia und Leon wollen dies nun gemeinsam ändern. Doch sie haben ihre Rechnung nicht mit dem Proetektor und seinem sadistischen Handlanger Iris gemacht...

Meine Meinung:
In diesem letzten Band gab es wirklich reichlich Action, aber leider auch viele unfassbar naive und dämliche Entscheidungen von Gaia. Also mal ganz ehrlich - hatte sie sich die Handlungen dieses Protektors vorher überhaupt nicht durch den Kopf gehen lassen?! Mit solch skrupellosen und verbohrten Menschen sind Verhandlungen nahezu zum Scheitern verurteilt. Hinzu kommt, dass es den Bewohnern innerhalb der Enklave noch immer sehr gut ging. Zahlenmäßig unterlegen, sind sie doch ausreichend geschützt und sitzen letztlich am längeren Hebel.
Alle Aktionen der großen Matriarch wirken daher ziemlich sinnlos. Auch Leons Vorschläge und seine Hau-Drauf-Art scheinen nicht der richtige Weg zu sein... Aber den Bewohnern bleibt langsam keine andere Wahl. Wären sie in Sylum geblieben, gäbe es keine Zukunft.

Die Liebesgeschichte mit Gaia und Leon hat zum Glück endlich eine großartige Fortsetzung erfahren. Er ist halt ein etwas schwieriger Charakter, das macht ihn aber auch so interessant. Verheiratet sind sie zwar immer noch nicht, da Gaia die Gesetze jedoch aufgehoben hatte, dürfen sie sich zumindest berühren. Das Zieren der jungen Hebamme vor der Ehe konnte ich zwar nachvollziehen (sie hatte wirklich andere Sachen im Kopf), aber dass Leon für sie definitiv der Eine ist, ist sicher. 

Das Ende fand ich außerdem etwas überspitzt. Wollte trotzdem gerne weiterlesen!

Fazit:
Etwas holpriges Finale der Trilogie. Mir hat es jedoch einen Lesegenuss bereitet, daher nur ein Punkt Abzug.




Infos zum Buch:

Verlag: Verlagsgruppe Randomhouse / Heyne
Genre: Dystopie
Original-Titel: "Promised"  
Ebook: 352 Seiten  
Preis: 7,99 € (Kindle-Edition)
Erschienen: 10.03.2014
Zum Verlag: Heyne Verlag



Dienstag, 8. Dezember 2015

[book vs. movie] "Die Bestimmung - Divergent" von Veronica Roth

Inhalt (Klappentext): 
"Fünf Fraktionen sind es, zwischen denen Beatrice sich entscheiden muss, als sie sechzehn wird. Es ist die wichtigste Wahl ihres Lebens, denn sie entscheidet über ihre Familie, ihre Freunde, ihre Feinde. Doch der Test, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis: Sie ist eine Unbestimmte. Die aber gelten in der Welt, in der sie lebt, als hoch gefährlich..."

Was war besser?
Wieder mal eine seeehr schwierige Frage...
Gleich zu Beginn der Hinweis, dass ich zuerst den Film gesehen habe. Hatte zwar am Rande von der Buchreihe gehört, aber mich irgendwie davon nicht angezogen gefühlt. Dann war ich mit einer Freundin im Kino und wir entschieden uns spontan für "Divergent - Die Bestimmung".
Ich sage es mal so: Der Film hat mich richtig geflasht. Habe das wirklich nicht erwartet! Die Filmmusik war super, Theo James ist hot, die Story war richtig klasse und der Film war spannend. Habe beim Filmschauen also nicht verglichen mit dem Buch und auch die üblichen Probleme á la "den / die habe ich mir aber gaaaanz anders vorgestellt" fielen somit weg. Habe übrigens den zweiten Film auch schon gesehen, bevor ich das erste Buch gelesen hatte.

Jetzt habe ich also beim Lesen des Buches mit dem Film verglichen und muss sagen, dass die Verfilmung sehr nah am Original ist. Mehr dazu unter dem Punkt "Unterschiede" unter dem Spoileralarm :)
Das Buch gefiel mir richtig gut. Man erfährt noch etwas mehr über das Gefühlsleben von Ich-Erzählerin Tris. Obwohl ich oft wusste, was gleich geschehen wird, war es spannend und konnte mich fesseln. So sehr, dass ich mir sogar das Lesen beim Frühstücken wieder angewöhnt habe. Also auf jeden Fall Daumen hoch für das Buch.

Meiner Meinung nach liegen Buch und Verfilmung gleich auf.

Die Darsteller
Mir persönlich gefallen die Schauspieler richtig gut. Allen voran natürlich der wirklich attraktive Theo James, obwohl er eigentlich zu alt für die Rolle ist. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Tris finde ich auch klasse besetzt, allerdings etwas zu groß. Super fand ich Jai Courtney als Eric - er spielt ihn richtig gut! so wunderbar böse ;p Nicht so optimal fand ich Christian Madsen als Al - aber erst, nachdem ich das Buch gelesen habe. Musste erst überlegen und googlen, um die beiden Charaktere überhaupt zusammen zu kriegen. Al ist optisch im Buch einfach komplett anders beschrieben.
Finde auch, dass die Will und Al-Darsteller sich total ähnlich sehen - oder bin ich bekloppt? Bösewicht Peter passt ganz gut.
Alles in allem kann ich nicht meckern :)

SPOILERALARM - wer dennoch weiterlesen möchte, darf dies natürlich gerne tun :)

Freitag, 4. Dezember 2015

[Lesemonat] Mein Oktober und November 2015


"Filippo und die Weisheit der Schafe" von Paola Mastrocola  =  378 Seiten
"Maddie - Der Widerstand geht weiter" von Katie Kacvinsky  =  377 Seiten

2 Bücher = 755 Seiten

SUB:
- 2
+0
derzeitiger Stand: 17 Bücher

Im Oktober und November war ich nicht nur absolut blog-faul, ich hatte auch einfach nichts zu berichten weil ich nahezu gar nicht gelesen habe!

Dieses Filippo-Buch war wirklich überhaupt nicht meins. Es gab soo viele richtig gute Kritiken, weshalb ich mir den Roman auch gewünscht hatte. Leider hatte ich mir unter der Story etwas ganz anderes vorgestellt - viel lustiger. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir ebenfalls nicht. Hatte dann auch irgendwie keine Lust auf Lesen.
Im Nachhinein hätte ich das Buch mal lieber abbrechen sollen... Da ich es geschenkt bekommen hatte, habe ich mir jedoch durchgequält...

Maddie hat mich dann wieder zu der lesenden Bevölkerung zurück geholt! Obwohl ich diesen zweiten Teil der Maddie-Reihe nicht so überzeugend fand, war es zumindest spannend genug, dass ich am Ball bleibe.

Wie waren eure vergangenen Monate?

Sonntag, 18. Oktober 2015

[Rezension] "Das Land der verlorenen Träume" von Caragh O´Brien

ACHTUNG - SPOILER

!!! 2. Teil einer Trilogie !!!

Inhalt: 
Nachdem Gaia gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Maya aus der Enklave in das Ödland geflohen ist, wäre das Baby fast gestorben. Im letzten Moment rettet Chardo Peter den beiden das Leben. Er führt sie in seine Siedlung Sylum. Dort gibt es einen Wald und ausreichend Wasser. Gaia ist begeistert. Doch auch in Sylum sind Regeln einzuhalten. Maya wird ihr weggenommen und an eine Familie gegeben. Da Gaia ihre Schwester durch ihren raschen Aufbruch fast getötet hat, verwirkte sie nach den dortigen Gesetzen ihr Recht auf das Kind. 
Nach einiger Zeit wird klar, dass auch in Sylum nicht alles wunderbar ist. Die Bewohner bekommen bereits seit längerer Zeit fast ausschließlich weiblichen Nachwuchs. Die Gemeinde droht auszusterben.

Meine Meinung:
Nachdem sich die Ereignisse im ersten Band überschlagen hatten, musste ich unbedingt wissen wie es weitergeht. Dieses Buch schließt direkt an. Es ist zwar schone einige Zeit vergangen, der Leser hat aber nichts wichtiges verpasst. 

Die neue Gemeinschaft erscheint zunächst wie ein Traum. Natürlich bis auf die Tatsache, dass Gaia die Schwester genommen wird. Dies wurde ihr jedoch begreiflich gemacht. Eine Mutter hatte kurz zuvor das Kind verloren und konnte Maya mit Muttermilch versorgen. Für Gaia war Überleben der Schwester zunächst vorrangig. Natürlich möchte sie das Kind irgendwann zurückbekommen. 

Die Storyline um Leon bleibt zunächst ungeklärt. Die sich entwickelte Liebesgeschichte zwischen den beiden nahm ein jähes Ende, als Gaia ohne ihn fliehen musste. Lange Zeit weiß Ich-Erzählerin Gaia nicht, ob er überhaupt noch lebt. Somit weiß leider auch der Leser nicht mehr... 
Im Gegensatz zu ihrer vorherigen Stellung als vernarbtes, hässliches Mädchen gilt Gaia in Sylum als guter Fang: Dafür reicht allein die Tatsache, dass sie eine Frau ist. Auf die vielen Männer kommen so wenige Frauen, dass diese an der Macht sind. Die Anführerin, sogenannte Matriarch, vollzieht die Gesetze zusammen mit den anderen Frauen. Männern ist es verboten, eine Frau auch nur zu berühren. Dies gilt (ob von der Frau gewollt oder nicht) direkt als versuchte Vergewaltigung und wird bestraft. Nur verheiratete Partner dürfen sich anfassen.
Recht schnell fühlt sich Gaia zum älteren Bruder ihres Retters hingezogen. Chardo Will ist der örtliche Bestatter. Intelligent, freundlich und attraktiv. Doch auch sein jüngerer Bruder Chardo Peterhat es ihr angetan... Doch wie kann sie Gefühle für andere Männer haben, wenn sie nichts über das Schicksal von Leon weiß?
Dieser taucht unvermittelt in der Siedlung auf und wird verhaftet. Gaia verstrickte sich jedoch in einen Machtkampf mit der Matriarch und kann nicht sofort zu ihm. Dies nimmt er ihr mehr als übel...

Fazit:
Unfassbar spannend! Hat mir richtig gut gefallen. Klasse Fortsetzung.




Infos zum Buch:

Verlag: Verlagsgruppe Randomhouse / Heyne
Genre: Dystopie
Original-Titel: "Prized"  
Ebook: 464 Seiten  
Preis: 7,99 € (Kindle-Edition)
Erschienen: 20.02.2012
Zum Verlag: Heyne Verlag

Mittwoch, 7. Oktober 2015

[Lesemonat] Mein September 2015

Schwupps, ist schon wieder ein Lesemonat um... Und der September hat es bei mir in sich! Hatte einen wundervollen Badeurlaub in Kroatien und (für meine Verhältnisse) extrem viel gelesen.

Dies sind meine September-Bücher:



In dieser Reihenfolge gelesen:

"Eine wie Alaska" von John Green  =  295 Seiten
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" von Caragh O´Brien  =  464 Seiten
"Entrissen" von Tania Carver  =  512 Seiten
"Das Land der verlorenen Träume" von Caragh O´Brien  =  496 Seiten
"Der Weg der gefallenen Sterne" von Caragh O´Brien  =  352 Seiten
"Einsatzort Vergangenheit" von Sandra Neumann  =  304 Seiten
"Dark Canopy" von Jennifer Brenkau  =  528 Seiten
"Dark Destiny" von Jennifer Brenkauf  =  464 Seiten
"Todesfrist" von Andreas Grubler  =  417 Seiten
"Ödland Band 2 - Das Versteck im Moor" von Chrstoph Zachariae  =  318 Seiten


Fast ausschließlich Ebooks, daher kaum Veränderung auf dem
SUB:
- 1
+0
derzeitiger Stand: 19 Bücher

Der Flop des Monats ist leider, leider für mich "Eine wie Alaska". Ich habe mir nach "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und den vielen positiven Rezensionen einfach viel mehr vorgestellt. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen...
Das Highlight kann ich wirklich ganz, ganz schlecht benennen... Leon und Gaia oder Joy und Neél... Schwierig, schwierig... Ich entscheide mich für die "Dark Canopy"-Dilogie! Die war echt der Hammer! Muss unbedingt mehr von der Autorin lesen!

Montag, 5. Oktober 2015

[Rezension] "Die Tore der Welt" von Ken Follett

Inhalt:
Kingsbridge im 14. Jahrhundert.
Erzählt wird die Geschichte einiger Bürger. Allen voran die des Handwerkers Mertin und seiner Freundin Caris. Alles beginnt, als sich vier Kinder kennen lernten. Mertin, dessen Bruder Ralph, Caris und die bettelarme Gwenda. Als die Kinder sich verbotenerweise in den Wald schleichen, beobachten sie einen Überfall auf einen Ritter. Er überlebt verletzt, hütet jedoch ein wichtiges Geheimnis. 

Cover / Aufmachung:
Das Coverbild orientiert sich eindeutig am Vorgängerroman "Die Säulen der Erde". Schön ist was anderes, passt aber zum Genre. Das Buch selbst ist in mehrere Abschnitte unterteilt, welche jeweils mit einem Bild (ähnlich einem Kupferschnitt) beginnen. Diese passen mal mehr, mal weniger zum Inhalt des Abschnittes, sind aber hübsch anzusehen. Leider ist das Buch unendlich dick - ärgere mich, dass ich es als Taschenbuch und nicht auf dem Kindle gelesen habe...

Meine Meinung:
Kein roter Faden wird oft durch andere Rezensenten bemängelt. Ja, es gab ihn nicht wirklich in dieser Geschichte. Höchstens ein sehr schmaler Kreis, der sich geschlossen hatte. Für mich ist das aber überhaupt nicht negativ, da es mir bei Folletts Büchern immer mehr um die großartig gezeichneten Charaktere geht. Hier wurde an nichts gespart. Glück und Leid lagen so nah beieinander. Den Guten gönnte ich alles und verzweifelte, wenn sie scheiterten. Bei den Bösen kamen Hassgefühle in mir zu Vorschein - warum konnten die nicht einfach sterben?!
Genau so würde ich das Lesen der Bücher dieses Autors beschreiben. Viele Intrigen, kluge Ideen - doch im Mittelalter meist nicht durchsetzbar. Es war zum Mäusemelken!

Die "guten" Protagonisten waren mir total sympathisch. Am liebsten mochte ich Caris, die einfach zu weit für diese Zeit war. Sie liebt Mertin, will aber nicht sein Eigentum sein, wie damals nach einer Eheschließung üblich. Auch Kinder will sie nicht - die fesseln sie nur an Heim und Herd. Sie entwickelt sich nach und nach zu einer richtig guten Heilerin, wohingegen die Ärzte (damals ausschließlich Mönche) die abstrusesten Theorien willensstark durchsetzen. Besonders schockiert hatte mich die Tatsache, eine offene Fleischwunde mit Dung zu füllen - ja, schön Fäkalbakterien in den Körper pressen. Der darauf folgende Eiter sollte die Wunde schließen. Na sicher... Stattdessen muss der Arm amputiert werden! Dann war es wohl Gottes Wille - unfassbar!
Gwenda tat mir die meiste Zeit total Leid. Sie stammt aus einer unfassbar armen Familie. zu den damaligen Zeiten konnte man dem kaum entkommen, auch wenn sie sehr schwer arbeitet. Dann verliebt sie sich in einen jungen Mann, der bereits eine andere liebt...

Fazit:
Wieder hat mich Ken Folletts spannender Schreibstil voll gekriegt. Muss mir unbedingt wieder mehr Lesestoff von ihm besorgen. Einige seiner alten Bücher habe ich noch gar nicht gelesen.
Zeitweise hat es sich allerdings etwas gezogen. Daher nicht die volle Punktzahl.





Infos zum Buch:

Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co. KG
Genre: Historischer Roman
Original-Titel: "World without end"  
Taschenbuch: 1.294 Seiten  
Preis: 12,99 € 
Erschienen: 15.01.2010
Zum Verlag: Bastei Lübbe

Montag, 28. September 2015

[Rezension] "Die Stadt der verschwundenen Kinder" von Caragh O´Brien

Inhalt:
Die junge Gaia ist Hebamme, wie ihre Mutter. Sie lebt außerhalb der Enklave hinter der Mauer und es ist ihre Pflicht, die ersten drei entbundenen Kinder im Monat direkt nach der Geburt der Mutter wegzunehmen. In der Enklave erhalten die Neugeborenen neue Eltern. Diese Tatsache hatte das junge Mädchen auch niemals in Frage gestellt. Erst bei der ersten Geburt, die sie ohne Anwesenheit ihrer Mutter begleitet, kommen ihr Zweifel. Die Mutter des Neugeborenen möchte es nicht hergeben. Ein solches Verhalten kannte Gaia bislang nicht.
Als sie eines Tages nach Hause kommt, sind ihre Eltern verschwunden. Stattdessen findet sie Captain Leon Grey vor, welcher sie befragt. Offenbar hatten ihre Eltern etwas getan, was gegen die Regeln der Enklave verstößt. Gaia beginnt langsam zu erkennen, dass etwas mit der Gesellschaft ganz und gar nicht stimmt...

Meine Meinung:
Dystopien haben für mich definitiv noch nicht ihren Reiz verloren. Die Geschichte um die zunächst ziemlich naive Gaia gefiel mir wirklich gut. Erst war sie noch ein Rädchen im Getriebe der Enklave, doch langsam beginnt sie, deren Lügen zu durchschauen.

Gaia selbst wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, wurde jedoch von ihren Eltern sehr geliebt. Durch einen Unfall in ihrem ersten Lebensjahr ist ihr Gesicht mit Brandwunden entstellt. Dies hatte zur Folge, dass sie nicht für die Enklave ausgewählt wurde. Anfangs bedauert sie dies. Innerhalb der Mauern bekommen die vorgebrachten Kinder Adoptiveltern zugewiesen und führen ein Leben ohne Verzicht. Hingegen geht es außerhalb der Enklave ums nackte Überleben. Wasser ist ein rares Gut. Ab und an erhaschen die Bewohner außerhalb der Mauer einen kurzen Blick auf das Leben innerhalb der Enklave der ihnen klar macht, dass es den Kindern dort besser geht. Nichts desto trotz vermissen die Eltern ihre verschwundenen Kinder. Da keine Stammbäume geführt werden weiß auch niemand, welches Kind zu welcher Familie gekommen ist.
Als ihre Eltern auch nach Wochen nicht mehr zurückkehrten, fängt sie an Fragen zu stellen. Sie erfährt, dass beide wegen Verrats angeklagt wurden und im Gefängnis sitzen. Die beiden hatten jedoch ein reines Herz und die Ungerechtigkeit konnte Gaia nicht ertragen. Sie schmiedet Pläne, um irgendwie in die Enklave reinzukommen...

Außerdem erhält sie von der Assistentin und Vertrauten ihrer Mutter ein geheimnisvolles Bändchen. Die Geheimschrift kann sie jedoch nicht entschlüsseln. Trotz Nachfrage von Captain Grey hält sie das Band versteckt. Eine Tat, die sie ebenfalls ins Gefängnis bringen könnte...

Fazit:
Anfangs etwas schleppend, aber hat mich dann doch in seinen Bann geschlagen! Konnte kaum aufhören! Achtung: Fieser Cliffhanger am Ende - musste mir direkt Band 2 auf den Kindle laden!



Infos zum Buch:

Verlag: Verlagsgruppe Randomhouse / Heyne
Genre: Dystopie
Original-Titel: "Birthmarked"  
Ebook: 464 Seiten  
Preis: 7,99 € (Kindle-Edition)
Erschienen: 24.01.2011
Zum Verlag: Heyne Verlag

Donnerstag, 24. September 2015

[Lesemonat] Mein August 2015


Ja, mir ist bewusst, dass der August schon etwas länger her ist. Irgendwie habe ich in letzter Zeit keine Lust zum Bloggen aufbringen können. Jetzt bin ich jedoch erfrischt aus dem Urlaub zurück und bemühe mich, wieder einiges aufzuholen. Wollte eigentlich über soo viele Bücher schon was geschrieben haben. Unter anderem von "Die Tore der Welt" - mein erstes Buch im August. Das hat mich wieder mal gut unterhalten. Weiß gar nicht, wieso es so lange im Regal lag... Ach ja doch - es fasst über 1.200 Seiten! Trotzdem lässt es sich flüssig lesen und war auch spannend.

Ganz im Gegenteil zu dem als Gruselschocker erwarteten "Operation Zombie"-Buch. Das war für mich leider eine herbe Enttäuschung... Unfassbar langweilig, da es sich lediglich um aneinandergereihte Interviews mit Überlebenden handelt. Der Leser baut keinerlei Bindung auf, da jeder Zeitzeuge nur ein paar Seiten Platz im Buch gefunden hat. Spannend erzählen konnte auch kaum einer...

Das letzte Buch im August war "Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte". Dieses Buch habe ich im Paris-Urlaub auf dem Kindle gelesen. War nicht schlecht. Seichte Unterhaltung, nur das Ende fand ich kacke...

Einen Neuzugang gab es im August nicht :)


Nun zur Statistik: 

"Die Tore der Welt" von Ken Follett  =  1.294 Seiten
"Operation Zombie" von Max Brooks  =  444 Seiten
"Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte" von Jessica Park  =  320 Seiten

3 Bücher = 2.058 Seiten

SUB:
- 2
+0
derzeitiger Stand: 20 Bücher

Freitag, 7. August 2015

[Lesemonat] mein popliger Juli 2015

1 Buch:
"Herz über Kopf" von Jo Platt  =  268 Seiten

1/1 Rezensionsexemplar

SUB:
+2
-  0
derzeitiger Stand: 22 Bücher


Ja, es ist eine Schmach... Ausgelesen habe ich im Juli tatsächlich nur ein einziges Buch. Und das war nicht besonders lang...

Allerdings hatte ich "Die Tore der Welt" von Ken Follett endlich von meinem SuB geholt und davon im Juli ziemlich viele Seiten gelesen. Die zählen aber in den nächsten Monat!

Zumindest war dieses eine Ebook ein absolutes Monatshighlight :)

Donnerstag, 6. August 2015

[Neuzugänge] und lang ersehnte noch dazu


Endlich war es soweit und "Dreams oof Gods and Mosters", der dritte und finale Teil der Zwischen-den-Welten-Reihe von Laini Taylor ist auf deutsch erschienen. JUHUUU. Was war ich verzweifelt, als Band 2 vorbei war und ich warten musste. Jetzt ist er da. Endlich! Und jetzt sitze ich hier und lese ihn nicht.
Warum? Ich will nicht, dass es vorbei ist!!! Kennt ihr das?

Außerdem ganz neu - "Maddie. Der Widerstand geht weiter" als Taschenbuch. Band 1 steht ebenfalls als Taschenbuch hier, dann musste ich warten (sieht ja sonst komisch aus im Regal. Dachte, das Warten wird mich schon nicht stören. Tja, falsch gedacht. Das mache ich echt nie wieder!

Dies waren meine einzigen Neuzugänge im Juli. Bleibe weiter standhaft dem SuB-Abbau verpflichtet. Allerdings mussten diese beiden Bücher einfach SOFORT einziehen. Es ging nicht anders!

Samstag, 18. Juli 2015

[Rezension] "Blutige Tränen" von Anne Frasier

Inhalt:
Er sucht nach der perfekten Frau für sich. Immer wenn er der Meinung ist, sie gefunden zu haben, holt er sie sich. Doch wenn sie seinen Vorstellungen nicht entspricht, muss sie weg. Dann sucht er weiter. Nach der Richtigen...
Agent Mary Cantrell von der Verhaltensanalyseeinheit des FBI wird zu einem Mordfall hinzu gerufen. Der Mörder hat eine Spezialität - das Pfröpfen, also das Veredeln von Pflanzen. Doch in diesem Falle das Verbinden einer Pflanze mit dem Körper eines toten Mädchens... Mary wird in ihre Heimatstadt beordert. Einen Ort, den sie seit langer Zeit nicht mehr aufgesucht hat. Die Vergangenheit prasselt auf die Agentin ein, während sie fieberhaft nach dem Mörder sucht.

Erster Satz:
"Er beugte sich über das reglose Mädchen."

Cover:
Joar, ist okay. Die Rose passt auf jeden Fall zum Inhalt.

Meine Meinung:
Besonders gefallen haben mir die großartigen Protagonisten. Insbesondere Agent Mary Cantrell, die nach Außen hin wie ein kalter Fisch agiert. Natürlich gibt es auch eine Hintergrundgeschichte. Eine Wunde, die mit ihrem Einsatz in der Heimat wieder aufreißt. Als Mary sechzehn war, fand sie die Leiche ihrer besten Freundin im Wald. Der Mörder wurde schnell gefunden und landete hinter Gittern. Seitdem ist das Verhältnis zur jüngeren Schwester Gillian stark eingefroren. Diese hielt von Anfang an zu dem Täter - ein herber Vertrauensbruch. Das Verhältnis der Geschwister wird im Laufe des Buches etwas besser, insbesondere da auch Gillian als Polizeibeamtin viele Gemeinsamkeiten entdecken kann.
Der Fall selbst ist wirklich ziemlich gut gewesen. Eine gut durchdachte Story, die mir ein ums andere Mal einen Schauer über den Rücken laufen ließ. Der Mörder war glaubwürdig dargestellt
Den Schreibstil der Autorin mochte ich gerne. Insbesondere, dass viele Details erst nach und nach aufgeklärt wurden, weckte sofort mein Interesse. Ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich geschah und wieso sich ihre Schwester gegen Mary gewandt hatte. Das Finale war noch einmal hochexplosiv. Alle Fragen wurden geklärt - so was liebe ich.

Fazit:
Ein richtig guter Thriller, der vor allem durch seine sympathischen Protagonisten aus der Masse hervorsticht.




Infos zum Buch:
Verlag: Verlagsgruppe Weltbild GmbH Genre: Thriller Original-Titel: "Sleep tight" Taschenbuch: 383 Seiten Erschienen: 03.06.2008 Zum Verlag: Weltbild Verlag

Freitag, 10. Juli 2015

[Rezension] "Dark Village - Das Böse vergisst nie" von Kjetil Johnsen

Inhalt:
Nora, Benedicte, Trine und Vilde sind beste Freundinnen. Doch in 21 Tagen wird eine von ihnen tot sein... Nackt im See treibend. In Plastikfolie eingewickelt. Ermordet von jemandem, den sie kannte.

Cover/Aufmachung:
Ich fand das Cover wirklich richtig gut. Meine Ausgabe hat zusätzlich einen schwarzen Buchschnitt - das ist sowieso mein Favorite :) Die Aufteilung der Kapitel im Buch fand ich allerdings etwas verwirrend. Immer wenn ein "Tag" vorbei war, begann die Nummerierung von vorne.

Erster Satz:
"Plötzlich, mitten im September: ein heißer Tag."

Meine Meinung:
Es handelt sich um den Auftakt einer fünfteiligen Buchreihe. Daher war es verständlich, dass zunächst alle Charaktere einzeln vorgestellt werden. Die vier Mädchen sind ziemlich unterschiedlich. Teilweise war mir nicht ganz verständlich, warum einige von ihnen überhaupt befreundet waren. Die Freundschaften waren oft schon vor Ewigkeiten entstanden und vielleicht zur Gewohnheit geworden. Traurig finde ich jedoch, dass alle der Meinung sind, ihren Freundinnen nicht die Wahrheit sagen zu können. Nach und nach werden dem Leser einige Geheimnisse offenbart, die das ganze spannend werden lassen. Als interessanten Protagonisten empfand ich Nick, den neuen an der Schule. Ein Pflegekind, das ebenfalls etwas versteckt. 
Weniger gefallen hat mir hingegen der Schreibstil selbst. Zu viele pseudo-coole Begriffe, zu viel Englisch, zu viel "fuck". Außerdem geht es irgendwie fast ausschließlich um Sex, jedoch ohne dass es tatsächlich soweit geht. Vielmehr denken alle Freundinnen ständig darüber nach. Nun gut, in der Pubertät kann das vielleicht sein, ich fand das trotzdem sehr extrem. Ich dachte halt einfach, dass es um den Mord geht - der wird zwar immer wieder angedeutet und die Tage heruntergezählt, aber insgesamt wirkte es eher wie eine Teenie-Soap.
Erst zum Schluss habe ich aufgrund des interessanten Vornamens gesehen, dass es sich um einen männlichen Autor handelt. Finde es immer etwas befremdlich, wenn Männer über das Gefühlsleben von Teenager-Mädchen schreiben. Weiß nicht, ob die da so den Einblick haben... In diesem Fall würde ich das nicht komplett ausschließen, aber so richtig gepasst hat das für mich nicht.

Fazit:
Nicht das Buch, das ich erwartet hatte. Man kann es lesen, muss aber nicht.






Infos zum Buch:

Verlag: Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG
Genre: Jugendbuch
Original-Titel: "4 Venninner - Et hull i Sjelen"
Broschiert: 269 Seiten
Preis: 5,00 € (Sonderpreis - neu ab 12,00 €)
Erschienen: 05.07.2013

Zum Verlag: Coppenrath Verlag

Dienstag, 7. Juli 2015

[Lesemonat] Mein Juni 2015


In folgender Reihenfolge gelesen:

"Räudiges Pack" von Michael Northrop  =  270 Seiten
"Blutige Tränen" von Anne Frasier  =  383 Seiten
"Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt  =  529 Seiten
"Das Böse vergisst nie - Dark Village 1" von Kjetil Johnsen  =  269 Seiten

4 Bücher  =  1.451 Seiten

3/4 = geschenkt bekommen
1/4 = gekauft 

SUB:
- 4
+1
derzeitiger Stand = 20 Bücher


Der Juni war ein wirklich richtig guter Monat, was die Qualität meiner gelesenen Bücher angeht. Mein Highlight war definitiv "Räudiges Pack". Ein wirklich gutes Jugendbuch über Vorurteile und einen tollen Hund.
"Blutige Tränen" war ein richtig guter Thriller, der mich vor allem durch die wunderbaren Charaktere überzeugen konnte. 
"Die Asche meiner Mutter" war eine tragische, aber dennoch sehr humorvolle Biografie. 
Das Ende des Monats war jetzt zwar nicht soo berauschend, war aber nur ein kurzes Büchlein, das sich flüssig lesen ließ. Daher kein richtiger "Flop". Wenn ein Buch in diesem Monat allerdings so zu bezeichnen wäre, dürfte das auf "Das Böse vergisst nie" zutreffen.

Kennt ihr eines der Bücher?

Montag, 6. Juli 2015

[Rezension] "Herz über Kopf" von Jo Platt

Inhalt:
Rosalind Shaw wurde vor dem Altar stehen gelassen, was sie in ihren Grundfesten erschüttert hat. Letztlich verlor sie sogar ihren gut bezahlten Job. Durch einen Freund wird sie Teilhaberin eines Bücherladens, dem Chapters. Ihre neuen Kollegen Andrew, George (eigentlich Georgina) und Joan bringen sie langsam aber sicher ins Leben zurück. 
Als ihr bärtiger Nachbar bei ihr klingelt, weiß sie zunächst nicht, aus welcher Ecke er gekrochen kam. Und dann eröffnet er ihr auch noch, dass er soeben ihr Meerschweinchen Mr. Edward mit dem Rasenmäher überfahren hat!

Erster Satz:
"Sollen wir wirklich reingehen?"

Cover/Aufmachung:
Mir gefällt es ganz gut. 

Meine Meinung:
Ich habe wirklich schon lange nicht mehr ein so unterhaltsames, lustiges Buch gelesen. Mir hat es einfach richtig gut gefallen. Vom ersten Moment an war ich voll in der Story und mochte Ros unfassbar gerne. 
Allein schon die Tatsache, dass der Mann, der sie vor dem Altar hatte stehen lassen, schlicht "die Ratte" genannt wird - zum Schießen! Als ob er keinen Namen mehr hätte ;p Obwohl sich Ros gerade zu Beginn doch sehr hängen ließ und vieles einfach total falsch versteht, hat sie mich wirklich niemals genervt. Ihre humorvolle Art, mit allem umzugehen, gefiel mir wahnsinnig gut. 
Auch die anderen Protagonisten sind mir schwer ans Herz gewachsen. George, Joan und Andrew hat Ros zwar gerade erst kennen gelernt, mit der Zeit werden die drei aber zu einer neuen Familie für sie. Der Nachbar Daniel bleibt lange Zeit total undurchsichtig, aber das macht das Ganze auch spannend. 
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Flüssig zu lesen und (wie bereits gesagt) unterhaltsam. Die Story war auch wirklich gut, Langeweile kam jedenfalls nicht bei mir auf. Ich habe wirklich keinerlei Kritikpunkte - traurig aber wahr ;) Ach doch - kurz bin ich mit den Protagonisten durcheinander gekommen. Schwierig war auch, dass Georgina mit dem Männernamen George angesprochen wurde... Hat mich anfangs öfter stutzen lassen.

Fazit:
Muss unbedingt mehr von der Autorin lesen. Lange nicht mehr so viel Spaß beim Lesen gehabt.





Vielen Dank dem Rowohlt-Verlag 
und lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

Infos zum Buch:

Verlag: Rowohlt Verlag
Genre: Unterhaltungsliteratur / "Frauenroman"

Original-Titel: "Reading upside down"
Ebook: 268 Seiten
Preis: 9,99 €
Erschienen: 2013


Zum Verlag: Rowohlt Verlag

Mittwoch, 1. Juli 2015

[Neuzugänge] Endlich mal wieder ein neues Buch, außerdem ein Ebook-Rezi-Exempar

Lange hat sie auf sich warten lassen, die Fortsetzung zu dem Roman "Die Insel der besonderen Kinder". Hier meine Rezi KLICK

Jetzt, da das Buch endlich erschienen ist, musste ich es mir einfach holen. Außerdem habe ich lange keinen Nachschub für meinen SuB mehr besorgt!

Bin richtig stolz über meinen Abbau. Mittlerweile sind es nur noch zwei kleine Stapel. Hoffe ja, die Bücher nicht mehr so alt werden zu lassen...

Geplant habe ich noch zwei weitere Käufe:
"Dreams of Gods and Monsters" von Laini Taylor
und
"Maddie - Der Widerstand geht weiter" von Katie Kacvinsky (endlich als Taschenbuch)

Freue mich schon ewig auf diese Bücher!!! Das muss einfach sein. Lange kann es nicht mehr dauern :)


Außerdem ist noch ein neues Ebook bei mir eingezogen. Ich habe bei lovelybooks ein Rezensionsexemplar ergattern können. Leider kann ich es nicht in ein kindleakzeptiertes Format umwandeln... Tja, dann muss ich es halt auf dem PC lesen (zum Glück habe ich ein Laptop - obwohl 17 Zoll doch ziemlich groß ist...).

 "Herz über Kopf" von Jo Platt

Inhalt gem. Verlag:
Mit Rückschlägen kennt Rosalind sich aus. Achtzehn Monate ist es her, dass ihr Verlobter – aus gutem Grund nur «die Ratte» genannt – aus der Kirche floh. Am Tag ihrer Hochzeit, durch das Fenster der Sakristei. Seitdem ist nichts mehr wie zuvor.
Im malerischen St Albans hofft Ros, endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können: Sie liebt das beschauliche Leben dort, den neuen Job in der Buchhandlung und vor allem ihre Kollegen: den schweigsamen Andrew, Georgina, die alles zu haben scheint, was sich Ros wünscht, und die liebenswert-schrullige Joan.
Doch dann klingelt es eines Freitagabends an der Tür: Der Mann mit dem Blumenstrauß entpuppt sich als ihr Nachbar Daniel, und er bringt schlechte Nachrichten: Er hat Mr. Edward überfahren. Mit dem Rasenmäher. Noch ahnt Ros nicht, dass das vorzeitige Ableben ihres geliebten Meerschweinchens einen noch größeren Einfluss auf ihr Leben haben wird als die Flucht der Ratte …

Sonntag, 28. Juni 2015

[Kurzes Fazit] "Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt

Es handelt sich um den ersten Teil der Biografie des am 19.07.2009 verstorbenen Schriftstellers Frank McCourt, der eine wirklich schreckliche Kindheit hatte! Die Geschichte in diesem Buch beginnt mit seiner Zeugung und endet, als er mit 19 Jahren Irland wieder verlässt.

Frankie hatte wirklich kein einfaches Leben. Es gab wirklich nie etwas anständiges zu essen, von Anziehsachen ganz zu schweigen. Dennoch wurde die Geschichte mit einem solch ausgezeichnetem Humor geschrieben, dass mich selbst die zahlreichen tragischen Todesfälle nicht unbedingt zum Weinen gebracht haben. Der Autor schildert alle Erlebnisse aus der Sicht eines Kindes; eben genau so, wie er sie damals wahrgenommen hat. 
Ich finde es unfassbar, an wie viel er sich noch erinnern konnte. Die schlimmen Dinge vergisst man wohl wirklich nicht - und kaum etwas in diesem Buch war wirklich positiv. Frank verliert Geschwister, Verwandte, Freunde. Er denkt, ständig zu sündigen. Seine Mutter ist nicht wirklich böse, aber komplett unfähig. Sein Vater vertrinkt das Sozialgeld lieber, als seiner Familie ein Brot zu kaufen. Frank als ältester muss auf seine Geschwister aufpassen - er ist schließlich schon vier Jahre alt! Wenn die Babies schreien, muss man ihnen nur etwas Zuckerwasser geben. Dann vergeht der Hunger. Ernsthaft!
Einfach nur schrecklich, aber die Unwissenheit bzw. das Halbwissen des jungen Frank sind wirklich zauberhaft und unterhaltsam. Allerdings erklärt ihm auch niemand etwas! Beispiel: Sein Vater sagt ihm, dass neue Geschwisterchen wurde vom "Engel auf der siebten Stufe" gebracht - fortan setzt sich Frankie auf die siebte Treppenstufe, um dem Engel seine Gefühle zu offenbaren.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Schrecklich schön. Bin schon gespannt, wie der Lebensweg des jungen Frank weitergeht - irgendwann werde ich mir die Fortzsetzung zulegen.


Infos zum Buch:

Verlag: btb Verlag / Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Biografie

Original-Titel: "Angela´s Ashes"
Taschenbuch: 529 Seiten
Preis: 10,00 €
Erschienen: Juli 1998

Zum Verlag: btb Verlag

Donnerstag, 18. Juni 2015

[Top Ten Thursday]


Schon das zweite Mal bin ich beim TTT von Steffis Bücher Bloggeria dabei :) Verpeile sonst immer, wenn der Donnerstag naht. Daher habe ich diesen Post mal etwas im Voraus vorbereitet.

Das heutige Thema lautet:
"10 Bücher aus dem Fantasy Genre"


Meine Reihenfolge wieder ohne Wertung.

  1. Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten 1 (Laini Taylor)
  2. Harry Potter - die Reihe (mag mich nicht für eins entscheiden) (Joannne K. Rowling)
  3. Das Lied von Eis und Feuer - die Reihe (George R.R. Martin)
  4. Der Herr der Ringe - die Reihe (J.R.R. Tolkien)
  5. Finding Sky (Joss Stirling)
  6. Schattenauge (Nina Blazon)
  7. Blutrote Küsse (Jeaniene Frost)
  8. Arkadien erwacht (Kai Meyer)
  9. Die Insel der besonderen Kinder (Ransom Riggs)
10. I kissed a Zombie and I liked it (Adam Selzer)

So richtig "Fantasy" ist das wohl teilweise nicht, aber mit Orgs und Co. kann ich sonst leider nicht dienen. Teilweise ist das eher "Romantasy" oder "Jugendbuch-Fantasy" - aber immer ist viiiel Fantasie im Spiel ;p
Habe so schon ziemlich lange überlegt, was ich so an Fantasy-Büchern kenne, die mich auch tatsächlich interessieren.

Dienstag, 16. Juni 2015

[kurzes Fazit] "Sei schlau, stell dich dumm" von Daniela Katzenberger


Es handelt sich um eine Biografie der damals 25-jährigen Daniela Katzenberger. Sie erzählt schonungslos nahezu alles, dabei kommt nicht jeder besonders gut bei weg. Sehr vieles wusste ich noch nicht. Sie erzählt zwar im TV wahnsinnig viel, aber einige Dinge lassen sich vielleicht einfach besser aufschreiben. 
Ich hatte schon das Gefühl, dass hier nichts ausgedacht oder beschönigt (bzw. extrem dargestellt) wurde. Natürlich kann jeder für sich selbst entscheiden, ob man die Frau nun mag oder abgrundtief verabscheut. Meiner Meinung nach ist sie einfach genau so, wie sie sich im Fernsehen präsentiert. Sie sieht zwar etwas billig aus, aber ihr gefällts - also warum sollte ich mich beschweren?! Die Sendung habe ich nicht wöchentlich verfolgt, aber ab und zu ganz gerne mal zugeschaut. Bin kein Fan, aber Sympathisant.

Der Schreibstil ist aus Sicht des Lesers eigentlich ziemlich grottig. Absolute Umgangssprache. Sie springt ab und zu zwischen Themen und Zeiten hin und her, was leicht verwirrend ist. Aber er ist authentisch. Wäre es anders, wäre ich mir verarscht vorgekommen. So weiß ich ganz genau, dass sie dieses Buch definitiv selbst geschrieben hat. Ganz schlimme Erzählsprünge gibt es nicht - dafür hat man ja ein Lektorat :)

Die Aufmachung des Buches fand ich wirklich gelungen. Überall ihr Zeichen, am Rand jeder Seite ein Zitat (die wiederholen sich zwar, ist aber trotzdem eine tolle Idee) und natürlich Fotos von Daniela. Vor allem die mit Original-Haarfarbe fand ich super.

Mich hat das Buch jedenfalls gut unterhalten - genau das, was ich erwartet hatte. Nicht mehr und nicht weniger. Daher bekommt das Buch von mir vier Würmchen.



Infos zum Buch:

Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co. KG
Genre: Biografie
Preis: 9,99 €
Erschienen: 2011
Zum Verlag: Bastei Lübbe Verlag

Mittwoch, 10. Juni 2015

[Rezension] "Obsession" von Simon Beckett

Inhalt:
Als der Fotgraf Ben seine Ehefrau durch einen tragischen Unfall verliert, weiß er nicht weiter. Sarah hinterließ ihren autistischen Sohn Jacob. Als Ben Zeitungsausschnitte bei der Geburtsurkunde von Jacob findet, wird er stutzig - hatte seine verstorbene Frau den Jungen vor über sechs Jahren aus dem Krankenhaus entführt? Der engagierte Privatdetektiv bringt die Erkenntnis, dass dies tatsächlich so war. Jacob wird seinem leiblichem Vater John Cole zugesprochen, doch dieser ist kein umgänglicher Mensch... Ben versucht verzweifelt, den Kontakt zu seinem Stiefsohn aufrecht zu erhalten. Bis hin zur obsessiven Überwachung der Coles.

Erster Satz:
"Er entdeckte die verschlossene Kassette am Tag nach der Beerdigung."

Cover/Aufmachung:
Ich mag Cover, die schlicht und doch aussagekräftig sind. Die ganze "Reihe" (außerhalb der eigentlichen Reihe des Autors) beim rororo-Verlag gefällt mir wirklich gut. Rot auf weiß. Perfekt.

Meine Meinung:
Simon Beckett hat einen wirklich guten Erzählstil. Immer unterschwellig spannend, allerdings darf dieses Buch wirklich keineswegs ein "Thriller" genannt werden. Es handelt sich noch nicht einmal um einen Krimi. Vielmehr geht es um Abgründe, die näher sind, als sie scheinen. Die Obsession von Ben steigert sich im Laufe des Buches. Dies war wirklich gut beschrieben. Er wusste irgendwann gar nicht mehr, warum er die Familie unbedingt beobachten, observieren wollte. Kaufte sich ein teures Objektiv, um Fotos zu machen. Doch seine Aufnahmen sind teilweise alles andere als hilfreich für den Sorgerechtsstreit...
Ben war für mich ein schwer fassbarer Charakter. Er wusste selbst oft nicht, wieso er so handelte. Die Liebe zu seinem Stiefsohn kommt zumindest nicht recht durch. Gerade zu Beginn kam es mir vor, als wäre das Auftauchen des "richtigen" Vaters eine Art von Erlösung. Das Leben mit einem autistischem Kind stelle ich mir zumindest nicht so einfach vor. Dennoch hängt Ben an Jacob - und dass nicht nur, weil er ihn an seine verstorbene Frau erinnert. Diese wirkt wie die perfekte Frau. Wie bei Todesfällen üblich blickt Ben immer nur auf die schönen Seiten zurück - Sarah, die Kindesentführerin, passt in dieses Bild nicht herein. Auch hierfür findet er Entschuldigungen.
John Cole ist ein Antagonist, wie er im Buche steht. Zu Beginn konnte ich ihm seine Handlungen erst gar nicht übel nehmen. Schließlich wurde sein Kind entführt, kurz darauf starb seine Frau. Außerdem ist Veteran und hat furchtbare Dinge erlebt. Dennoch scheint auch bei ihm etwas ganz und gar nicht zu stimmen...
Spannung war unterschwellig stehts vorhanden, dies macht jedoch noch keinen Thriller. Ich wollte einfach wissen, was weiter geschieht. Manchmal wollte ich es auch eigentlich nicht wissen - las dennoch weiter.

Fazit:
Ein gutes Buch, dass einem Abgründe aufzeigt, die jeden von uns ereilen können. Mir war es ab und an zu langatmig, außerdem mochte ich das Ende nicht so gerne. Nichts desto trotz empfand ich es als lesenswert.



Infos zum Buch:

Verlag: Rowohlt Verlag GmbH
Genre: Unterhaltungsroman / Drama (Thriller)

Original-Titel: "Owning Jacob"
Taschenbuch: 414 Seiten
Preis: 9,95 €
Erschienen: 1998

Zum Verlag: rororo Verlag