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Samstag, 4. Mai 2024

[Lesemonat] Mein April 2024

"Rivergold" von Ally Condie  =  368 Seiten  (*)
"Ein Jahr in Rom" von Dela Kienle  =  192 Seiten  (*****)

2 Bücher  =  560 Seiten


Habe tatsächllich nur zwei Bücher beendet. Allerdings hatte ich ein ziemlich dickes Buch angefangen, das ich jetzt im Mai beenden werde. Und die Freibadsaison kommt ja nun bald ;)

Auf "Rivergold" habe ich mich richtig gefreut. Eine Dystopie mit coolem Setting. Mit einem großen Baggerschiff durchquert Romy gemeinsam mit ihrem Freund die Flüsse. Doch dann wird er von Piraten geötet - und das Mädchen schwört Rache. Entwickelt eine tödliche Panzerung für die Schiffe.
Die "Cassia & Ky"-Reihe der Autorin hat mir damals richtig gut gefallen, doch dieser Roman war leider nichts. Bin untröstlich, weil die Story eigentlich Potential hatte. Aber die Handlung plätscherte dahin. Die Hauptprotagonistin war absolut nicht sympathisch und handelte leider auch ziemlich unlogisch.
Einfach schade...

Zum Glück habe ich auch "Ein Jahr in Rom" im April beendet. Eine biografische Reise in diese wunderschöne, aber auch sehr spezielle Stadt. Ich kannte einige der genannten Orte von einer Reise dorthin.
Die Autorin lebte ein Jahr in der Stadt, um näher bei ihrem damaligen Freund zu sein, einem waschecheten Römer. Sie selbst hatte ihr Studium abgeschlossen und musste nur noch die Abschlussarbeit schreiben. Das kann man ja von überall auf der Welt. Sie gibt dem Leser viele Eindrücke aus der ewigen Stadt, eben vor allem das wahre Leben dort.
Hat mir richtig gut gefallen!

Mittwoch, 13. Februar 2013

"Die Flucht" von Ally Condie

ACHTUNG: 2. Teil einer Trilogie SPOILERALARM

Inhalt:
Cassia wurde in die äußeren Provinzen gebracht. Dort arbeitet sie nun auf dem Feld. Schwere körperliche Arbeit, die sie nicht gewohnt ist. Doch die Hoffnung, Ky bald wiederzusehen, lässt sie durchhalten. Irgendwann bietet sich dann die Gelegenheit. Einige Mädchen werden abgeholt, da sie Abberationen sind. Sie sollen verlegt werden und Cassia ahnt, dass sie dadurch Ky näher kommt. Sie versteckt ihre Pillen, die sie als Bürgerin ausweisen, und tritt in die Reihe der ausgewählten Mädchen. Dort angekommen wird schnell bemerkt, dass sie nur zum Sterben als Kanonenfutter zur Verfügung stehen. Doch Ky ist nicht mehr dort...

Cover:
Ich finde das Bild wunderschön. Die Grundidee von Band 1 wurde wieder aufgegriffen. Gefällt mir.

Erster Satz:
Ky "Ich stehe an einem Fluss"

Stil:
Wie bereits im ersten Band eine Ich-Erzählung aus der Perspektive von Cassia und Ky - immer schön im Wechsel. 
Die Entwicklung der Protagonisten hat mir gut gefallen. Vor allem Cassia ist nun voll auf Widerstand gepolt. Ich finde, dass sie viel reifer wirkt. Ky war mir ein wenig zu depressiv, aber man erfährt in diesem Band sehr viel über ihn und seine Vergangenheit. Auch die "neuen" Charaktere waren gut herausgearbeitet und mir prompt sympathisch. Von Xander bekommt man nicht besonders viel mit. Ich halte ihn irgendwie immer noch für einen Warmduscher... Vielleicht kann er dieses Bild noch umdrehen. Hier erfuhr man zumindest viel, das mich doch etwas ins Wanken brachte. 
Eigentlich passierte in diesem Buch gar nicht wirklich viel. Cassia sucht Ky. Ky flieht. Cassia hinterher. Immer einen Schritt hinter ihm... Aber die Autorin konnte mich irgendwie fesseln.  
Besonders gut gefiel mir die Karte der Äußeren Provinzen am Anfang des Buchs. So konnte ich mir richtig gut ein Bild von der Situation machen. Bei Band 1 gab es so was glaub ich nicht.

Fazit:
Eine - für mich - gelungene Fortsetzung. Bleibt abzuwarten, ob die vielen offenen Fragen im letzten Band geklärt werden können.


Montag, 5. November 2012

"Die Auswahl - Cassia & Ky" von Ally Condie

Inhalt:
Cassia ist glücklich. Denn sie lebt in einer perfekten Gesellschaft, in welcher alles seinen geregelten Gang geht. Man lernt nur das, was man für das spätere Leben auch wirklich braucht. Und anders als früher leben die Menschen länger und gesünder. Dieses perfekte System sieht vor, dass Jugendliche bereits mit 17 Jahren ihren späteren Ehepartner zugeordnet bekommen. Dieser ist genetisch perfekt abgestimmt und es ist so sichergestellt, dass gesunde Nachkommen entstehen. Normalerweise kennt man seinen Partner nicht, dieser wohnt eigentlich immer in einer komplett anderen Wohngegend. Doch Cassia bekommt ihren besten Freund Xander als Ehepartner zugeteilt. Sie ist sehr glücklich damit. Sobald sie 21 Jahre alt ist, werden die beiden heiraten. Doch als sich Cassia zu Hause ihren Mikrochip mit den Daten ihres zukünftigen Mannes anschaut, erscheint plötzlich das Bild eines anderen Jungen. Sie kennt ihn. Es ist ihr Mitschüler Ky. Was soll sie nur davon halten? Hat die Gesellschaft etwa einen Fehler gemacht?

Cover:
Unglaublich schön. Etwas anderes fällt mir dazu echt nicht ein. Außerdem passt es gut zum Thema des Buches. Denn Cassia ist tatsächlich wie in einer Blase eingesperrt, jedoch ohne es zu merken.

Erster Satz:
"Jetzt, wo ich herausgefunden habe, wie ich fliegen kann, welche Richtung soll ich da nehmen hinaus in die Nacht?"

Stil:
Wieder einmal eine Ich-Erzählung. Komisch, dass es mir noch nicht zu doof wurde... Cassia war mir sofort sympathisch. Man kann ihr nicht vorwerfen, dass sie die Unrichtigkeit des Systems nicht ahnt. Warum sollte sie auch? Ihre Eltern und alle die sie kennt, haben es schließlich ebenso akzeptiert. Auch die anderen Protagonisten haben mir ganz gut gefallen, obwohl mir Xander eigentlich schon ein bisschen zu nett war... (Ein bisschen mehr Eifersucht wäre total okay gewesen) Ky fand ich wirklich interessant. Er war irgendwie geheimnisvoll und dabei so normal. 
Ich muss gestehen, dass ich anfangs schlecht in die Geschichte hereinkam. Man wird so in das Geschehen hineingeschubst und muss sich erst einmal in dieser fremden Welt zurecht finden. Auch der Schreibstil der Autorin war ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Doch als die Handlung scheinbar dahinplätscherte, wuchs in mir auch die innere Anspannung. Ständig dachte ich, dass sich doch jemand gegen dieses Regime stellen müsse. 
Ganz wunderbar fand ich die subtile Liebesgeschichte. Endlich! Endlich eine Liebe, die sich langsam entwickelt. Ich kann diese ganzen Bücher mit der Liebe-auf-den-ersten-Blick nicht mehr ertragen. Oft ist es auch so, dass sich die Protagonisten anfangs überhaupt nicht leiden konnten und plötzlich merkten: "Hups, ich finde den ja total klasse. Ich glaube, ich bin verliebt!". Das ist mal ganz schön, aber es häufte sich doch in letzter Zeit... Hier war es anders und viiiel schöner!

Fazit:
Trotz kleinerer Anfangsschwierigkeiten ein wirklich tolles Buch! Endlich konnte die Romantikerin in mir wieder richtig schwärmen :) Da ich jedoch nicht soo gut reinkam kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben. Es ist aber auf jeden Fall empfehlenswert - und ich MUSS den zweiten Teil unbedingt bald lesen!