Die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo ist erneut mit einem ganz besonderen Fall. Der unter Verfolgungswahn leidende Albert Schettler stirbt an einem Schlaganfall. In seinem Brief an die Nachlasseverwalterin spricht er jeodch von Mord und Beweisen, die in einem Bankschließfach liegen. Kristina soll vorsichtig sein, wenn sie diese abholt. Sie gibt nicht viel auf diese wirren Aussagen - doch dann werden ihr die Unterlagen tatsächlich gestohlen, bevor sie diese genau sichten konnte...
Erste Sätze:
"Das schmiedeeiserne Tor quitschte in den Angeln. Jeder Versuch, sich unbemerkt auf dieses von einer zwei Meter hohen Mauer umgebenden Grundstück zu schleichen, würde bereits am Eingang scheitern. Mein Blick wanderte über die Fassade der blassgelben Jugndstilvilla, deren Fenster bis unter das Dach vergittert waren. Einen Moment lang glaubte ich, die Angst spüren zu können, die hier Regie geführt hatte."
Cover/Aufmachung:
Das Coverbild ist auf jeden Fall ein Eyecatcher. Das war auch der Grund, wieso ich im Grabbeltisch beim Rewe üb erhaupt erst nach diesem Buch griff.
Meine Meinung:
Dieser Krimi wird wie bereits der erste Teil (REZI) aus der Sicht der Nachlassverwalterrin Kristina erzählt - in der Ich-Form. Auch hier fand ich den ganz anderen Ansatz wieder richtig klasse. Es ist tatsächlich außergewöhnlich, dass hier keine Polizeibeamten ermitteln. Allerdings hat mir dieser "Fall" irgendwie nicht gekriegt.
Anfangs war es tatsächlich spannend, warum tatsächlich die Vorhersagen des Verstorbenen eintreten, als Kristina die Unterlagen gestohlen werden. Außerdem war mir dieser Untermieter, den Kristina und ihre Mitarbeiterin Funda im Haus des Verstorbenen antreffen, äußerst suspekt. Nichts desto trotz ist Albert Schettler eines natürlichen Todes gestorben und wurde nicht ermordet. Nach und nach ermittelt Kristina in akribischer Kleinstarbeit, welchs Verbrechen sich Schettler vor vielen Jahren begangen hat. Wohlgemerkt ist dies bereis verjährt - also kein Mord. Dennoch soll es Tote gegeben haben.


