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Freitag, 13. Januar 2017

[Rezension] "Flammenbrut" von Simon Beckett

Inhalt:
Kate Powell führt erfolgreich eine kleine PR-Agentur in London. Ihre letzte Beziehung endete alles andere als positiv. Der Alkoholiker Paul behandelte sie wirklich nicht gut. Nur ihre beste Freundin Lucy und deren Familie geben ihr noch Halt. Dann kommt ihr plötzlich die Idee, durch Samenspende auch ohne Beziehung Mutter zu werden. Doch die Auswahl bei den Agenturen ist ihr zu anonym - sie macht sich also auf die Suche nach einem geeigneten Spender.

Mittwoch, 10. Juni 2015

[Rezension] "Obsession" von Simon Beckett

Inhalt:
Als der Fotgraf Ben seine Ehefrau durch einen tragischen Unfall verliert, weiß er nicht weiter. Sarah hinterließ ihren autistischen Sohn Jacob. Als Ben Zeitungsausschnitte bei der Geburtsurkunde von Jacob findet, wird er stutzig - hatte seine verstorbene Frau den Jungen vor über sechs Jahren aus dem Krankenhaus entführt? Der engagierte Privatdetektiv bringt die Erkenntnis, dass dies tatsächlich so war. Jacob wird seinem leiblichem Vater John Cole zugesprochen, doch dieser ist kein umgänglicher Mensch... Ben versucht verzweifelt, den Kontakt zu seinem Stiefsohn aufrecht zu erhalten. Bis hin zur obsessiven Überwachung der Coles.

Erster Satz:
"Er entdeckte die verschlossene Kassette am Tag nach der Beerdigung."

Cover/Aufmachung:
Ich mag Cover, die schlicht und doch aussagekräftig sind. Die ganze "Reihe" (außerhalb der eigentlichen Reihe des Autors) beim rororo-Verlag gefällt mir wirklich gut. Rot auf weiß. Perfekt.

Meine Meinung:
Simon Beckett hat einen wirklich guten Erzählstil. Immer unterschwellig spannend, allerdings darf dieses Buch wirklich keineswegs ein "Thriller" genannt werden. Es handelt sich noch nicht einmal um einen Krimi. Vielmehr geht es um Abgründe, die näher sind, als sie scheinen. Die Obsession von Ben steigert sich im Laufe des Buches. Dies war wirklich gut beschrieben. Er wusste irgendwann gar nicht mehr, warum er die Familie unbedingt beobachten, observieren wollte. Kaufte sich ein teures Objektiv, um Fotos zu machen. Doch seine Aufnahmen sind teilweise alles andere als hilfreich für den Sorgerechtsstreit...
Ben war für mich ein schwer fassbarer Charakter. Er wusste selbst oft nicht, wieso er so handelte. Die Liebe zu seinem Stiefsohn kommt zumindest nicht recht durch. Gerade zu Beginn kam es mir vor, als wäre das Auftauchen des "richtigen" Vaters eine Art von Erlösung. Das Leben mit einem autistischem Kind stelle ich mir zumindest nicht so einfach vor. Dennoch hängt Ben an Jacob - und dass nicht nur, weil er ihn an seine verstorbene Frau erinnert. Diese wirkt wie die perfekte Frau. Wie bei Todesfällen üblich blickt Ben immer nur auf die schönen Seiten zurück - Sarah, die Kindesentführerin, passt in dieses Bild nicht herein. Auch hierfür findet er Entschuldigungen.
John Cole ist ein Antagonist, wie er im Buche steht. Zu Beginn konnte ich ihm seine Handlungen erst gar nicht übel nehmen. Schließlich wurde sein Kind entführt, kurz darauf starb seine Frau. Außerdem ist Veteran und hat furchtbare Dinge erlebt. Dennoch scheint auch bei ihm etwas ganz und gar nicht zu stimmen...
Spannung war unterschwellig stehts vorhanden, dies macht jedoch noch keinen Thriller. Ich wollte einfach wissen, was weiter geschieht. Manchmal wollte ich es auch eigentlich nicht wissen - las dennoch weiter.

Fazit:
Ein gutes Buch, dass einem Abgründe aufzeigt, die jeden von uns ereilen können. Mir war es ab und an zu langatmig, außerdem mochte ich das Ende nicht so gerne. Nichts desto trotz empfand ich es als lesenswert.



Infos zum Buch:

Verlag: Rowohlt Verlag GmbH
Genre: Unterhaltungsroman / Drama (Thriller)

Original-Titel: "Owning Jacob"
Taschenbuch: 414 Seiten
Preis: 9,95 €
Erschienen: 1998

Zum Verlag: rororo Verlag

Dienstag, 18. Juni 2013

"Tiere" von Simon Beckett




Inhalt:
Nigel ist ein erwachsener Mann, doch er ist nicht besonders clever. Außerdem hängt er immer noch sehr an den Idealen seiner verstorbenen Mutter. Seit beide Eltern tot sind, lebt er alleine in dem Pub, der aber schon lange geschlossen ist. Er mag Comics, Bambi und Limo. Eigentlich ist er wie ein großes Kind - wenn nicht seine Haustiere wären, könnte man ihn vielleicht gern haben. Doch er hat keine gewöhnlichen Tiere... Seine Tiere sind Menschen, Abschaum der Gesellschaft, und er hält sie in seinem Keller.

Erster Satz:
"Ich hasse es, wenn Karen mit mir flirtet."

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir von einer Freundin wärmstens empfohlen. Zwar hatten wir schon früher entdeckt, dass unsere Lesegeschmäcker recht unterschiedlich sind, doch lesen wollte ich es trotzdem. Leider wurde ich enttäuscht. Ich weiß wirklich überhaupt nicht, was sie an diesem Buch gut fand. Das klingt etwas hart - es hat schon was. Die Art, in der Nigel von seinen "Tieren" spricht, beschreibt, wie er sie sich "geholt" hat, war schon interessant. Leider wird aber in keinster Weise aufgeklärt oder zumindest im Ansatz nachvollziehbar beschrieben, warum er das tut. Nigel ist eigentlich nur ein großer Junge - hat Angst vor dunklen Gassen, schämt sich sehr oft und kann einfach nicht Nein sagen. Wie kommt dieser Mensch dazu, Mitmenschen wie Tiere zu halten? Das fehlte mir irgendwie. Ja, er hatte eine schlimme Kindheit - aber wieso die Tiere? 

Außerdem kommt leider hinzu, dass in diesem Buch nahezu nichts passiert. Nigel erzählt von seinem wirklich langweiligen Leben. Die einzig interessanten Stellen spielen sich im Keller ab oder wenn er davon spricht, wie er bereits versucht hatte, seine Tiere zu "dressieren". Ansonsten passiert wirklich nichts. 
Es war nicht richtig mies. Der Schreibstil hat mir gefallen, aber ohne Handlung bringt der flüssigste Lesefluss nichts...

Fazit:
Leider gar nichts für mich. Ein Thriller? Eher nicht. Eher ein relativ langweiliger Bericht über einen ziemlich kranken Menschen.

Infos zum Buch: