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Freitag, 8. Januar 2021

[Rezension] "Der letzte Stern" von Rick Yancey

 SPOILER-GEFAHR - 3. Teil einer Trilogie!

Inhalt:
Razor flüstert "Lauf"- dann durchschneidet er das Band, das Ringer noch an diesen Ort gebunden hat. Sie ist frei. Doch natürlich kann sie ihre Freunde nicht vergessen, nicht im Stich lassen. Ringer hat während der Gefangenschaft und ihrer "Tests" wertvolle Informationen sammeln können. Ihr ist bewusst, dass ihre Rückkehr zu Ben und den anderen nicht ohne Hilfe gelingen wird... Und natürlich auch wieder zum Plan von Vosch gehört. Doch sie kann es nicht dabei belassen. Wenn sie nicht selbst geht und Evan Walker, den Fehlschlag, zur Strecke bringt, könnten die Erkenntnisse seiner Auswertung mehr Schaden anrichten. Außerdem würden ihre Freunde ganz sicher getötet werden. Ein Tod gegen den Tod vieler - das zwölfte System stimmt zu...

Cover/Aufmachung:
Passt perfekt in die Reihe. Ich finde die Aufmachung wirklich chic.

Erste Sätze:
"Vor vielen Jahren, als ihr Vater zehn war, fuhr er mit einem großen gelben Bus zum Plenetarium. Dort explodierte die Decke über ihm in eine Million schimmernder Lichtscherben. Sein Mund klappte auf. Seine kleinen Finger umfassten den Rand der hölzernen Bank, auf der er saß."

Meine Meinung:
Dieser Abschluss war wirklich richtig spannend! Und auch grausam umd tragisch. Also quasi genau das, was ich erwartet habe.

Eigentlich besteht kaum noch Hoffnung... Der finale Start der 5. Welle steht unmittelbar bevor. Diese letzte Angriffswelle der Anderen beinhaltet die Zerstörung aller Städte der Welt. Um die Restbevölkerung sollen sich dann die Kindersoldaten und die Kinderbomben kümmern... Vertrauen soll zu einem Luxus werden, den sich niemand leisten kann. Die Menschlichkeit wird komplett zerstört. Dennoch halten die Jugendlichen um Cassie weiterhin an einer Resthoffnung fest.

Der letzte Band beginnt mit einem Rückblick der besonderen Art... Ein Priester in den Höhlen, zu denen damals Ringer aufgebrochen war, pflegt ein letztes Abendmal. Einige Menschen sind dort untergekommen, um zu überleben. Doch er ist kein echter Priester. Er ist erwacht. Gehört zu den Anderen. Ist ein Silencer...

Evan hat einen Plan. Doch diser lässt sein Überleben kaum zu... Und kann dieser Plan wirklich funktionieren? Doch die Gruppe, vor allem Ben, will zuvor Ringer und Teacup suchen. 

"In fünfunddreißigtausend Fuß Höhe ist es schwer zu sagen,was kleiner erscheint die Erde unten oder die Person oben, die nach unten blickt." (S. 124)

Doch Ringer hat auch einen Plan - und der sieht das Weiterleben von Evan nicht vor...

Wirklich schrecklich ist, dass die Gruppen so schamlos gegeneinander ausgespielt werden. Ringer kann ihr Schicksal nicht mitteilen... Kein anderer weiß, dass Teacup tot ist - getötet, damit Ringer leben kann. Doch sie kann und will nicht leben ohne Ben und die anderen...

Fazit:
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Hervorragendes Finale! Wahnsinnig spannend bis zum Schluss und großartig geschrieben.

 Infos zum Buch:  

Verlag: Verlagsgruppe Randomhouse GmbH / Goldmann 
Gebunden: 384 Seiten
Original-Titel: "The Last Star"
Genre: Dystopie
Erschienen: 03.10.2016
ISBN: 978-3-442-31336-5

Donnerstag, 17. Dezember 2020

[Rezension] "Das unendliche Meer" von Rick Yacey

ACHTUNG: 2. Teil einer Trilogie - SPOILER

Inhalt:
Nachdem die Militärbasis in die Luft geflogen ist, sind Zombie, Cassie und die anderen auf der Flucht vor den Anderen. Sie haben sich in einem Hotel verschanzt. Cassie ist überzeugt, dass Evan das Inferno überlebt hat. Das Hotel ist ihr Treffpunkt, also will sie warten. Ringer ist überhaupt nicht davon überzeugt. Da es bereits Winter ist, will sie die nahegelegenen Höhlen inspizieren, um sie als mögliches Winterquartier auswählen zu können. Die Angst vor Entdeckung lie
gt immer in der Luft...

Cover/Aufmachung:
Passend zum ersten Teil. Ich finde die Covergestaltung wirklich cool! Dunkel, gold und reflektierend. Zum Glück konnt ich nun auch den dritten Band als gebundene Ausgabe

Erste Sätze:
"Es würde kein Ernte geben. Der Frühjahrsregen weckte schlummernde Schösslinge, und aus der Erde sprossen hellgrüne Triebe und erhoben sich wie Schlafende, die sich nach einem langen Nickerchen strecken. Als der Frühling dem Sommer wich, wurden die hellgrünen Halme dunkler, verfärbsten sich hell- und schließlich goldbraun."

Meine Meinung:
Wie bereits im ersten Band der Trilogie wird die Geschichte aus Sicht einiger Protagonisten erzählt. Allerdings kommen hier neben Cassie und Ben / Zombie zum ersten Mal auch Ringer und der stumme Poundcake zu Wort. Endlich erfährt man mehr über die beiden. Wieso Poundcake nicht mehr spricht. Vor allem Ringers Sicht füllt den Großteil dieses Buches und das bringt gerade zum Ende hin ziemlich viele neue Erkenntnisse (ich verrate nichts!).

Beim ersten Buch war mir die bildhafte Sprache und die literarischen Kniffe gar nicht so aufgefallen, weil es so ein Pageturner war. Doch hier habe ich das bemerkt. Der Autor hat einfach einen richtig guten Schreibstil! Die Ratten im Hotel nutzt er zum Beispiel für viele verschiedene Anspielungen. Außerdem wirkte der erste Teil irgendwie noch mehr wie ein Jugendbuch. Die 16 jährige Cassie denkt über ihr Leben nach, ist verliebt und später angetan von Evan. Hier wird der Ton deutlich düsterer und weniger humorvoll als im ersten Teil. Passt aber auch zum Inhalt. Gerade weil Cassie weniger eigene Seiten füllen darf, fällt ihr Humor auch etwas weg. Den hat sie sich zum Glück trotzdem noch behalten!

Wenn ich so darüber nachdenke, passiert eigentlich gar nicht so viel in diesem Buch. Die Handlung geht weniger voran, es geht viel mehr um die Vergangenheit und die Gedanken darüber, WARUM das alles genau so passiert. Wenn die Menschen einfach ausgelöscht werden sollen, wieso denn dann so kompliziert? Gute Frage, finde ich. Die Charakterentwicklung ist hier auch sehr viel spannender als noch im ersten Band.

Den Protagonisten Grace und Razor fand ich auch sehr interessant! Mehr will ich wegen der Spoilergefahr dazu aber gar nicht sagen.

In diesem Teil wurde das Vorgehen der Außerirdischen noch schrecklicher. Zuletzt waren ja Kinder als Soldaten eingesetzt worden. Ihnen wurde gesagt, dass die normalen Menschen befallen sind und getötet werden müssen. Doch das wird hier noch auf die Spitze getrieben! Nun setzen sie Kleinkinder als lebende Bomben ein! Sie nutzen sämtliche "Schwächen" der Menschen perfide aus, um sie letztlich auszulöschen. Kinder muss man beschützen - ganz klar. Niemand ahnt, dass ein so kleines Kind wirklich gefährlich sein kann. Das Kind selbst weiß ebenfalls nichts von der Gefahr, bis es zu spät ist... Furchtbare Vorstellung.

Fazit:
Ein großartiger zweiter Teil, der auch ohne großen Fortgang in der Haupthandlung wunderbar unterhält und spannend bleibt.

 Infos zum Buch:  

Verlag: Verlagsgruppe Randomhouse GmbH / Goldmann 
Gebunden: 347 Seiten
Original-Titel: "The Infinate Sea"
Genre: Dystopie
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-442-31335-8


Freitag, 11. Dezember 2020

[book vs. movie] "Die 5. Welle" von Rick Yancey

Inhalt (ohne Spoiler):
Als das Mutterschiff der Außerirdischen erschien, war lange nicht klar, was sie genau wollten. Doch die erste Welle machte ihre Abstichten deutlich... Der EMP, ein elektromagnetischer Puls, versetzte die Menschheit zurück ins Mittelalter. Ließ Flugzeuge vom Himmel fallen und alle Fahrzeuge und elektronische Geräte unbrauchbar machen. Die zweite Welle brachte eine Flut, die sämtliche Küstenstädte auslöschte. Dann kam die Seuche, die über 90% der noch übrig gebliebenen Menschen dahinraffte.
Cassie, ihr kleiner Bruder und ihr Vater sind immun. Doch in einem Flüchtlingskamp im Wald offenbart sich die vierte Welle: Die Silencer. Die Außerirdischen tarnen sich als Menschen... Man kann niemandem mehr trauen...

Das Buch:

Erschienen am 07.05.2013 fasst das Buch 457 Seiten. Es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie. Meine Ausgabe ist gebunden und im Goldmann Verlag erschienen. Das Buch ist in 12 Abschnitte unterteilt und wird im Wechsel durch die Protagonisten erzählt. Hierbei jeweils in Ich-Perspektive und im präsens. Die Vergangenheit wird hier von den Charakteren nacherzählt. Diese Erzählperspektive finde ich richtig gut, weil man so viel über die Gedanken und Gefühle aller Protagonisten erfährt.
Die erste Erzählerin ist Cassie, eigentlich Cassiopea Sullivan, 16 Jahre alt. Das Buch beginnt, als sie bereits ganz allein ist. Wie es dazu kam, erzählt sie fast in Tagebuchform - etwas, was sie tatsächlich führt.

Der Film:

Mit einer Laufzeit von 117 Minuten ist der Film im Jahr 2016 in die Kinos gekommen. LINK ZU WIKIPEDIA. Ich fand den Film wirklich sehr spannend. Gut inszeniert, alle wichtigen Infos wurden rübergebracht.

Die Darsteller:
Cassie wird dargestellt von Chloe Grace Moretz, die ich wirklich ziemlich großartig finde. Ich kannte sie vor allem aus der Buchverfilmung zu "Wenn ich bleibe", der Neuverfilmung von "Carrie" und dem Film "Feuer im Kopf". Sie ist wirklich hübsch, blond und schlank. Die Cassie im Buch hat rot-blonde Haare, aber sehr viel mehr wird über ihr Äußeres meine ich gar nicht erwähnt. Ich finde, dass Chloe Cassie gut dargestellt hat. 

Nick Robinson spielt Ben Parish, später Zombie. Cassies Schwarm, der sie aber eigentlich überhaupt nicht kennt. Im Buch wird Ben als Sportler beschrieben. Ein Sunnyboy. Nick passt ganz gut, finde ich. Den Schauspieler werden wohl viele als Simon in "Love, Simon" oder "Being Charlie" kennen. Den Film habe ich aber noch nicht gesehen. Ich kenne ihn aus Jurassic World.

Der zauberhafte Zachary Arthur spielt den kleinen Samuel "Sammy" Sullivan. An ihn konnte ich mich aus keinem anderen FIlm erinnern, er ist aber auch noch sehr jung. Laut Internet hat er jedoch in einigen Serien wie "Transparent", "Kidding" und sogar einer Folge von "Greys Anatomy" mitgespielt. Sammy im Buch ist ein kleiner, niedlicher Junge - das passt also hervorragend.

Liev Schreiber spielt Colonel Vosh und das macht er echt gut! Er hat so eine fiese Ader, finde ich. Er kann gut Bösewichte spielen, aber hat auch in Uniform eine enorme Autorität. Merkwürdigerweise habe ich mir Vosh im Buch trotzdem anders vorgestellt, obwohl ich den Film bereits vorher gesehen hatte. Irgendwie hagerer im Gesicht.  Doch der bekannte Schauspieler passt gut in die Rolle. Liev kennt man aus so wahnsinnig vielen Filmen... Mir fällt zuerst "Wolverine" ein. "Salt", "Unbeugsam" und die Serie "Ray Donovan", in der er die Hauptrolle verkörpert. 

Evan Walker wird von Alex Roe dargstellt. Im Buch ist Evan sehr attraktiv. Ähm, check! Das ist echt ein hübscher Kerl. Groß, blond und strahlend blaue Augen. Ach, da war ja was. Ich meine, dass Evan im Buch braune Augen hatte. Die Rede war von Schokolade. Ist mir aber ziemlich egal, ehrlich gesagt - Alex ist heiß. Das reicht mir ;p Er ist bekannt aus "Forever my Girl" und der Serie "Siren" (glaube die heißt bei uns irgendwas mit mysterious mermaids oder so).

Maika Monroe spielt Ringer. Also winzig kleine Poren konnte ich nicht erkennen und ehrlich gesagt habe ich eine Asiatin erwaret, aber ansonsten passt Maika perfekt zur Rolle. Sie ist richtig tough und lacht nie. Genau wie im Buch - eine Szene ist sogar 1 zu 1 übernommen worden. Hervorragend. Die Schauspielerin ist eigentlich blond und bekannt aus "Labor Day" und "It Follows"