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Dienstag, 12. November 2024

[Lesemonat] Mein Oktober 2024

 Meine große Rückkehr zum Lesen hielt leider nicht lange an. Gerade einmal zwei Bücher habe ich im Oktober beendet (der Alltag hat mich zurück...):

"Der Todescode" von Ava Strong  =  262 Seiten  (****)
"Goldwäsche" von Lee Child & Karin Slaughter  =  112 Seiten  (***)

2 Bücher  =  374 Seiten



Natürlich erinnerten einige Aspekte vom "Todescode" an den Dan-Brown-Superhit "Sakrileg", doch das tat dem Buch keinen Abbruch. Ein wirklich solider Thriller mit interessanten, vielschichtigen Charakteren, die ich durchaus gerne begleitet habe. Denke, da ist noch einiges aus der persönlichen Schiene herauszuholen. Auch der Täter und letztlich damit auch die Mordserie waren gut inszeniert; wollte stets wissen, wie es weitergeht und ob man ihm jetzt endlich auf die Schliche kommt. Auch die Einbeziehung der Kunst und Religion in Form der renommierten Professorin war wirklich nicht schlecht. Bis zum Ende sehr spannend.

Anders als die Kurzgeschichte "Goldwäsche". Wenn sich zwei so großartige Autoren zusammentun, sollte es doch bei 112 Seiten nur so sprühen vor Spannung und Rafinesse! Leider nein. Brauchte tatsächlich für ein so kurzes Buch zu lange, um reinzukommen. Das Ende war durchaus überzeugend - aber das half für die Gesamtbewertung nicht mehr...


Freitag, 7. Juni 2024

[Lesemonat] Mein Mai 2024

Im Mai habe ich diese Bücher gelesen:

"Ein Teil von ihr" von Karin Slaughter  =  540 Seiten  (*****)
"Vom Ende der Einsamkeit" von Bendict Wells  =  354 Seiten (***)
"Der Gesang der Flusskrebse" von Delia Owens  =  464 Seiten  (*****)

3 Bücher  =  1.358 Seiten

Die Bücher von Karin Slaughter haben mir eigentlich immer schon sehr gut gefallen. Ich mag ihren Schreibstil und sie sind auch immer spannend. Vor allem die "Belladonna"-Reihe um die Gerichtsmedizinerin Sara Linton ist mir sehr gut in Erinnerung. 
Also war ich sehr gespannt auf "Ein Teil von ihr", das ich günstig im Supermarkt geschossen hatte. Tatsächlich ist dieses Buch meines Wissens nach verfilmt worden. 
In dem Roman geht es um Andrea. Die Mitte-30-Jährige lebt in einer Einliegerwohnung über der Garage ihrer Mutter Laura. Sie zog zurück, als diese an Krebs erkrankte. Doch so richtig im Griff hatte sie ihr Leben auch vorher nicht... Sie ist eher schüchtern und nicht besonders selbstbewusst. Alles wird richtig wild, als ein Amoktäter in der Mall eine Bekannte von Andrea und ihrer Mutter zu erschießen. Als der Täter die Waffe auch auf Andrea richtet, die in ihrer Uniform einer Hilfspolizistin unterwegs ist, greift ihre Mutter ein und tötet den jungen Mann. Das ganze wirkt sehr professionell; als wäre sie nicht eine Therapeutin, sondern vom Militär. Andy versteht die Welt nicht mehr - kennt sie ihre Mutter wirklich?
Der Roman war wahnsinnig spannend - bis zum Ende. Klare Leseempfehlung von mir.

Weiter ging es mit "Vom Ende der Einsamkeit". Den Autor hatte ich schon länger auf dem Schirm, bislang aber noch nichts von ihm gelesen. Tatsächlich ist sein Schreibstil hervorragend. Der Roman hat sogar im Jahr 2016 den Literaturpreis der Europäischen Union gewonnen!
Nichts desto trotz war das Buch einfach wahnsinnig tragisch... Zu tragisch für mich. Daher hat es mir einfach nicht so gefallen. Ganz subjektiv. Ich verstehe die guten Kritiken, aber es hat mir absolut keinen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. 

Weiter ging es mit "Der Gesang der Flusskrebse" - auch das wurde verfilmt, war sogar in den Kinos. Ich wollte aber unbedingt vorher das Buch lesen!
Auch hier: Sehr tragisch... Wirklich absolut tragisch, aber deutlich positiver für mein Gefühl als das Wells-Buch ;) Ich mochte die Geschichte sehr, insbesondere weil auch ein Kriminalfall behandelt wurde. Krimis gehen immer.
Die Handlung springt immer in den Zeiten, so dass der Leser erst nach und nach alle Zusammenhänge erfährt. Man weiß am Anfang überhaupt nicht, wer der Tote überhaupt ist - hat absolut keine Verbindung zu ihm. 
Nur das Marschmädchen Kya ist immer präsent. Was für eine furchtbare Geschichte! Wie kann man bitte ein kleines Kind ganz alleine mit einem gewalttätigen Alkoholiker zurücklassen, welcher sie über Wochen sich selbst überlässt. Dass dieses Mädchen überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Wie gesagt - tragisch... Sie geht nie zur Schule.
Dennoch erlebt Kya auch wunderbare Dinge. Menschen, die ihr völlig uneigennützig helfen, wie Jumpin und dessen Frau sowie Tate.
Ein ganz wunderbarer Roman, den ich ebenfalls wärmstens empfehle. 

Montag, 11. Mai 2015

[Rezension] "Entsetzen" von Karin Slaughter

!ACHTUNG!
!SPOILERALARM!
2. Teil der Will-Trent-Reihe

Inhalt:
Als Abigail nach Hause kommt, steht die Haustür offen. Sie betritt das Haus und sieht Blutspuren. Ihre Tochter Emma war womöglich zu Hause...  Sie rennt die Treppe hoch und sieht ihre tote Tochter. Und ihren Mörder mit einem Messer über sie gebeugt - der sie kurz darauf verfolgt. Sie tötet ihn. Doch nichts schien so, wie es war.
Will Trent vom Geogia Bureau of Investigation wird in die Ermittlung mit einbezogen und erkennt sofort den Fehler der örtlichen Polizei. Nicht Emma ist die Tote, sondern deren beste Freundin Kayla. Der vermeintliche Täter war ebenfalls ein Opfer, der Abigail lediglich um Hilfe anflehen wollte. Emma wurde entführt.

Cover:
Gefällt mir. Passt gut zum Genre, weniger zum Inhalt. 

Erster Satz:
"Abigail Campano saß in ihrem Auto auf der Straße vor ihrem eigenen Haus."

Meine Meinung:
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr. Man ist immer mitten drin. Die Ermittlungsarbeit wird wirklich authentisch wiedergegeben.

Leider war das für mich in diesem Kriminalfall too much. Andauernd, sowohl privat beim Ermittler als auch beim Opfer sowie des Verdächtigen, war Legasthenie ein sehr großes Thema. Außerdem war der Vater des Opfers damals gemeinsam mit Will in einem Kinderheim. Empfand diese Nähe zum Fall und die daraus entstehenden Komplikationen zu konstruiert.

Gut gefallen hat mir, dass Faith Mitchell eine größere Rolle einnahm. Die kannte ich bereits aus "Harter Schnitt" (meine Rezi). Ich wusste also eigentlich schon einiges über ihre Zukunft. Anders als in dem späteren Roman mochte ich Faith hier ziemlich gerne. Da sieht man vielleicht auch wieder, warum es sich lohn, Buchreihen in der korrekten Folge zu lesen...
Will mochte ich immer noch, doch wie bereits erwähnt nervten die vielen Anspielungen auf seine Legasthenie wirklich sehr! Ich hatte das auch bereits im ersten Band der Reihe verstanden und wirklich jeder nach ca. 200 Seiten in diesem Buch. 

Der Fall an sich war ziemlich unspektakulär. Bis auf den wirklich guten Anfang ist nicht sehr viel neues, erschreckendes dabei gewesen. Habe da einfach etwas mehr erwartet, irgendwie eine neuere Idee.

Das Buch war trotzdem spannend! Wollte schließlich wissen, wer denn jetzt der Täter ist.

Fazit:
Etwas viel auf dem Thema Legasthenie herumgeritten, Fall nicht so speziell, sonst spannend.



Infos zum Buch:
Verlag: Blanvalet Verlag (Verlagsgruppe Random House GmbH)
Genre: Thriller
Originaltitel: Fractured
Taschenbuch: 509 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN-Nr.: 978-3-442-37477-9
Erschienen:  2008 / Deutschland 2010

Zum Verlag: KLICK

Dienstag, 6. Januar 2015

[Rezension] "Verstummt" von Karin Slaughter

Inhalt:
Eine ermordete Prostituierte wird in einem heruntergekommenen Viertel aufgefunden. Das Besondere: Ihre Zunge wurde herausgebissen. Genau dieses Detaille spricht den Profiler Will Trent vom Gorgia Buroe of Investigations (GBI) an. Ihm waren in den letzten Monaten bereits einige ähnliche Fälle aufgefallen. Doch die Victimologie scheint nicht zu passen. Gemeinsam mit dem ermittelnden Detective Michael Ormewood versucht Will, den Killer zu finden.

Cover:
Mir gefällt das Bild ganz gut, auch wenn es nicht allzu viel mit dem Inhalt zu tun hat. Zumindest wird das Genre klar. 

Erster Satz:
"Detective Michael Ormewood hörte sich im Radio das Footballspiel an, während er die DeKalb Avenue hinuter zu den Grady Holmes fuhr."

Meine Meinung:
Der besondere Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen. Erst wusste ich nicht, worauf das hinauslaufen soll, es wurde jedoch nach und nach klarer. Die eigentliche Handlung wird zunächst von Zeitungsartikeln eines Mordes aus dem Jahr 1985 unterbrochen. Später wird sogar komplett die Zeit gewechselt - allerdings nur ein paar Monate in die Vergangenheit. Die Geschichte des damals wegen des Mordes verurteilten John Shelley fand ich schrecklich. Je mehr ich las, desto mehr tat er mir Leid. Auch wenn lange unklar bleibt, ob er den Mord tatsächlich begangen hatte. Selbst wenn - so etwas verdient wirklich niemand.

Die Ermittlung wird durch den Detective Michael Ormewood geleitet. Er ist sympathisch und hält zunächst nicht viel von dem FBI-Agent Will Trent. Dieser ist durch die Parallelen zu weiteren Fällen zu dem Mord gestoßen - auch bei seinen Opfern wurde die Zunge offenbar herausgebissen. Doch die bisherigen Frauen überlebten, wohingegen die Prostituierte Aleesha Monroe an ihrem eigenen Blut erstickte. 
Den Fall an sich fand ich nicht besonders. Klar ist das Herausbeißen der Zunge ziemlich bestialisch, aber die Reaktion der Polizisten am Tatort kam mir etwas überzogen vor. Die werden ja wohl schon schlimmeres gesehen haben.

Dennoch wurde das Buch tatsächlich noch sehr bestialisch - eben wie ich es von der Autorin bereits kenne. Also nichts für schwache Nerven.

Fazit:
Der Wendepunkt kommt verhältnismäßig schnell, aber es bleibt dennoch wahnsinnig spannend bis zum Schluss. Mich hat das Buch voll und ganz überzeugt. 

  

TEIL 1 DER WILL-TRENT-REIHE
Weitere Infos zum Buch:

Sonntag, 27. Oktober 2013

Karin Slaughter und ihre Buchreihen...

Karin SlaughterHallo ihr Lieben,

ich hatte in meiner Rezension zu "Harter Schnitt" ja bereits erwähnt, dass es sich um den Teil einer Reihe handelt. Scheinbar sind alle ihre Bücher irgendwie verknüpft, was ja nicht unbedingt schlecht ist (man sieht seine Lieblingsprotagonisten ja gerne mal wieder). Allerdings nervt es mich persönlich sehr, wenn mir das Buch gefällt und mir die Spannung bei den vorherigen Büchern genommen wird. 

Also hier noch einmal für euch (und auch mich) die Reihenfolge ihrer Bücher (quelle: wikipedia):

Mittwoch, 23. Oktober 2013

[Rezension] "Harter Schnitt" von Karin Slaughter

Zu Beginn möchte ich mich herzlich beim Blanvalet Verlag bedanken, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Und natürlich bei Blogg-dein-Buch!

Inhalt:
Faith ist zu spät dran. Nicht das erste Mal. Ihre pensionierte Mutter passt auf Faiths vier Monate alte Tochter Emma auf, während die selbst arbeitet. Als sie dort ankommt schrillt Heavy-Metal-Musik aus dem Haus - so gar nicht die Musik ihrer Mutter. Als sie dann im Haus auf mehrere Angreifer und sehr viel Blut trifft, sitzt der Schock tief. Was war passiert? Und wo war ihre Mutter? Weshalb wurde sie entführt?

Erster Satz:
"Faith Mitchell kippte den Inhalt ihrer Handtasche auf den Beifahrersitz ihres Mini und suchte in dem Durcheinander nach etwas Essbarem." 

Cover:
Mir gefällt es gut. Schwarz oder dunkel gehaltene Cover finde ich gerade für das Thriller-Genre perfekt. Die Disteln in weiß abgesetzt - passt.

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich auf meine Enttäuschung hinweisen, die allein meiner nicht korrekten Recherche geschuldet ist. Es handelt sich nämlich um die Fortsetzung einer Reihe! Und zwar einer Reihe, die ich wirklich gerne gelesen hätte (und es womöglich trotzdem noch tue). Nur als kurzer einleitender Hinweis.
Da ich die komplette Will-Trent-Reihe bislang nicht gelesen habe, bin ich relativ unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen und ich kann sagen: Man kann dieses Buch tatsächlich ohne jegliches Vorwissen wunderbar lesen. Alles wird nach und nach erklärt, aber nicht so, als hätte man wirklich viel verpasst.

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich habe schon einige Bücher von Karin Slaughter gelesen (Sara-Linton-Reihe) und ich mag ihren Schreibstil. Gerade die genauen medizinischen Beschreibungen, die auch in diesem Buch an einer Stelle besonders aufgefallen sind, haben mir immer gut gefallen. Die Autorin bleibt sachlich, aber verpackt es dennoch sehr interessant. 
Natürlich hat auch das Persönliche der Protagonisten eine große Rolle gespielt. Das Zusammenspiel zwischen Sara und Will war einfach großartig. Allerdings wurde mir Faith nie wirklich sympathisch. Man erfährt so wahnsinnig viel über sie und ihre Vergangenheit / Familiengeschichte - aber für mich blieb sie irgendwie trotzdem blass. Sie war mir nicht egal, aber ich habe einfach die Szenen mit Will viel lieber gelesen. Er ist nämlich ein unglaublich interessanter Mann und sehr charismatisch.
In diesem Roman geht es vorrangig um Faiths Mutter Evelyn, die seit einigen Jahren pensioniert ist. Ihre Entführung scheint irgendwie mit ihrer Vergangenheit bei der Polizei zusammen zu hängen. Ihre gesamte Einheit wurde damals wegen Korruption verhaftet. Die Frage ist nur: War Evelyn irgendwie in die Sache verwickelt? Faith glaubt fest an ihre Mutter und tut einfach alles, um sie zurückzubekommen. 
Die Story war stimmig. Das kann man gar nicht anders sagen. Aber irgendwie habe ich mir am Ende einen größeren "Knall" erhofft. Außerdem waren mir zu viele Bösewichte im Spiel. Dem Schreibstil der Autorin zum Dank kam ich nie durcheinander. Ich wusste immer sofort, von wem die Rede war. Tatsache ist, dass es auch weiterhin verwirrend sein sollte. Der Leser sollte einfach lange Zeit im Dunkeln tappen. Das hat definitiv funktioniert.
Spannung war mehr unterschwellig vorhanden. Eigentlich ähnelt das Buch eher einem Krimi. Ich wollte immer wissen, worum es denn jetzt tatsächlich geht. Aber mir fehlte einfach etwas. 

Fazit:
Weniger blutig als erwartet und doch ein recht gelungener und unterhaltsamer Thriller. Ein paar Kritikpunkte hatte ich allerdings, daher nicht die volle Punktzahl.


Infos zum Buch: