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Montag, 16. Mai 2022

[Kurzes Fazit] "Der Glasmurmelsammler" von Celia Ahern

Inhalt:

Fergus hat nach seinem Schlaganfall einiges aus seinem Leben vergessen... Bereits seit etwa einem Jahr lebt er in ein einem Pflegeheim. Seine Tochter Sabrina erhält ein paar Kartons mit Gegenständen ihres Vaters und stößt dabei auf eine glasmurmel Sammlung. Sie wusste gar nicht, dass ihr Vater Murmeln gesammelt hat. Irgendwie kommt ihr das Gefühl, dass sie ihren Vater gar nicht wirklich gekannt hat. Als sie bemerkt, dass einige Murmeln aus der Sammlung fehlen, macht sie sich auf die Suche...

Mein Fazit:

Nach und nach erzählt Cecelia Ahern die Geschichte von Fergur. Wie er in armen Verhältnissen erst in Schottland und dann in Irland aufwuchs. Seine sechs Geschwister immer um sich herum. Wie sich langsam seine Leidenschaft für die Murmeln entwickelte, und auch seine Lügen... Parallel dazu erfährt der Leser etwas aus dem Leben seine Tochter Sabrina. Sie ist eigentlich glücklich verheiratet, hat drei Kinder und einen Job, den sie mag. Doch irgendwas stimmt nicht. Sie atmet nicht richtig.

Die Geschichte entwickelte einen gewaltigen Sog für mich und ließ sich wunderbar lesen. Ich wollte die ganze Zeit wissen, was Fergus in seinem Leben passiert ist. Wiieso er diese ganzen Lügen aufgebaut hat. Was ist denn so furchtbar und schrecklich daran, Murmeln zu sammeln?

Die Autorin hat es wieder mal geschafft, mich völlig in diese Welt hinein zu ziehen und konnte mich mit diesem Buch völlig überzeugen.

 

Infos zum Buch: 

Verlag: Fischer Verlag GmbH
Genre: Belletristik
Original-Titel: "The Marble Collector"
Taschenbuch: 343 Seiten
Erschienen: 24.11.2016

ZUM VERLAG - KLICK

Dienstag, 24. November 2020

[Rezension] "Hundert Namen" von Cecelia Ahern

Inhalt:
Die Journalistin Katherine "Kitty" Logan hat richtig Mist gebaut und damit das Leben eines Mannes zerstört... Die Story war ihr wichtiger... Sie glaubte den falschen Anschuldigungen einer Schülerin, dass ihr Lehrer sie missbraucht haben soll. Als ihr Fehler entdeckt wird, verliert sie nicht nur ihren Job, sondern  auch ihren Freund.
Sie kehrt zurück zur Zeitung ihrer Freundin Constance "Etcetera". Nur aufgrund der persönlichen Beziehung hat sie dort überhaupt eine Chance. Doch Constance ist schwer krank. Sie stirbt. Krebs. Bei Kittys letztem Besuch erzählt die Schwerkranke ihr von einer Story, die sie unbedingt noch schreiben musste. Sie stecke in einem Umschlag. Doch als Kitty mit diesem zurückkehrt, ist Constace tot. Was soll sie anfangen mit dieser Liste von 100 Namen?

Cover/Aufmachung:
Typisch blau für Cecelias Bücher in Deutschland, allerdings geht es hier her ins türkis. Die Fische verstehe ich nicht ganz, vielleicht so wie "gegen den Strom schwimmen". 'Na ja schön ist es.

Erste Sätze:
"Man nannte sie den >Friedhof<, den kein Geheimnis, keine persönliche oder sonst wie vertrauliche Information, die man ihr anvertraut hatte, kam jemals wieder zum Vorschein.Bei ihr war alles gut aufgehoben, darauf konnte man sich verlassen, und man wusste auch, dass man nicht so beurteilt wurde - un dwenn doch, dann nur im Stillen, so dass man es nie erfuhr."

Meine Meinung:
Ich bin wirklich wahnsinnig schwer in das Buch reingekommen und habe es tatsächlich erst einmal zur Seite gelegt, um stattdessen ein anderes Buch zu lesen. Doch als ich erst mal drin war, hat es mich in seien Sog gezogen.

Kitty war mir erst gar nicht wirklich sympathisch. Klar, tat ihr der Vorfall sehr Leid, aber man hat nunmal eine Pflicht die Fakten zu überprüfen, bevor man solche Anschuldigungen erhebt. Mit der Zeit ist sie mir aber tatsächlich ein wenig ans Herz gewachsen. Irgendwie schafft Cecelia es, die auf den ersten Blick nicht sympathischen Figuren so viel Leben, Leidenschaft und Charakter zu schenken, dass man sie irgendwann doch mag (das war bei "Die Liebe deines Lebens" auch so). Man leidet mit Kitty und ist genauso verwirrt.

Hundert Namen. Googlen bringt so gar nichts. Die Leute scheinen absolut nichts miteinander zu tun zu haben. Ein Blick ins Telefonbuch von Constance zeigt Kitty zumindest die Adressen (sie hatte die Namen markiert). So macht sie sich auf, die ersten Menschen persönlich zu besuchen. Aus praktischen Gründen erstmal die Leute in Dublin und nähere Umgebung (Kitty hat gar kein eigenes Auto).

So lernt Kitty wunderbare Menschen kennen, wie die fast 85-jährige Bridget "Birdie" Murphy, die sich selbst so gar nicht interessant findet. Oder Archie Hamilton, der erst gar nicht mit ihr reden möchte. Und Eva Wu, die sich mit ihrer Gabe, ganz besondere Geschenke zu finden, selbständig gemacht hat. Insgesamt sechs Menschen der Liste lernt sie kennen (für mehr fehlt ihr die Zeit - Deadline ist in 2 Wochen!). Und nun versucht sie herauszufinden, was Contance nur für eine Story schreiben wollte.

Ich fand das Buch wirklich wahnsinnig zauberhaft. Musste ab und an auch mal ein Tränchen verdrücken. War gerührt, erschüttert und voller Freude. Einfach ein schönes Buch mit wunderbaren Charaktere und einer spannenden Idee - denn auch der Leser überlegt, wo die Gemeinsamkeiten liegen könnten und was das denn nun für ein Artikel werden wird. Ein Tribute-Artikel für Constance.

Fazit:
Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen. Ja, auch ich brauchte meine Zeit, um reinzukommen - aber es lohnt sich.


Infos zum Buch:

Verlag: S. FISCHER Verlag GmbH
Genre: Belletristik
Original-Titel: "One Hundred Names"
Taschenbuch: 395 Seiten  
Preis: 9,99 € 
Erschienen: 14.11.2013

Zum Verlag: Fischer Verlag

Montag, 31. August 2020

[Rezension] "Die Liebe deines Lebens" von Cecelia Ahern

Inhalt:
Christine Rose führt eine Arbeitsvermittlungsagentur und schwört auf
Selbsthilfebücher. Nachdem sie einen Selbstmordversuch nicht verhindern konnte beschloss sie, ihre lieblose Ehe zu beenden und Barry zu verlassen. Kurz darauf sieht sie einen jungen Mann auf der Halfpenny-Bridge in Dublin, der sich offenbar das Leben nehmen möchte. Doch dieses Mal möchte Christine auf jeden Fall verhindern, dass der Versuch gelingt... Sie überredet Adam, von der Brücke zu steigen - muss ihn jedoch bis zu seinem Geburtstag davon überzeugen, dass es sich zu leben lohnt. Nur ist dieser bereits in 2 Wochen...

Erste Sätze:
"Man sagt, der Blitz schlägt nie zweimal ein. Stimmt aber nicht. Na ja, dass diese Leute das sagen, stimmt shcon, aber als Tatsache ist es falsch."

Cover/Aufmachung:
Ich finde das Cover wirklich schön und sehr passend, denn es zeigt die Halfpenny-Bridge, vor dem für Ceclias deutsche Cover üblichen blauem Hintergrund. Einzig der Titel gefällt mir überhaupt nicht - der heitß im Original nämlich "How to fall in love", was 100 Mal besser passt!

Meine Meinung:
Christine war mir anfangs wirklich sehr suspekt mit ihren ganzen Büchern... Wie z.B. "30 einfache Methoden, das Leben zu genießen" oder "6 Tipps, wie man Angestellten taktvoll kündigt". Die Buchtitel waren aber auch teilweise so lustig, dass sie sich zu einer Art Running Gag entwickelten und mit ihrer Mitarbeiterin sogar damit Botschaften ausgetauscht wurden. Die Hauptprotagonistin hat ein sehr stark ausgeprägtes Helfesyndrom - das merkt man schon daran, wie sie ihren Klienten dazu bringt, mit dem Bus eine Station nach der anderen zu fahren. Er hat panische Angst und kann so keine Arbeitsstelle lange halten. Sie ist ein herzensguter Mensch, der falsche Entscheidungen traf, um niemanden zu verletzen. Ich fand sehr gut, dass sie ihren Mann letztlich doch verlassen hat - die beiden wären niemals richtig glücklich geworden. 

Von Adam erfährt man relativ schnell ziemlich viel. Einfach, weil Christine in ausquetscht, um seine Probleme in Angriff nehmen zu können. Es ist einfach ziemlich viel richtig Scheiße gelaufen in seinem Leben... Seine Schwester hat durch ein Schneeballsystem nicht nur das Gesetz gebrochen, sondern auch viele Leute um ihr Geld gebracht und sich dann nach Amerika abgesetzt. Das führt dazu, dass er selbst nun die Fima seines todkranken Vaters übernehmen soll, was er absolut nicht möchte und darüber sogar seinen geliebten Job verloren hat. Dann will er seiner Freundin überraschend einen Heiratsantrag machen und überrascht sie küssend mit seinem besten Feund. Ja, da kann man schon mal schwarz sehen. Doch Christine setzt alles daran, ihm wieder Freude am Leben zu bereiten - und dass, obwohl es ihr selbst mit der Trennung eigentlich gar nicht so gut geht. Die beiden helfen sich irgendwie ein wenig gegenseitig.

Donnerstag, 9. November 2017

[Geplauder] Wie mich die Lesesucht plötzlich packte...

... und nicht mehr losließ.

"Flawed" von Cecelia Ahern war geschehen. Ganz einfach. Ich liebe Dystopien. Auch wenn sie eigentlich immer navh dem gleichen Schema ablaufen, bekomme ich noch nicht genug. Es gibt immer wieder Bücher mit neuen Ansätzen wie "Panem", "Die Verratenen"-Trilogie, "Mèto", "Die Stadt der verschwundenen Kinder", "Ödland"-Reihe, "Dustlands", "Dark Canopy" - sorry, sollten eigentlich nur ein paar Beispiele werden 😅


Auch das Buch von Cecelia Ahern (wohlgemerkt ihr erstes dieser Art) hat mich wieder komplett unter seinen Bann gestellt. Ich habe STUNDENLANG gelesen. Seit Sonntag jede freie Minute genutzt. Nachdem ich dann am Montag (ja, habe echt nur 2 Tage gebraucht - trotz normaler Arbeitstage) MUSSTE ich einfach wissen, wie es weitergeht! Als hätte ich es geahnt habe ich Teil 2 schon mal bei der Buchhandlung meines Vertrauens bestellt, schnell nach der Arbeit hingehetzt und hatte es dann Dienstag "endlich" in den Händen und konnte weiterlesen.

Teil 2 "Perfect" hat mich zwar auch ebenso gefesselt (habe es nicht umsonst soeben beendet), aber in einigen Punkten auch leider enttäuscht. Ich schaue mal, ob ich noch Rezensionen dazu schreibe.
Richtig genervt war ich von den ständigen Wiederholungen, was wir alles schon aus Teil 1 kannten. UND ICH HATTE DEN DOCH ERST BEENDET! Selbst wenn nicht und bereits ein Jahr vergangen wäre, wäre mir diese detaillierte Erläuterung vermutlich auch auf den Geist gegangen. Ein paar andere Punkte hatte ich noch, aber dies wird kein Spoiler-Beitrag 😎

Ich bin dennoch glücklich, mal wieder im 7. Lesehimmel gewesen zu sein. 

Weniger happy macht mich die Tatsache, dass mein Laptop nun offenbar gestorben ist... Er war schon lange nicht mehr er selbst. Hatte mir vor einiger Zeit schon mal ein Ersatzgerät gekauft, der war aber so langsam, dass ich wirklich nicht damit leben konnte und brachte ihn zurück.
Statt mir einen neuen zu holen, verbrate ich mein Geld dann aber für eine Spülmaschine, eine Brille und drn wohl teuersten Konzerbesuch-Kurzurlaub aller Zeiten 😂😂😂

Nun habe ich ihn hwäeute zur Reparatur gebracht - mal sehen... Dieser Text ist demnach KOMPLETT auf dem Handy gechrieben - Tippfehler seien mir verziehen (schreibe ohne diese komischen Hilfen...) 

Und was ist bei ech so los? 

Mittwoch, 25. Februar 2015

[Rezension] "Zeit deines Lebens" von Cecelia Ahern

Inhalt:
Lou Suffern ist sehr ehrgeizig. Doch über seinen Beruf vergisst er seine Familie völlig. Es ist ihm so wichtig, in der Firma aufzusteigen, dass er das wirklich wichtige im Leben ausblendet. Als er den Obdachlosen Gabe kennen lernt und ihm einen Job als Postverteiler in seiner Firma anbietet, bereut er dies ziemlich schnell. Gabe ist früher da als er - eine bodenlose Frechheit. Er fühlt sich bedroht durch einen Mann, der nichts hat. Doch der junge Mann hat tatsächlich nur gute Absichten, die Lou geflissentlich ignoriert.

Erster Satz:
"Wer früh am Weihnachtsmorgen an der Zuckerstangen-Fassade einer Vorstadtsiedlung entlang schlendert, kann wohl kaum umhin wahrzunehmen, wie sehr die Häuser mit ihrem Schmuck und Geglitzer den Päckchen ähneln, die hübsch eingepackt unter den Weihnachtsbäumen drinnen in den Wohnzimmern liegen: Hier wie dort verbergen sich Geheimnisse."

Cover / Aufmachung:
Ich glaube das war zu der Zeit das erste Buch der Autorin, welches nicht blau war. Ich mag rot genauso wie blau - von daher ist der Farbwechsel für mich völlig okay. Es sieht vielleicht ein Stück zu niedlich für den Inhalt aus.

Meine Meinung:
Ich liebe, liebe, liebe einfach die Art wie diese Frau schreibt! Aus diesem Grund las ich das Buch weiter, obwohl ich von vorneherein das Ende sah...
Schon bin ich auch am großen Negativpunkt angelangt. Leider ist es doch sehr vorhersehbar und klischeehaft. Lou ist ein ziemliches Arschloch. Nur seine Karriere, das Prestige ist sein Ziel. Seine Familie bleibt komplett auf der Strecke. Das versteht der Leser recht schnell, da auch viele Beispiele genannt werden. Ein wenig zu viele für meinen Geschmack. Ich hatte den Punkt bereits verstanden; weitere Hinweise nerven dann nur.
Die Nebencharaktere waren gut beschrieben. Ruth - die Ehefrau - ist stark und liebevoll, tut einem aber auch so unfassbar Leid. Genau wie Lou´s Kinder. Insbesondere seine kleine Tochter leidet sehr unter der Abwesenheit ihres Vaters. Mit dem Baby kommt er überhaupt nicht klar...
Gabe ist so eine Sache... Ich vermutete die ganze Zeit etwas Übersinnliches in ihm - eine Art Schutzengel. Er ist obdachlos, aber keines Wegs verloren. Irgendetwas sieht Lou in ihm. Er stellt ihn ein - und Gabe ist mehr als das. Er ist wie sein Gewissen - doch genau das schmeckt dem selbstsüchtigen Blödmann gar nicht.

Der Schreibstil war, wie eingangs bereits erwähnt, gewohnt wundervoll. Erzählt wurde in der dritten Person, Vergangenheitsform. Interessant fand ich die Exkurse "Der Truthahnjunge". Erst weiß der Leser nicht, was das überhaupt soll. Macht jedoch zum Ende ein wenig mehr Sinn.

Ja, man lernt etwas. Das wirklich Wichtige im Leben zu erkennen, langsam zu machen und mehr Zeit mit seinen Lieben zu verbringen. Dennoch hätte man das ganze deutlich kürzer machen können. Die Lehre wäre sicher auch so klar geworden.

Fazit:
Ein wirklich schönes Buch, aber die Vorhersehbarkeit hat mir den Lesespaß deutlich verdorben.

 
Infos zum Buch:

Samstag, 7. Juli 2012

"Für immer vielleicht" von Cecelia Ahern


Inhalt:
Rosie und Alex kennen sich schon ewig. Bereits seit Kindesbeinen an sind sie beste Freunde. Sie sind einfach füreinander bestimmt, das ist klar. Nur das Schicksal kommt den beiden immer in die Quere. Denn Alex zieht um. Und das nicht nur in den nächsten Ort, sondern auf einen anderen Kontinent - nach Amerika. Rosie bleibt zurück in Irland. Eigentlich würde sie ihm folgen, doch auch hier kommt wieder etwas dazwischen...

Stil:
Erzählt wird die Geschichte der beiden in einem ganz besonderem Stil: Nur durch Briefe, E-Mails, Chats und Klebezettel. Das ist zwar anfangs ein wenig verwirrend, aber wenn man erst mal drin ist, eine ganz wundervolle Möglichkeit. Welche Art der Kommunikation genau gewählt wurde, ist immer am Rand anhand von kleinen Bildchen ersichtlich. Das ist wirklich schön gemacht. Als die beiden noch kleiner sind, haben sich auch einige Rechtschreibfehler eingeschlichen - total niedlich.

Die Gefühle der beiden sind stets ersichtlich. Es reicht vollkommen aus, ihre Briefe etc. zu lesen, um den genauen Ablauf der Geschehnisse nachvollziehen zu können.

Die Protagonisten selbst sind total sympathisch. Allen voran natürlich Rosie und Alex. Aber auch Freunde und Familie der beiden lernt man durch diverse Briefe, Chats und E-Mails kennen. So erfährt man auch Dinge, die sich die beiden niemals schreiben würden.

Fazit:
Ein wirklich schöner Roman, der mich richtig mitfiebern ließ. Der wunderbare Schreibstil von Cecelia Ahern gefällt mir einfach richtig gut. Von mir eine dicke Empfehlung!


Montag, 20. Februar 2012

"Ich schreib dir morgen wieder" von Cecelia Ahern



Inhalt:

Die sechzehnjährige Tamara Goodwin hatte immer ein schönes Leben. Die Familie war reich, lebte in einer Villa direkt am Meer. Eigener Pool, eigener Privatjet usw. Auch ihre Freundinnen sind reich. Daher verstand sie nie die Aussagen ihrer Eltern, dass sie sich glücklich schätzen sollte. Schließlich war es für sie Normalität, alles zu bekommen, was sie wollte. Doch das ändert sich schlagartig, als sie ihren Vater tot in seinem Arbeitszimmer findet. Ihre Wiederbelebungsversuche bleiben erfolglos. Er hatte sich mit einer Mischung aus Pillen und Whiskey selbst getötet. Später kommt heraus, dass sie bereits seit Längerem hoch verschuldet waren. Ihre Mutter musste alles - wirklich alles - verkaufen, um die Schulden zu tilgen. Da die beiden nun nichts mehr hatten und völlig auf sich allein gestellt waren, ziehen sie zu dem Bruder und der Schwägerin der Mutter aufs Land. Für Tamara ist es die Hölle, in einem solchen Kaff leben zu müssen - und sie äußert dies auch gegenüber jedem, den sie kennen lernt. Ihre Tante Rosaleen wirkt sehr verschossen. Da sie nichts Besseres zu tun hat, versucht sie, alles über ihre Familie herauszufinden - und stößt dabei auf viel Widerstand.

Stil:

Erzählt wird Tamaras Geschichte aus ihrer eigenen Perspektive in der Vergangenheitsform. In einem langen Monolog berichtet sie von ihrem Leben. Rückblickend wirft sie oft ein, dass sie viele ihrer Handlungen im Nachhinein verurteilt und sich darüber ärgert. Vor allem über das letzte Gespräch mit ihrem Vater.
Teilweise ist es zum Weinen, durch ihre zynische Art aber auch oft zum Lachen. Sie beginnt wie folgt: 
"Von einer Geschichte geht bei jedem Erzählen etwas verloren, sagt man. Wenn das stimmt, ist meine Geschichte noch vollständig, denn ich erzähle sie zum ersten Mal."
Die Autorin schreibt einfach schön. Ungefähr ab Seite 120 wird es dann mystisch. 
ACHTUNG SPOILER (zum Lesen markieren):
In einer fahrenden Bibliothek findet sie ein altes, gebundenes Buch. Als sie es öffnet, ist es leer - ein unbeschriebenes Tagebuch. Am nächsten Tag möchte sie die ersten Eintragungen vornehmen, doch es wurde bereits beschrieben: Von ihr selbst. Und das einen Tag im Voraus...

Fazit:

Supertoll! Ich fand es wieder einmal schön. Cecelia Ahern schreibt so, so schön. Allein schon, wie wundervoll sie die Landschaft und die Gefühle von Tamara beschreibt, ist so klasse. Ich konnte zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen, wie Tamara sich fühlt. Anfangs ist es nicht ganz so spannend, aber dann hatte es mich total in seinen Bann gezogen. Nach und nach tauchen immer weitere Geheimnisse auf, die Tamara mangels anderer Tätigkeiten zu lösen versucht. Die Charaktere sind interessant und gut ausgearbeitet. Aber am Besten von allen fand ich Tamaras Umgang mit ihnen. Sie ist so frisch und es stört sie überhaupt nicht, genau das zu sagen, was sie denkt. Fand ich sehr bewundernswert.

Ich empfehle jedem von euch, einmal ein Buch von Cecelia Ahern zu lesen. Das sind auch nicht unbedingt Liebesgeschichten. Bei den Büchern, die ich bislang von ihr gelesen habe, war die Liebe teilweise nur eine Nebenhandlung. Man muss sich nur ein wenig darauf einlassen, dass sie manchmal ein wenig ins Fantasy-Genre rutscht. Meinem Geschmack entspricht das total.

Insgesamt 5 von 5 möglichen Sternen.