Mittwoch, 20. Mai 2026

[Lesemonat] Mein April 2026

Huch, habe doch total vergessen, meinen Lesemonats-Post zu schreiben. Diese Bücher habe ich im April gelesen:

"Todgeweiht" von Catherine Shepherd  =  342 Seiten  (****)
"Die Nacht schreibt uns neu" von Dani Atkins  =  448 Seiten  (****)
"Pick me Girls" von Sophie Passmann  =  211 Seiten  (***)
"Das Böse in ihr" von Camilla Way  =  368 Seiten  (*****)

4 Bücher  =  1.369 Seiten



Der Monat begann mal wieder mit einem Zons-Thriller. Es ist bereits der 10. Band der Reihe rund um den Ermittler Bastian Mühlenberg, der im mittelalterlichen Zons lebt, und Kommissar Oliver Bergmann in der heutigen Stadt. Beide haben ähnliche Fälle. Im Mittelalter droht ein Pestausbruch, doch handelt es sich bei den aufgefundenen Toten wirklich um Opfer der Krankheit, oder war Fremdeinwirkung im Spiel?
In der heutigen Zeit in Zons werden Influencer zu Opfern. Wieder sehr spannend - auf beiden Handlungssträngen. Aber irgendwie hat sich das Thema mittlerweile für mich erledigt... Glaube, das wird mein letzter Zons-Roman werden.

"Die Nacht schreibt uns neu" fing richtig gut an! Emma ist glücklich. Sie will ihre Jugendliebe heiraten. Doch am Abend ihres Junggesellinnenabschieds passiert ein furchtbarer Unfall. Ein Reh läuft auf die Straße. Sie sitzt im Auto mit ihren beiden besten Freundinnen. Amy ist nicht angeschnallt, weil ihr etwas heruntergefallen war... Sie wird hinausgeschleudert. Caroline, die Fahrerin, ist unter Schock. Zum Glück hält ein weiterer Autofahrer und hilft den Frauen. Insbesondere Emma, deren Bein eingeklemmt ist. Jack riskiert sein eigenes Leben, um ihres zu retten, denn es besteht Brandgefahr. Nach dem Unfall bleiben beide im Kontakt. Ist es nur Dankbarkeit, die Emma so empfinden lässt?
Ich fand das Buch wirklich gar nicht schlecht. Hasse eigentlich sowas wie Dreiecks-Geschichten total. Aber in diesem Fall kam vieles zusammen und es war einfach etwas nachvollziehbarer. Emma hat eigentlich ihr ganzes Leben umgekrempelt, als ihre Mutter an Alzheimer erkrankte. Sie hat im Prinzip alle ihre Träume aufgegeben und ist in die Heimat zurück. Dort traf sie wieder auf ihre Jugendliebe, doch ist es das wirklich? Liebe? Oder Gewohnheit. Praktisch. Simpel. 

"Pick me girls" ist ein biografisches Sachbuch. Ich mag sowas eigentlich nicht. Also gar nicht. Das ist nicht meine übliche Lektüre. Aber ich bin auch Feministin. Und interessiert. Tatsächlich habe ich mich in manchen der Erzählungen selbst wiedergefunden. Diese wahnsinnige Unsicherheit als Teenager und junger Erwachsener. Was man nicht alles merkwürdiges getan hat. In anderen Schilderungen konnte ich mich nicht wiederfinden. Trotz all der Ideen, Erkenntnisse und Gedanken fehlte mir irgendwie der rote Faden. Klar, kam immer wieder auf das titelgebende Thema zurück - sind wir nicht alle mal irgendwann pick-me-girls gewesen - aber dennoch war ich einfach nicht vollends überzeugt. Vielleicht lag es auch einfach an meiner Aversion gegen Sachbücher.

"Das Böse in ihr" war wieder mal ein richtig schön solider Thriller, der mich bis zum Ende wirklich unter Spannung hielt. Zwei Handlungsstränge, die es in sich hatten und von denen man bis fast zum Ende nicht herausbekam, wie die eigentlich zusammen hängen. Kann den Roman absolut empfehlen, Leute!