Montag, 12. August 2019

[Rezension] "Der Duft von Sommerregen" von Tania Schlie

 Zunächst möchte ich mich beim 
für das kostenlose Leseexemplar bedanken!

Inhalt:
Lena liebt ihren Job! Sie verwaltet wunderbare Literatur und Briefe für ihren Arbeitgeber, einen älteren Sammler. So langsam neigt sich dessen Leben dem Ende zu. Die geliebte Ehefrau hatte er vor langer Zeit verloren und keine Nachkommen. Also organisiert Lena für ihn eine Gala zur Auflösung / Veräußerung der Sammlung.
Auch privat ist Lena glücklich. Alleinstehend und kinderlos wie sie ist, können das nur wenige verstehen - doch sie liebt ihr Leben und ihre Stadt Hamburg. Bis sie zufällig auf einer Hochzeit dem jüngeren Jonas begegnet und lange vergessene Gefühle sich äußern.

Erste Sätze:
"Zwischen den Prospekten und der REchnung der Telekom leuchtete ein zartrosa Briefumschlag mit einem geprägten Herz auf der Vorderseite. Lena wog ihn in der Hand. Es war elegantes, dickes Papier mit Struktur. Bestimmt nicht billig, dachte sie. Mit Papierqualitäten kannte sie sich aus."

Cover/Aufmachung:
Da die Handlung in Hamburg spielt und diese Stadt auch so oft Erwähnung findet, hätte ich ein entsprechendes Coverbild passender gefunden. Es ist nicht schlecht, passt nur irgendwie nicht so gut.

Meine Meinung:
Am meisten gefallen hat mir an diesem Roman, dass er so bodenständig und realitätisnah war. Die Handlung könnte genau so in Hamburg stattgefunden haben. Ich lese ja sonst eher Thriller, wo man eigentlich wünscht, das wäre nicht real. Oder auch Dystopien / Endzeitgeschichten, auch da ist es doch eher gut, dass es sich um reine Fiktion handelt... Daher war dieser Roman mal eine ganz gute Abwechslung in meinen Lesealltag.

Den Schreibstil der Autorin empfand ich als wunderbar leicht. Man erfährt viel über das Leben der Hauptprotagonistin. Sie ist Anfang 40, Single, kinderlos und hat einen Job, der mir persönlich wirklich zu langweilig wäre, sie selbst aber ganz großartig findet. Besonders gefallen hat mir, dass sie so zufrieden mit ihrem Leben war. Tatsächlich habe ich noch nie ein Buch gelesen, wo die Protagonistin ganz froh war, keine Mutter zu sein. Ich selbst (single und kinderlos) finde das auch überhaupt nicht schlimm, aber unsere Gesellschaft setzt irgendwie immer voraus, dass Frauen Ehefrauen und Mütter sein WOLLEN. Ob das nun den Tatsachen entspricht, oder nicht. Mit dieser "Norm" hat Frau Schlie gebrochen, was mir überaus gut gefallen hat.

Montag, 5. August 2019

[Lesemonat] Mein Juli 2019

Kein Urlaub im Juli und auch leider weniger Leselust, als erhofft. So richtig ins Freibad oder den elterlichen Garten habe ich es irgendwie nicht wirklich geschafft. Oder das Wetter hat genau dann mal wieder versagt, wenn man denn Zeit hätte und nicht im Büro festhängt.

Also kam es wie es kommen musste: Gerade einmal 3 Bücher im Juli. ABER darunter mein (bisheriges) Lesehighlight. Ein Spontankauf aufgrund einer Leseprobe. Doch hier nun meine Juli-Bücher:

"Love to share" von Beth O´Leary  =  478 Seiten  (*****!)
"Mami braucht nen Drink" von Gill Sims  =  346 Seiten  (*****)
"Mörderische Angst" von Linda Castillo  =  346 Seiten  (****)

3 Bücher  =  1.170 Seiten

Wie bereits erwähnt, ist mein bisheriges Jahres-Hightlight eines der obigen Bücher. "Love to Share" hat mich einfach von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ein wirklich großartiger Roman. Witzig, traurig, spannend - das Buch hat einfach alles! Eigentlich ist das gar nicht so wirklich mein Genre, aber schon die Leseprobe hat mir so gut gefallen, dass ich mir das Buch ganz spontan gekauft habe (und umgehend verschlungen). Aus gutem Grund ist dieser Roman auf den Bestsellerlisten gelandet!

"Mami braucht nen Drink" hatte ich mir von meiner Mutter ausgeliehen. Nachdem mir "Love to share" so unfassbar gut gefallen hat, wollte ich mit einer weiteren humorvollen Geschichte weitermachen. Und das war dieses Buch wirklich! Geschrieben in Tagebuchform erzählt Ellen von ihrem verrückten Leben als Mutter. Gerade erst ist sie 39 geworden und fragt sich, wo die Zeit geblieben ist. Bald wird sie 40 Jahre alt! Sie versucht alles, um wie die perfekten Obermütter zu werden, die sie an der Schule ihrer Kinder immer so abschätzig mustern - doch irgendwas geht einfach immer schief... Sie hat immer einen guten Grund, sich ein Weinchen zu öffnen. Mich hat das Buch wirklich gut unterhalten - musste manchmal echt laut lachen!

Dann wollte ich doch ein wenig Mord und Totschlag ;) Die Kate-Burkholder-Reihe von Linda Castillo hat mich bislang einfach nicht enttäuscht. Hier gab es nur nicht die volle Punktzahl, weil mich die ständige Wiederholungen (wer ist wer) wirklich langsam auf den Geist gehen... Meine Rezi ist im Titel oben verlinkt.

Wie war euer Lesemonat Juli?

Donnerstag, 1. August 2019

[Rezension] "Mörderische Angst" von Linda Castillo

ACHTUNG - SPOILER-Alarm
6. Teil einer Reihe  
(Die Reihefolge ist ganz unten aufgelistet)

Inhalt:
1979: Ein missglückter Raubüberfall kostet einem amischen Familienvater und fünf seiner Kinder das Leben. Seine Frau wird von den Räubern mitgenommen und nie wieder gesehen. Nur der 14jährige Sohn Billy Hochstedtler überlebt die furchtbare Nacht.
2014: Auf der Hochstedtler-Farm soll es spuken. Nur wenige Menschen wissen, was vor so vielen Jahren tatsächlich geschah. Und diese bekommen seit Kurzem Zettel zugestellt... Jemand weiß Bescheid. Dann geschieht ein Mord.

Erste Sätze:
"Er träumte von druckluftbetriebenen Schleifmaschinen, die über fenstes Wurzelholz glitten, und von Schwalbenschwanzzinkungen mit Zapfen und Schlitzen, die so präzise herausgestanzt waren, dass man sie kaum sah. Er und sein Datt schreinerten gerade eine Waschkommode für seine Mamm, denn seit sie so etwas im Antiquitätenladen in Painters Mill entdeckt hatte, wünschte sie sich  nichts sehnlicher. Er freute sich jetzt schon auf ihr Gesicht, wenn sie ihr die Kommode präsentierten..."

Cover / Aufmachung:
Das Coverbild passt wieder einmal perfekt zu der ganzen Buchreihe. Dunkle Farben. Bedrohliche Stimmung. Und das amische Leben. Titel und Coverbild haben für mich darüber hinaus nicht wirklich etwas mit dem Inhalt zu tun.

Meine Meinung:
Dies war nun bereits das sechste Buch der großartigen Reihe um Chief Kate Burkholder und ich habe es wieder verschlungen. Linda Castillo schreibt wirklich großartig. Aber an dieser Stelle muss ich einige Kritikpunkte zur Sprache bringen. Es nervt mich wirklich ungemein, wenn in einer Reihe STÄNDIG ausführlich alles bisherige wiederholt wird. In dieser Reihe hatte mich das bislang nicht groß gestört, aber nun ist das Maß voll... Ich lese den SECHSTEN Teil einer Reihe. Wenn mir immer noch erklärt werden muss, dass Kate früher selbst Amische war, ist irgendwas gewaltig schief gelaufen. Vielleicht soll das für Leser sein, die sich nicht um die Reihenfolge von Büchern kümmern -aber das geht auf Kosten der Leser, die sich tatsächlich an die grundlegenden Dinge erinnern können. Natürlich kann ich mich auch nicht an alle Einzelheiten erinnern - aber wer wer ist, ja wohl schon... Das führte bei diesem Band tatsächlich zum Punktabzug.

ABER:

Dienstag, 16. Juli 2019

[Kurzes Fazit] "Der Rosie-Effekt" von Graeme Simsion

ACHTUNG: Teil 2 einer Dilogie
SPOILER ALARM


Inhalt:
Don Tillman hat es geschafft: Er hat die Frau seiner Träume geheiratet, obwohl Rosie eigentlich gar nicht seiner Auflistung der benötigten Attribute entsprach. Das Rosie-Projekt war ein voller Erfolg. Zwischenzeitlich sind die beiden von Australien in die USA gezogen. Doch ihre Wohnung in Brooklyn, New York, dürfte in nicht allzu ferner Zukunft zu klein werden... Den Rosie erwartet ein Baby. Für Don eine unvorstellbare Veränderung. Es gibt so viel zu beachten. Listen erstellen, Pläne schmieden - ist er bereit dazu, Vater zu werden?

Mein Fazit:
Dieser zweite Teil hat mir wieder richtig gut gefallen und oft zum Lachen gebracht. Don ist einfach ein wunderbarer Typ, mit dem ich persönlich nicht zusammenleben könnte... Er meint es immer gut, doch das Zwischenmenschliche liegt ihm einfach nicht so...

Statt sich mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen, bald Vater zu werden, schmiedet wer wieder Pläne und macht Listen. So ist er einfach. Ich hatte ihn bereits damals mit Sheldon Cooper (BBT) oder Jerry Apensen (Boston Legal) verglichen - das passt einfach immer noch richtig gut. 

Ein wenig gestört an diesem Teil haben mich einige Hanldungen von Don, vor allem seine Unehrlichkeit. Dies schätzte ich sonst immer sehr an ihm - hier findet er hingegen Ausflüchte, jetzt nicht zwingend die volle Wahrheit sagen zu müssen. Das fand ich sehr schade... Die Storyline mit der Sozialarbeiterin war auch etwas drüber...

Nichts desto trotz fühlte ich mich wieder gut unterhalten.


Infos zum Buch:
Verlag: S. Fischer Verlag GmbH
Taschenbuch: 442 Seiten
Original-Titel: "The Rosie Effect"
Genre: Belletristik / Humor
Erschienen: 22.03.2016
ISBN: 978-3-596-03185-6


Montag, 8. Juli 2019

[Lesemonat] Mein trauriger Juni 2019

Mein Lese-Juni war (trotz Urlaub) absolut schrecklich, was mein Lesepensum angeht...

Ja, ich habe tatsächlich nur EIN EINZIGES Buch gelesen. In einem ganzen Monat! Hatte einfach eine riesige Lese-Flaute... Keine Ahnung, was da passiert ist. Dass "Der Sarg" mich dann auch nicht vom Hocker riss, tat wohl sein übriges...

Ich dachte ja, dass ich auf jeden Fall auf dem Flug oder vor dem Schlafen gehen bei meinem Städtetrip nach Rom lesen werde. Der Kindle war zumindest dabei. Aber auch dort: Keine Leselust. Fragt mich bitte nicht... Wir liefen stundenlang durch diese wunderbare Stadt. Bei strahlendem Sonnenschein - ohne Wolken. Danach ging irgendwie nur noch Serien gucken (auf dem Handy 😝)


ABER ich habe noch 2 Leseproben geschafft (immerhin). Beide gefielen mir SEHR GUT! "Love to share" sogar so gut, dass ich mir das Buch am Freitag noch schnell gekauft hatte (und irgendwie um 2:00 Uhr dann durchgelesen hatte. Die Leselust ist zurück!). 


Aber kurz noch zum "Sarg". Ach, ich weiß nicht... Hatte schon relativ schnell den richtigen Riecher, was die Entwicklung bzw. die ganze Hintergrundgeschichte angeht und werde einfach gerne überrascht. Außerdem finde ich es IMMER ziemlich nervig, wenn Leute was vor der Polizei geheim halten. Manchmal gibt es wirklich triftige Gründe (die sogar ich nachvollziehen kann), aber hier war es einfach etwas anstrengend. 
Finde ich schade, weil Arno Stroben wirklich total sympathisch ist! Bislang konnten mich seine Werke aber nie komplett überzeugen ("Das Wesen", "Anonym" und nun "Der Sarg"). Glaube, ich werde da nur auf persönliche Empfehlung von Leuten, die einen ähnlichen Geschmack haben, ein weiteres Buch lesen.

Kennt ihr "Der Sarg" oder andere Bücher von Herrn Strobel? Haben sie euch gefallen?


Mittwoch, 26. Juni 2019

[Serienmittwoch] Eine Polit-Drama-Serie, die ihr nicht verpassen solltet...

Endlich mal wieder eine Serien-Empfehlung von mir! Leider ist "Madam Secretary" derzeit nur auf Sky (Ticket) verfügbar - aber es lohnt sich!


Worum geht es?
Elizabeth McCourt war früher bei der CIA. Mittlerweile unterrichtet sie jedoch in einer Universität und lebt auf einer Pferderanch. Bis der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sie bittet, für ihn den Posten der US-Außenministerin, der Madam Secretary, anzutreten. Kann man da nein sagen? Beth kann es nicht. Und so zieht sie mit ihrem Mann sowie ihren Kindern nach Washington DC und die Serie beginnt.

Warum gucken?
Ich schaute diese Serie auf Empfehlung meiner lieben Freundin Nicole und ihrem Mann. Grundsätzlich wäre eine Serie, in der es hauptsächlich um Politik geht, nun wirklich nicht meine erste Wahl. Meinen beiden Freunden bin ich jedoch SEHR dankbar für die Empfehlung. Ich habe die bislang bei Sky (Ticket) verfügbaren 4 Staffeln innerhalb kürzester Zeit weggesuchtet. Dabei weiß ich gar nicht so genau, was bei dieser Serie eigentlich diesen Sogeffekt auswirkte... Eigentlich ist es so ziemlich case-of-the-day. Ein außenpolitisches Problem muss möglichst diplomatisch gelöst werden. Gerade die hervorragend gezeichneten Charaktere, allen voran Madam Secretary herself = Elizabeth McCourt. Eine Frau in diesem so wichtigen Amt, die absolut keine politischen Ambitionen verfolgt, aber einen großartigen Verstand und exzellente Menschenkenntnis hat. Natürlich immer wichtig ist auch ihre wunderbare Familie. Außerdem bilden Blake (dem tadellosen Assistenten), Nadine und das gesamten weiteren Team im Außenministerium der USA mit ihren Leben, ihrer Arbeit und ihrem Engagement eine wunderbare Storyline. All diese sorgfälti erarbeiteten Charaktere erden diese Serie und machen alle Themen menschlicher, nahbarer. Wer auch immer diese Drehbücher schreibt: Hut ab! Ihr macht echt einen guten Job!


Kennt ihr diese Serie? Seid ihr auch so begeistert, oder versteht ihr meine Meinung so gar nicht? Bin gespannt 😊

Montag, 24. Juni 2019

[Rezension] "Die stumme Patientin" vo Alex Michaelides

Inhalt:
Vor sechs Jahren ermordete Alicia Berenson ihren Ehemann Gabriel. Bereits seit dem Zeitpunkt, als sie blutüberströmt neben ihrem Opfer aufgefunden wurde, schweig die schöne Frau. Seither sitzt die Künstlerin in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. 
Der Psychotherapeut Theo Faber hat den Fall seinerzeit verfolgt und glaubt, die verstummte Frau zum Sprechen bringen zu können. Er bewirbt sich kurzerhand in der Anstalt und beginnt seine Behandlung. 

Erste Sätze:
"Alicia Berenson war dreiunddreißig Jahre alt, als sie ihren Ehemann umbrachte. Sie waren seit sieben Jahren verheiratet. Beide waren Künstler - Alicia Malerin, Gabriel ein bekannter Modefotograf."

Cover/Aufmachung:
Ich finde das Coverbild wirklich gelungen. Oft gefallen mir Buchcover mit Fotos von Gesichtern nicht, aber hier passt das ganz gut für meinen Geschmack. Auch den Namen des Autors als eine Art Knebel über den Mund zu legen, fand ich eine gute Idee.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird von Theo Faber, dem Psychotherapeuten, erzählt. Er fungiert ist als auktorialer Erzähler, der das Ende der Geschichte bereits kennt und sich in seiner Darstellung der Geschehnisse oft bremsen muss. Der Leser erfährt bereits zu Beginn im Prolog, dass Alicia offenbar ein Tagebuch geführt hat. Dies ist in den ersten Kapiteln noch nicht bekannt. 

Freitag, 14. Juni 2019

[Kurzes Fazit] "Kein Entkommen" von Linwood Barclay

Inhalt:
David Harwood möchte einfach nur ein Wochenende mit seinem Sohn und seiner Frau in einem neuen Freizeitpark verbringen. Es war in letzter Zeit nicht so einfach... Seine Frau Jan scheint an Depressionen erkankt zu sein. Er selbst hat als Journalist alle Hände voll zu tun, die wirklichen Hintergründe zur geplanten Eröffnung eines Privatgefängnisses zu erfahren. Doch alles kommt ganz anders. Davids Sohn Ethan verschwindet. Jan und er suchen überall und informieren auch die Parkaufsicht. Ethan taucht kurz darauf wieder auf - doch auf einmal ist Jan spurlos verschwunden. Handelte es sich um ein Ablenkungsmanöver, um eigentlich Jan zu entführen? Oder plant Jan einen Selbstmord?

Mein Fazit:
Bereits die ersten Seiten nahmen mich als Leser gefangen. Manche Bücher schaffen das einfach sofort. Mit dem Prolog konnte man zwar (wie üblich) nicht wirklich viel anfangen, aber das tat der Spannung sicherlich keinen Abbruch.

David war ein wirklich überaus sympathischer Charakter. Ehrlich, geraderaus, ein Familienmensch und er ließ sich nicht so einfach unterkriegen. Als Journalist bei einer Zeitung ist sein Job schon ziemlich stark gefährdet. Dennoch widmet er sich einer Story, die selbst seine Herausgeberin nicht bringen möchte. Der Hauptprotagonist vermutet Korruption - hat das irgendetwas mit dem Verschwinden seiner Ehefrau zu tun?

Ein weiterer Protagonist ist der Ermittler Barry Duckworth. Er ist schon etwas älter und isst für sein Leben gerne, was man ihm auch ansieht. Eigentlich wirkte er auf mich auch von Anfang an ziemlich fähig. Aber man kann nur mit den Indizien arbeiten, die sich einem offenbaren...
Es kommt, wie es in so einem Fall kommen musste: David wird verdächtigt, seine Frau ermordet zu haben. Für David beginnt ein Kampf. Einerseits versucht er, seine Frau um jeden Preis wiederzufinden, zum anderen muss er sich vor der Polizei rechtfertigen...


Letztlich kann ich nur sagen: Daumen hoch. Das Buch kann ich wirklich empfehlen! Selbst wenn ich einige sehr überraschende Wendungen schon einige Kapitel vor der großen Enthüllung erraten hatte, blieb es durchweg spannend. Dennoch hat das doch zu einem winzigen Punktabzug geführt.



Infos zum Buch:
Verlag: Ullstein Buchverlage GmbH
Taschenbuch: 571 Seiten
Original-Titel: "Never look away"
Genre: Thriller
Erschienen: 15.04.2011
ISBN: 978-3-548-28348-7

Mittwoch, 5. Juni 2019

[Lesemonat] Mein Mai 2019



Im Mai habe ich mal wieder mehr als 3 Bücher gelesen. Allerdings habe ich die meisten erst zum Ende des Monats tatsächlich beendet. Ich versuche tatsächlich, wieder mehr zu lesen. Mit dem Bloggen hat es im Mai hingegen nicht so toll geklappt. Irgendwie hatte ich einfach überhaupt keine Lust, mich abends an den PC zu setzen und Posts zu schreiben. Keine Ahnung... Ich hoffe, dass das auch wieder etwas besser wird.

Diese Bücher habe ich im Mai gelesen:

"Der Rosie-Effekt" von Graeme Simsion  =  442 Seiten  (****)
"Gebrauchsanweisung für Rom" von Birgit Schönau  =  182 Seiten  (**)
"Lauf, Jane, Lauf" von Joy Fielding  =  448 Seiten  (*****)
"Die stumme Patientin" von Alex Michaelides  = 378 Seiten  (*****)
"Die Welle" von Morton Rhue  =  186 Seiten  (*****)

5 Bücher  =   1.636 Seiten

Angefangen hat der Monat mit dem zweiten Teil zum "Rosie-Projekt". Weil der erste Band mir so richtig gut gefallen hatte, durfte die Fortsetzung natürlich nicht fehlen. Meine Freundin Sabrina fand das Buch aber gar nicht so toll, weshalb sie es bereits in den Bücherschrank stellen wollte. Daran konnte ich sie in letzter Sekunde noch hindern. Wie ihr an meiner WErtung erkennen könnt (4 Würmchen), hat mir das Buch ganz gut gefallen. Einige Sachen haben mich zwar auch gestört, aber ich konnte wieder herzlich lachen - und das war für mich der ausschlaggebende Grund, das Buch zu mögen.

Weiter ging es mit meinem Flop des Monats. Fast den kompletten Mai habe ich an diesem Buch gelesen und es ist wirklich nicht lang! "Gebrauchsanweisung für Rom" sollte mich richtig schön auf den im Juni geplanten Städtetrip einstimmen, aber es war einfach unfassbar langweilig! Nur 2 Kapitel haben mir ansatzweise gefallen. Es ging sehr viel um irgendwelche Prominenz, Päpste, die Kirche und Geschichte. Mir ist durchaus bewusst, dass eine Stadt wie Rom sich durch ihre Geschichte auszeichnet, aber auch das kann man etwas spannender erzählen. Insgesamt wirkte der Schreibstil der  Autorin auf mich sehr holprig, aber auch hochtrabend irgendwie. Ich fand es sehr anstrengend zu lesen und einen roten Faden konnte ich nicht erkennen. Ich fands doof.

"Lauf, Jane, Lauf" hingegen zog mich direkt in seinen Bann. Eigentlich passiert gar nicht so furchtbar viel oder schlimmes, aber die unterschwellige Spannung und Bedrohung hat mir einfach richtig gut gefallen. Kann euch das Buch wärmstens ans Herz legen.

Auch "Die stumme Patientin" hatte ebendiese unterschwellige Spannung zu bieten. Trotz auktiorialem Erzähler wird nie zu viel verraten und es blieb bis zum Schluss absolut spannend. Das Buch wurde mir von meiner lieben Freundin Lisa ausgeliehen, die es irgendwie während ihres Jura-Studiums dazwischen geschoben hat und nicht mehr aus der Hand legen konnte. Eine Reaktion, die ich absolut nachvollziehen kann.

Den Monatsabschluss bildete der Klassiker "Die Welle". Den deutschen Film mit Jürgen Vogel kannte ich bereits, dennoch fand ich das Buch sehr spannend. Der Erzählstil ist prägnant und leicht verständlich. Außerdem basiert die Geschichte auf einer wahren Begebenheit. Das Thema nach wie vor aktuell - auch wenn es wirklich schön wäre, den Faschismus endgütig auszulöschen... Perfekte Schullektüre. Wenn ihr weder Film noch Buch kennt, rate ich euch eher zum Buch. Im Film passieren noch krassere Dinge, aber mir gefiel das Buch dennoch besser. Es muss nicht unbedingt so ausarten, um trotzdem gruselig zu sein...

Das war mein Lesemonat - wie lief euer Mai? Kennt ihr eines meiner Mai-Bücher?

Donnerstag, 2. Mai 2019

[Lesemonat] Mein April 2019

Nun ist der April auch schon wieder Vergangenheit... Unser Thailand-Urlaub nun schon einen Monat her. Die Zeit rast wirklich nur so dahin!
Im April habe ich nicht soo viele Bücher gelesen, dafür haben mir aber alle sehr gut gefallen!
 
Seitdem ich wieder Sky-Ticket-Abonnent bin (natürlich wegen GoT), suchte ich geradezu eine ganz großartige Serie und komme einfach nicht zum Lesen (werde beim nächsten Serienmittwoch mehr dazu schreiben.

Nun aber zu den Büchern:

"Bis alle Schuld beglichen" von Alexander Hartung  =  288 Seiten  (****)
"To all the boys I´ve loved before" von Jenny Han  =  350 Seiten  (*****)
"Kein Entkommen" von Linwood Barclay  =  571 Seiten  (****)

3 Bücher  =  1.209 Seiten


Angefangen hat der Monat mit einem Ebook, das ich noch auf dem Rückweg von Thailand aus angefangen hatte: "Bis alle Schuld beglichen" Der erste Teil der Jan-Tommen-Reihe hat mir richtig gut gefallen! Der Ermittler selbst ist sehr sympathisch, hört auf sein Baugefühl und macht ganz sicher nicht alles richtig... Aber er ist wirklich gut in seinem Job. Außerdem hat er die wahrscheinlich besten Freunde auf der ganzen Welt...

Weiter ging es mit einem romantischen Jugenbuch. Ich hatte die Netflix-Verfilmung von "To all the boys I´v loved before" bereits zwei Mal gesehen, bevor ich dieses Buch gelesen habe (das spricht wohl dafür, dass ich den Film wirklich toll fand). Auch im Buch war sofort die Stimmung, die auch im Film vorherrschte, vorhanden. Ja, die Hauptprotagonistin Lara-Jean hat keine Mutter mehr, was wirklich unfassbar traurig ist. Dennoch sind ihr Leben, ihre Familie und ihre Freunde definitiv kein Trauerspiel! Tatsächlich ist auch das Buch wunderbar locker-leicht geschrieben. Kurze Kapitel. Gute Erläuterung der Vergangenheit und Gefühle, insbesondere von Lara-Jean. Eine unvorstellbar herzliche, liebevolle Familie. Kurzum: Ich mochte das Buch sehr und möchte nun unbedingt die beiden Folgebände lesen. 
Habe gelesen, dass der 2. Teil nun auch noch verfilmt werden soll! Finde ich großartig. Gerade zu Zeiten, in denen wirklich oft nur Teil 1 einer Buchreiche verfilmt wird und man dann vergebens wartet...

Den Abschluss diesen Monat machte der Thriller "Kein Entkommen". Das Buch war wirklich durchweg spannend! Durch die unterschiedlichen Perspektiven weiß der Leser stehts mehr als Hauptprotagonist David, was der Spannung aber keine Abbruch bringt. Teilweise hatte ich das Gefühl, der Autor wollte mit einigen Wendungen mehr überraschen, als es dann tatsächlich der Fall war (dafür hatte er schon zu viel verraten...). ABER ich mochte das Buch wirklich gerne und kann es empfehlen.

Wie war euer Lesemonat?

Dienstag, 16. April 2019

[Reisebericht] Thailand - Bangkok #part 3




In Bangkok verbrachten wir 2 volle weitere Tage, an denen wir uns voll dem Sightseeing widmeten. Ich habe einen Reiseführer von Marco Polo, in dem ein paar Routen vorgeschlagen werden, Bangkok  zu erkunden. Wir haben uns nicht komplett daran gehalten, aber das war eine ziemlich gute Orientierungshilfe. 

Wir starteten etwas später, als eigentlich geplant, weil es leider am 16.03.19 morgens geregnet hatte. Bereits auf dem Weg fiel uns auf, dass ganz viele niedliche Eichhörnchen in Bangkok leben. Sie rennen auf den Stromleitungen und Bäumen rum😍

Da wir nicht korrekt gekleidet waren (Schultern frei und kurze Hosen), verschoben wir den Besuch des Königspalastes und Wat Pho auf den nächsten Tag. Außerdem waren dort gefühlt (oder vielleicht auch tatsächlich) tausende Touristen... Stattdessen machten wir uns auf den Weg Richtung Fluss. Mit der Fähre fuhren wir für 3 Baht pro Person (das sind 8 Cent!) vom Tha Cang Pier auf die andere Flussseite ins Stadtviertel Thonburi. Dort war ein kleiner Markt direkt am Pier, an dem es allerlei Köstlichkeiten oder auch anderes zu Kaufen gab. Die Gerüche waren schon grenzwertig... Gerade die frittierten Fisch-Dinger fand ich etwas ekelig... ABER es gab dort leckere Spießchen. Schwein ist lecker - Huhn nicht! Es handelt sich dabei um Hühnerinnereien (was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, aber dennoch nicht mochte - probiert hatte ich es trotz dunkler Farbe).
Die Thais sind Bhuddisten und überall findet man Tempel, sogenannte Wats. Alle Tempel zu besuchen, ist schlicht gar nicht zu schaffen. Uns war das aber auch nicht so wichtig - die Wats sind sich doch recht ähnlich (bis auf die ganz großen natürlich - und die haben wir gesehen).
Wir wanderten dann Richtung Wat Arun auf der Thonburi-Flussseite und kamen an einem kleineren Wat und einigen Khlongs, kleine Kanäle des Chao Praya Flusses, vorbei. War aber ein ganz schöner Marsch... Zum Glück war es weiterhin bewölkt.
Der Wat Arun ist wirklich wunderschön!!! Die komplette Anlage ist absolut sehenswert - ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Viele Blumen überall - habe dort ordentlich viele Fotos geschossen... Dann sind wir mit dem Tourist Boat den Fluss runtergefahren (Tipp: Die starten beim Wat Arun - es gibt auch eine Flyer der öffentlichen Verkehrsmittel, da steht das auch drauf). Dabei kamen wir zum ersten Mal am Lebua Hotel vorbei. Dort wurde eine Szene von Hangover 2 in der Sykbar gedreht. Wir stiegen am Sathon Pier aus und konnten uns das Hotel auch von unten anschauen ;) Die Skybar macht um 17:00 Uhr erst auf und schließt zur Sperrzeit um 2:00 Uhr. Es soll sich lohnen, aber sehr teuer sein (für thailändische Verhältnisse). Wir haben es leider nicht mehr dorthin geschafft, zudem man auch dort ordentlich gekleidet sein muss!

Das muslimische Viertel hat uns gut gefallen. Wir wurden dort vom touristischen Leiter vor Ort in die Moschee eingeladen. Natürlich zogen wir dazu lange Röcke und Kopftuch an, wie sich das gehört. 
Der freundliche Herr und eine Moscheebesucherin erzählten uns wahnsinnig viel über den Islam, also den Glauben selbst, wie das Beten abläuft und so weiter. Die waren einfach so wahnsinnig nett und lieb; wir waren total misstrauisch 🙈 Das Ganze hat aber überhaupt nichts gekostet! Generell waren alle Leute in Thailand nur freundlich zu uns! Wir sind auf keine der "Maschen" reingefallen, die oft mit Touristen abgezogen werden. Auch mit Deutschen, die wir später kennen lernten. Ein gesunder Misstraue ist also gar nicht so verkehrt - obwohl wir uns schon total herzlos vorgekommen sind...

Die Abzockmaschen: Thais sprechen Touristen an, die offensichtlich auf Sightseeing-Tour sind und behaupten, Wat XY oder was auch immer hätte heute gar nicht geöffnet, sie könnten aber etwas anderes empfehlen... Schwupps, hat man eine Touri-Tour gebucht. Oder Tuktuk-Fahrer bieten eine Stadttour für 20 Baht an (das ist nicht mal 1 €). Tatsächlich fährt man aber bei diversen Geschäften vorbei, um dort einkaufen zu können... Gibt sicher noch einiges mehr, aber das wurde uns sogar von deutschen Touris bestätigt.

Unser Weg führte uns dann durch das chinesische Viertel. Das ist wirklich NICHT schön! Überall werden Fahrzeugersatzteile gelagert und verkauft. Sieht ein wenig aus wie bei den Ludolfs... Vielleicht ist es ja zu einem chinesischen Feiertag oder Festen schön da, so aber leider nicht.

Zum Sonnenuntergang sind wir mit dem Boot wieder den Fluss in Richtung zu Hause (also unser Hotel) hochgefahren. Da haben wir gesehen, dass der Wat Arun auch im Dunkeln wunderschön ist 💓 Dann waren wir im Ranee´s essen, der in meinem Stefan-Loose-Reiseführer empfohlen wurde. Dort gibt es Pizza, Pasta usw. - meine Pizza war sehr lecker! Bevor eine Frage kommt: Ja, ich habe natürlich auch thailändisch gegessen! Aber zwischendurch wollte ich auch was anderes essen. Zum Abschluss haben wir uns noch eine schöne Fuß-/ Beinmassage gegönnt 😉 Nachdem wir noch ein wenig durch unsere Straße geschlendert sind, holten wir uns noch einen frischen Fruchtshake beim Straßenhändler für 50 Baht, der einfach nur köstlich war!

Angst vor Eiswürfen / dem Essen / gruseligen Bakterien: Wir haben sehr viele Eiswürfel mitgetrunken und keinen fiesen Darminfekt bekommen. Kann natürlich auch ganz anders laufen. Allerdings hatten wir uns vorher Tabletten geholt, die zur Stärkung der Darmflora sind. Ob es daran lag, keine Ahnung. Konnte aber sicherlich nicht schaden).
Der erste ganze Tag in Bangkok war dann auch schon wieder vorbei. Wie ich bereits geschrieben hatte, hörte man in unserem Hotelzimmer absolut nichts vom Lärm auf der Straße. 


Montag, 15. April 2019

[abgebrochen] "Dark Elements" von Jennifer L. Armentrout

Ich bin ja generell nicht so der Romantasy-Fan... Allerdings haben mich auch schon einige Bücher / Reihen sehr positiv überrascht! Zum Beispiel mochte ich die Cat-und-Bones-Reihe von Jeaniene Frost wirklich gerne! HIER FINDET IHR MEINE REZI

Außerdem habe ich die Daughter-of-smoke-and-bone-Reihe von Laini Tailor wirklich GELIEBT (HIER DIE REZI).

Daher wollte ich dem Genre noch einmal eine Chance geben und habe mir "Dark Elements" von Jennifer L. Armentrout auf den Kindle geladen. Eine Bookstagramerin, die ich bei Instagram verfolge, schwärmt immer so sehr von dieser Autorin - da kann man ja eigentlich nichts falsch machen, dachte ich...

ABER es ist wirklich nichts für mich... Mein Gott, war das blöd. Konnte es kaum ertragen und musste bei circa 66 Prozent abbrechen... Die Hauptprotagonistin Layla ist Halbdämonin und lebt bei den sogenannten Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Jagd auf vollwertige Dämonen machen. So weit so gut. Layla wurde von ihrer Mutter (einer Dämonin) damals verstoßen, ihren Vater (einen Wächter) kennt sie gar nicht. Aufgezogen wurde sie von den Wächtern, zum Glück gibt es den fast gleichaltrigen Zayne, in den sie heimlich verliebt ist. Ob die Gefühle erwidert werden oder nicht ist nicht relevant, denn Zayne muss sich aus fortpflanzungstechnischen Gründen unbedingt für eine Wächterin entscheiden - Layla mit ihrem halbdämonischen Blut geht gar nicht.
Ich mochte Layla eigentlich ganz gerne, auch wenn sie etwas naiv ihrer "Familie" alles glaubt, obwohl der "Ziehvater" kein besonders angenehmer Genosse ist... Schlimm wurde es für mich erst, als der Dämon Roth auftaucht und Layla rettet.  Sein Tattoo, eine Schlange, kann sie hierbei selbstständig machen und wird zu einem richtigen Tier, dass Dämonen etc. verschlingen kann. Das Vieh heißt ausgerechnet Bambi, was ich mehr als lächerlich fand.
Roth ist absolut unausstehlich für mich. Ein selbstgefälliger arroganter Mistkerl, den Layla aus welchen Gründen auch immer total attraktiv und sexy findet. Das hat mich irgendwann nur noch richtig angekotzt - letztlich war das der Grund, das Buch abzubrechen.

Wenn es euch also nicht stört, dass der männliche Protagonist ein Macho und selbstverliebt ist, könntet ihr es ruhig einmal mit dem Buch versuchen (vorausgesetzt, ihr mögt Fantasy ansonsten). Für mich ging das aber einfach gar nicht...

Kennt ihr das Buch? Ging es euch ähnlich oder habt ihr eine ganz andere Meinung. Bin sehr gespannt!

Samstag, 6. April 2019

[Reisebericht] Thailand - Bangkok #part 2

Unsere Reise begann am 14.03.2019 früh morgens am Hauptbahnhof in Hannover. Unser Flug startete am frühen Nachmittag in Frankfurt am Main, da mussten wir ja erst einmal hinkommen. Die Fahrt war ziemlich cool, weil wir in unserem Abteil einen sehr netten Asien-Experten neben uns sitzen hatten. Man kommt irgendwie recht leicht ins Gespräch, wenn es um Thailand geht... Selbst, wenn man noch gar nicht da ist ;)
Er erzählte uns, dass er beruflich sogar eine zeitlang dort gelebt hat. Beste Voraussetzung also, um ihn ein wenig auszuquetschen. Den besten Tipp überhaupt bekamen wir von ihm: Die App "maps.me". (WERBUNG). Hierbei handelt es sich um eine kostenlose App, mit der man Straßenkarten der ganzen Welt herunterladen kann. Man kann die dann im Offlinemodus nutzen. Der Standort wird angezeigt, man kann sogar navigieren! Da wir nicht vorhatten, uns in Thailand eine mobile-Daten-Karte zu kaufen, war die App oft unser Lebensretter. Daher ein großartiger Tipp! Ansonsten brauchten wir in Thailand kein Internet! In fast jedem Restaurant, in Bars, an den Flughäfen, in den Hotels usw. gibt es Wlan. 

Wir hatten eine Zwischenlandung in Dubai und dann ging es weiter nach Bangkok. Dort angekommen mussten wir nicht lange auf die Koffer warten. Der Flughafen ist wirklich ziemlich riesig, aber gut organisiert. Das gilt übrigens auch für die Taxistände! Der Reisende wird durch Schilder zum korrekten Ausgang geleitet und beim public taxi stellt man sich dann in eine Schlange und zieht eine Nummer. Besser organisiert als einige anderen Dinge in Deutschland... Die Fahrt bis zu unserem Hotel mitten in Bangkok dauerte knapp 1 Stunde und kostete für uns 2 Personen (ACHTUNG: Immer Preise für alle Mitreisende aushandeln, dann gibt es keine bösen Überraschungen) gerade einmal 600 Baht (das sind nicht mal 18 € für 2 Personen). Die Fahrt wäre bestimmt auch in 45 Minuten zu schaffen - aber der Verkehr in Bangkok ist wirklich heftig! Plant immer deutlich mehr Zeit ein, besser als zu spät zu kommen!

Kurz zum Bargeld in Thailand: Ein Baht sind (derzeit) cirka 35 €. Ich kann leider wirklich überhaupt nicht gut rechnen, daher war es anfangs echt schwierig... Wir haben uns direkt am Flughafen ziemlich viel Geld abgehoben. Man kann natürlich auch Euro in Baht tauschen, allerdings sollte man am Flughafen eher weniger Geld wechseln (dort ist der Kurs deutlich schlechter als in der Stadt). Wir haben uns zu zweit 20.000 Baht abgehoben (also p.P. rd. 285,- €). Die Hotels inkl. Frühstück waren alle bereits bezahlt. Allerdings brauchten wir ja Geld für Mittagessen, Abendessen, die Fähren und den jeweiligen Transfer von Flughafen/Fährhafen zum Hotel. Außerdem kostet jedes Abheben natürlich auch Geld. Es gibt zwar auch (wie ich zu spät erfahren habe...) Kreditkarten, die keine eigenen Gebühren erheben, die Automaten vor Ort nehmen aber auf jeden Fall etwas dafür. Also: Lieber etwas mehr abheben.

Wir kamen im Ibis Styles Bangkok unter (KLICK ZUR HOTELSEITE). Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zur (offenbar) berühmten Khao San Road. Obwohl mir "unsere" Straße, die Soi Rambuttri, sogar noch besser gefallen hat. Das Hotel war wirklich sehr schön und ich würde dort durchaus wieder übernachten. Es gibt einen kleinen Pool, den wir aber gar nicht genutzt haben. Unser Zimmer ging zur Parkgarage raus, daher haben wir von dem Trubel draußen auf der Straße nichts mitbekommen.
Die Lage war wirklich einmalig! Im Reisebüro wurde uns gesagt, dass die besten Hoteladressen in Bangkok am Fluss Chao Praya liegen, weil sich dort alles abspielen soll. Nachdem ich nun da war muss ich allerdings sagen, dass ich gar nicht sooo gerne am Fluss gewohnt hätte - der ist nämlich ziemlich ekelig. Daher würde ich die Khao San Road und Umgebung den teureren Hotels am Fluss vorziehen. Das ist natürlich (wie alles hier) ganz alleine meine Meinung ;)

Verreist war ich übrigens mit meiner lieben Freundin Sabrina, der es leider auf dem Hinflug und die ersten Tage gar nicht gut ging... Was auch immer ihr auf den Magen geschlagen war, wollte einfach nicht verschwinden. So konnte sie leider das erste Verlassen des Hotels nicht so genießen, wie ich es getan habe.
Bangkok zeigte sich da nämlich von seiner allerschönsten Seite (und es gibt auch viele hässliche!). Es sieht dort ganz genau so aus, wie ich es mir vorgestellt habe und es zuvor auf Fotos gesehen hatte. Dort zu sein, war für mich daher wunderschön aber auch sehr unwirklich. Die Gerüche waren wirklich einmalig und schwer zu beschreiben. Mal kommt man an einer Garküche vorbei, an der herrlich duftende Speisen direkt zubereitet werden. Dann fährt wieder einer der unzähligen Roller oder Tuktuks vorbei und man kann durch die Abgase kaum atmen. Schwupps, wieder ein leckeres Restaurant in der Nähe, kommt man an einer Gasse vorbei, die WIRKLICH WIDERLICH riecht! Es ist verrückt in Bangkok, macht die Stadt aber auch aus.
Generell paaren sich dort die Gegensätze. Selbst in den Vierteln der Skyline (die wirklich schön ist) sieht es unten ganz genauso aus, wie überall sonst. Stromkabel hängen einfach so rum. Mülleimer sucht man sehr oft vergeblich, daher liegt überall Müll. Die Bürgersteine sind definiv nicht gemaßt! Mal muss man die Beine tierisch hoch heben, mal merkt man die Höhe kaum. Achtung beim Laufen! Gerade ist da nichts. Trotz des chaotischen Verkehrs, der scheinbar nach eigenen Regeln läuft (Zebrastreifen und rote Ampel - na und?), der Elektro- und Baumschneidearbeiten ohne Absperrung oder der schwer begehbaren Fußwege fühlte ich mich dort eigentlich relativ sicher. Passiert ist zum Glück ja auch nichts😜

Kurz zum Klima in Thailand: Es ist wirklich auch im März noch sehr warm in Thailand, immer so um die 35°C. Das wirklich unangenehme ist aber die Luftfeuchtigkeit. Die liegt nämlich bei rund 80%. Wir haben wirklich sehr viel geschwitzt und ich war froh, eine gewisse Anzahl an Shirts mitgenommen zu haben... So lange die Sonne nicht schien, konnten wir Sightseeing in Bangkok gut vertragen, am Tag mit Sonnenschein sind wir aber fast gestorben... Habe immer viel zu wenig getrunken und das auch gemerkt...
Den ersten Tag bin ich aufgrund des Gesundheitszustands von Sabrina erst einmal ein wenig alleine durch die Straßen gelaufen. Da ich unbedingt den Fluss sehen wollte, führte mich mein Weg (mithilfe von maps.me) dorthin. In einem kleinen Park unten am Fluss machten einige Thais gerade Aerobic, ein paar europäisch aussende Menschen jonglierten und Touristen saßen auf Banken. Währenddessen ging langsam die Sonne über den Chao Praya unter - das war mein Highlight des ersten Tages.  







Donnerstag, 4. April 2019

[Monatsrückblick] Mein März 2019

Der März begann mit dem einzigen Papierbuch des Monats. "Der Skorpion" habe ich sogar vor meinem Urlaub noch rezensiert. Wie immer, verlinke ich die Rezi im Titel unten😉

Richtig toll fand ich es allerdings nicht... Im Urlaub habe ich dann ein paar Ebooks gelesen. Allerdings lange nicht so viele, wie ich in einem so langen Urlaub sonst verschlungen hätte. Das lag aber auch einfach an den vielen Eindrücken und Unternehmungen in Thailand. Außerdem am großartigen Filmsortiment auf den Langstreckenflügen...

"Der Skorpion" von Lisa Jackson  =  524 Seiten  (***) -gekauft
"Der Duft von Sommerregen" von Tania Schlie  =  311 Seiten  (****) -Rezensionexemplar
"Gefangen - Mercy" von Rebecca Lim  =  253 Seiten  (*****) -gekauft
"Die gute Seele" von John Marrs  =  462 Seiten  (*****) -gekauft
"Promise" von Maya Shepherd  =  548 Seiten  (****) -gekauft
"Tristans Moment" von Adriana Popescu  =  18 Seiten  (*****) -gekauft

5 Bücher  =  2.116 Seiten

"Der Duft von Sommerregen" hatte ich vom Dotbooks Verlag als Leseexemplar zugeschickt bekommen. Hat mir gut gefallen! Ich werde natürlich noch eine Rezension dazu schreiben ;) Daher hier nichts weiter dazu.

Danach dachte ich, ein wenig Fantasy kann ja nicht schaden, und las "Gefangen" von Rebecca Lim. Das Buch habe ich schon ziemlich lange auf dem Kindle... Das war ein wirklich recht merkwürdiges Buch, hat mir aber auch gut gefallen. Mercy weiß nicht mehr viel über sich selbst. Auch ihre Vergangenheit ist sehr verschwommen. Sie landet im Körper anderer Frauen, übernimmt quasi deren Leben. Warum genau und was sie tun soll, weiß sich nicht. Allerdings geht sie davon aus, etwas verbessern zu sollen. An einige kann sie sich mehr erinnern, an andere gar nicht mehr... Und da gibt es Luce. Sie liebt ihn, doch findet ihn nicht wieder. In diesem Buch landet Mercy im Körper von Carmen und trifft auf Ryan. Mercy mag ihn sehr, verliebt sich sogar ein wenig. Und Ryan braucht Hilfe, denn seine Schwester wurde entführt...

"Die gute Seele" steht für Laura. Sie arbeitet ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge, doch ihre wahre Leidenschaft sind Selbstmorde. So sehr, dass sie den Menschen am Telefon sehr gerne dabei behilflich ist... Eine sehr, sehr fiese Geschichte, die mir RICHTIG gut gefallen hat!

Von der "Promise"-Reihe von Maya Shepherd habe ich mir sehr viel versprochen. Ich liebe Dystopien und habe schon einige verschlungen, von dieser Autorin wurde ich zudem noch nicht enttäuscht. Vielleicht lag es an meiner hohen Erwartungshaltung, aber ich fand die Reihe nur gut - nicht überragend.

Das Zusatzkapitel zu "Lieblingsmomente" von Adriana Popescu war mal wieder viel zu kurz, aber wunderschön :)

Mittwoch, 3. April 2019

[Reisebericht] Thailand #part 1

In den letzten 3 Wochen war es ziemlich still hier auf dem Blog. Der Grund war mein Thailand-Urlaub. Wenn ihr mir auch bei Instagram folgt, wart ihr ja quasi dabei :) Ich habe schon während dessen einige Fotos hochgeladen. Meine Insta-Stories habe ich nun auch als Highlight hinterlegt. Könnt die euch also gerne noch einmal anschauen, falls ihr mögt. 


Das war tatsächlich meine erste Fernreise überhaupt. Meine weitesten Urlaube gingen bisher nach Ägypten, die Türkei und Fuerte Ventura. Allerdings sind noch einige weiteren Fernreisen geplant. Auf meiner Liste stehen u.a. noch Namibia, USA, Australien, China und Kanada. Ach, hätte man doch nur so viel Zeit und Geld, um das alles sehr zeitnah zu bereisen... 

Ich möchte euch gerne ein wenig was zu meiner Reise in das Land des Lächelns erzählen bzw. schreiben. Da diese mehrere Stationen hatte, versuche ich das in einzelne Posts zusammen zu fassen (dann wird es nicht zu lang).  

Die Reise begann in Bangkok, führte uns über Koh Samui und Koh Phangan bis nach Koh Tao. Im Anschluss dann noch "one night in bangkok" und schon wieder nach Hause. Das klingt vielleicht etwas stressig, aber tatsächlich würde ich es immer wieder so machen! Es wurde definitiv nicht langweilig und die vielen verschiedenen Orte  zu sehen, war die beste Entscheidung, die wir hätten treffen können. Im Nachhinein hätten wir einige organisatorischen Dinge anders machen können (wie z.B. der Wahl des Abflughafens von Koh Tao), aber dennoch lief alles deutlich mehr nach Plan, als wir es vermutet hätten. 

Bereits vor Beginn hatte ich einige Ängste... Die waren nicht sooo schlimm, aber dennoch vorhanden. Insbesondere hatte ich Angst, dass die Fähren nicht so fahren, wie wir es wollten. Die hatten wir nämlich nicht (wie die Hotels und die Flüge) bereits zu Hause gebucht, sondern wollten dies vor Ort machen. Außerdem hatte ich große Angst vor den Insekten dort... Vor Schlangen und Haien merkwürdigerweise nicht. Und natürlich: Wie schafft mein Körper das mit der Verdauung der exotischen Speisen...

Ängste sind prinzipiell nichts schlimmes - aber es lohnte sich wirklich sehr, die Reise trotzdem zu machen. Das kann ich euch versprechen! 

Mehr zur eigentlichen Reise dann in den nächsten Posts ;)

Dienstag, 12. März 2019

[Rezension] "Der Skorpion" von Lisa Jackson

Inhalt:
Es ist Winter in Montana. Schneestürme, die ganze Straßen von der Zivilisation abschneiden - ganz abgesehen von abgeschiedenen Waldhütten... In ebensolchen haus ein Mörder. Erst sorgt er dafür, dass seine Opfer einen Autounfall haben, um sie dann zu "retten" und gesund zu pflegen. Erst wenn sie wieder laufen können und Vertrauen zu ihm haben, schlägt er zu. Nackt erfrieren sie an einen Baum gebunden.
Jillian Rivers bekommt Fotos ihres totgeglaubten Ex-Mannes zugeschickt. Sie liebt den Betrüger zwar nicht mehr, möchte aber dennoch die Wahrheit erfahren. Also macht sie sich auf den Weg nach Missoula - der Ort des Poststempels. Doch auf dem Weg hat sie einen Unfall und wird von einem Fremden gerettet...

Cover/Aufmachung:
Passt auf jeden Fall gut zum Inhalt. Der Killer ritzt Sterne und Initialen in Baumstämme. 

Erste Sätze:
"Er wird dich umbringen. Er bringt dich um, hier, mitten in deisemschneebedeckten gottverlassenen Tal! Du musst kämpfen, Mandy, kämpfen!"

Meine Meinung:
Das Buch habe ich mir gekauft, weil ich den dritten Band auf einem Flohmarkt erworben hatte. Den Klappentext habe ich tatsächlich nie gelesen. (ZUM GLÜCK - der verrät nämlich das Ende des Buchs!).
Meine Erwartungshaltung war also nicht sonderlich hoch - ABER auf dem Buch steht "Thriller". Das setzt einen gewissen Grad an Spannung für mich einfach voraus. 

Mittwoch, 6. März 2019

[Neuzugänge] Diese Bücher zogen im Februar noch ein


Den rechten Stapel habe ich von der Kollegin meiner Mutter geschenkt bekommen. Sie hat bei sich ein wenig ausgemistet und diese Bücher sollten weg. Da dachte sie an mich - fand ich ja furchtbar nett! Jetzt ist mein SuB (oder besser mittlerweile RuB) ein wenig explodiert...

Die beiden Bücher links habe ich zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen - ebenso wie diese wunderschöne Buch-Lampe (klappt man sie auf, schaltet sie sich automatisch ein). Die macht ein ganz tolles Licht.

Kennt ihr eines der Bücher? Habe hier wieder im Titel die Amazon-Seite verlinkt (um alle Inhaltsangaben in dem Post zu packen, sind es einfach zu viele...)

"Vanitas" von Ursula Poznanski
"Glücksspieler" von Amelie Fried
 "Seelenfeuer" von Barbara Wood
"Lauf, Jane, lauf" von Joy Fielding
 "Zeit deines Lebens" von Cecelia Ahern
"Hannas Töchter" von Marianne Frederiksson
"Ich hab dich im Gefühl" von Cecelia Ahern