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Samstag, 4. November 2023

[Lesemonat] Mein Oktober 2023



"Knochenschrei" von Catherine Shepherd  =  335 Seiten  (***)
"Mimik" von Sebastian Fitzek  =  384 Seiten  (**)

2 Bücher  =  719 Seiten

Um es kurz zu machen: Der Oktober war kein besonders erfolgreicher Lesemonat... Beide Bücher konnten mich nicht zu 100 % fesseln und überzeugen.

"Knochenschrei" ist bereits der 8. Teil der Zons-Reihe. Ich mag die Reihe wirklich sehr. Hierbei besonders die beiden Zeitebenen und die Idee, Morde aus der Vergangenheit auch in die Gegenwart zu holen. Die Ermittlungsmethoden unterscheiden sich schließlich ganz gewaltig. In diesem Teil geht es um Frauen, die lebendig eingemauert werden. Dort verdursten diese dann qualvoll... In der Vergangenheit handelt es sich bei den Opfern um Nonnen. In der Gegenwart ist der Zusammenhang der Opfer noch unklar...
Ich weiß auch nicht, warum mich dieser Band weniger fesseln konnte. Mir hatten andere Teile der Reihe einfach besser gefallen. Ich werde natürlich trotzdem weiter dran bleiben.

Weiter ging es mit Mimik - und so endete der Monat auch.
Dieser Fitzek-Roman war überhaupt nicht meins... Habe mich gerade zu zwingen müssen, weiter zu lesen. Wollte aber auch wissen, wie es denn nun ausgeht. Eine liebe Kollegin hat mir das Buch ausgeliehen. Alles ist wieder Fitzek-typisch sehr kryptisch. Wieder einmal ein Gedächtnisverlust - diesmal infolge einer allergischen Reaktion auf ein Narkosemittel. Und die große Wende am Ende hat mich ehrlich gesagt nicht so richtig schockiert. Vielmehr hat mich die Vielzahl der parallelen Verbrechen und auch Täter im Laufe der Handlung genervt - worum sollte es denn nun eigentlich gehen? Sollten das alles wirklich nur Ablenkungen sein, um die ganzen Twists reinbringen zu können?
Ein eigentlich typischer Fitzek, aber mir hat er nicht gefallen.

Freitag, 7. Juli 2023

[Lesemonat] Mein Juni 2023

 

"Eierlikör und Todesküsse" von Kerstin Mohr  =  276 Seiten  (***)
"Tränentod" von Catherine Shepherd  =  336 Seiten  (****)
"Das Lachen der Pinguine" von Arabella Meran  =  495 Seiten  (*****)
"Vom Glück und den Tagen dazwischen" von Frida Matthes  =  320 Seiten  (****)
"Der Heimweg" von Sebastian Fitzek  =  400 Seiten  (***)

5 Bücher  =  1.827 Seiten

Ja, ein überaus lesereicher Monat! Das lag natürlich wieder an einem Urlaub. 

Der Monat begann mit dem Eierlikör-Buch. Ich hatte ein wenig gehofft, dass es ähnlich charmant wie "Elsy Moore und der Teetassenmörder", das ich im November 2021 gelesen habe - KLICK. Leider war es das aber nicht... Vielmehr hat mich die Protagonistin Anneliese wirklich wahnsinnig genevt. Sie war nicht sympathisch, sondern nur anstrengend. Weiß gar nicht, warum Loni überhaupt mit ihr befreundet ist! Diese Beziehung erschien mir durchweg sehr einseitig - und zwar fordernd von Seiten Annelieses... Das trübte das Lesevergnügen für mich leider immens, auch wenn der Fall an sich nicht unspannend war.

Eigentlich hätte ich dann als nächste das Buch aus der Leserunde (Eisbär) zu beenden - allerdings habe ich das Buch vor dem Abflug nicht mehr geschafft und nur den Kindle mitgenommen.

Mal wieder zurück in Zons! Die Thriller-Reihe von Catherine Shepherd habe ich bei meinem kleinen Kindle-Unlimited-Ausflug entdeckt. Ich mag sehr, dass hier Mordfälle in verschieden Zeitebenen erzählt werden, die aber einen Zusammenhang haben. Ein wenig mystisch ist das ganze auch. Die Romane sind gut geschrieben und sehr spannend. Daher hatte ich "Tränentod" schon am ersten Tag ausgelesen. Es ist bereits das 7. Buch der Reihe.

Dann habe ich einen Prime-Reading-Fund gelesen. "Das Lachen der Pinguine"  hat mich komplett überzeugt! Es handelt von der wahren Geschichte von Caroline Mikkelsen, der ersten Frau die je einen Fuß in die Antarkis gesetzt hat. Die Autorin hangelt sich an den Fakten entlang und schuf einen wunderbaren Roman über eine wirklich interessante Frau. Auch dieses Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen. Zum einen erfährt der Leser (u.a. aus Briefen an ihre Schwester) von dem Leben der jungen Caroline. Sehr interessant - das Leben einer Frau war damals nun wirklich alles andere als frei... Die Entscheidungen doch groß eingeschränkt. Dafür hatte sie aber tatsächlich sehr spannende Erfahrungen machen dürfen! Die zweite Zeitebene spielt Ende der 1990er Jahre. Eine australische Journalistin möchte Carolines Geschichte erzählen.

"Vom Glück und den Tagen dazwischen" lag im Bücherschrank im Hotel. Weil es meiner Freundin so gut gefallen hat, habe ich es auch noch gelesen. Leider war ich kein Fan des Romans. Ich mochte den Humor, doch der Aufbau der Story war nicht meins... Zu durcheinander, zu viele verschiedene Themen. Irgendwie ein bisschen anstrengend. 

Danach wollte ich einen fiesen Thriller - und den habe ich bekommen. "Der Heimweg" war wirklich grenzwertig - und ich bin wirklich nicht zartbesaitet. Explizite Schilderungen schwerster häuslicher Gewalt. Das war schon hart. Leider konnte mich das Buch aber tatsächlich unabhängig davon nicht vollends überzeugen. Eine Frage blieb mir am Ende völlig ungeklärt (vielleicht schreibe ich Herrn Fitzek mal ;p) Tatsächlich der erste Fitzek, der von mir weniger als 4 Sterne bekommt.

Montag, 23. Dezember 2019

[Rezension] "Abgeschnitten" von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos

Inhalt:
Bei einer Autopsie entdeckt Rechtsmediziner Paul Herzfeld im Körper der Verstorbenen eine merkwürdige Nummer. Irgendetwas verleitet ihn dazu, diese in seinem Telefon einzugeben und anzurufen. Eine Bandansage startet: Seine Tochter Hannah. Sie wurde entführt. Sie weint und ist verzweifelt. Für Paul nur der Beginn einer perversen Schnitzeljagt...
Parallel befindet sich die Comiczeichnerin Linda auf Helgoland. Die Insel ist durch einen gewaltigen Sturm vom Festland abgeschnitten. Während des Sturms stolpert sie über eine Leiche - die Pauls nächsten Hinweis auf den Aufenthaltsort seiner Tochter enthält... Linda muss zum ersten Mal in ihrem Leben eine Autopsie durchführen.

Cover/Aufmachung:
Passt perfekt, sticht ins Auge und macht Lust auf einen blutigen Thriller. Perfekt also.
Das Buch selbst ist in kurze Kapitel aufgeteilt, die (hier) durch wechselnde Perspektiven die Spannung stetig aufrecht erhalten.

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn wird der Leser in die Handlung gesogen. Pauls Tochter wurde entführt. Er muss sie finden und retten. Hannah hat Angst und braucht ihren Vater.
Derweil lernen wir Linda kennen. Die Comicautorin hat sich auf Helgoland geflüchtet, nachdem ihr Ex-Freund sie fast umgebracht hätte. Die Narben des Säureangriffs sind nichts gegen die Verletzungen ihrer Seele... Noch immer meint sie, seine Gegenwart zu spüren, auch wenn ihr Bruder meint, dies könne gar nicht sein...
Das Schicksal der beiden Protagonisten wird sich schon bald kreuzen, denn Linda findet die Leiche auf Helgoland, die den nächsten Hinweis der morbiden Schnitzeljagd enthält, auf der Paul sich befindet. Das ganze ist nur leider kein Spiel...

Dienstag, 3. Dezember 2019

[Kurzes Fazit] "Noah" von Sebastian Fitzek

Inhalt:
Er ist obdachlos und hat keine Ahnung, wer er ist oder woher er kommt. Er wird "Noah" genannt, weil dieser Name auf seiner Hand tattowiert ist. Durch Zufall sieht er in einer Zeitungsanzeige ein Gemälde und er weiß, dass er es kennt. Der Maler wird von der Redaktion gesucht und eine Million Dollar sind für sachdienliche Hinweise ausgeschrieben. Doch Noah will nur herausfinden, wer er ist und ruft dort an.
Parallel versucht der Billionär Zaphire wieder einmal durch harsche und zu wahre Worte, den Anwesenden einer Spendengala die Augen zu öffenen. Doch verreckende Menschen im Mittelmeer lassen dort niemanden zusammenzucken... Dann fällt ein Schuss.
Außerdem versucht eine junge Familie in Manila zu überleben. Gar nicht so einfach, wenn der Ehemann und Hauptverdiener gestorben ist. Der siebenjährige Sohn schuftet auf der gesundheitsschädlichen Müllkippe. Seine Mutter versucht verzweifelt, ihr kleines Baby am Leben zu halten... Doch aufgund der Nahrungsknappheit ist ihre Muttermilch versiegt.
Auf dem JFK-Flughafen befindet sich der Vater der Journalistin Celene, kurz bevor dieser aufgrund einer drohenden Pandemie abgeriegelt wird.

Mein Fazit:
Ich war SEHR gespannt auf das Buch. Habe mir vor dem Lesen weder den Klappentext, noch sonstige Inhaltsangaben durchgelesen. Meine einzige Voreingenommenheit war den Autor betreffend. ABER ich bin durchaus unvorweggenommen an das Buch herangegangen.

"Noah" ist kein klassischer Fitzek. Ja, es gibt auch einige Wendungen - aber vielmehr geht es um Verschörungstheorien, die erschreckenderweise allzu realistisch klingen. Um einen Mann ohne Erinnerung, der verzweifelt versucht, das Richtige zu tun. Um den Klimawandel, die Überbevölkerung und die Folgen. Um einen der Superreichen, der versucht, eben diese Realität zum Ausdruck zu bringen - und stetig scheitert. Um Auftragsmörder.

Einfach richtig gut! Das Thema ist aktuell wie noch nie und die Idee des Autors wirklich perfide, aber leider gar nicht so unrealistisch... 


Infos zum Buch:  
Verlag: Bastei Lübbe Taschenbuchverlag
Taschenbuch: 556 Seiten   
Genre: Thriller  
Erschienen: 18.12.2014
ISBN: 978-3-404-17878-0

Mittwoch, 23. Oktober 2019

[Kurzes Fazit] "Amokspiel" von Sebastian Fitzek

Inhalt:
Geiseldrama in einem Radiosender. Und Kriminalpsychologin Ira Samin wird als Unterhändlerin angefordert. Eigentlich ist sie beurlaubt - und eigentlich plant sie gerade ihren Selbstmord... Doch das muss sie nun erst einmal verschieben. 
Der Unbekannte spielt das vom Radiosender aktuell laufende Spiel "Cash Call", in dem man sich mit einer bestimmten Parole am Telefon melden muss. Doch er hat die Regeln geändert. Sagt der Angerufene nicht "Ich höre 101 Punkt 5 und bitte lass eine Geisel frei" wird eine der Geiseln umgebracht... Doch was will der Mann?

Fazit:
Erst einmal vorweg: Ich habe bereits vor dem Lesen die Sat1 Verfilmung des Buches gelesen, das aber irgendwie wieder verdrängt. Als ich das Buch angefangen habe, fiel mir das wieder ein... Die Erinnerungen an die Handlungen des Films kamen nur nach und nach wieder - aber es wurde auch ziemlich viel geändert! UND: Das Buch war sehr viel besser als die Verfilmung.

Der Geiselnehmer Jan will eigentlich nur eines: Seine schwangere Verlobte wiederbekommen. Die soll angeblich bei einem Autounfall vor einigen Monaten ums Leben bekommen sein. Doch Jan glaubt an eine Verschwörung.
Derweil hat die Unterhändlerin ganz andere Probleme. Neben ihrem geplatzen Selbstmord ist sie außerdem alkoholabhängig und der letzte Drink schon ziemlich lange her...

Viel hin und her. Einige Wendungen. Und eine ziemlich fiese Auflösung. So kenne ich die Bücher von Sebastian Fitzek - und so mag ich sie auch.



Infos zum Buch:  
Verlag: Knaur Taschenbuchverlag
Taschenbuch: 425 Seiten   
Genre: Thriller  
Erschienen: 01.04.2007
ISBN: 978-3-426-63718-0

Mittwoch, 28. November 2018

[Rezension] "AchtNacht" von Sebastian Fitzek

Inhalt:
Benjamin Rühmann ist Mitte 40, geschieden, ein erfolgloser Musiker und Vater. Eigentlich ist er ein ganz normaler Typ, der ein wenig Pech im Leben hatte. Doch aus ihm unerfindlichen Gründen landet sein Name im Lostopf der Internetseite "AchtNacht". Am 08.08. um 08:08 Uhr startet für ihn ein 8 stündige Überlebenskampf - nur, dass Ben davon erst einmal gar nichts weiß. Im Internet wurde abgestimmt. Entweder Ben oder die junge Frau Arezu Herzsprung wird sterben. Wer auch immer in Deutschland einen der beiden beweiskräftig tötet, erhält 10 Millionen Euro. Klingt ausgedacht, so wie die ganzen Spam-Mails? Ist es vielleicht auch - wer ist dennoch bereit, es zu riskieren? Plötzlich ist auf Ben ein sehr hohes Kopfgeld ausgesetzt... Wem kann er noch trauen?

Erste Sätze:
"Einen Monat danach
>Hier ist der Anruf für Sie.< Dr. Martin Roth, der Psychiater mit dem unerwartet glatten, für einen Chefarzt etwas jugnenhaft wirkendem Gesicht, wollte ihr den Hörer reichen, aber jetzt hatte sie Angst."

Cover/Aufmachung:
Passt gut zum Inhalt und ist ein schöner Eyecatcher. Ich mag es. Auch der weitere Aufbau des Buches gefällt mir gut. Kurze Kapitel und als die AchtNacht dann losgeht, immer eine kurze Info, wie lange die Jagd noch geht.

Meine Meinung:
Ben ist Hauptprotagonist und sofort sympathisch. Durch einen schrecklichen Unfall, den er durch seine Unachtsamkeit verursacht hat, verlor seine damals 15jährige Tochter beide Beine. Dass sie nunmehr einen Selbstmordversuch unternahm, scheint gar nicht so fern. Doch Ben will nicht daran glauben.

Mittwoch, 22. November 2017

[Rezension] "Das Paket" von Sebastian Fitzek

Inhalt:
Die Psychiaterin Dr. Emma Stein führt ein glückliches Leben mit ihrem Mann Philipp. Beide erwarten ihr erstes Kind. Als sie an einer Konferenz teilnimmt, nutzt sie das Angebot direkt in dem Hotel zu übernachten. Eine sehr schlechte Entscheidung, wie sich herausstellt... Ein Mann lauert ihr auf, rasiert ihr die Haare ab und vergewaltigt sie. Erst am nächsten Morgen wacht sie auf - ist aber nicht mehr im Hotel. Emma ist offenbar die einzige Überlebende des Serienkillers "Der Friseur" - doch niemand glaubt ihr! Ihr Hotelzimmer gibt es gar nicht!

Erste Seiten:
"Als Emma die Tür zum Schlafzimmer ihrer Eltern öffnete, ahnte sie nicht, das sie dies zum letzten Mal tun würde. Nie wieder würde sie sich, mit einem Stoffelefanten bewaffnet, nachts um halb eins an ihre Mutter kuscheln, vorsichtig bemüht, Papa beim Ins-Bett-Krabbeln nicht aufzuwecken, der im Traum mit den Füßen strampelte, zusammenhangelose Worte murmelte oder mit den Zähnen knirschte."

Cover/Aufmachung:
Perfekt! Wirklich richtig gut gemacht. Das Buch ist tatächlich in feste Pappe eingeschlagen. Das Paket-Gefühl ist voll da. Sehr gute Idee!

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Sebastian Fitzek ist wirklich gut. Ich mag seine Beschreibungen und die unterschwellige Spannung. Besonders die fiese Nachricht am Spiegel war irgendwie typisch - einfach klassisches Grauen. Das besonders Schreckliche an dieser Geschichte war aber für mich, dass wirklich niemand Emma geglaubt hat! 
Leider hatte dies auch einen Grund, denn Emma hatte als Kind einen imaginären Freund, der in ihrem Schrank gelebt und mit ihr gesprochen hat. Später wurde dann eine entsprechende Störung bei ihr diagnostiziert, weil ihr Vater sich nicht besonders gut um sie gekümmert hatte. 

Dienstag, 31. Oktober 2017

[Ich lese gerade...] "Das Paket" von Sebastian Fitzek

Viel zu lange liegt es schon auf meinem SuB. Ich meine, dass ich das im Februar zum Geburtstag bekommen habe. Also schon ewig her!

Zum heutigen Grusel-Tag Halloween fand ich die Lektüre recht stimmig 😉

Die ersten 28 Seiten finde ich vielversprechend. Protagonistin Emma ist Psychiaterin und ziemlich taff wie es scheint. Im Prolog wird deutlich, dass ihre Eltern offenbar ermordet wurden, während sie im Zimmer nebenan war. Da war sie gerade einmal 6 Jahre alt...
Bin sehr gespannt, inwieweit das noch mit der Haupthandlung im Zusammenhang stehen wird...

Das Buch erhielt ja recht gemischte Kritiken - will mich davon aber nicht beeinflussen lassen.

Kennt ihr das Buch? Hat es euch denn gefallen?
Oder habt ihr andere Romane vom überaus sympathischen Herrn Fitzek gelesen?

Ich folge ihm auf Facebook und das ist wirklich überaus amüsant. Kann ich nur empfehlen. Der könnte auch humoristische Bücher schreiben!

Mittwoch, 16. Januar 2013

Mein kurzes Fazit zu: "P.S. Ich töte dich"

Meine Co-Autorin Lia hatte mir das Buch ausgeliehen. Nachdem sie erst laut geschimpft hat, wer ihr denn nur ein Kurzgeschichtenbuch schenken kann, hat sie es nach dem Lesen nun doch sehr gelobt :p Ich kann mich diesem Lob nur anschließen. Allein das unglaublich coole Vorwort von Sebastian Fitzek ist lesenswert :) Hier mein Fazit zu den Geschichten (keine Inhaltsangabe - würde viiel zu viel verraten):

1. Sebastian Fitzek "Nicht einschlafen"
Großartig! Wirklich spannend und unerwartet. Ich kenne ja seine Bücher und er hat es geschafft, innerhalb weniger Seiten die gewohnte Verwirrung auszulösen.

2. Val McDermid "Schöne Bescherung"
Auch diese Kurzgeschichte handelt von Tony Hill, dem Polizeipsychiologen, den ich schon aus einem ihrer Romane kenne. Die Geschichte war okay. Mehr leider nicht...

3. Thomas Thiemeyer "Fehler im System"
Eine Kurzgeschichte, dir mich mit Gänsehaut übersähte. Wirklich clever und verstörend.

4. Torkil Damhaug "Der fast Perfekte"
Wirklich spannend. Richtig gut. Und was für eine Wendung! Bin baff.

5. Petra Busch "Vita reducta"
Ich glaube, dass ich diese Geschichte nicht verstanden habe... Dass es um Rache ging natürlich schon, aber das Ende war mir doch zu offen. Daher nur ein "geht so" als Fazit.

6. Michael Connelly "Späte Abrechnung"
Diese "Kurz"-Geschichte war mir eindeutig zu lang. 34 Seiten klingt vielleicht nicht nach viel, aber mir kam es wie ein kompletter Krimi vor. Nicht schlecht, aber die Wendung fehlte mir. Obwohl mir das Ende gut gefallen hat.

7. Markus Heintz "Ein ehrenwertes Haus"
Und wieder einmal eine großartige Kurzgeschichte. Ein wirklich überraschendes Ende. Einfach klasse.

8. Michael Koryta "Der Winter nimmt alles"
War ganz gut. Hat mich jetzt aber nicht vom Hocker gehauen.

9. Steve Mosby "Wünsche für Alison
Die war gut. Hatte auch eine tolle Wendung, aber nicht herausragend.

10. Judith Merchant "Monopoly"
Am Ende steht "Friedrich-Glauser-Preis 2009 in der Sparte Kurzkrimi" - und den hat diese Geschichte definitiv verdient!

11. Jens Lapidus "Pulver"
Die habe ich wieder nicht verstanden. Komme mir mittlerweile ein bisschen blöd vor... In der gesamten Geschichte wird nur gefaselt, ein junger Mann erzählt Geschichten von seinen Kumpels und das Ende war jetzt auch nicht so schockierend... Hatte für mich leider keinen Sinn.

12. Markus Stromiedel "Das Haus auf dem Hügel"
Wirklich gut. Allerdings hatte ich die Wendung schon ziemlich lange geahnt :)

13. Jilliane Hoffman "Letzte Bergfahrt"
Die Geschichte war wirklich gut. Sehr beklemmend. Auch wenn ich (anders als meine liebe Co-Autorin) mit dem Thema Ski-Fahren nicht viel anfangen kann, fand ich alles glaubhaft und gruselig.

Insgesamt hat mich das Buch überrascht. Ich bin eigentlich nicht der Kurzgeschichten-Typ, aber einige davon waren wirklich großartig. Insgesamt (das heißt auch inklusive der psychologischen Analyse der Handschriften) würde ich diese Würmchen vergeben:




Was ich auch noch erwähnen wollte: Einige der Geschichten waren weihnachtlich bzw. winterlich angehaucht. Hat mir gut gefallen. Wenn ich sie im Sommer gelesen hätte, vielleicht weniger. Also nur als Hinweis :)

Samstag, 15. Dezember 2012

"P.S. Ich töte dich" von diverse Autoren

Inhalt:
13 Kurzgeschichten zum Thema Mord. Mord in all seinen Facetten - geplant oder in spontanerer Form. Am Ende des Buches befinden sich Analysen von den Handschriften der Autoren, die von einer Graphologin erstellt wurden, also Erläuterungen was die Schrift über die Person aussagt. Am Anfang der entsprechenden Geschichte steht von jedem Autor etwas Handschriftliches, so dass man sich auch selbst ein Bild von der Schrift machen und es mit der Analyse vergleichen kann. Das war für mich das gewisse Etwas an diesem Buch. Eine tolle Idee, gerade weil auch bekannte Autoren mit von der Partie sind.

Meine Lieblingsgeschichte:
Jilliane Hoffman: "Letzte Bergfahrt", auch wenn es wirklich viele weitere gute Geschichten gibt. Ich fand diese Geschichte einfach so spannend und habe mich total gefreut, mal einen "Ski-Krimi" zu lesen. Ich fahre ja selber gerne Ski und fand wirklich, dass die Details gut recherchiert waren. Ich fühlte mich total hineinversetzt in die winterliche Kulisse, die immer bedrohlicher wurde. Außerdem gab die Story auch einen Anstoß zum Nachdenken. Toll, wie viele unterschiedliche Gefühle bei mir geweckt wurden. Das Beste kommt zum Schluss (letzte Geschichte)! :)

Fazit: 
Obwohl ich eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten bin, hat mir diese Sammlung sehr gut gefallen. Die Geschichten waren spannend - fast jeder Geschichte konnte ich irgendetwas abgewinnen- und es gab fast immer den "Oh-nein-Effekt", also eine abrupte überraschende und schockierende Wendung in oder am Schluss einer Geschichte. Ich würde 5 Würmer vergeben, ich habe nicht wirklich etwas auszusetzen...


Donnerstag, 30. August 2012

"Das Kind" von Sebastian Fitzek

Inhalt:
Robert Stern ist ein erfolgreicher Strafverteidiger, doch in seinem Inneren sieht es ganz anders aus. Denn der Anwalt verlor vor 10 Jahren seinen Sohn ein paar Tage nach dessen Geburt. Mit der Diagnose "plötzlicher Kindstod" konnte er sich bis heute nicht abfinden, seine Ehe zerbrach. Als ihn seine Exfreundin, die Krankenschwester Carina, bittet, sich mit ihm auf einem verlassenen Fabrikgelände zu treffen, sagt er widerwillig zu. Carina bringt einen Jungen mit, ihren Patienten Simon. 10 Jahre alt und todkrank. Natürlich kommen bei Robert sofort die Gedanken an seinen eigenen Sohn auf - er wäre schließlich genau so alt wie der kleine Simon. Carina schenkte Simon zum Geburtstag eine "Rückführung", da sie ihm die Angst vor seinem unweigerlichen Tod nehmen wollte. Doch hierbei fand der kleine Junge heraus, dass er in seinem früheren Leben ein Mörder war. Vor 15 Jahren will er einen Mann ermordet haben, welcher auf ebendiesem Fabrikgelände verborgen sein soll. Als Robert dann tatsächlich über eine Leiche stolpert, ist seine Verwirrung groß. Kann es so etwas geben? Wiedergeburt? Ein vorheriges Leben? Und was meint Simon damit, dass dies nicht sein einziges Opfer war?

Erster Satz:
"Als Robert Stern vor wenigen Stunden diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging."

Cover:
Mir gefällt es eigentlich ganz gut, obwohl die Farben mich jetzt nicht so umhauen. Das Motiv selbst finde ich jedoch gelungen. Der Schatten des Kindes auf der Brücke ist wirklich gruselig und passt klasse zum Thema des Buches.

Stil:
Erzählt wird in der dritten Person - meist aus Sicht von Robert Stern. Wie bereits erwartet bekam ich einen gut durchdachten Roman. Nicht nur, dass man selbst daran zweifelt, ob Wiedergeburt wirklich möglich ist (Herr Fitzek macht einem diesen Glauben schon sehr schmackhaft) - nein, es wird natürlich noch viel verworrener. Wie ich es vom Autor schon kenne, hat er wieder einmal ein Katz-und-Maus-Spiel geschaffen, das sich gewaschen hat.

Der kleine Simon ist wirklich ein Sonnenschein und auch sonst haben mich die Charaktere überzeugt. Robert, die gequälte Seele, der Nichts und Niemanden an sich heranlässt. Die mitfühlende und liebevolle Carina, die Simon in der Hoffnung, ihrem Ex-Freund zu helfen, mit diesem zusammenbringt. Alles gut ausgearbeitete Protagonisten. Bei dem Polizeipsychologen bin ich allerdings ein wenig durcheinander gekommen. Den hatte ich erst zum Ende des Buches bildlich vor Augen - obwohl er gut beschrieben wurde. Ich glaube, dass er einfach zu selten aktiv vorkam. Richtig gut und interessant fand ich den "Schlägertyp" Borchert. Der war mir sofort auf seine grobschlächtige Art sympathisch (trotz seiner kriminellen und brutalen Ader).

Fazit:
Da ich nicht so sehr überrascht war wie in den anderen Büchern, die ich bereits von ihm gelesen habe, kann ich leider nur 4 Würmchen vergeben. Dennoch eine dicke Empfehlung. Vor allem, da jetzt der Film zum Buch in die Kinos kommt! Zum Trailer


Übrigens hat Lia mir das Buch ausgeliehen. Sie hatte bereits hier darüber geschrieben :)

Samstag, 21. April 2012

Ich lese gerade... "Das Kind" von Sebastian Fitzek

"Das Kind", mein Geburtstagsgeschenk von Enni hatte ich euch bereits hier präsentiert. Nun habe ich angefangen zu lesen und bin angetan von dem mysteriösen Psychothriller. Enni hatte mir bereits von Herrn Fitzek vorgeschwärmt. Gut finde ich, dass es gleich spannend losgeht. Der Anwalt Robert Stern hat einen außergewöhnlichen neuen Mandanten: den zehnjährigen Simon, der der felsenfesten Auffassung ist, er sei ein Mörder. Vor über 10 Jahren habe er einen Mann ermordet und dieser sei nicht der einzige. Doch wie ist das möglich? Robert Stern ist ein Mensch, der sich normalerweise nach Fakten und Daten richtet, doch in diesem Fall ist das nicht möglich.
Ich bin auch eher der nicht-abergläubische Typ und glaube nicht an Wiedergeburt. Daher konnte ich mich gut mit dem Protagonisten identifizieren. Er war äußerst skeptisch, doch dann gab es Belege für Simons Behauptungen. Ich möchte nicht zuviel verraten, bin nun über die Hälfte des Buches hinaus. Es ist einfach eine spannende Story, bei der man immer wieder fassungslos den Kopf schüttelt, da Robert förmlich in den Fall hineingesogen wird und dieser auch mit seinem privaten Schiksal verwoben ist. Kennt jemand von euch das Buch? Was haltet ihr generell von Sebastian Fitzek-Büchern?

Montag, 20. Februar 2012

Kurzes Fazit: "Der Augenjäger" von Sebastian Fitzek

Der Augenjäger
Quelle: http://www.droemer-knaur.de/buecher/Der+Augenj%C3%A4ger.5250702.html


Ich habe nun den zweiten Teil von "Der Augensammler" gelesen. Meine Rezension hierzu findet ihr hier.

Da dies ein Fortsetzungsroman ist, werde ich nichts über den Inhalt schreiben. Anderenfalls müsste ich das Ende vom "Augensammler" verraten - das verdirbt ja alles! Die Handlung geht jedenfalls direkt mit dem Ende des letzten Buchs weiter. 
Was ich wirklich richtig gut fand: Der Autor hat vorab eine Warnung geschrieben. Hier wies er mit ein paar netten Worten darauf hin, dass es sich bei dem Buch um den zweiten Teil einer Reihe handelt. Das würde ich mir bei vielen anderen Büchern wünschen. Zum Beispiel bei den Büchern von Karen Rose, die zwar in sich abgeschlossen sind, jedoch zuvor vorkommende Personen teilweise in den neuen Büchern wieder erwähnt werden. Wenn man also zunächst ein neueres Buch liest, braucht man eins ihrer älteren Werke überhaupt nicht mehr lesen. Eigentlich traurig. Dort würde sich vielleicht auf der ersten Seite eine Übersicht der bisherigen Bücher mit Nummerierung anbieten...

Zurück zum Augenjäger: 
Ich fand es wieder mal richtig spannend. Von der ersten bis zur letzten Seite. Wieder einmal versteht es Fitzek, den Leser komplett zu verwirren und in die falschen Bahnen zu lenken. Das zeichnet seine Bücher aus und macht sie - jedenfalls für mich - so unglaublich lesenswert. Die Personen aus dem ersten Band sind wieder dabei. Außerdem bringt er neue Figuren ins Rennen, welche der Story einen zusätzlichen Reiz geben.
Das Nachwort des Autors fand ich auch spitze. Der Mann ist einfach total sympathisch.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen, weil es mich einfach total gefesselt, überrascht und unterhalten hat.

Donnerstag, 19. Januar 2012

"Der Augensammler" von Sebastian Fitzek


Inhalt:

In Berlin ist ein Serienkiller unterwegs. Er hat es auf Familien abgesehen. Der Mutter bricht er noch in ihrem Zuhause das Genick, während er das Kind entführt. Der Vater - und auch die Polizei - haben von diesem Zeitpunkt an 45 Stunden Zeit, es zu finden. Die Zeit wird durch eine Stoppuhr in der Hand der Toten bemessen. Bislang wurde nach Ablauf der Zeit immer eine Kinderleiche gefunden. Jedem Kind fehlte das linke Auge...
Alexander Zorbach ist Journalist. Als ehemaliger Polizist hat er genaue Einblicke in die Handlungsweisen bei Kriminalfallermittlungen. Außerdem kennt er noch viele Kollegen und bekommt oft Insiderinformationen. Seine Artikel sind gut recherchiert. Doch nach und nach scheint es, als habe er persönlich etwas mit dem "Augensammler", wie die Presse ihn nennt, zu tun. Und auch die Polizei beginnt langsam, ihn zu verdächtigen.

Stil:

Sebastian Fitzek schreibt einfach unglaublich spannend und unvorhergesehen. Jede Wendung scheint zunächst an den Haaren herbeigezogen - das empfindet der Protagonist genauso. Irgendwie ergibt jedoch alles einen Sinn, den man wirklich erst am Ende des Buches versteht.
Das Buch selbst ist wirklich merkwürdig aufgebaut. Es beginnt mit dem Epilog auf Seite 439 und zieht sich dann vom letzten Kapitel bis zum Prolog. Teilweise wird angegeben, wie viel Zeit noch bis zum Ablauf des Ultimatums bleibt. Auch aus der Sicht eines entführten Kindes wird geschildert, hieraus kann aber jedoch keine Rückschlüsse auf dessen Aufenthalt oder den Entführer ziehen. Das Kind weiß es auch nicht. Es gibt einen Ich-Erzähler, Alexander Zorbach. Außerdem werden die jeweiligen Kapitel immer mit der Person bezeichnet, aus deren Sicht geschildert wird (z.B. Philipp Stoya, Leiter der Mordkommission).

Fazit:

Einfach nur genial! Wenn jemand von euch bereits ein Buch von Sebastian Fitzek gelesen hat, kann diese Aussage vielleicht nachvollzogen werden. Selbst am Ende hatte ich noch Gänsehaut. Das Buch war wirklich großartig. Man ist eigentlich die ganze Zeit total planlos - genau wie der Protagonist. Ein Kompliment an den Autor - wie kann man sich nur etwas Derartiges ausdenken?! Ich lege jedem wärmstens ans Herz, ein Buch von Sebastian Fitzek zu lesen (wenn ihr auf Psycho-Thriller steht - der Name ist Programm). Ich vergebe somit 5 von 5 Sternen.