Inhalt:
Die Psychotherapeutin Gabrielle Fox ist nach dem Autounfall, der sie in den Rollstuhl beförderte, eigentlich noch nicht bereit, wieder zu arbeiten. Doch was bleibt ihr sonst außer ihrer Arbeit? Nun ist sie die Neue in der Oxsmith-Anstalt, hat eigentlich noch nicht richtig Fuß gefasst - und bekommt Bethany Krall zugewiesen. Ein sechzehnjähriges Mädchen, das vor Jahren auf grausame Weise ihre eigene Mutter ermordet hat. Gabrielles Vorgängerin ist krankgeschrieben. Niemand weiß genau, warum. Es wird jedoch gemunkelt, dass es etwas mit der jungen Patientin zu tun hatte. Gabrielle versucht, zu dem Mädchen durchzudringen und muss dabei deren Beleidigungen ignorieren.
Als Bethany anfängt, von zukünftigen Wetterkatastrophen zu berichten, hört sie gar nicht richtig hin. Doch die korrekten Voraussagungen des Mädchens häufen sich und bald kann auch die Therapeutin nicht mehr weghören...
Erster Satz:
"In jenem Sommer, in dem sich alle Regeln änderten, schien der Juni tausend Jahre lang."
Cover:
WOW! Genau das dachte ich, als ich es zum ersten Mal in der Buchhandlung sah. Ich wollte es - unbedingt! Ich meine - seht es euch an! Geht es euch nicht ähnlich?
Stil:
Also ich habe ja schon recht viele Thriller gelesen und irgendwie war ich immer der Meinung, dass die spannend sein müssen... Die Autorin schreibt wirklich nicht schlecht, fast schon poetisch - nur leider ziemlich langweilig. Immer, wenn kurz ein Hauch von Spannung aufblitzte, wurde wieder auf andere, in dem Moment nicht so wichtige Themen eingegangen.
Lobenswert ist auf jeden Fall, dass alle wissenschaftlichen Fakten plausibel erklärt werden. Auch für Laien wie mich. Alles, was beschrieben wurde, kann tatsächlich eintreten. Doch auch hier war es wieder zu ausführlich. Ich habe mich sehr oft dabei ertappt, wie ich Seiten überflogen habe, weil es so langweilig war.
Die Protagonistin Gabrielle fand ich glaubhaft. Auch ihre Ängste und ihre Unsicherheit bezüglich ihres Auftretens im Rollstuhl waren mir sympathisch. Doch Bethany hat mir überhaupt nicht gefallen. Zu viele Schimpfwörter, zu wenig sinnvolles. Klar, wie soll man einen psychisch gestörten Jugendlichen sonst darstellen. Aber sympathisch war das Mädchen mir nie.
Fazit:
KEIN Thriller! Die Handlung rankte sich um wissenschaftliche Erkenntnisse gepaart mit
religiösen Aspekten, wobei beiden sehr ausführlich beschrieben wurde. Es war aber leider fast die ganze Zeit über langweilig. Das einzige was ein bisschen interessant war: Spoiler: Gabrielle lernt einen Physiker kennen, mit dem sie auch eine Liebesbeziehung eingeht.
Kurzum - ich fand es nicht gut. Da die Grundidee jedoch echt interessant, alles gut recherchiert und manchmal so etwas wie leichtes Interesse bei mir aufkam, vergebe ich 2 von 5 möglichen Würmchen.
Zitate nach dem Klick:
