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Montag, 9. Februar 2026

[Lesemonat] Mein Januar 2026

Das neue Lesejahr hat begonnen und bei mir lief es tatsächlich endlich ein bisschen besser. Trotz einiger weniger guter Bücher, hatte ich ein paar wirklich schöne Lesestunden. Versuche, jetzt auch wieder mehr zu lesen. Einfach weil es schön ist!



Diese Bücher habe ich im Januar beendet:

"Der gefrorene Fluss" von Ariel Lawhon  =  560 Seiten  (*****)
"Die eiskalte Kammer" von Catherine Shepherd  =  338 Seiten  (****)
"Die Flut: Sturmflut" von Anthony J. Melchiorri  =  345 Seiten  (**)
"Was du verschweigst" von Jutta Maria Herrmann  =  288 Seiten  (****)
"Ihr fremder Ehemann" von Alison James  =  386 Seiten  (*****)

5 Bücher  = 1.917 Seiten

Der Monat begann mit einem historischen Roman, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. "Der gefrorene Fluss" ist eine sehr langsam erzählte Geschichte, die auf wahren Ereignissen basiert. Martha Ballard ist Hebamme. Sie hat sich einen Platz in der amerikanischen Geschichte verschafft. Der Roman beginnt im Jahr 1789 in Maine, als eine Leiche im Fluss gefunden wird. Der Kennebec River ist wie so oft zugefroren. In den warmen Monaten nutzen die Menschen zur damaligen Zeit Boote, im Winter gehen sie einfach zu Fuß über den Fluss. Martha ist als medizinische Fachkraft eine der Ersten, die den Leichnam sieht. Er gehört einem Mann, der Beschuldigter einer Vergewaltigung ist. Wie kam er zu Tode?
Es geht nicht nur um diesen Kriminalfall. Viel mehr geht es um die Stellung der Frau damals, wie sich das Leben seinerzeit gestaltet hat und vor welche Hürden Martha immer wieder scheitert. Doch die mutige Frau gibt nicht auf. Steht für sich und andere ein. Ein Spannungsbogen ist stets vorhanden. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und habe den Roman in kürzester Zeit beendet.

Weiter ging es mit dem bereits 8. Band der Reihe um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, die offenbar seit dem letzten Buch Mutter einer Tochter geworden ist. 
Bereits der Prolog ist spannend. Eine junge Frau sucht bereits seit Monaten nach ihrer verschwundenen Schwester. Ein anonymer Anruf leitet sie ins Industriegebiet, wo sie tatsächlich ihre Schwester in einem Auto vermutet, das offenbar in einen Verkehrsunfall vermittelt war... Doch es war offenbar eine Falle.
Die Polizisten am Unfallort sind schnell der Auffassung, dass die Frau im Auto bereits vorher verstorben war. Eine Inszenierung. 

"Sturmflut" ist definitiv der letzte Band, den ich aus dieser Reihe lesen werde. Bereits als die ersten übertriebenen Mutationen aufgetaucht waren, war ich eigentlich raus. Wollte den vierten Band nochmal antesten, aber es wird nicht besser. Es sind mittlerweile so viele Bücher erschienen, die will ich wirklich nicht mehr alle lesen. 

"Was du verschweigst" ist ein klassischer Jutta-Maria Herrmann Roman. Wahnsinnig spannend von Anfang bis zum Ende. Man weiß nie, was eigentlich Phase ist! Vom Ende war ich allerdings absolut nicht überzeugt. 

"Ihr fremder Ehemann" wurde mir von einer Freundin empfohlen. Auch wieder eine wahnsinnige Sogwirkung. Obwohl mich diese unglaublich naive Hauptprotagonistin teilweise wahnsinnig genervt hat... Wie blauäugig kann man bitte durch die Welt laufen? Dieser Mann hat sie von Anfang bis Ende nur verarscht. Spätestens nach dem Perspektivwechsel war ich maximal angefixt - und dass, obwohl man von Anfang an weiß, dass er stirbt. 

Montag, 22. September 2025

[Lesemonat] Mein Juni, Juli und August 2025

Hatte irgendwie in letzter Zeit keine Lust, einen Post zu schreiben... War jetzt auch nicht so wahnsinnig viel Lesestoff, von dem ich hätte erzählen können - trotz Urlaubsreise im Juli. Im August hatte ich tatsächlich nicht eine Seite gelesen - also zur Freizeit, nicht beruflich versteht sich. Kein Buch in der Hand. Einfach Leseflaute. Deshalb erzähle ich euch heute von 3 Monaten ;)

Diese Bücher habe ich im Juni 2025 beendet:

"Ask for Andrea" von Noelle West Ihli  =  297 Seiten  (*****)
"Eine einzige Lüge" von Jutta Maria Herrmann  =  305 Seiten  (*****)

2 Bücher  =  602 Seiten



Dieses Buch habe ich im Juli 2025 beendet:

"New Female Leadership" von Sandra Cegla und Erich Vad  =  418 Seiten  (***)
"Proband 63" von Sascha Braun  =  284 Seiten  (****)



August = Flaute 

Ein bisschen was zu den einzelnen Büchern:

"Ask for Andrea" oder im Deutschen "Frag nach Andrea" war ein Tipp von Bookstagram. Also sogar mehreren Personen, denen ich auf Instagram folge, deren Content um Bücher geht. Alle waren so begeistert und die englische Version war in der damals noch von mir abonnierten Kindle-Unlimited-Auswahl enthalten. Lese nicht so wahnsinnig gerne englische Bücher. Finde das (ganz im Gegensatz zu Filmen) einfach anstrengender... Aber der Roman war wirklich besonders! Er erzählt nämlich die Geschichte eines Serienmörders. Nur ganz anders. Aus Sicht seiner bereits verstorbenen Opfer. Diese verbleiben als Art Geister auf der Welt. Können sich nicht mitteilen, nur zuhören, zuschauen und sonst nicht viel tun. Was furchtbar ist - denn einige bekommen mit, wie die nächsten Ofer gesucht und letztlich ebenfalls ermordet werden. Eine richtig coole Idee, die mich bis zum Ende fesseln konnte. Auch die Beschreibung, wie eines der Opfer ihren langsam verwesenden Körper beobachtet und hofft, dass man sie doch findet... Damit ihre Familie Gewissheit hat! Damit man IHN findet. Unglaublich atmosphärisch erzählt. Klare Empfehlung von mir.

"Eine einzige Lüge" von Jutta Maria Herrmann konnte mich wieder überzeugen. Leider hatte ich bereits 1-2 Romane von ihr, die mir gar nicht gefallen haben. Ansonsten bin ich von ihrer Arbeit absolut überzeugt. Sie schafft es, einen ordentlichen Spannungsbogen aufzubauen und diesen auch bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Ihre Romane "suchtet" man quasi durch. Vielleicht sollte ich mir einen von ihr runterladen, um wieder in Leselaune zu kommen...
Bei diesem Roman geht es um Marie, die zusammen mit ihrem Mann Daniel auf einer Wanderung in den Bergen in einen Schneesturm gerät. Sie verliert die Sicht auf Daniel und hat plötzlich einen Abgrund vor sich... Er muss gestürzt sein. Marie kann sich in eine Hütte retten - doch von Daniel fehlt jede Spur. Die junge Studentin Anne hatte eine Affäre mit Daniel und ist schwanger von ihm. Als sie von seinem Tod erfährt, ist sie am Boden zerstört. Doch Marie, die betrogene Ehefrau, ist wahnsinnig freundlich zu ihr. Bietet ihr sogar an, in der Einliegerwohnung des großen Hauses zu wohnen. Das Angebot kommt gerade recht - Anne kann sich keine eigene Wohnung leisten; schwanger kann sie nicht ausreichend Geld verdienen. 

Ich bin WIRKLICH kein Fan von Sachbüchern. Aber ich bin durchaus Feministin. Irgendwie hat mich der Titel angesprochen und auch die Beschreibung fand ich toll: "The new Female Leadership" - oder auch: Warum sollten mehr Frauen in Machtpositionen. Was könnte sich durch einen weiblicheren Einfluss in Politik und Wirtschaft ändern? Und warum? Was sind überhaupt "weibliche" Eigenschaften und was hat unsere soziale Prägung und das bereit seit Jahrhunderten andauernde Patriachat damit zu tun? 
Alles hervorragende Fragen, die zwar nicht final geklärt, aber zumindest schlüssig und klar diskutiert werden in diesem Buch. Geschrieben wurde es von einem Mann - Erich Vad, lange Zeit einer der Berater unserer ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merke. Und einer Frau - Sandra Cegla - Polizeikommissarin a.D. und Gründerin einer Sicherheitsfirma die sich auf Stalking spezialisiert hat. 
Ich halte tatsächlich nicht allzu viel von der CDU und auch die Leistungen unserer langjährigen Bundeskanzlerin sind rückblickend deutlich unter dem Möglichen geblieben (ich sage nur Klimawandel, Digitalisierung, Abhängigkeiten von Autokratien, uvm.) ABER im Vergleich zu den männlichen Kandidaten wünsche ich mir wirklich häufig Angie zurück. Mit ihrer klugen, zurückhaltenden und niemals übertriebenen Art war sie diplomatisch aus meiner persönlichen Sicht sowohl Herrn Scholz als auch (natürlich) Herrn Merz haushoch überlegen. Erich Vad wird während seiner Parts (die beiden wechseln sich ab) nicht müde, dies zu erwähnen. So sehr, dass dieses "in-den-Himmel-loben" mir irgendwann maximal auf die Nerven ging. Habe solche Passagen ehrlicherweise irgendwann überlesen...
Richtig spannend hingegen fand ich SÄMTLICHE Passagen von Sandra Cegla. Sie erzählt von ihrem damaligen Alltag als Polizistin. Von häuslicher Gewalt, Femiziden, Angst und Machlosigkeit von Frauen. Auch ihre eigenen Erfahrungen als "Frau" in der Polizei, die nicht die übliche Hau-drauf-Mentalität verfolgte. 
Ja - es gibt Unterschiede, wie Männer und Frauen etwas angehen. Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Aufgrund des Patriachats ist allerdings der "weibliche" Ansatz als "schwächlich" oder eben einfach geringwertiger angesehen. 
Insgesamt fand ich das Sachbuch gut. Wie gesagt - etwas weniger Angie-war-ja-so-großartig (wo waren bitte die kritischen Stimmen? Niemand ist sooo perfekt). Aber ansonsten stimmig und auch gut, dass eben AUCH ein Mann sich für eine weiblich dotierte Art des Anführens ausgesprochen hat. 

Danach war mir nach einem ganz normalen Thriller :) Und es fiel auf "Proband 63". Als ihr Ex-Freund sich bei ihr meldet, ist sie erst sehr überrascht. Seit der Trennung besteht kein Kontakt mehr. Doch Luci - seine Schwester - ist tot. Und Tonja ist Polizistin. Es soll Selbstmord gewesen sein, aber Luci war nicht depressiv. Auch andere Indizien führen Tonja in eine andere Richtung... Vor allem, als noch ein weiterer mysteriöser Fall bei ihr landet...
Fand den Roman wirklich ziemlich spannend! Würde den schon weiterempfehlen.

Montag, 5. Mai 2025

[Lesemonat] Mein April 2025

Tatsächlich habe ich nur zwei Bücher abschließen können. Irgendwie hatte ich nicht so viel Lese-Lust.


"Amnesia" von Jutta Maria Herrmann  =  304 Seiten  (*****)
"Der Protektor" von Elin Peer  =  368 Seiten  (***)

2 Bücher  =  672 Seiten

Immerhin startete der Monat richtig gut! Nachdem ich "Schuld bist du" von der Autorin abbrechen musste (das war mir wirklich zu abstrus!), fand ich diesen Roman wieder richtig spannend! 
In "Amnesia" geht es um Helen, die im vierten Stadium an Krebs erkrankt ist. Sie wird sterben.  Irgendwie zieht es sie zurück zu ihrer Familie, zu der sie eigentlich keinen großen Kontakt mehr hat. Gerade zur gefühlskalten Mutter hatte sie nicht wirklich Sehnsucht... Doch nachdem ihr Lebensgefährte sie verlassen hat, fühlt sie sich einsam. Will nicht alleine dem Tod begegnen. Ihre jüngere Schwester ist mittlerweile verheiratet - mit Leon. Doch eine alte Geschichte aus der gemeinsamen Jugend lässt Helen stark an dessen Charakter zweifeln... Durch ihre Medikamente hat Helen immer wieder Gedächtnislücken. Hat ihr Lebensgefährte sie wirklich verlassen? Oder hat sie ihm vielleicht etwas angetan?

Die Idee von "Der Protektor" fand ich ziemlich großartig.
Die Handlung spielt in der Zukunft. Es gab wahnsinnig viele Kriege. Letztlich war das Matriarchat die Lösung. Eine nur von Frauen regierte Welt, die auf gegenseitigem Respekt und Miteinander beruht. Gewalt ist sozusagen ausgerottet. Es gibt auch Männer in der Gemeinschaft, aber sie passen sich an.
Doch einige Männer konnten nicht zu diesem "besseren" Leben bekehrt werden. Sie wurden verbannt in den Norden. Dort können sie so leben, wie sie es möchten. Nur fast ohne Frauen.
Christine ist Archäologin in den Mutterlanden. Gerade die Nordmänner findet sie wahnsinnig spannend. Eine Ehe, die Unterdrückung durch den "starken" Mann ist für sie zwar faszinierend, aber auch absolut undenkbar. Warum sollte sich eine Frau unterwerfen? 
Sex gibt es in beiden Welten, doch hauptsächlich mit extra hierfür konzipierte Roboter.  Als in den Nordlanden eine Bibliothek entdeckt wird, ist Christine Feuer und Flamme - sie muss dort hin, um die Ausgrabungen zu leiten! Vor Ort braucht sie einen Beschützer... Denn die von Männern regierte Welt ist gefährlich.
Ja, natürlich. Das ganze ist maximal vorhersehbar. Trotzdem fand ich es zeitweilig ziemlich unterhaltsam. 

Donnerstag, 6. März 2025

[Lesemonat] Mein Februar 2025

Ich hatte es ja angekündigt... Die große Leselust war nur vorübergehend. Vermutlich lag es aber eher an der eher weniger fesselnden Lektüre. Diese beiden Bücher habe ich im Februar beendet:



"Wähle den Tod" von Jutta Maria Herrmann  =  304 Seiten  (***)
"Die verschollene Station" von Dominik A. Meier  =  390  (***)

2 Bücher  =  694 Seiten 

Wie gesagt, leider konnten mich beide Bücher nicht überzeugen... 

Grundsätzlich liebe ich die Romane von Jutta Maria Herrmann und werde ihr auch weiterhin treu bleiben! Nur dieser hier war nicht nach meinem Geschmack.
Es geht um Jana, eine Hausfrau und Mutter. Als sie den Familienhund tot im Garten findet, hat sie nur einen Gedanken: Ihr Sohn wird am Boden zerstört sein. Ihre Lösung ist es, das Tier direkt zu vergraben und zu erzählen, er wäre einfach verschwunden... Kurzschlussreaktion... Statt sich zu fragen, was mit dem Tier nur passiert ist. Eine von vielen sehr unlogischen Handlungen, die mir leider ein bisschen zu viel waren in diesem Roman. Durchaus erklärt, aber gefallen hat mir diese Story einfach nicht. Daher brauchte ich im Vergleich zu anderen Thrillern der Autorin ewig.

Dann hatte ich mal wieder Lust auf einen schönem Science Fiction Roman. Die Wahl fiel auf "Die verschollene Station", den ihr über Kindle Unlimited umsonst lesen könnt.
Ich weiß auch nicht, aber diesen Monat war echt der Wurm drin! Denn auch dieses Buch konnte mich einfach nicht packen! Die Prämisse war soooo gut - eine seit vielen Jahren verschollene Raumstation taucht plötzlich wieder auf. Ein Spezialist für den kontrollierten Abriss solcher Weltraumobjekte wird beauftragt. Auch Wissenschaftler sind an Bord - was ist nur mit dem Raumschiff und der Besetzung geschehen?
Ich liebe SciFi - aber irgendwie verlor mich das Buch schon relativ schnell. Es war nicht mal richtig langweilig oder so, kann es gar nicht gut beschreiben. Es packte mich überhaupt nicht und ich musste mich zum Lesen regelrecht zwingen. 
Den abschließenden Band der Dilogie werde ich mir auf jeden Fall schenken. Wirklich schade...

Mittwoch, 5. Februar 2025

[Lesemonat] Mein Januar 2025

Oh ja, eine große Lesezeit ist angebrochen! Grund ist eigentlich ein unschlagbares Angebot, das mir ein bisschen mehr Druck macht. Allerdings in positivem Sinne.

Ich habe das Kindle-Unlimited-Angebot wahrgenommen und zahle für 3 Monate nur 99 Cent. Da sich das Angebot ansonsten nicht wirklich für mich lohnt, muss ich die Zeit so richtig ausnutzen. Der erste Monat lief schon mal richtig gut:



"Stirb, Schwesterlein" von Jutta-Maria Herrmann  =  305 Seiten  (*****)
"Das Jahr des Dugong" von John Ironmonger  =  144 Seiten  (*****)
"Düsteres Wasser" von Catherine Shepherd  =  338 Seiten  (*****)
"Die Verschwundenen" von Joshua Tree  =  455 Seiten  (****)
"Offline" von Arno Strobel  =  374 Seiten  (*****)
"Das Herrenhaus im Moor" von Felicity Whitmore  =  416 Seiten  (*****)
"Roman 2040" von Zoey Aldrich  =  368 Seiten  (****)
"Alles muss man selbst machen" von Ellen Berg  =  385 Seiten  (*)

8 Bücher  =  2.785 Seiten 

Gewöhnt euch bitte nicht an diese gigantische Menge an Büchern in einem Monat!

Der Monat begann mit einem Thriller von Jutta-Maria Herrmann. Ich mag ihre Romane sehr! Es handelt sich stets um wahnsinnig spannende Einzelbände. Auch diese Geschichte konnte mich überzeugen.
Nele und ihre ältere Schwester Jella wohnen zusammen, wobei die jüngere der beiden eigentlich alle Kosten und Aufgaben trägt... In ihrem Heimatort wird eine skelettierte Leiche entdeckt und Nele lernt einen Mann kennen, zu dem sie sich sehr hingezogen fühlt. Doch Jella warnt sie vor ihm...
Diese Autorin schafft es einfach immer, eine gigantische Sogwirkung auf ihre Leser auszuüben. Unglaublich spannend.

Weiter ging es mit einem ganz großartigen, wenn auch sehr kurzem Roman. "Das Jahr des Dugong" sollte wirklich jeder gelesen haben!

"Düsteres Wasser" ist bereits der 7. Teil der Buchreiche um die Rechtsmedizinerin Dr. Julia Schwarz und auch dieser Roman konnte mich wieder überzeugen. 
Im Rhein ertrinken Frauen. Was erst nach einem Suizid aussieht, wird spätestens beim Entkleiden verdächtig: Die Frauen tragen einen Keuschheitsgürtel... Zudem sehen ihre Fußsohlen aus, als wären sie über zerbrochene Flaschen gelaufen und hätten sich danach direkt ihre Schuhe wieder angezogen! Äußerst mysteriös.

"Offline" von Arno Strobel war unglaublich spannend! Social Detox ist ja immer mal wieder ein Thema in der heutigen Zeit. Eine Gruppe von Menschen machen sich als Firmenevent auf die die Berge in ein abgelegenes Hotel ohne Empfang und Internet. Doch dann geschieht ein Mord - und sie sind völlig eingeschneit.

Der Roman "Das Herrenhaus im Moor" hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn die damalige Zeit für Frauen einfach unfassbar schlimm war.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen die Gegenwart, in welcher eine Frau mit dem tragischen Verlust ihres Ehemannes zu kämpfen hat, den sie scheinbar gar nicht richtig kannte. Auf den Spuren seiner Vergangenheit lernt sie die Geschichte von Victoria kennen. Die adelige Erbin, deren Vormund sie schamlos auf eigene Kosten ausnutzte...

"Roman 2040" ist der zweite Teil einer dystopischen Buchreihe von Zoey Aldrich. Den ersten Teil "Stella 2036" habe ich bereits im Juli 2022 gelesen... Durch das Unlimited Abo konnte ich nun erfahren, wie die Geschichte der beiden weitergeht. Einfach eine ganz schreckliche Welt.

Geendet hat der Monat leider mit einem absoluten Flop...
Herrje, war diese Geschichte bescheuert... Habe das Buch tatsächlich ab der Hälfte nur noch überflogen. Einfach nur doof...

Dienstag, 15. Oktober 2024

[Lesemonat] Mein September 2024

Leseflaute offiziell beendet ;) Okay, okay - eine Reise hat mich zum Lesen gebracht! Wir waren viel mit Öffis unterwegs. Diese Bücher habe ich im September 2024 gelesen:


"Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Husseini  =  400 Seiten  (****)
"Losgelöst - Cora Shields 1" von Blake Pierce  =  280 Seiten  (****)
"Sklavin, Kriegerin, Königin" von Morgan Rice  =  212 Seiten  (****)
"Ich bringe den Tod"  von Jutta Maria Herrmann  =  259 Seiten  (*****)
"Agent Null" von Jack Mars  =  376 Seiten  (*****)
"Verloschen" von Catherine Shepherd  =  335 Seiten  (*****)
"Sommer in Pine Hill" von Josefine Meyer  =  299 Seiten  (*****)

7 Bücher  =  2.161 Seiten

Habe die Lesestatistik mit diesem Monat ordentlich gepusht ;D

"Tausend strahlende Sonnen" habe ich eigentlich bereits am ... angefangen zu lesen. Dieses Buch ist wirklich GANZ harter Tobak! Glaubt es mir! Im Prinzip geht es um die Lebensrealität wahnsinnig vieler Frauen, die unter der Herrschaft der Taliban oder anderen extremistischen Gruppen leben und leiden. In diesem (fiktiven) Roman erzählt der Autor in wahnsinnig gutem Schreibstil zunächst die Lebensgeschichte von Mariam. Geboren als eine "Harami", also unehelich gezeugt und geboren, hat sie es nicht leicht... Ihre Mutter war eine furchtbar unglückliche und verbitterte Frau, die ihrer Tochter nicht einen Funken Liebe entgegen bringen konnte... Mariam hatte bereits als Kind kein leichtes Leben, doch es wurde auch nicht besser.
Die wunderschöne Laila, mit ihren blonden Haaren, hat eine wunderbare Kindheit. Eltern, die sie lieben, und einen besten Freund, in den sie sich später ein verliebt. Doch auch bei ihr wird alles einfach nur furchbar.
Eigentlich trifft das auf den ganzen Roman zu! Es ist einfach nur schrecklich, was diesen unschuldigen, liebenswerten und wertvollen Frauen in ihrem Leben passiert - nur weil Männer entscheiden, dass ihr Leben nicht so viel wert ist. 
Wenn ihr es lesen wollt, zieht euch ganz warm an und bereitet euch mental darauf vor. Aber es lohnt sich. Punktabzug eigentlich nur dafür, dass es einfach SCHRECKLICH ist.

Weiter ging es mit "Losgelöst" - der erste Teil einer Reihe, den es umsonst herunterzuladen gab. Cora Shields ist ehemalige Navi-Seal und hat erst kürzlich ihren Job beim FBI verloren. Sie hat einmal zu oft gegen die Regeln verstoßen... Auf der Beerdigung einer ehemaligen Kameradin wird sie um Hilfe gebeten, deren verschwundene Tochter zu finden. Die Polizei im kleinen Örtchen gehen davon aus, das Mädchen sei einfach abgehauen - doch vieles spricht dagegen... Cora begibt sich auf die Suche. 
Ziemlich spannend und sehr kurzweilig. Kann man lesen, blieb jetzt nicht so sehr in Erinnerung (musste tatsächlich gerade nochmal nachlesen, worum es nochmal ging).

Dann las ich mal wieder zur Abwechslung ein Fantasy-Buch. Sehr seltene Lektüre für mich.
"Sklavin, Kriegerin, Königin" ist schon ziemlich vorhersehbar. Die Fantasy-Elemente hielten sich zum Glück in Grenzen. Es hat mich tatsächlich ziemlich stark an die Royal-Reihe (und deren "Nachmache") erinnert. 
Der Roman ist der Auftakt der Für-Ruhm-und-Krone-Reihe - allerdings fasst diese rund 8 Bücher; das ist mir einfach zu viel. Werde das nicht weiterlesen. 
Die 17-jährige Ceres möchte total gerne irgendwann in einer Art Gladiatoren-Arena kämpfen. Die Kämpfe auf Leben und Tod werden vom tyrannischen König veranstaltet. Ihr Vater ist Waffenschmied; eigentlich dürfen Frauen das nicht, doch sie schleicht sich verkleidet in den Unterricht. Thanos ist der Neffe des Königs und lebt im Palast, doch er ist nicht frei und verabscheut die Art zu Regieren seines Onkels. 
Na ja, ziemlich vorhersehbar - aber wirklich nicht schlecht geschrieben und unterhaltsam. 

Mit "Ich bringe den Tod" habe ich erneut einen Roman von Jutta Maria Herrmann gelesen und ich finde die Autorin immer noch ziemlich großartig! Ihre Bücher sind stets Einzelbände, was ich in der heutigen Leselandschaft wirklich feiere! Endlich... Auch dieser Roman hat mich wieder sehr gut unterhalten.

"Agent Null" war auch eine wahnsinnig spannende Geheimagenten-Geschichte. Eigentlich ist Reid Lawson nur ein College-Professor und Witwer mit zwei Töchtern. Aus dem Nichts wird er überwältigt und entführt. Er wird Agent Null genannt und soll Fragen beantworten... Doch er weiß nichts - wirklich nicht?!? Hat mir sehr gut gefallen.

"Verloschen" ist bereits der 6. Teil der Julia-Schwarz-Reihe von Catherine Shepherd. Ich mag die Bücher um die Gerichtsmedizinerin. Auch dieser Band war wieder überaus spannend und unvorhersehbar für mich. 

Der Abschluss des Monats bildete tatsächlich ein romantischer Roman... "Sommer in Pine Hill" war über Prime Reading umsonst verfügbar und hat mir wirklich gut gefallen! Eine richtig schöne Lovestory. 

Dienstag, 2. Mai 2023

[Lesemonat] Mein April 2023

Mein April war zwar nicht besonders lesereich, aber dafür waren beide Bücher wirklich richtig gut! Außerdem habe ich "The Stand" von Stephen King angefangen (und das ist echt ziemlich dick...).

Diese Bücher habe ich gelesen:
 

"Jana, 39, ungeküsst" von Jana Crämer  =  257 Seiten  (*****)
"Flieh" von Jutta Maria Herrmann  =  295 Seiten  (****)

2 Bücher  =  552 Seiten

Der Monat begann mit der wahren bisherigen Lebensgeschichte von Jana. Ich mochte das Buch wirklich sehr! Jana erzählt sowohl von ihrer Essstörung, als auch von ihren beruflichen und später auch privaten Erfolgen. Und darüber, was kaum einer verstehen kann - sie hat noch niemals einen Mann geküssst. War nie intim mit einem anderen Menschen. Sie hätte nichts dagegen, aber braucht keine Liebesbeziehung um glücklich zu sein. In diesem Buch geht es vor allem um eins: Selbstliebe. Die zu finden und zu behalten ist einfach überhaupt nicht einfach. Vor allem, wenn einem von allen Seiten gesagt wird, man wäre fett und es nicht wert. Essstörungen sind so verbreitet und es wird noch immer zu wenig drüber gesprochen. Jana hat 100 kg abgenommen, doch die wahre seelische Heilung folgte erst danach. Ich finde ihre Einstellung wirklich bewundernswert - auch wenn nicht immer alles super ist, mit sich selbst ist sie im reinen.

Im Thriller "Flieh" geht es um die Busfahrerin Judith, die eigentlich nur die Katze ihrer Kollegin füttert  - bis diese völlig aufgelöst frühzeitig aus dem Urlaub zurückkommt, da ihr Freund sie verlassen hat. Als Annette am nächsten Tag nicht zur Arbeit erscheint, macht Judith sich Sorgen. Ihre Kollegin wird sich doch nicht etwa was angetan haben? Kurzerhand fährt sie bei ihr vorbei - und findet Annette tot vor. Überall ist Blut. Sie wurde offensichtlich ermordet. Ist sie dem Täter etwa noch im Treppenhaus begegnet? Als auch noch ihre Nachbarin, die sich um die von Judith aufgenommene diabetiskranke Katze gekümmert hat, ebenfalls ermodet in Judiths Wohnung gefunden wird, ist der Horror kaum aufzuhalten. Ist etwa eigentlich Judith das Ziel gewesen? Die Polizei scheint eher sie zu verdächtigen...
Wirklich wahsinnig spannend von Anfang bis zum Ende. Punktabzug gab es nur für einige ziemlich kuriose Handlungen der Hauptprotagonistin und weil einiges doch etwas übertrieben dargestellt war. Aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Montag, 17. April 2023

[Lesemonat] Mein März 2023

Im März war ich auf Reisen - durch das südliche Afrika. Hatte zwar nicht jeden Tag gelesen, aber wir hatten ziemlich lange Busfahrten. Konnte tatsächlich sehr gut während der Fahrt lesen, was sich entsprechend bemerkbar gemacht hat. Habe für meine Verhältnisse wahnsinnig viel im März gelesen:


"Nichts wird bleiben von dir" von Jutta Maria Herrmann  =  282 Seiten  (***)
"Empatiana 1 - Das stumme Geheimnis" von Linda Dantony  =  282 Seiten  (****)
"Empatiana 2 - Zwischen gestern und morgen"  von Linda Dantony  =  306  (****)
"Böse bist du" von Jutta Maria Herrmann  =  230 Seiten  (*****)
"Universum" von Phillip P. Petersen  =  448 Seiten  (*****)
"Der Käfig" von Mike Chick  =  388 Seiten  (****)
"Weg der Träume" von Nicholas Sparks  =  321 Seiten  (*****)
"Du bist nie allein" von Nicholas Sparks  =  432 Seiten  (*****)
"Empatiana 3 - Die Stunde der Wahrheit" von Linda Dantony  =  308 Seiten  (***)

9 Bücher  =  2.997 Seiten

Mein erstes Ebook beendete ich bereits auf dem ersten Flug (leider gab es keine guten Filme). Allerdings hat "Nichts wird bleiben von dir" mir nicht so gut gefallen... Ich fand die Story doch sehr konstruiert und ab einem bestimmten Zeitpunkt leider ziemlich drüber. Die Auflösung hat es nicht gerettet. Hat mir einfach nicht so gut gefallen, obwohl es durchweg spannend war!
In dem Buch geht es um eine Gruppe von Freunden, die eine Beicht-Hotline gegründet haben. Eines Tages ruft eine Frau dort an und sagt, sie würde demnächst ein Baby lebendig vergraben... 

Weiter ging es mit den ersten beiden Teilen der "Empatiana"-Reihe von Linda Dantony. Den ersten Band hatte ich schon etwas länger auf dem Kindle - war mal als Prime-Titel umsonst verfügbar. Vor allem der erste Band hat mich stark an die Royal-Reihe (KLICK ZUM BLOGPOST) oder auch die Selection-Reihe (KLICK ZUR REZI - TEIL 1) erinnert. Auch hier lebt die Hauptprotagonistin Lara in einer Welt, in der es viele Regeln einzuhalten gilt. Es gibt ein Königshaus und einen Prinzen, den niemand aus dem Volk je gesehen hat. Dieser Prinz sucht demnächst seine Prinzessin.
In Empatiana war der Clou, dass Gefühle unerwünscht sind. Es geht einzig um Effizienz. Daher braucht man dort nicht auf Mitgefühl hoffen. Ab dem zweiten Teil weicht die Handlung jedoch deutlich von den vorgenannten Buchreihen ab und hat mir sehr gut gefallen. Wirklich spannend, wenn auch leider ab und an ein wenig schnulzig.

"Böse bist du" von Frau Herrmann konnte mich tatsächlich voll und ganz überzeugen! Was für ein Geniestreich! Ich war gebannt bis zum Ende. Die Hauptprotagonistin hat einen schrecklichen Überfall überlebt, bei welchema ihre Freunde ums Leben kamen. Sie selbst erlittt eine Hirnverletzung - doch sie weiß noch genau, wie die Täter aussahen. Doch sie hatte sich schon einmal geirrt... Daher möchte sie ganz sicher sein, bevor sie die Polizei einschaltet.
Wirklich ganz, ganz großartig - kann nichts anderes dazu sagen.

"Universum" ist ein wahnsinnig guter Science-Fiction-Roman, der mich ein wenig an den Film "Interstellar" erinnert hat (den ich im Übrigen auch sehr großartig finde).
In diesem Buch geht es um einen ehemaligen Kriegsverbrecher und Whisleblower, der mit seiner kleinen Familie als Siedler auf einem anderen Planeten ganz neu anfangen will. Das heißt nicht, dass er seine Taten verschweigt oder kleinreden will (ganz im Gegenteil). Ich fand Mike Warnock dennoch sympathisch und auch clever. Anders als die Capitänin Christine Dillinger konnte er mit Menschen umgehen. Auf dem routinemäßigem Flug durchs Weltall geschieht jedoch ein unvorhersehbarer Fehler... Die Gruppe unterschiedlichster Menschen "verschwinden" im unendlichen Weltall...
Mir hat das Buch wirklich wahnsinnig gut gefallen! Irgendwie sehr realistisch und wissenschaftlich fundiert (zumindest wirkte das auf mich so). Auf jeden Fall interessante Theorien. 

Weiter ging es mit "Der Käfig". Da dieses Buch von einem Buchblogger sehr hoch gelobt wurde, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen. Offenbar waren sie zu hoch. Ja, es war ein guter Thriller - aber jetzt nicht bahnbrechend oder unendlich spannend. Die Story war jetzt nicht vollkommen neu.
Marcus ist aber auf jeden Fall schon ein interessanter Hauptprotagonist. Eigentlich ein ziemlicher Loser, der zu viel mit seinem drogenabhängigem Kumpel abhängt. Als dieser sich nur unweit von seiner Drogenküche versehentlich vor den Zug wirft, läuft Marcus weg - und landet vor Eddi Gals Haustür... Dieser sammelt leidenschaftlich gerne Menschen und hält sie in Käfigen gefangen. Seine Hühner. Wie gesagt - völlig neu war das nicht; hat mich schon stark an "Tiere" von Simon Beckett erinnert. Allerdings gefiel mir gut, dass man in Rückblenden viel über die Hintergründe von Eddies Verhalten erfuhr.
Den deutschen Untertitel "Entkommen ist tödllich" habe ich tatsächlich nicht verstanden... Hat aus meiner Sicht absolut nichts mit dem Buch zu tun.

 "Weg der Träume" wurde mir von einer Mitreisenden ausgeliehen. Habe bislang noch nicht so viele Bücher von Nicholas Sparks gelesen, aber einige seiner Verfilmungen geschaut. In diesem Roman geht es um Miles Ryan, der seit dem Unfalltod seiner geliebten Frau mit seinem kleinen Sohn Jonah alleine lebt. So richtig abschließen konnte er bislang nicht, da der Fahrer Unfallflucht begangen hat. Als er die neue Lehrerin seines Sohnes kennen lernt, fühlt er sich endlich bereit für eine neue Beziehung. Doch die Ungewissheit über den Tod seiner Frau lässt ihn noch immer nicht los.
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Insbesondere die Liebesgeschichte war absolut glaubhaft. Sparks schreibt einfach Geschichten, die genau so passieren können.

Danach las ich ein weiteres Sparks-Buch (ebenfalls von der Mitreisenden). In "Du bist nie allein" geht es um die junge Witwe Julie. Ihr verstorbener Mann schenkte ihr nach seinem Tod eine Deutsche Dogge. Nach ziemlich langer Trauerzeit wagt sie sich wieder auf den Dating-Markt. doch bei dem Typ, den sie da kennen lernt, hatte ich direkt ein schlechtes Gefühl... Richard wirkt auf den ersten Blick nahezu perfekt. Immer an Julies Seite ist der beste Freund ihres verstorbenen Mannes, Mike. Ihr Kumpel, Freund und Helfer in der Not - und der arme isst schon ewig in sie verliebt...
Mich hat das Buch wirklich gut unterhalten. Ja, am Ende wurde es doch etwas wild, aber immerhin spannend.

Den Abschluss des Monats machte der finale Empatiana-Teil. Leider hat mir der einfach mal überhaupt nicht gefallen... Kann ohne zu spoilern nicht wirklich viel dazu schreiben. Habe mir voom Ende einfach sehr viel mehr versprochen... War aus meiner Sicht leider sehr schwach.

Mittwoch, 26. Oktober 2022

[Rezension] "Schlafe, mein Mädchen" von Jutta Maria Herrmann

Inhalt:
Katharina, genannt Rina, ist noch immer erfüllt von ihrer Trauer um ihr kleine Tochter Charlotte. Ihr Kind war nicht mal ein Jahr alt und starb... Ein Neuanfang in ein neues Haus soll Mark und ihr helfen, mit dem Verlust abschließen zu können. Doch der Bungalow im ausgestorbenen Neubaugebiet einer winzigen Ortschaft wird für Rina schnell zu einem einsamen Ort... Mark ist als Chirurg kaum zu Hause und Internetanschluss hat das kleine Häuschen noch nicht. Die junge Frau fühlt sich abgeschottet - als dann plötzlich ein Mann vor ihrer Tür auftaucht, bekommt sie Angst.

Erste Sätze:
"Schlafe mein Mädchen, schlaf ein, singe ich mit leiser Stimme, während ich barfuß durch den nachtdunklen Flur husche. Sachte drücke ich die Klinke nach unten, öffne die Tür einen Spaltbreit und schlüpfe ins Kinderzimmer."

Cover / Aufmachung:
Mich hat das Cover sofort angesprochen. Nach dem Lesena des Klappentextes musste das Buch einfach auf dem Kindle landen.

Meine Meinung:
Einfach ein wahnsinniger Pageturner, ist dieses Buch!

Man ist sofort mittendrin. Der tragische Unfalltod der Tochter wird im Prolog in einem Albtraum der Hauptprotagonistin bereits angedeutet. Was genau geschah, erfährt der Leser erst nach und nach - auch dadurch setzt bereits eine erste Spannung ein.

Außerdem empfand ich das Umfeld von Rina durchgehend als bedrohlich! Diese wirklich einsame Gegend, auf welche der Taxifahrer bereits in den ersten Seiten des Buches verweist. Ein Bungalo in einem Neubaugebiet, bei welchem dem Bauträger das Geld ausging. Nur ein einziges anderes Haus ist bewohnt - und das auch nicht mehr lange. Doch die Nachbarin denkt, Rina hätte eine Fehlgeburt gehabt... Wieso denkt sie sowas nur? 

Nach und nach hat der Leser immer mehr den Verdacht, dass Mark seiner Lebensgefährtin etwas vorlügt. Es sind zwar Kleinigkeiten, aber dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Allerdings nimmt Rina auch Schlaftabletten und leidet nach einem Treppensturz auch unter Gedächtnisproblemen, also vielleicht hatte sie wirklich etwas falsch verstanden...

Nichts desto trotz hat mich die extrem naive Art der Ich-Erzählerin doch ein wenig genervt... Wollte sie manchmal regelrecht durchschütteln. Das alleine führte letztlich zum Punktabzug - denn insgesamt ist dies ein wirklich sehr gelungener Spannungsroman.

Fazit:
Wahnsinnnig spannend von Anfang bis zum Ende! Klare Leseempfehlung.



Infos zum Buch:

Verlag: Independently published
Genre: Thriller
E-Book: 315 Seiten

Erschienen: 23.12.2021
ISBN: 979-8789463185
Preis: 3,99 € - enthalten in Kindle Unlimited