Freitag, 13. Januar 2023

[Lesemonat] Mein Dezember 2022

Das Ergebnis meiner Leseflaute: 

"Der Sog" von Yrsa Siggurdardottir  =  444 Seiten  (***)

Ich habe nur ein einziges Buch im letzten Monat des Jahres 2022 beendet. Abgrundtief schlecht war es absolut nicht, ich brauchte nur wirklich lange... 

Tatsächlich wollte ich schon sehr lange ein Buch dieser Autorin lesen. Meine Mutter hat dieses preisreduzirte Mängelexemplar gekauft und ich es mir daher direkt ausgeliehen.

ACHTUNG: "Sog" ist bereits der zweite Teil einer Krimi-Reihe um den Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freya. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, den ersten Teil zuerst zu lesen, aber mir hätte das jedenfalls besser gefallen... Gerade am Anfang geht es sehr viel darum, wie die Beziehung der beiden Protagonisten gelitten hat -   eben  im letzten Fall...

Der Anfang des Buches war mir eindeutig zu unblutig... Huldar soll herausfinden, ob der Drohbrief eines Jugendlichen Realität werden könnte. Doch der Brief ist schon ziemlich alt - er war in einer Zeitkapsel vergraben; der Junge ist zwischenzeitlich bereits erwachsen. Klingt alles ziemlich öde, ehrlich gesagt. Zum Glück entwickelte sich eine wirklich vielschichte Geschichte daraus! Mit der Auflösung hätte ich niemals gerechnet. Hoch ab, Frau Sigurdardottir. 

Kann mir im Nachhinein doch noch vorstellen, weitere Romane von der Autorin zu lesen - nur nicht mitten in einer Leseflaute ;)

Dienstag, 20. Dezember 2022

[Geplauder] Leseflaute

 Ich weiß auch immer nicht so genau, warum. Manchmal falle ich in eine Leseflaute. Habe einfach absout keine Lust, ein Buch aufzuschlagen und zu lesen. Vielleicht liegt es auch an der Lektüre, aber in der Regel habe ich nicht wirklich große Probleme damit, Bücher auch einfach abzubrechen.

Momentan lese ich "Sog" von Yrsa Sigurdadottir. Ich wollte schon wahnsinnig lange ein Buch dieser Autorin lesen - seit mir ihr Buch "DNA" in einem Verlags-Newsletter vorgeschlagen wurde... Die Veröffentlichung war im Jahr 2017 - also echt schon eine Weile her. Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu groß. Womöglich liegt es aber auch einfach an der Tatsache (die ich jetzt gerade, beim googeln nach dem Erscheinen von DNA erst erfahren habe!) dass es sich bei "Sog" bereits um den 2. Teil einer Reihe von Kommissar Hudar und der Psychologin Freyja handelt...

Nichts desto trotz bin ich eigentlich nicht bereit, das Buch abzubrechen. Ich habe aber auch eigentlich keinne große Lust, ein weiteres Buch parallel anzufangen.

Stattdessen lasse ich mich von Serien und Filmen berieseln. Schließlich musste ich den Gratismonat Lionsgate+ auch ausnutzen (habe ich getan - alles geguckt, was ich dort schauen wollte). Nun kann also das Lesen wieder los gehen!

Vielleicht lese ich einfach nochmal mein Evergreen-Lieblings-Weihnachtsbüchlein "Versehentlich verliebt". Ich hoffe sehr, dass mich das aus der Flaute herausreißt.

Habt ihr auch Leseflauten und wenn ja, wie geht ihr damit um?

Montag, 19. Dezember 2022

[Lesemonat] Mein November 2022

Eine riesige Leseflaute ist geschehen... Dabei war ich Ende Oktober noch so guter Dinge! Ich weiß auch nicht, woran es lag. Ich hatte einfach keine Lust zu lesen... 

Zumindest diese Bücher konnte ich im November beenden:

"Pforte der Verdammnis" von C. J. Sansom  =  480 Seiten  (****)
"Bis zum letzten Tropfen" von Mindy McGinnis  =  316 Seiten  (****)

2 Bücher  =  796 Seiten

 

Mit "Pforte der Verdammnis" (oder der "Dissolution" wie der Original-Titel lautet) habe ich seit langem mal wieder einen historischen Roman gelesen. Hierbei gereizt hat mich vor allem die Tatsache, dass es sich um einen Krimi handelt. Dennoch war der Schreibstill eine Überwindung. Dieser orientiert sich doch stark an altertümlicher Sprache... Gewöhnungssache. Es handelt sich um den ersten Teil der Shardlake-Reihe, benannt nach dem Hauptprotagonisten und Ermittler. Matthew Shardlake ist eigentlich Rechtsanwalt, doch im Auftrag des Königs Heinrich XIII (der Kopf-ab-König...) ist er mit Ermittlungen rund um die Entmächtigung der katholischen Kirche betraut. Einer der diesbezüglichen Ermittler wurde im Kloster von Scarnsea ermordet. Shardlake und sein Assistent reisen dorthin, um den Fall zu lösen.

Wirklich ziemlich spannend und auch historisch interessant. Mir war gar nicht so klar, wie krass damals die Klöster und Katholizismus in England zerstört wurden... Matthew Shardlake ist auch ein sehr interessanter Protoagonist! Er selbst ist als "Krüppel" mit einem "Buckel" gezeichnet und sich bewusst, dass er nur aufgrund seiner Bildung und Stand anerkannt wird.
Würde das Buch weiterempfehlen.

Dann kam ganz lange nichts...

Ende des Monats habe ich dann doch noch "Bis zum leztzten Tropfen" beendet. Eine Jugendbuch-Dystopie, die mich erst überhaupt nicht überzeugen konnte. Die Grundstory (immer weniger Wasser = Kampf darum) war hervorragend; doch mit der Hauptprotaonistin Lynn und ihrer Mutter bin ich überhaupt nicht warm geworden. Erst nach und nach erklärt sich, warum... Dann wurde das Buch ein wahrer Pageturner! Hat mir wirklich sehr gut gefallen, doch aufgrund meiner anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich nicht die volle Punktzahl geben.

Freitag, 4. November 2022

[Lesemonat] Mein Oktober 2022

Im Oktober habe ich anfangs überhaupt gar keine Leselust gehabt... Zum Ende hin besserte sich das zu Glück noch. Diese Bücher habe ich beendet:

"Schattenschrei" von Erik Axl Sund  =  448 Seiten  (****)
"Schlafe, mein Mädchen" von Jutta Marie Herrmann  =  315 Seiten  (****)
"Nuklearer Winter" von Nico von Cracau  =  200 Seiten  (**)

3 Bücher  =  963 Seiten 


Der finale Band der Viktoria-Bergmann-Reihe war zwar auch wieder sehr spannend und gespickt von Wendungen, allerdings hat mir das Ende (also wirklich die leztzten Seiten) überhaupt nicht gefallen... Daher ein Punktabzug.

Weiter ging es mit einem richtigen Pageturner! Innerhalb von nur 2 Tagen habe ich das Buch geradezu weggesuchtet! Meine Rezension ist oben im Titel verlinkt. Daher an dieser Stelle nichts weiter dazu.

"Nuklearer Winter" schlummerte schon recht lange auf meinem Kindle. Laut meinem schlauen Amazon-Konto habe ich das Buch bereits am 14.04.2021 gekauft. Es wurde also allerhöchste Zeit. Leider konnte mich der Roman nicht überzeugen. Ich liebe Endzeitgeschichten. In dieser geht es um eine nukleare Katastrophe... Die Welt ist verstrahlt; nur einige wenige Menschen konnten in Luftschutzbunkern überleben. Die Jugend kennt die "alte Welt" gar nicht mehr. Eigentlich eine großartige Prämisse. Doch irgendwie waren mir das einfach viel zu viele Dialoge... Im Prinzip gefiel mir der Schreibstil des Autors eeinfach nicht. Das Buch ist dennoch flüssig zu lesen und durchaus spannend. Mir gefiel es nur einfach nicht.

Donnerstag, 3. November 2022

[Neuzugänge]

Im Oktober sind mal wieder ein paar Papier-Bücher eingezogen (von den Kindle-Ebooks werde ich euch noch einmal in einem gesonderten Post berichten...).

 "Rachespiel" von Arno Strobel wurde mir wärmstens empfohlen. Bin sehr gespannt darauf. 

Auch "Der Gewählte" ist ein ausgeliehenes Buch. Bei solchen Büchern, persönliche Empfehlungen, lese ich nie die Klappentexte. Entweder es gefällt mir auch - oder eben nicht ;) Auch das kommt mal vor. Habe euch trotzdem die Klappentexte abfotografiert - einfach anklicken zum Vergrößern.

"Scherbenseele" ist ein weiterer Roman des Autoren-Duo´s Erik Axl Sund. Die Viktoria-Bergmann-Reihe habe ich erst kürzlich beendet und für ziemlich gut befunden.

Meine Mutter hat sich "Sog" von Yrsa Sigurdardotttir tatsächlich günstig als Mängelexemplar gekauft. Als ich das in ihrem Bücherregal gesehen habe, musste ich das direkt einpacken! Von dieser isländischen Autorin wollte ich schon lange mal was lesen.

Bin auf alle Bücher tatsächlich sehr gespannt. Mal gucken, wie lange sie meine SuB-Regalfächer befüllen werden ;) Immerhin habe ich meine aktuelle Lektüre gerade beendet und bin gerenell in Lesestimmung. 






Mittwoch, 26. Oktober 2022

[Rezension] "Schlafe, mein Mädchen" von Jutta Maria Herrmann

Inhalt:
Katharina, genannt Rina, ist noch immer erfüllt von ihrer Trauer um ihr kleine Tochter Charlotte. Ihr Kind war nicht mal ein Jahr alt und starb... Ein Neuanfang in ein neues Haus soll Mark und ihr helfen, mit dem Verlust abschließen zu können. Doch der Bungalow im ausgestorbenen Neubaugebiet einer winzigen Ortschaft wird für Rina schnell zu einem einsamen Ort... Mark ist als Chirurg kaum zu Hause und Internetanschluss hat das kleine Häuschen noch nicht. Die junge Frau fühlt sich abgeschottet - als dann plötzlich ein Mann vor ihrer Tür auftaucht, bekommt sie Angst.

Erste Sätze:
"Schlafe mein Mädchen, schlaf ein, singe ich mit leiser Stimme, während ich barfuß durch den nachtdunklen Flur husche. Sachte drücke ich die Klinke nach unten, öffne die Tür einen Spaltbreit und schlüpfe ins Kinderzimmer."

Cover / Aufmachung:
Mich hat das Cover sofort angesprochen. Nach dem Lesena des Klappentextes musste das Buch einfach auf dem Kindle landen.

Meine Meinung:
Einfach ein wahnsinniger Pageturner, ist dieses Buch!

Man ist sofort mittendrin. Der tragische Unfalltod der Tochter wird im Prolog in einem Albtraum der Hauptprotagonistin bereits angedeutet. Was genau geschah, erfährt der Leser erst nach und nach - auch dadurch setzt bereits eine erste Spannung ein.

Außerdem empfand ich das Umfeld von Rina durchgehend als bedrohlich! Diese wirklich einsame Gegend, auf welche der Taxifahrer bereits in den ersten Seiten des Buches verweist. Ein Bungalo in einem Neubaugebiet, bei welchem dem Bauträger das Geld ausging. Nur ein einziges anderes Haus ist bewohnt - und das auch nicht mehr lange. Doch die Nachbarin denkt, Rina hätte eine Fehlgeburt gehabt... Wieso denkt sie sowas nur? 

Nach und nach hat der Leser immer mehr den Verdacht, dass Mark seiner Lebensgefährtin etwas vorlügt. Es sind zwar Kleinigkeiten, aber dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Allerdings nimmt Rina auch Schlaftabletten und leidet nach einem Treppensturz auch unter Gedächtnisproblemen, also vielleicht hatte sie wirklich etwas falsch verstanden...

Nichts desto trotz hat mich die extrem naive Art der Ich-Erzählerin doch ein wenig genervt... Wollte sie manchmal regelrecht durchschütteln. Das alleine führte letztlich zum Punktabzug - denn insgesamt ist dies ein wirklich sehr gelungener Spannungsroman.

Fazit:
Wahnsinnnig spannend von Anfang bis zum Ende! Klare Leseempfehlung.



Infos zum Buch:

Verlag: Independently published
Genre: Thriller
E-Book: 315 Seiten

Erschienen: 23.12.2021
ISBN: 979-8789463185
Preis: 3,99 € - enthalten in Kindle Unlimited

Freitag, 14. Oktober 2022

[Lesemonat] Mein September 2022

 


"Das Dorf - Finsterzeit 1" von Sandra Todt  =  280 Seiten  (*****)
"Die Festung - Finsterzeit 2" von  Sandra Todt  =  280 Seiten  (****)
"Die Stadt - Finsterzeit 3" von Sandra Todt  =  280 Seiten  (****)
"Sterbendes Herz" von Ilona Bulazel  =  291 Seiten  (****)
"Hundert kalte Winter" von Kristina Moninger  =  336 Seiten  (*****)

5 Bücher  =  1.467 Seiten

Mein Monat war urlaubsbedingt sehr auf Kindle-Bücher fixiert. Erstmals hatte ich meinen zum Prime-Day ganz neu angeschafften Kindle-E-Reader benutzt. Mit dem kann man nun viel besser Ebooks filtern und auch die Farbtemperatur einstellen. Finde den bislang ganz gut.

Zuerst beendet habe ich den ersten Teil der Finsterzeit-Trilogie (übrigens bei Prime-Reading enthalten). Das hat mir tatsächlich sehr gut gefallen! Eine Dystopie / Endzeitgeschichte die ganz ohne Zombies auskommt und dennoch ein hochgradig bedrohliches Umfeld geschaffen hat. Die Story ist, dass plötzlich und unerwartet der Strom komplett weg ist. Scheinbar eine Art EMP, die elektronische Geräte sind völlig unbrauchbar. Nach kürzester Zeit drehen die Menschen völlig durch - jeder ist sich selbst der nächste... Ein junges Paar macht sich auf den gefährlichen Weg zu einem möglicherweise geschützten Ort.

Das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich direkt weiterlesen wollte... Schwupps war die ganze Trilogie durchgelesen. Bei Buch 2 und 3  hatte ich ein bisschen was zu "meckern", aber insgesamt haben mich die Bücher wirklich gut unterhalten! Die Preise für die Ebooks sind übrigens völlig in Ordnung - Finsterzeit 2 und 3 wären jeweils auch bei Kindle Unlimited enthalten 
MEIN FAZIT ZU KINDLE UNLIMITED FINDET IHR HIER

Dann ging es weiter mit einem weiteren Prime-Reading-Buch. Hatte Lust auf einen Thriller. "Sterbendes Herz" ist zwar einer, aber eigentlich kam es mir viel eher wie eine Familiensaga vor. Ja, es sterben Menschen auf wirklich grauenvolle Art und Weise. Allerdings war der "Ermittler" in diesem Fall ein Polizist außer Dienst, der seiner Tochter (die aktuell noch bei der Polizei ist...) einen Gefallen tuen wollte. Möglicherweise hatte der Großvater väterlicherseits oder eine dessen dubioser Firmen etwas mit der Mordserie zu tun. Es wird viel in der Vergangenheit gekramt und auch aktuelle Familienstreitigkeiten im Umkreis des Geschäftspartners sind Thema. Alles ein wenig merkwürdig, aber durchaus spannend.

Zum Abschluss des Monats kam noch ein wenig Herzschmerz dazu... "Hundert kalte Winter" ist ein wirklich wahnsinnig schöner Roman, den ich jedem gerne empfehle. Auch das habe ich über Prime-Reading umsonst ausleihen können. Es geht um eine Frau, die ihren kleinen Sohn bei einem Autounfall verliert und dessen Organe gespendet werden. Jahre später ist sie noch immer nicht über den Verlust hinweg und trifft in einer Trauergruppe auf die kleine Mila. Das Mädchen erhielt ein Herztransplantat - schlägt etwa das Herz ihres geliebten Sohnes im Brust des Mädchens? Sandra muss dieses Kind näher kennen lernen...
Wie gesagt - ein wahnsinnig schönes Buch rund um das Thema Verlust, Trauer, Familie, Freundschaft und Liebe.