Dienstag, 7. Juni 2022

[Lesemonat] Mein Mai 2022

 


"Krähenmädchen" von Erik Axl Sund  =  459 Seiten  (****)
"Europa mit dem Zug" von Cindy Ruch  =  192 Seiten (*****)
"Kaltes Land" von Michael Tsokos  =  109 Seiten  (****)
"Ein Sommer und vier Tage" von Adriana Popescu  =  315 Seiten  (*****)

4 Bücher  =  1.075 Seiten

Der Monat begann mit meinem Bücherschrank-Fund. Die komplette Veronica-Bergmann-Trilogie - die mussten einfach mit. Sagen wir mal so: Ich kam SEHR schwer in die Geschichte rein... Der Schreibstil ist einfach wahnsinnig gewöhnungsbedürftig. Sehr kurze Kapitel. viele Charaktere, erstmal kaum ein Sinn hinter den Erzählungen. Crazy dieses Buch. Habe wirklich ziemlich stark überlegt, abzubrechen... Zum Glück bin ich dran geblieben, denn die Story hat es echt in sich! Insgesamt isst dieser Thriller echt nichts für schwache Nerven. Dafür gibt es zu viel Kindesmissbrauch. 

Weiter ging es mit einem Buch, das ich über eine Lovelybooks-Leserunde als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekam. Mein absoluter Lieblingsverlag, denn dort geht es ums Reisen! Die Rezension ist im Titel oben verlinkt.

Dann las ich das wirklich sehr kurze Büchelein "Kaltes Land" von Herrn Tsokos. Hat mir auch gut gefallen! 

"Ein Sommer und vier Tage" ist eine Teenie-Story - aber ich liebe zum Beispiel auch Highschool-Filme und Serien. Ungefähr auf diesem Levil liebe ich dieses buch! Es war einfach so schön, mit Paula durch Italien zu reisen! Will noch ein kurzes Fazit dazu schreiben.

Samstag, 28. Mai 2022

[Rezension] "Europa mit dem Zug" von Cindy Ruch

Rezensionsexemplar

In diesem Reisehandbuch steckt wahnsinnig viel Liebe! Das habe ich als Leserin sofort gemerkt. Die Aufmachung und Haptik sind wahnsinnig schön, genau wie die Gestaltung im Inneren. Wunderschöne Farbfotos der Reiseziele machen große Lust, ganz bald in den nächsten Zug zu steigen.

Nach dem Inhaltsverzeichnis und einer kleinen Einführung in die Welt der Bahnreisenden geht es direkt los. Von Deutschland, Österreich und der Schweiz geht es zunächst hoch in den Norden, weiter in den Osten, den Südosten und über den Südwesten schließlich in den Westen Europas bis nach Irland. Zu Beginn jedes Kapitels ist eine kleine Landkarte in abwechselnden Farben abgedruckt, auf welcher die wichtigsten Ortschaften mit Bahnhof vermerkt sind. Das ist wahnsinnig hilfreich zur Orientierung, auch was die Entfernungen angeht. 

Die jeweiligen Länder werden kurz mit einem "Fakten"-Teil vorgestellt, woraufhin direkt die Lieblingsstrecken nebst Beschreibung anschließen. Gefolgt von einer Erläuterung des Streckennetzes und der Züge. Auch die Preise für Zugtickets werden genannt und (ganz wichtig) wo man diese erwerben kann. Finde das wirklich sehr nützlich - genau wie den "Anreise"-Part, mit welchem man schon eine grobe Einschätzung der Entfernung zu Deutschland bekommt. Zudem gibt es einen kleinen Tipp, welche Bahnlektüre ganz gut zum Reiseland passen könnte. Bei einigen Reisezielen sind auch kurze Erlebnisberichte verschiedener Personen abgedruckt, die ebenfalls Lust auf mehr machen...

Eine Reise mit der Bahn habe ich tatsächlich bisher eher vermieden. Zug-zum-Flug mal ausgenommen. Im Sinne des nachhaltigen Reisens ist es jedoch eine Alternative, die man sich mal genauer anschauen sollte. Dafür ist dieses Buch prädestiniert. Außerdem fand ich diesen Satz im Buch sehr passend:

"Das beste ist: Selbst wenn ich gar nichts mache, komme ich voran."
In der Bahn kann man die Augen zu machen, lesen oder natürlich auch die Landschaft um einen herum bewundern. Man ist zwar langsamer als mit dem Flugzeug, allerdings muss man auch immer deutlich früher am Flughafen sein und vom Ankunftsziel auch noch in die jeweilige Innenstadt. Bahnhöfe sind hingegen eher zentraler gelegen.

Dieses Reisehandbuch empfehle ich wirklich allen Personen, die gerne reisen. 

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Geschichten, Tipps und Fotografien in diesem Buch großes Fernweh auslösen. Auf meiner Reise-Wunschliste sind jetzt auf jeden Fall neue Reiseziele dazugekommen, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich überlege tatsächlich, demnächst mit der Bahn über Wien und Bratislava bis nach Budapest zu fahren...

Abschließend danke ich dem Verlag und lovelybooks sehr für das Rezensionsexemplar! Habe mich wahnsinnig darüber gefreut.

Infos zum Buch:

Verlag: Reisedepeschen GmbH
Genre: Sachbuch / Reiseliteratur
Paperback: 192 Seiten
Erschienen: Dezember 2021 (2. Auflage)
Preis: 22,00 €

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Montag, 16. Mai 2022

[Kurzes Fazit] "Der Glasmurmelsammler" von Celia Ahern

Inhalt:

Fergus hat nach seinem Schlaganfall einiges aus seinem Leben vergessen... Bereits seit etwa einem Jahr lebt er in ein einem Pflegeheim. Seine Tochter Sabrina erhält ein paar Kartons mit Gegenständen ihres Vaters und stößt dabei auf eine glasmurmel Sammlung. Sie wusste gar nicht, dass ihr Vater Murmeln gesammelt hat. Irgendwie kommt ihr das Gefühl, dass sie ihren Vater gar nicht wirklich gekannt hat. Als sie bemerkt, dass einige Murmeln aus der Sammlung fehlen, macht sie sich auf die Suche...

Mein Fazit:

Nach und nach erzählt Cecelia Ahern die Geschichte von Fergur. Wie er in armen Verhältnissen erst in Schottland und dann in Irland aufwuchs. Seine sechs Geschwister immer um sich herum. Wie sich langsam seine Leidenschaft für die Murmeln entwickelte, und auch seine Lügen... Parallel dazu erfährt der Leser etwas aus dem Leben seine Tochter Sabrina. Sie ist eigentlich glücklich verheiratet, hat drei Kinder und einen Job, den sie mag. Doch irgendwas stimmt nicht. Sie atmet nicht richtig.

Die Geschichte entwickelte einen gewaltigen Sog für mich und ließ sich wunderbar lesen. Ich wollte die ganze Zeit wissen, was Fergus in seinem Leben passiert ist. Wiieso er diese ganzen Lügen aufgebaut hat. Was ist denn so furchtbar und schrecklich daran, Murmeln zu sammeln?

Die Autorin hat es wieder mal geschafft, mich völlig in diese Welt hinein zu ziehen und konnte mich mit diesem Buch völlig überzeugen.

 

Infos zum Buch: 

Verlag: Fischer Verlag GmbH
Genre: Belletristik
Original-Titel: "The Marble Collector"
Taschenbuch: 343 Seiten
Erschienen: 24.11.2016

ZUM VERLAG - KLICK

Donnerstag, 12. Mai 2022

[SuB]

40 Bücher fasst mein SuB derzeit... Für mich ziemlich viel. Versuche gerade, ihn ein wenig abzubauen. Eigentlich ist das Wetter dafür aktuell perfekt.




Mittwoch, 4. Mai 2022

[Lesemonat] Mein April 2022

"Die Legende von Koli 1 - In die Verbannung" von M. R. Carey  =  466 Seiten  (*****)
"Die Legende von Koli 2 - Das Signal von Albion" von M. R. Carey  =  512 Seiten  (*****)
"Der Glasmurmelsammler" von Cecelia Ahern  =  343 Seiten  (*****)

3 Bücher  =  1.321 Seiten



Der Monat begann mit meinem Rückflugtag. Somit habe ich ein neues Ebook begonnen und für ziemlich großartig befunden! "Die Legende von Koli" gefiel mir wahnsinnig gut. Meine Rezension ist oben im Titel verlinkt.

Und weil es mir so gut gefiel, musste nach dem Beenden dieses ersten Teils direkt Band 2 auf den Kindle geladen werden! Manchmal ist das einfach so... Das Finale der Trilogie wird zum Glück auch in gar nicht allzu ferner Zukunft erscheinen. Bin wahnsinnig gespannt wie die Geschichte von Koli und seinen Wegbegleitern weitergehen wird. 

Dann ein kleiner Genre-Wechsel: "Der Glasmurmelsammler" war tatsächlich was komplett anderes, hat mir auch auch sehr gut gefallen! Nachdem zuletzt "So klingt dein Herz" mich nicht überzeugen konnte, war ich umso gespannter auf dieses Buch. Dieser Roman konnte mich aber wieder vollends überzeugen!

Montag, 25. April 2022

[Rezension] "Die Legende von Koli - Buch 1 In die Verbannung" von M. R. Carey

Inhalt:
Koli lebt in einer dystopien Zukunft, in der eigentlich alles einen töten will - sogar Bäume! Sein Beruf des Holzwerkers ist daher ziemlich gefährlich. Doch der junge Mann strebt sogar noch ein gefährlicheres Leben als sogenannter "Bollwerk" an. Diese fungieren als Beschützer des Dorfes Mythen Root, in dem er und seine Familie leben. Um ein Bollwerk zu werden muss die Tech aus der alten Welt für ihn erwachen. Doch Koli erzählt bereits von Anfang an, dass etwas gewaltig schief laufen und er verbannt werden wird...

Cover/Aufmachung:
Ich bin durch auf Instagram auf das Buch aufmerksam geworden - vor allem auch wegen des Covers. Das sieht einfach so unfassbar cool aus! 

Erste Seiten:
"Ich habe euch eine Geschichte zu erzählen. Das wollte ich schon lange machen und jetzt tu ich´s auch, aber ich muss euch warnen, dass der Weg ziemlich holprig werden kann. Ich habe sowas noch nie gemacht und es gibt auch keine Landkarte, die mir den Weg zeigt, und überhaupt weiß ich nicht, wie viel von dem, was ich erlebt habe, sich zu erzählen lohnt."

Meine Meinung:
Dieses Buch ist einfach so anders! Nicht nur wegen dieser wahnsinnig interessanten, wenn auch sehr brutalen Zukunftsvision, sondern vor allem dank seines Hauptcharakteren: Auktorialer Ich-Erzähler Koli. 

Der Protagonist erzählt im Nachhinein sein Leben - wie in einer Biografie, nur sehr viel detaillierter. Das Buch beginnt mit seiner Kindheit, was aber auch wichtig für den Leser ist. Nur nach und nach erfährt man, was aus der Welt geworden ist. Die Bäume können sich bei Sonnenschein fortbewegen und haben den Geschmack an Fleisch gefunden... Daher sind sie wahnsinnig gefährlich. Die Arbeit von Kolis Mutter besteht darin, aus diesen Baumwesen Holz herzustellen - ein langwieriger Prozess, da dies mit Chemikalien "getötet" werden muss. Außerdem gibt es vor allem außerhalb der Dorfmauern viele gefährliche Tiere. Auch die werden erst ganz gemächlich vorgestellt - für Koli sind die ja auch nichts neues.

Besonders interessant fand ich sämtliche Form von Tech - also übrig gebliebenen Technologien aus der alten Welt. Diese Gerätschaften gibt es heute noch nicht - z.B. den "Schneider". Eine Waffe, die scheinbar mit einem Laser oder derartiger Technik alles zerschneiden kann. Richtig cool und überaus nützlich fand ich den "Packesel" der wandernden Händlerin Ursala. Ein metallischer Esel mit einem eingebauten Maschinengewehr, aber auch einem Zelt und "Diagnostik". Scheinbar eine Art medizinischer Roboter inklusive Computer.

Gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil aber sehr! Koli ist zwar nicht dumm, aber auch einfach gar nicht gebildet. Das merkt man auch in seiner Ausdrucksweise. Einiges war ziemlich lustig, aber "einzigste" hat mich wirklich nah meine Schmerzgrenze gebracht ;) Er ist schon ziemlich naiv und einfältig, aber irgendwie hat er mich doch öfter auch überraschen können durch gute Einfälle. Natürlich gehörte da auch eine gute Portion Glück dazu - gerade in dieser Welt!

Auch die übrigen Charaktere sind sehr gut dargestellt. Auch bezüglich der Antagonisten. Man kann deren Beweggründe und die Hintergründe, wieso diese so handeln wie sie es tun, gut nachvollziehen. Da hat der Autor alles richtig gemacht! Alle "Bösewichte" in diesem Buch haben eine plausible Geschichte. Niemand ist einfach grundlos böse.

Fazit:
Wahnsinnig spannend geschrieben! Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich mir direkt den 2. Teil auf den Kindle geladen habe.

 

Infos zum Buch:

Verlag: Festa Verlag
Genre: Dystopie / Endzeit
Original-Titel: "The book of Koli"
E-Book: 466 Seiten
Preis: 5,99 €
Erschienen: 28.10.2021

ZUM VERLAG - KLICK

Samstag, 9. April 2022

[Lesemonat] Mein März 2022

"Der Fluch des Amethysts" von Phyllis A . Whitney  =  287 Seiten  (****)
"Ich bin hier bloß der Hamster" von Friedbert Stohner  =  122 Seiten  (**)
"Das Institut" von Stephen King  =  768 Seiten  (*****)

3 Bücher  =  1.177 Seiten 

Der Monat begann mit einem der vielen Bücher, die mein Onkel vor einiger Zeit aus dem Müll gerettet hat. "Der Fluch des Amethysts" gefiel mir ganz gut, obwohl man schon merkte, dass es schon etwas älter ist. In dem Buch geht es tatsächlich um ein mysteriöses Verschwinden. Der Großvater der jungen Frau kontaktiert deren College-Freundin, um in dem kleinen Nest zu "ermitteln". Ich mochte die Beschreibung der Umgebung und auch der Charaktere wahnsinnig gerne und wollte stehts wissen, was zur Hölle passiert ist! Daher war eine unterschwellige Spannung vorhanden, auch wenn es ganz klar kein Thriller war. Eher ging es um zwischenmenschliche Probleme. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen.

Weiter ging es mit einem Kinderbuch - als Hamster-Mama fand ich den Titel "Ich bin hier nur der Hamster" einfach gerkriegt. Leider fand ich das Buch weniger charmant als erhofft... Der arme Hamster wurde leider nicht mal ansatzweise artgerecht gehalten. Mir war zwar klar, dass es höchstwahrscheinlich so sein wird (kaum ein Nagetier wird das...), aber deswegen muss es mir ja nicht gefallen. Vor allem in Kinderbüchern sollte es gerade nicht so sein. Die Story rund um Oleg den Hamster - und Ich-Erzähler - waren einfach nicht so spannend. Allerdings bin ich ja auch nicht die Zielgruppe...

Erneut las ich gemeinsam mit meiner Schwester und einer Freundin in privater Leserunde ein weiteres Buch: "Das Institut" von Stephen King. Dieser Autor scheint ja schon sehr zu polarisieren. Ich kann zwar den Hass nicht verstehen, aber seine Längen sind mir durchaus auch bekannt. Daher hatte ich auch grundsätzlich ein ganz bisschen Bedenken. Allerdings las ich bereits sehr hervorragende Bücher von ihm (z.B. "Puls", "Stark", etc.). Erst kriegte mich die Story eher nicht so, dass dann war ich vollkommen infiziert! War Ende März im Urlaub und konnte daher sehr viel lesen. Bin meiner Leserunde daher etwas vorgeprescht. Im Endeffekt habe ich "Das Institut" wahnsinnig spannend und sehr großartig gefunden!