Montag, 11. Mai 2020

[Lesemonat] Mein April 2020

Schon wieder ist ein Monat um und ich habe seit dem letzten Monatsrückblick nicht einen Blogpost hochgeladen... Sorry - aber ich war echt nicht in der Stimmung. Homeoffice bedeutet eben auch, den ganzen Tag vor dem Laptop zu sitzen. Da hatte ich abends dann keine Lust mehr, das privat dann noch weiter fortzuführen... Ich hoffe, dass die Lust zu bloggen wieder zurück kommt! Habe echt coole Bücher gelesen, die ich euch eigentlich etwas näher bringen möchte.

Nun aber zum Lesemonat. Diese Bücher las ich im April 2020:


"Der Weg nach Hause" von R.E. McDermott  =  895 Seiten  (****)
"Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman  =  525 Seiten  (****)
"Zwillingsbrut" von Lisa Jackson  =  554 Seiten  (**)
"Ewig und eins" von Adriana Popescu  =  316 Seiten  (****)

Der Monat begann mit einer sehr realitätsnah Dystopie, die  war. Was passiert, wenn aufgrund von Sonneneruptionen die Transformatoren in den USA durchbrennen? Kein Strom. Nirgends. Neue Transformatoren in der benötigten Anzahl sind unmöglich zu beschaffen. Da hilft nur selbst bauen - doch das dauert mehrere Monate... In der Zwischenzeit versuchen einige Navi- und Küstenwachebeamte zu ihren Familien zu kommen und dennoch die Ordnung aufrecht zu erhalten. 
Mir gefiel dieses wirklich sehr lange Buch wirklich gut! Unendlich viele Handlungsstränge, sowohl auf Seiten der Staatsbeamten auf dem Schiff, der Küstenwache und auch den FEMA zugeordneten Agenten. So wurden sowohl die "Guten" als auch einige Strafgefangene bzw. Drogenbosse näher ausgeleuchtet, was wirklich spannend war. Insbesondere die Handlungen des Präsidenten waren absolut unethisch und furchbar, doch leider ziemlich einleuchtend... 
Für mich etwas nervig, dass die "Guten" irgendwie immer wussten, wie der richtige Weg ist. Außerdem war das ganze Navi, Küstenwache usw. Gedöns etwas nervig. Das ist aber rein persönlich - denn in Prinzip erklärt deren beruflicher Hintergrund die Handlungen und deren Wissen bzw. taktisches Denken. Kann das Buch (übrigens erster Teil einer Reihe) wirklich empfehlen. Das ist hier meckern auf hohem Niveau.

Weiter ging es mit Frau Oliphant. Ich bin nicht so gut in die Geschichte reingekommen, doch irgendwann war ich gebannt. Eine außergewöhliche Protagonistin, die nicht wirklich liebenswert ist - zumindest am Anfang. Mir gefiel die Story.

Dann kam der Fail des Monats... Ich habe "Zwillingsbrut" irgendwann nur noch quergelesen, weil es so öde war... Der erste Teil der Reihe "Der Skorpion" gefiel mir ja auch schon nicht sonderlich, der zweite Teil hingegen war echt ziemlich gut. Doch nun hat Frau Jackson mich echt verloren... So ein abstruses Ende... Und schon wieder ermitteln die beiden Ermittlerinnen gar nicht selbst. Was zur Hölle hat dann deren unwichtiges Privatleben mit dem Buch zu tun?!? Unnötige Seitenfüller.

"Ewig und Eins" von der großartigen Frau Popescu schloss den Lesemonat ab. Ja, ich habe vielleicht eine exorbitant hohe Erwartungshaltung an ihre Bücher... Und ich mochte dieses Buch wirklich sehr - aber ich liebe "Versehentlich verliebt" und "Lieblingsmomente" - und da kommt es leider nicht ran...


So, das war nun mein Lesemonat. Wie gesagt, versuche wirklich mehr zu bloggen - doch das ist einfach etwas, woran ich weiter Spaß haben möchte.

Sonntag, 5. April 2020

[Lesemonat] Mein März 2020

Im März war ich auf Kuba im Urlaub, somit habe ich ausschießlich Kindle-Bücher gelesen. Eines hatte ich noch angefangen, aber erst jetzt im April beendet. Somit habe ich im März folgende Bücher verschlungen:


"Die Zwölf" von Justin Cronin  =  833 Seiten  (*****)
"Eigentlich nur dich" von Kristina Moninger  =  302 Seiten  (****)
"Wasteland 1" von Emily Bähr  =  384 Seiten  (****)
"Die Australierin" von Ulrike Renk  =  534 Seiten  (****)

Der Monat begann mit dem zweiten Teil der Passage Trilogie, von der ich euch bereits HIER ausführlich berichtet hatte. Der erste Band (oder eher die ersten paar Seiten) wurden als Serie verfilmt. Leider wird diese nicht fortgesetzt, aber die Unterschiede waren schon sehr gewaltig.
Dieser zweite Band verlief nicht so nervenaufreibend spannend wie Teil eins, dafür erfährt der Leser durch Rückblenden in die Vergangenheit sehr viele relevante Informationen. Wie ist es überhaupt zu den Virals gekommen? Viele Hintergrundkenntnisse zu den Charakteren könnten wirklich entscheidend werden. Dennoch treffen wir die Charaktere aus der "Zukunft" wieder, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Ich mag Peter und Alicia total! Bin nun sehr gespannt, wie die Geschichte um Amy enden wird.

Weiter ging es mit "Eigentlich nur dich". Den Roman hatte ich über Prime Reading umsonst runterladen können.Mit gefiel das Buch wirklich gut. Die zunächst erwarrte Storyline hatte sich doch stark gewandelt und mich entsprechend überrascht. Einige Entscheidungen der Protagonisten haben mich sehr genervt, daher konnte ich nicht die volle Punktzahl vergeben, aber ich empfehle das Buch dennoch jedem , der romantische Geschichten mit einer ordentlichen Portion Drama mag.

"Wasteland - Tag des Neubeginns" ist der erste Teil einer Trilogie. Ich meine, das Ebook hat 1 bis 3 Euro gekostet. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich die Reihe weiterlesen möchte... Versteht mich nicht falsch - der Roman hat mich wirklich gut unterhalten! Daher habe ich auch vier von fünf Würmern vergeben. ABER die Hauptprotagonistin ist 17 Jahre alt, unerfahren und teilweise ziemlich naiv. Ich bin diese Art von Charakteren einfach mittlerweile etwas überdrüssig - obwohl Lys sogar eine ziemlich gute Mechanikerin ist und teilweise wirklich tough und cool ist. Z ist der geheimnisvolle Fremde, der ihr hilft und außerdem sehr attraktiv ist - wo das ganze irgendwann hinführen wird, könnt ihr euch wahrscheinlich selbst denken. Zombie-Apokalypse ist total mein Ding - aber auch die Sprache hat mich teilweise genervt. Zu salopp, zu gewollt komisch bzw. sarkastisch. Als ob sämtliche coole Sprüche, die von der Autorin je aufgeschnappt wurden, in diesem Buch zusammengetragen wurden. Empfand ich irgendwann als anstrengend.

Der Monat endete dann mit "Die Australierin", wo mich wirklich der Titel am meisten gestört hat. Die Hauptprotagonistin wird nämlich erst kurz vor Ende des Buches wirklich zur Australierein - in der Zeit bis dahin WARTET der Leser quasi dadrauf, dass sie ganz offensichtlich in Down under landet. Das hat mir die Spannung doch sehr genommen (würde dem Verlag und der Autorin echt raten, ihre Titel künftig besser zu wählen). Ansonsten fand ich das Buch großartig, zumal es das Leben einer realen Person erzählt. 


Dann war der März auch schon wieder vorbei...

Samstag, 4. April 2020

[Neuzugänge] Geburtstagsgeschenke

Im Februar hatte ich Geburstag und entsprechend einige Geschenke bekommen.



Unter anderem (s. Foto) sind drei Bücher bei mir eingezogen. Bin SEHR gespannt auf alle :) Hier mal die Kurzbeschreibung von Amazon für euch:

"Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr" von Meike Winnemuth
Bei Jauch gewinnen, völlig frei sein, um die Welt gondeln. Wie ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen?
Sie wollte eigentlich bloß finanziell ein bisschen unabhängiger sein. Mehr dürfen, weniger müssen. Deshalb hat Meike Winnemuth bei "Wer wird Millionär?" mitgemacht. Zu ihrer Verblüffung räumt sie groß ab: 500 000 Euro. Und nun? Einfach weitermachen wie bisher? Sie entscheidet sich, 12 Monate frei zu nehmen und um die Welt zu gondeln. Es wird ein unglaubliches Jahr. Eines, das ihr Leben umkrempelt. Und das Beste: das viele Geld hätte sie dazu gar nicht gebraucht.
Doch was passiert, wenn man wirklich alles darf? Weiß man dann, was man will? Wie ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen? Meike Winnemuth erzählt von einer unglaublichen Reise in 12 Städte auf allen Kontinenten: Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Francisco, London, Kopenhagen, Barcelona, Tel Aviv, Addis Abeba, Havanna. Mit Tempo, Humor und viel Gespür für die Besonderheiten der Städte und ihrer Bewohner beschreibt Meike Winnemuth ihre Erfahrungen.

"Ewig und eins" von Adriana Popescu
Sie dachten, ihre Freundschaft wäre für immer. Doch dann kam das Leben. Nach sieben Jahren Funkstille sehen sich Ben, Jasper und Ella auf einem Klassen­treffen wieder. Als die Feierlichkeiten zu Ende gehen, beschließen die drei, noch weiter zusammen um die Häuser zu ziehen. Wie damals. Nur für eine Nacht. Doch noch immer sind viele Fragen offen, und je später es wird, desto schneller schlägt Ellas Herz – bis ein paar über die Jahre hinweg gerettete Worte es brechen lassen. Vielleicht für immer.

"Offline ist es nass, wenn es regnet" von Jessi Kirby
Stell dir vor, du öffnest an deinem 18. Geburtstag die Haustür und dort liegt ein Geschenk: ein riesiger Wanderrucksack, ein Paar Wanderschuhe und ein Trailtagebuch für den Yosemite Nationalpark. Würdest du loslaufen?

Mari entscheidet sich genau dafür, obwohl sie noch nie mehr als zehn Schritte zu Fuß getan hat. Von heute auf morgen tauscht sie Smartphone und Social Media gegen schneebedeckte Berge, reißende Flüsse und Blasen an den Füßen, aber auch gegen Sonnenaufgänge wie aus dem Bilderbuch, warmherzige Begegnungen und mutige Entscheidungen – denn der Yosemite verändert jeden. 

[Lesemonat] Mein Februar 2020

Ja, genau. In diesem Post geht es wirklich um meinen Lesestoff im Februar! Sehr verspätet will ich euch heute endlich diese Bücher kurz vorstellen:


"Grausame Nacht" von Linda Castillo  =  398 Seiten  (****)
"Die Schatten von Race Point" von Patry Francis  =  590 Seiten  (*****)

2 Bücher  =  988 Seiten

Mein Februar begann mit dem siebten Teil der Kate-Burkholder-Reihe, bei der mir bislang wirklich jedes Buch gefallen hat! Ich habe bereits einige Bücher hier rezensiert und kann die Reihe wirklich jedem empfehlen, der gerne Krimis und Thriller liest. Ohne Spoiler im Hinblick auf die vorherigen Bücher: In diesem Band fegt ein Tornado über das County. Chief Burkholder hat somit alle Hände voll zu tun - außerdem wird durch den Sturm ein altes Grab entdeckt. Somit hat Kate nun einen Cold-Case aufzuklären. Wirklich sehr spannend (wie üblich).

Weiter ging es dann mit einem Flohmarkt-Fund. "Die Schatten von Race Point" ist ein ziemlich dickes Taschenbuch, aber mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Den Klappentext sollte man sich echt schenken, weil das die Handlung sehr vorweg nimmt...
Eigentlich geht es um einen kleinen Jungen namens Gus Silva, dessen Mutter von seinem Vater ermordet wurde. Und um Hallie Costa, die Tochter des Arztes Nick, der im kleinen Örtchen Cape Cod auch die Stelle des Seelsorgers einnimmt. Hallie und Gus werden zunächst Freunde, dann ein Liebespaar. Aber etwas geschieht und Gus hat Angst, wie sein Vater zu werden... Viel mehr möchte ich eigentlich nicht verraten. Es ist ein Roman, der über einige Jahre hinweg erzählt wird und jede Handlung aus der Vergangenheit, hat Auswirkungen auf die Zukunft. So schreckliche Dinge geschehen, aber auch eine so wunderbare Liebe. Tolles Buch!



Habe im Februar nicht viel gelesen, aber zumindest hat mir der Lesestoff gut gefallen :)

Dienstag, 4. Februar 2020

[Lesemonat] Mein Januar 2020

Die Zeit rast nur so dahin. Nun ist der erste Monat im Jahr 2020 auch schon wieder Vergangenheit. Das Gute: Mein Kuba-Urlaub naht! 

Im Januar habe ich zwei Bücher gelesen - aber eines davon war SEHR dick:

"Der Übergang" von Justin Cronin  =  1.020 Seiten  (*****)
"Das Geschenk" von Sebastian Fitzek  =  382 Seiten  (***)

2 Bücher  =   1.402 Seiten


Angefangen hat mein Lesemonat bereits im Dezember mit dem über 1000-Seiten-Wälzer "Der Übergang". Das Buch lag tatsächlich bereits seit Februar 2018 (also schon knapp 2 Jahre) auf meinem SuB. Ich gebe offen zu, dass die hohe Seitenzahl kombiniert mit extrem kleiner Schrift UND der Tatsache, dass es eine Taschenbuchausgabe ist, mich lange von dem Buch fern hielten. ABER es lohnt sich wirklich! Es handelt sich tatsächlich um den ersten Teil einer Trilogie. Der zweite Band durfte bereits als Ebook auf meinem Kindle einziehen und wird im nächsten Urlaub in Angriff genommen (so dicke Bücher machen mir beim Lesen wirklich nicht so viel Spaß - da lobe ich mir meinen E-Reader).
Ich hatte ja bereits HIER berichtet, dass dieses Buch (oder besser gesagt die ersten paar hundert Seiten) in einer Serie verfilmt wurde, die kürzlich auf Pro7 lief. Ich hatte das wirklich nicht geplant und es war ein total witziger Zufall, dass ich das Buch gerade ausgelesen hatte und direkt die Verfilmung sehen konnte. 

Dann folgte mein Weihnachtsgeschenk "Das Geschenk". Ich war bereits im November 2019 auf einer Lesung von Sebastian Fitzek zu diesem Buch in Hannover, was mir so richtig Lust drauf gemacht hat. Außerdem hatte eine Freundin ebenfalls das Buch zu Weihnachten bekommen und ich wollte mich direkt mit ihr austauschen. Daher griff ich als nächste Lektüre direkt danach.
Es war wieder mal sehr spannend und die vielen Fitzek-typischen-Wendungen konnte ich teilweise wirklich nicht voraussehen. Allerdings hatte ich bei diesem Buch das (glaube ich) erste Mal ein Problem mit dem Ende. Es hat mir schlichtweg nicht gefallen. Schlüssig, ja klar. Aber das heißt ja nicht, dass ich es mag. So konnte ich leider schweren Herzens nur 3 von 5 Bücherwürmchen vergeben.

Wie war euer Lese-Januar?

Sonntag, 26. Januar 2020

[Reisebericht] Thailand - Koh Samui #Part6

Am zweiten Tag auf Koh Samui (19.03.2019) aßen wir erst einmal schön gemütlich im wunderschönen Innenhof unseres Hotels leckeres Frühstück und dann wagten wir ein Abenteuer

Ich bin wirklich nicht ängstlich, was den Straßenverkehr generell angeht... Eine Freundin meinte mal: Mit mir am Steuer durch Hannover zu fahren ist ein bisschen wie Kartfahren. Ja, ich fahre etwas rasant, aber ich kenne ja auch mein Auto.
Mit 16 machte ich meinen Mofa-Führerschein und war kurz darauf stolze Besitzerin eines auf 25 km/h gedrosselten Motorrollers. Seitdem ich dann mit 18 meinen Führerschein hatte, bin ich niemals wieder Roller gefahren (und auch vorher niemals schneller als besagte Begrenzung - war da schon immer gesetzestreu bzw. ein Schisser und habe den wirklich nicht entdrosselt!). 
Nun waren wir also in Asien. In Thailand

Exkurs: Deutscher Führerschein in Thailand
Deutsche Führerscheine werden nicht anerkannt. Man braucht tatsächlich (rechtlich gesehehen) einen von den thailändischen Behörden ausgestellten Führerschein - um den zu bekommen, braucht man einen internationalen Führerschein. Damit beantragt man in Bangkok den thailändischen. Um die dortigen Motorroller (ziemlich hoch motorisiert, könnten sicher 80 km/h schaffen) fahren zu dürfen, braucht man einen deutschen Führerschein für mind. 125 Kubik-Maschinen (welchen ich nicht habe).
Meine häuslichen Recherchen ließen also etwas Panik in mir aufsteigen... Wie soll das gehen? Was passiert, wenn uns Polizisten anhalten sollte? AAAAHHH. Das Internet (über diverse Blogger und Foren) sprach mir Mut zu. Das macht da jeder... Wenn man angehalten wir, muss man vielleicht ein Bußgeld zahlen... Die gesetzestreue Bürgerin in mir wand sich dennoch sehr. 
Man lernt wirklich wahnsinnig schnell Menschen (auch Deutsche) in Thailand kennen und natürlich kam auch das Thema Roller mieten auf. Uns wurde Mut gemacht, es einfach zu wagen. So wurde ich ein wenig beruhigt. Nicht nur die gesetzliche Problematik, auch die Straßenverhältnisse und (natürlich) der Linksverkehr spielten bei meinen kleinen Bedenken eine Rolle. Alles soll ganz einfach sein. Es wird nicht mal nach einen Führerschein gefragt. Man braucht nur einen Reispass und soll SEHR viele Fotos vom Zustand des Rollers machen. Außerdem IMMER einen Helm aufsetzen (auch wenn andere Deppen meinen, das nicht nötig zu haben - es herrscht Helmpflicht und unsereins möchte nicht deswegen von der Polizei herausgezogen werden).

Okay. So begab es sich also zu der Zeit, dass ich gegen ein Gesetz verstoßen habe. Noch schlimmer: Ich habe zu dem Vermieter gesagt, dass ich selbstverständlich fahren kann (...). Also praktisch gelogen. Und das Schlimmste: Meine Freundin wollte nicht selbst fahren. Also hatte ich sie hinter mir auf dem Roller sitzen. Zusätzliches Gewicht, das man ausgleichen muss (und auch können sollte). Wir fuhren sofort los - ich musste dem Vermieter ja schließlich beweisen, dass ich das auch wirklich kann!

15 Minuten der absoluten Panik meinerseits folgten.

leider auch viel Müll am Strand
Ich konnte nicht mehr. Hatte unfassbar große Angst, mich selbst UND Sabrina durch einen Sturz zu verletzen. Wir währen nicht die ersten Thailand-Urlauber mit fiesen Unfallverletzungen. Erst den Tag zuvor war jemand verunglückt. Fast vor unseren Augen. Ich war kurz davor, das Teil zurückzugeben. 
Dann plötzlich ging es. Der Verkehr wurde weniger. Und vor allem: Ich hatte meine Ängste überwunden. Ja, Sabrina stieg bei Rechtsabbieger-Kreuzungen ab und ging zur anderen Straßenseite - ABER wir kamen voran! Und es hat dann irgendwann sogar Spaß gemacht!
Man ist einfach so frei in seiner Urlaubsgestaltung. Wenn ihr euch traut, macht es auch! Vorsichtig fahren - vor allem in Kurven. Nicht zu schnell. Immer erwarten, dass Hunde auf die Straße rennen oder Thais euch von allen Seiten überholen. Dann dürfte echt nichts passieren.

In meinem Marco Polo Reiseführer (Werbung - unbezahlt) war eine Route, an die wir uns eigentlich halten wollten.
Exkurs: Reiseführer von Marco Polo
Also ein Freund von mir mag diese Reiseführer gar nicht. Ich persönlich brauche keine 500 Seiten Informationen. Für mich reicht es durchaus kurz und prägnant. Dafür sind die Reiseführer m.E. prädestiniert. Besonders schön finde ich die Erlebnistouren, weil man sich danach zeitlich und örtlich gut richten kann, ohne nach starrem Plan zu agieren. Ich mag die Marco-Polo-Reiseführer und werde mir auch weiterhin immer welche holen.
Laem Sor Chedi Pagoda
Die Route "Der stille Süden" sollte 5 Stunden dauern. Allerdings kamen wir deutlich schneller voran. Immer dabei unsere App "maps.me", die uns der Bahnmitfahrer zu Beginn der Reise verraten hat. Manchmal kamen die Anweisungen etwas spät (wenden fand ich jetzt auch nicht so witzig / einfach), aber dennoch ohne Internet einwandfrei nutzbar.

Der Süden Koh Samuis ist wirklich hübsch und vor allem nicht so zugebaut mit Hotels. Kaum Touristen, aber auch nicht so schöne Strände. Eher steinig und ziemlich vermüllt. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass wir nicht überall angehalten haben. ABER wir haben tatsächlich einen Affen bei der Arbeit gesehen. Die Thais nutzen die um Kokusnüsse zu ernten. Leider haben wir versäumt, ein Foto von ihm zu machen. 

Wir hielten an der Pagode Laem Sor Chedi, die direkt an einem wunderschönen Strand liegt. Dort kommt man wirklich nur mit Roller & Co. hin - daher waren wir vor Ort so ziemlich allein.

Da wir nun schon so weit gekommen waren und der Tag gerade mal angebrochen, entschieden wir uns, am Wasser entlang weiter zu fahren. Wir fuhren bis zur Inselhauptstadt Nathon und haben dort zu Mittag gegessen. Mit Blick aufs Meer aß ich ein ziemlich scharfes Hühnchengericht (spicey - no no... Na ja...).
Erst mal in Nathon war der Rest der Insel nun wirklich nicht mehr weit. 

An kleinen Aussichtspunkten und Wats hielten wir an, aber nicht bei jedem. Am Mae Nam Beach an der Nordküste Koh Samuis machten wir halt (nachdem wir nach laaangem Suchen endlich einen Weg zum Strand entdeckt hatten) und stürzten uns ins Meer. 

Auf Samui den Strand tatsächlich zu erreichen ist nämlich gar nicht so einfach - zumindest nicht bei den schöneren Stränden. Diese sind nämlich komplett mit Hotelanlagen zugebaut. Von der Straße aus sieht man höchst selten mal das Wasser (selbst wenn die Hotels nicht höher sein dürfen als die Palmen - also ich bin jetzt nicht so groß wie eine Palme!). Das blieb mir auch als absolut negativ in Erinnerung bezüglich Samui. 


Das Meer war sehr erfrischend und der Strand sehr schön. 

Wir fuhren dann weiter zum Big Buddah - dem Wahrzeichen Samuis. Die wirklich große Buddha-Statue auf einer Halbinsel sieht man sogar aus dem Flieger, wenn man im Landeanflug ist. Der Flughafen ist nämlich gleich ums Eck. Wir kamen in den Abendstunden an und mussten demnach unsere Schuhe ausziehen. Nur in der Mittagshitze, wenn die Steine sehr aufgeheizt sind, darf man die Schuhe anlassen. 
Ein ganz hüberscher Hund hat aber drauf aufgepasst ;p Es sind tatsächlich einige Stufen dort hinauf. Von dort oben ist aber auch die Aussicht ganz schön. 

Als die Sonne dann langsam unterging, machten wir uns auf den Heimweg und gaben den Roller zurück.

Die böse Überraschung zeigte sich dann im Hotelzimmer: Hatte mir schön die Handrücken in der Sonne verbrannt... Habe mir dann vorgenommen, die beim Rollerfahren besonders einzucremen. Man merkt das beim Fahrtwind einfach nicht.


Abends sind wir dann erst einmal lecker essen gegangen und dann die Straße runter zur Arc Bar gewandert. Das ist eine Beach-Bar, die hinter einem Hotel liegt (bzw. dazu gehört). Wenn man es nicht weiß bzw. andere Urlauber einem den Tipp geben, hätten wir die nicht gefunden. Man muss nämlich durch die Hotelanlage durchgehen. Fanden wir doch etwas merkwürdig. 

Dort gab es Cocktails und die obligatorische Flammenshow. Wir trafen sogar einen deutschen wieder, den wir beim Flughafen gesehen haben (Thailand ist wirklich manchmal ein Dorf). Hinweisschilder am Strand wiesen noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Drogenkonsum und -besitz in Thailand absolut verboten ist und zu strengen Haftstrafen führen kann. 
Zurück fuhren wir dann (etwas faul) mit dem TukTuk die Straße runter. Unser zweiter Tag auf der ersten Insel unserer Reise war schon wieder vorbei - aber die vielen Eindrücke blieben.
                                                                                                                                                                                                                                                                                        

Sonntag, 19. Januar 2020

[Kurzes Fazit] "Vanitas" von Ursula Poznanski

Inhalt:
Sie nennt sich Carolin Bauer. Doch das ist nicht ihr richter Name. Sie selbst gibt es nicht mehr. Sie wurde beerdigt. Doch die Angst ist geblieben. Wenn die sie finden sollten, wäre der Tod eine Gnade. Das weiß sie. Zu viel hat sie mit ansehen müssen.
Doch dann bittet Robert (ihr eigentlicher Beschützer) sie, zurück nach Deutschland zu gehen. Nur nach München, aber dennoch sehr viel näher zu denen, als sie jemals wieder sein sollte. Nur beobachten und sich anfreunden. Das war der Job. Doch ist es wirklich nur so einfach?

Mein Fazit:
Von Anfang an war die unterschwellige Spannung vorhanden. Der Leser weiß überhaupt nichts über die Vergangenheit von Caro, wie sie sich jetzt nennt. Das Buch hatte definktiv eine gigantische Sogwirkung auf mich! Erst weiß man nur, dass "Caro" ihren Tod vorgetäuscht hat. Offensichtlich durch Unterstützung der Polizei. Das ist rund zehn Monate her, doch sie hat noch immer Angst. Jetzt wird sie erneut zur Spionin...
Ich fand das Buch aber auch äußerst merkwürdig! Nicht wirklich ein üblicher Thriller, obwohl es durchaus wahnsinnig spannend geschrieben ist. Die Ängste spielen sich eher im Kopf der Protagonistin ab. Es kam mir oft eher wie eine Familiensaga vor. Carolins Vergangenheit ist auch ein spannender Part. Wusste nicht genau, worauf das Ganze hinauslaufen soll... Das war natürlich im Sinne des Spannungsbogen durchaus förderlich.

Kurzum: Kein klassischer Thriller, aber definitiv eine Leseempfehlung von mir!


Infos zum Buch:  
Verlag: Droemer Knaur GmbH & Co. KG
Taschenbuch: 376 Seiten
Genre: Thriller  
Erschienen: Februar 2019
ISBN: 978-3-426-22686-5