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Montag, 17. April 2023

[Lesemonat] Mein März 2023

Im März war ich auf Reisen - durch das südliche Afrika. Hatte zwar nicht jeden Tag gelesen, aber wir hatten ziemlich lange Busfahrten. Konnte tatsächlich sehr gut während der Fahrt lesen, was sich entsprechend bemerkbar gemacht hat. Habe für meine Verhältnisse wahnsinnig viel im März gelesen:


"Nichts wird bleiben von dir" von Jutta Maria Herrmann  =  282 Seiten  (***)
"Empatiana 1 - Das stumme Geheimnis" von Linda Dantony  =  282 Seiten  (****)
"Empatiana 2 - Zwischen gestern und morgen"  von Linda Dantony  =  306  (****)
"Böse bist du" von Jutta Maria Herrmann  =  230 Seiten  (*****)
"Universum" von Phillip P. Petersen  =  448 Seiten  (*****)
"Der Käfig" von Mike Chick  =  388 Seiten  (****)
"Weg der Träume" von Nicholas Sparks  =  321 Seiten  (*****)
"Du bist nie allein" von Nicholas Sparks  =  432 Seiten  (*****)
"Empatiana 3 - Die Stunde der Wahrheit" von Linda Dantony  =  308 Seiten  (***)

9 Bücher  =  2.997 Seiten

Mein erstes Ebook beendete ich bereits auf dem ersten Flug (leider gab es keine guten Filme). Allerdings hat "Nichts wird bleiben von dir" mir nicht so gut gefallen... Ich fand die Story doch sehr konstruiert und ab einem bestimmten Zeitpunkt leider ziemlich drüber. Die Auflösung hat es nicht gerettet. Hat mir einfach nicht so gut gefallen, obwohl es durchweg spannend war!
In dem Buch geht es um eine Gruppe von Freunden, die eine Beicht-Hotline gegründet haben. Eines Tages ruft eine Frau dort an und sagt, sie würde demnächst ein Baby lebendig vergraben... 

Weiter ging es mit den ersten beiden Teilen der "Empatiana"-Reihe von Linda Dantony. Den ersten Band hatte ich schon etwas länger auf dem Kindle - war mal als Prime-Titel umsonst verfügbar. Vor allem der erste Band hat mich stark an die Royal-Reihe (KLICK ZUM BLOGPOST) oder auch die Selection-Reihe (KLICK ZUR REZI - TEIL 1) erinnert. Auch hier lebt die Hauptprotagonistin Lara in einer Welt, in der es viele Regeln einzuhalten gilt. Es gibt ein Königshaus und einen Prinzen, den niemand aus dem Volk je gesehen hat. Dieser Prinz sucht demnächst seine Prinzessin.
In Empatiana war der Clou, dass Gefühle unerwünscht sind. Es geht einzig um Effizienz. Daher braucht man dort nicht auf Mitgefühl hoffen. Ab dem zweiten Teil weicht die Handlung jedoch deutlich von den vorgenannten Buchreihen ab und hat mir sehr gut gefallen. Wirklich spannend, wenn auch leider ab und an ein wenig schnulzig.

"Böse bist du" von Frau Herrmann konnte mich tatsächlich voll und ganz überzeugen! Was für ein Geniestreich! Ich war gebannt bis zum Ende. Die Hauptprotagonistin hat einen schrecklichen Überfall überlebt, bei welchema ihre Freunde ums Leben kamen. Sie selbst erlittt eine Hirnverletzung - doch sie weiß noch genau, wie die Täter aussahen. Doch sie hatte sich schon einmal geirrt... Daher möchte sie ganz sicher sein, bevor sie die Polizei einschaltet.
Wirklich ganz, ganz großartig - kann nichts anderes dazu sagen.

"Universum" ist ein wahnsinnig guter Science-Fiction-Roman, der mich ein wenig an den Film "Interstellar" erinnert hat (den ich im Übrigen auch sehr großartig finde).
In diesem Buch geht es um einen ehemaligen Kriegsverbrecher und Whisleblower, der mit seiner kleinen Familie als Siedler auf einem anderen Planeten ganz neu anfangen will. Das heißt nicht, dass er seine Taten verschweigt oder kleinreden will (ganz im Gegenteil). Ich fand Mike Warnock dennoch sympathisch und auch clever. Anders als die Capitänin Christine Dillinger konnte er mit Menschen umgehen. Auf dem routinemäßigem Flug durchs Weltall geschieht jedoch ein unvorhersehbarer Fehler... Die Gruppe unterschiedlichster Menschen "verschwinden" im unendlichen Weltall...
Mir hat das Buch wirklich wahnsinnig gut gefallen! Irgendwie sehr realistisch und wissenschaftlich fundiert (zumindest wirkte das auf mich so). Auf jeden Fall interessante Theorien. 

Weiter ging es mit "Der Käfig". Da dieses Buch von einem Buchblogger sehr hoch gelobt wurde, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen. Offenbar waren sie zu hoch. Ja, es war ein guter Thriller - aber jetzt nicht bahnbrechend oder unendlich spannend. Die Story war jetzt nicht vollkommen neu.
Marcus ist aber auf jeden Fall schon ein interessanter Hauptprotagonist. Eigentlich ein ziemlicher Loser, der zu viel mit seinem drogenabhängigem Kumpel abhängt. Als dieser sich nur unweit von seiner Drogenküche versehentlich vor den Zug wirft, läuft Marcus weg - und landet vor Eddi Gals Haustür... Dieser sammelt leidenschaftlich gerne Menschen und hält sie in Käfigen gefangen. Seine Hühner. Wie gesagt - völlig neu war das nicht; hat mich schon stark an "Tiere" von Simon Beckett erinnert. Allerdings gefiel mir gut, dass man in Rückblenden viel über die Hintergründe von Eddies Verhalten erfuhr.
Den deutschen Untertitel "Entkommen ist tödllich" habe ich tatsächlich nicht verstanden... Hat aus meiner Sicht absolut nichts mit dem Buch zu tun.

 "Weg der Träume" wurde mir von einer Mitreisenden ausgeliehen. Habe bislang noch nicht so viele Bücher von Nicholas Sparks gelesen, aber einige seiner Verfilmungen geschaut. In diesem Roman geht es um Miles Ryan, der seit dem Unfalltod seiner geliebten Frau mit seinem kleinen Sohn Jonah alleine lebt. So richtig abschließen konnte er bislang nicht, da der Fahrer Unfallflucht begangen hat. Als er die neue Lehrerin seines Sohnes kennen lernt, fühlt er sich endlich bereit für eine neue Beziehung. Doch die Ungewissheit über den Tod seiner Frau lässt ihn noch immer nicht los.
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Insbesondere die Liebesgeschichte war absolut glaubhaft. Sparks schreibt einfach Geschichten, die genau so passieren können.

Danach las ich ein weiteres Sparks-Buch (ebenfalls von der Mitreisenden). In "Du bist nie allein" geht es um die junge Witwe Julie. Ihr verstorbener Mann schenkte ihr nach seinem Tod eine Deutsche Dogge. Nach ziemlich langer Trauerzeit wagt sie sich wieder auf den Dating-Markt. doch bei dem Typ, den sie da kennen lernt, hatte ich direkt ein schlechtes Gefühl... Richard wirkt auf den ersten Blick nahezu perfekt. Immer an Julies Seite ist der beste Freund ihres verstorbenen Mannes, Mike. Ihr Kumpel, Freund und Helfer in der Not - und der arme isst schon ewig in sie verliebt...
Mich hat das Buch wirklich gut unterhalten. Ja, am Ende wurde es doch etwas wild, aber immerhin spannend.

Den Abschluss des Monats machte der finale Empatiana-Teil. Leider hat mir der einfach mal überhaupt nicht gefallen... Kann ohne zu spoilern nicht wirklich viel dazu schreiben. Habe mir voom Ende einfach sehr viel mehr versprochen... War aus meiner Sicht leider sehr schwach.

Dienstag, 26. Juli 2016

[Rezension] "Mein Weg zu dir" von Nicholas Sparks

Inhalt:
Dowson ist Mitglied der Cole-Familie. Im Südstaatenörtchen Oriental heißt dies, das man einfach kriminell sein muss. Amanda hingegen kommt aus reichem Hause. Als die beiden Teenager sich verlieben, sind ihre Eltern gar nicht begeistert. 
Doch als Amanda zum College geht, trennen sich die beiden. Dawson kommt kurz darauf ins Gefängnis. 20 Jahre vergehen. Dann stirbt der gemeinsame Freund Tuck und die beiden treffen wieder aufeinander. 

Erster Satz: 
"Gleich nach der Explosion auf der Bohrinsel, begannen die Halluzinationen."

Cover: 
Gefällt mir ganz gut. Habe auch eine Idee, von welchem Ort im Buch das Bild inspiriert ist ;)

Meine Meinung:
Der Einstieg fiel mir wirklich sehr leicht. Bislang kannte ich nur die Buchverfilmungen des Autors und dieses Buch fängt nahezu genauso an. Der Leser lernt zunächst den älteren Dowson und die ältere Amanda getrennt kennen. Erfährt, was seit der Trennung mit den beiden geschehen ist. 
Dowson führt ein einsames Leben. Arbeitet auf einer Bohrinsel und hat ansonsten keine sozialen Kontakte. Nur mit Tuck schreibt er regelmäßig. Amanda ist verheiratet und hat drei Kinder mit ihrem Ehemann Frank, der seit dem Tod ihrer weiteren Tochter Bea dem Alkohol verfallen ist. Beide sind nicht glücklich. Dowson kam nie über seine Jugendliebe hinweg und Amanda geht es ähnlich. 

Tuck ist der gemeinsame Nenner der beiden. Er nahm den jungen Dowson bei sich auf, als dieser vor seinem brutalen Vater und der Familie floh. Gab ihm einen Job und einen Platz zum Schlafen. Für Amanda wurde er erst viel später ein wichtiger Vertrauter. Mit Tuck konnte sie über alles reden - auch über ihre Eheprobleme. 
Amandas Mutter Evelyn konnte ich nicht wirklich einordnen. Eigentlich Antagonistin und unsympathisch, aber andererseits vielleicht nur in ihrer kleinen Welt gefangen. Richtig warm wurde ich trotz am Ende kurz auftretender Empathie nicht mit ihr.

Sowohl Dowson als auch Amanda sind natürlich sehr attraktiv. Die agressive Familie Cole war mir ein wenig zu überspitzt dargestellt. Insbesondere die Cousins Abee und Ted, die mir einfach ein wenig unrealistisch vorkamen. Aber wer weiß, vielleicht sind diese White-Trash-Familien wirklich so. Der Grund, weshalb Dowson ins Gefängnis musste, war eigentlich ein Unfall. Doch der gutmütige junge Mann von 22 Jahren fühlte sich so schuldig, dass er sich auch so bekannte. Und auch Jahre später schickt er der Familie regelmäßig Geld. Das spricht für sich, finde ich. Der Dowson ist ein guter ;)

Die Geschichte hat auch eine mystische Seite in Form einer Erscheinung, die Dowson zum ersten Mal bei einem Unfall auf der Bohrinsel das Leben rettet. Auch später tauch der Mann mit den dunklen Haaren auf und scheint den Protagonisten zu leiten. Ohne den hätte das Buch meiner Meinung nach auch gut funktioniert, war ein wenig too much.

Das Ende hat mir leider überhaupt nicht gefallen und hat für mich das Buch irgenwie versaut. Ich fand es sehr unrealistisch und wirklich übertrieben. 

Nichts desto tortz ist es eine leiche Lektüre und gut wegzulesen gewesen. Ich kann mir gut vorstellen, mehr Bücher von dem Autor zu lesen. Anhand der Filme kann ich natürlich schon davon ausgehen, dass sie sich alle relativ ähnlich sind, aber was solls.

Fazit:
Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen. Die Story an sich war nicht wirklich mein Fall, das Ende zu unglaubwürdig. Nichts desto trotz hat es mich recht gut unterhalten. Der Schreibstil selbst gefiel mir gut. Daher vergebe ich drei von fünf Würmchen




Infos zum Buch:
Verlag: Verlagsgruppe Randomhouse

Original-Titel: "The best of me"  
Genre: Unterhaltungsroman / Drama
Taschenbuch: 399 Seiten  
Preis: 9,99 €
Erschienen: 09.09.2013

Zum Verlag: Heyne Verlag