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Dienstag, 16. Juli 2013

[Kurzes Fazit] "In deinen Augen" von Maggie Stiefvater

Rezi von Lia


SPOILERALARM!!! Letzter Teil einer Trilogie!!!

Da ja meine Co-Autorin bereits eine Rezi zu dem Buch veröffentlicht hat, kann ich mich hier ganz allein auf meine Meinung / mein Fazit des Buches beschränken. 

Mir ging es irgendwie komplett anders als Lia und möchte euch das nicht vorenthalten. Eigentlich ist unser Lesegeschmack relativ ähnlich. Doch ab und an gibt es da einige Ausnahmen. So auch dieser dritte Teil.


Wie fand ich das Buch also?

Ich war enttäuscht. Es ließ sich wirklich einwandfrei lesen, die Charaktere waren wieder da, es gab sogar einige Entwicklungen. Aber nicht so viele, wie gehofft hatte. Sam und Grace - das Traumpaar - waren wieder vor dasselbe Problem gestellt, nur eben anders herum. Die Liebe der Beiden fand ich immer noch schön, aber auch leider so langsam etwas öde. Sam mit seinen Rilke-Zitaten... Man muss es doch nicht übertreiben mit den Gedichten (kann damit einfach nicht so viel anfangen - Shame on me!). 
Mein Dream-Team war also - seit ich sie aus Teil 2 kenne - Cole und Isabel. Was für ein Paar! Action, Emotionen, Liebe, Hass, Drama - diese beiden vereinen wirklich alles. Warum konnte es nicht nur um sie gehen? Also mich hätte das überhaupt nicht gestört. Der laute, anstrengende Cole vs. der verschlossene, ruhige Sam. In meinem Augen gewinnt Rockstar-Cole das Battle.

Die Handlung an sich wirkte auf mich irgendwie zu gewollt, zu  konstruiert. Niemand macht sich jemals Gedanken um die Zukunft, doch plötzlich liegt die Lösung auf dem Silbertablett...
Lia bemängelte in ihrer Rezi das Schwarz-Weiß-Denken. Also mich hat die Antagonistin nicht gestört. Es gibt Psychopathen auf der Welt - das ist klar. Warum sollte nicht einer von ihnen zum Werwolf werden?

Das Schlimmste kam zum Schluss - ein offenes Ende! Nee, oder?! Um nichts zu verraten (ES IST WIRKLICH DAS ENDE!!!) verpacke ich den furchbaren Albtraum, der mich ereilte lieber in eine Spoiler. Zum Lesen einfach markieren: Isabel zieht mit ihren Eltern zurück nach LA - und was ist mit Cole?

Insgesamt also - trotz wirklichem Lesevergnügens - enttäuschend. Habe mir so viel mehr erhofft. Aber man kann es einfach nicht jedem Recht machen. Die Drei Würmer bekommt das Buch, weil doch etwas Cole drin war :)


Hat es euch gefallen? Sehe ich das zu kritisch?

Mittwoch, 17. April 2013

"In deinen Augen" von Maggie Stiefvater


ACHTUNG: Teil 3 einer Reihe!

Inhalt:
Die Rollen haben gewechselt: Sam darf sich seiner Menschengestalt sicher sein und Grace streift als Wolf durch die Wälder von Mercy Falls. Waren die Wölfe bisher in den Wäldern nicht gern gesehen, so werden sie nun zur Zielscheibe. Nachdem ein getötes Mädchen im Wald gefunden wird, sollen die Wölfe ein für alle Mal ausgerottet werden. Sam, Cole und Isabel suchen nach dem rettenden Plan. Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit.

Cover:
Grün-weiß verspielt wie alle Bücher dieser Reihe. Es gefällt mir sehr, auch wenn es dezent ist. Ich bilde mir ein, sogar in der Farbe hellgrün einen Sinn zu sehen.

Erster Satz:
"Ich kann leise sein, so leise."

Meinung:
Maggie Stiefvater behält ihren Stil bei, bis auf die Tatsache, dass die Perspektive einer "neuen" Person integriert wird - der Antagonistin. Alles wird genau beschrieben, besonders die Gerüche, so dass man glaubt, selbst dort zu sein. Es war für mich ein bisschen, wie alte Bekannte treffen, als ich von Sam, Grace und den anderen gelesen habe. Die Story entwickelte sich für mich glaubhaft weiter. Die Perspektivenwechsel gefallen mir nach wie vor sehr gut, sie geben das gewisse Etwas.
Ich kann an dem Buch nicht wirklich viel aussetzen, bis auf die Tatsache, dass es ein bisschen zu schwarz-weiß war. Die Antogonistin schien ohne Sinn und Verstand - ohne für mich erkennbares Motiv - einfach nur böse zu sein. Sie hielt zwar das Geschehen im Gleichgewicht, aber an dieser Stelle hätte ich gerne mehr Hintergründe über sie erfahren. 
Ansonsten bot das Buch einige humorvolle Stellen. Z. B. als Cole sehr hartnäckig versucht, mit Isabel in Kontakt zu treten. Mir gefällt ja Cole, der immer mal wieder Action ins Geschehen bringt. Er ist mir einfach sympathisch, auch wenn er irgendwie verrückt ist. Der böse-gute Typ.

Fazit:
Wer die ersten beiden Bände mag, wird auch Teil 3 verschlingen. Ich würde 4,5 Würmer vergeben wegen der Sache mit der Antagonistin, das macht jedoch 5 Würmer in der Summe. Ich mag die Reihe sehr und bin etwas traurig, dass sie nun zu Ende ist, aber man kann ja noch einmal von vorne lesen.

Mittwoch, 21. November 2012

"Ruht das Licht" von Maggie Stiefvater

ACHTUNG! 2. Teil einer Trilogie! Spoiler!

Zum ersten Teil hat Lia hier eine Rezension geschrieben.

Inhalt:
Der Frühling naht in Mercy Falls und damit auch die Zurückverwandlung der neuen Wölfe. Als Cole splitterfasernackt in Isabels Haus auftaucht, weiß sie sofort, dass er einer von den Neuen ist. Doch Cole ist nicht wie Sam. Er hat sich ausgesucht, ein Wolf zu werden. 
Grace geht es überhaupt nicht gut. Sie hat ständig Kopfschmerzen und weiß nicht, woher sie kommen. Doch sie traut sich nicht, Sam davon zu erzählen.

Cover:
Ich finde das Cover einfach wunderschön. Was auf den Fotos nicht so gut zu sehen ist: Es reflektiert glitzernd wie Eis, was einfach super zum Thema des Buches passt. Auch schön: Das Leseband in passender Farbe. Ich finde Lesebänder bei gebundenen Büchern sowieso klasse. Das Lesezeichen ist immer parat. Der Rand ist übrigens wirklich verschwommen - nicht nur auf meinen Fotos :p


Erster Satz:
"Dies ist die Geschichte eines Jungen, der ein Wolf war, und eines Mädchens, das zu einem wurde."

Stil:
Die Autorin erzählt die Geschichte aus Sicht der Hauptcharaktere Grace, Sam, Isabel und Cole - jeweils in der Ich-Perspektive. Wobei mich die Episoden von Grace und Sam - gelangweilt ist das falsche Wort - gerade zu Beginn nicht so überzeugt haben. Das lag vermutlich daran, dass es im ersten Buch hauptsächlich um die Geschichte dieser beiden ging. Wie sie sich kennen lernten und sich ineinander verliebten. Hier war es eher eine bereits ziemlich erwachsene Liebe, die auch sehr schön zu lesen war. Was mich hingegen wirklich gefesselt hat, war die Geschichte von Cole. Ein Arschloch, wie er im Buche steht. Rockstar. Junkie. Fremdgeher. Poser. Aber irgendwie hatte der Kerl was. Isabels Charakter passte perfekt zu ihm und ich ahnte recht bald, dass sich da etwas entwickeln könnte zwischen ihnen... Die Gespräche der beiden waren so schön. Sehr tiefgründig und endlich hatte Isabel jemanden, mit dem sie über alles reden konnte. 
Wie schon im ersten Teil wurden wieder einige Gedichte zitiert und die von Sam selbst geschriebenen Songs (in Originalsprache Englisch) in die Geschichte verwoben. Da kam es auf meine Stimmung an. Manchmal habe ich sie - muss ich leider zugeben - einfach überlesen.

Fazit:
Eine wirklich gute Fortsetzung, die mich gut unterhalten hat. Allerdings ließ Action ein bisschen auf sich warten. Daher kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben und hoffe, dass mich das letzte Buch umhauen wird!


Sonntag, 18. Dezember 2011

"Nach dem Sommer" von Maggie Stiefvater












Inhalt:
Grace hat eine besondere Verbindung zu den Wölfen aus den Wäldern von Mercy Falls. Dies steht schon fest, seit sie als kleines Mädchen von einem Wolfsrudel von ihrer Schaukel gezerrt wird und in eine lebensgefährliche Situation gerät. Ein Wolf mit goldenen Augen rettet sie schließlich und seitdem beobachtet sie jedes Jahr aufs Neue, wie das Wolfsrudel beim ersten Frost in den Wald zieht. Dabei sucht sie stets nach „ihrem Wolf“. Ihre Neugierde wächst und sie nähert sich den Wölfen immer mehr an.
Als eines Tages ein angeschossener Junge vor ihrer Haustür liegt, findet Grace heraus, dass das Wolfsrudel ein besonderes Geheimnis verbirgt: Sam ist ein Werwolf. Er verwandelt sich, wie die anderen Rudelmitglieder, bei Einsetzen des Frosts in einen Wolf. Jeden Winter, anscheinend unaufhaltsam und unwiderruflich, bis er irgendwann in Wolfsgestalt verbleiben wird.
Doch Sam liebt es ein Mensch zu sein, Gedichte zu lesen und jetzt ist da auch noch Grace, die seinem Menschendasein einen ganz neuen Sinn gibt. Wie viel Zeit bleibt ihnen noch?
Stil:
Die Geschichte ist aus der Sicht von Sam und Grace erzählt – jeweils in der Ich-Form. Das Besondere ist, dass bei jedem Kapitel die Temperatur mitgeteilt wird, da diese maßgeblich für die Verwandlung in einen Wolf ist. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich mitgefiebert habe und in das Buch eingesunken bin. Durch die verschiedenen Perspektiven erfährt man auch Dinge, die einer der beiden nicht ausgesprochen, sondern nur gedacht hat.
Die Sprache ist sehr detailreich, besonders Gerüche werden intensiv beschrieben. Ebenso sind die Charaktere sehr facettenreich und tiefgehend dargestellt, wodurch das Buch sehr lebendig wird. Sei es nun Grace‘ humorvolle Art oder Sam’s Sinn für Poesie, es geht unter die Oberfläche.
Fazit:
Absolut lesenswert, da das Buch gleichermaßen humorvoll, romantisch und spannend ist. Die verschiedenen Perspektiven bringen das gewisse Etwas. Für mich mutet die Geschichte wie ein modernes Märchen an, was wahrscheinlich auch an dem Bezug zu Wölfen und Wald liegt. Die Verbindung zwischen Grace und Sam ist sehr schön dargestellt. Man kann einfach sehr gut nachvollziehen, warum sie sich lieben. Der erste Teil einer Trilogie, auf deren Fortsetzung man sich sehr freuen kann.