Montag, 20. Juli 2026

[Rezension] "Rauschen" von Martin Murvogel

Inhalt: 
"Österreich im Jahr 2060.Ein Land, das unübersehbar vom Klimawandel geprägt ist. Eine neue, nachhaltige Gesellschaft, die mit technischem Fortschritt und viel Genügsamkeit um ihr Überleben kämpft. Ein sonderbares Rauschen im Weltall, das die besten Physiker ratlos werden lässt. Ganz normale Menschen, die zeitgleich von Hieroglyphen träumen. Und dann auch noch Jo, Lena und Judith, die nach und nach auf Verbindungen zwischen alldem stoßen und dabei Unvorstellbares entdecken. Dabei hatten sich Jo und Lena als nutzlose Exoten im UNO-Projekt zur Erforschung des Rauschens schon ganz gut eingefunden. Und auch Judith wollte eigentlich nur als Aufsichtsbeamtin in der UNO-City nach dem Rechten sehen. Rauschen ist ein Roman, der die Welten der ägyptischen Mythologie, des Klartraums und der Vogelkunde zu einer spannenden und unterhaltsamen Erzählung verknüpft, die uns letztlich mit der Frage konfrontiert, wie wir damit umgehen, nicht alleine für unser Handeln verantwortlich zu sein. Das alles vor dem Hintergrund einer zukünftigen Gesellschaftsordnung, die als Reaktion auf jahrzehntelange Umweltzerstörung den Einsatz modernster Technik zwar nicht scheut, sich aber immer echter Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt."

Erste Sätze:
"Ein Wiedehopf. Mitten in Wien ein Wiedehopf. Upupa epops. Ein wunderschönes Tier. Erstaunlich, wie schnell sich die Natur erholt. Vor wenigen Jahren wusste niemand, ob der Wiedehopf nicht schon ausgestorben ist."

Cover/Aufmachung:
Habe das Buch ja nur auf dem Kindle gelesen und erst am Ende bemerkt, dass es gar kein stilisierter Vogel ist, sondern ein Falke der uns Leser von der Seite anschaut. Im Nachhinein gefällt es mir daher besser. 

Meine Meinung:
"Rauschen" war ein ziemlich besonderes Buch. Ich mochte diese Zukunftsvision tatsächlich sehr. Der Roman spielt in der gar nicht mehr so weit entfernten Zukunft in Österreich. Aber anders als erwartet, hat die Menschheit irgendwie den "Absprung" geschafft. Natürlich konnte der Klimawandel nicht gestoppt oder gar rückgängig gemacht werden, aber die Menschen haben sich RICHTIG stark angepasst. Keine Verbrenner. Nur erneuerbare Energien. Reisen nur aus besonders wichtigem Grund und nur auf besonders ökonomische Art und Weise. Das heißt dann aber auch, von Wien nach Hamburg mit dem absolut Hochgeschwindigkeitszug, der so schnell ist, das man die 2 Stunden nicht aufstehen kann - also auch kein Toilettengang... Vieles wird nur noch in Virtueller Realität besprochen. Und auch der Hauptprotagonist, ein Ornithologe, der alles immer mit Vögeln erklärt und darstellt. Wahnsinnig interessant, diese wahnsinnig vielen verschiedenen Vogelarten! Also eigentlich ein richtig cooles Buch. 

Wäre nicht das "Rauschen". Seit etwa 10 Jahren wird ein Geräusch aus dem Weltraum empfangen. Jo, der Ornithologe, wurde einer Task-Force aus Wissenschaftlern zugeteilt. Das Ziel: Herausfinden, was bisher noch kein Wissenschaftler geschafft hat. Woher kommt das Rauschen und was soll es der Menschheit sagen? Später wird jedoch ein für mich völlig skurriler Ansatz in die Geschichte eingewoben, der einerseits sehr spannend und interessant war, aber andererseits für mich persönlich einfach zu viel. War schlicht eine Entwicklung, die ich nicht mitgehen konnte. 

Fazit:

Wurde mir einfach zu wild. Daher konnte ich nur 3 von 5 Bücherwürmchen vergeben. ABER viele andere Leser haben das Buch extrem gut bewertet - also vielleicht schaut ihr es euch einfach mal selbst an.




Verlag: Self published
Gebunden: 183 Seiten
Genre: Science Fiction
Preis: 5,90 €
Erschienen: 02.05.2021
Erhältlich bei: Amazon

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