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Montag, 12. Mai 2014

[Rezension] "Calling Crystal" von Joss Stirling

Achtung: Dritter Teil einer Trilogie!

Inhalt:
Crystal ist ein mieser Savant. Ihre Fähigkeit ist eine einzige Lachnummer. Sie findet Gegenstände, die Leuten verloren gegangen sind. So wie zum Beispiel ein Schlüssel (oder die Fernbedienung).  Als siebt geborene in ihrer Familie hätte sie eigentlich mehr sein sollen. Außerdem ist sie nicht sonderlich hübsch und viel zu groß. Crystal reist viel mit ihrer Schwester Diamond, die eine ausgezeichnete Streitschlichterin ist. Ihre Schwester ist der Überflieger und Crystal fühlt sich wie ein unfähiges Anhängsel.
Auf einer Reise lernt Diamond dann ihren Seelenspiegel kennen, Trace Benedict. Schon bald soll eine Hochzeit gefeiert werden. Crystal soll den Junggesellinnenabschied für ihre Schwester, und Xavier Benedict den seines Bruders organisieren. Ein kleiner Wettkampf zwischen den Streithähnen entbrennt...

Erster Satz:
"Der Abend, an dem sich mein Leben veränderte, begann damit, dass ich ein absolut unübertreffliches Dessert verspeiste."

Cover:
Ähnelt den ersten Coverbildern sehr. Ich mag das schnörkelige. Die venezianischen Masken passen optimal und werden auch im Buchinneren bei den Kapiteln wieder aufgegriffen.

Meine Meinung:
Eindeutig der schlechteste Band der Reihe für mich. Dies ist allein der Hauptprotagonistin geschuldet. Ich wurde mit Crystal einfach nicht warm und konnte ihre Komplexe nicht ganz nachvollziehen. Sie hat vielleicht nicht die wunderbarste Savant-Gabe der Welt. Aber sie entwirft und schneidert großartige Kleider! Wo ist ihr Problem bitte? Als ihr im Laufe des Buches gesagt wird, das sie hübsch ist und sogar Model sein könnte, kann sie es nicht glauben. Sie empfand sich selbst immer als hässliches Entlein. Mir war das alles zu dramatisch inszeniert. Die anderen beiden Mädchen aus den vorangegangenen Bänden hatten echte Probleme! Klar ist es bestimmt nicht schön, sich hässlich und unnütz zu fühlen. Aber ein richtiger Grund dafür wurde mir nicht gegeben.



Dass Xavier - kurz Xav - ihr Seelenspiegel sein wird, dürfte jedem bereits ab Seite 30 oder so klar sein. Aus diesem Grund habe ich keinen Spoiler-Alarm angebracht. Xav ist schon ein klasse Typ - genau wie alle anderen Benedict Brüder. Perfekte Menschen. Gähn. Er hat auch so seine Schwächen - aber die erinnern mehr an ein Vorstellungsgespräch, wo die Schwächen eher verkappte Stärken sind... Die Liebesgeschichte der beiden war ab und an wirklich schön (Stichwort: Filmkuss), aber irgendwie auch zu sehr "du bist mein Seelenspiegel - daher liebe ich dich"-lahm.

Natürlich gab es auch wieder Action in Form von großer Gefahr. Die Story dahinter war gut nachvollziehbar, die Lösung der ganzen Misere wirkte mir aber zu konstruiert. Schön fand ich den Handlungsort: Venedig.

Fazit:
Ein gutes Jugendbuch, das sich flüssig lesen lässt. Allerdings hat mich in diesem Band die Story überhaupt nicht gekriegt, obwohl es wirklich schön war, "alte Bekannte" wiederzutreffen. Trotzdem noch knappe 3 Würmchen.


Infos zum Buch:

Donnerstag, 2. Mai 2013

[kurzes Fazit] "Zed´s Story" von Joss Stirling


Es handelt sich um eine Zusatzstory zu dem Roman "Finding Sky" (meine Rezi). Der Inhalt selbst beschränkt sich auf den Beginn des Romans. Also kurz bevor Sky an Zeds Schule kommt und endet nicht lange nach dem Fußballspiel. Am Ende der Geschichte steht der Hinweis, dass man, um mehr zu erfahren, "Finding Sky" lesen kann. Ich würde dieses Buch aber zuerst lesen. 

Wie gesagt ist es nur keine kleine Ergänzung zum ersten Band der Trilogie. Dort berichtet die Hauptprotagonistin Sky in der Ich-Perspektive, was im Umkehrschluss bedeutet, dass man von Zeds Gefühlswelt nicht viel mitbekommt. Dafür ist diese kleine Geschichte gedacht. 
Ich hätte mir nur gewünscht, dass etwas mehr Hintergrundinformationen geliefert werden. Ich meine die Erklärung, dass Zed "das Gesamtbild" bei den schrecklichen Verbrechen sieht, erscheint mir nicht ausreichend. Irgendwie fehlte mir da was. 
Was mir hier auch nochmal ins Auge gesprungen ist, waren die bekloppten Namen der Brüder... Wurde zwar schon bei "Finding Sky" erwähnt, aber da waren die ja keine Hauptprotagonisten. Die sieben Brüder sind nämlich alphabetisch sortiert... Ab T gehts bis Z (Trace, Uriel, Victor, Will, Xavier, Yves und Zed). Fand ich ein wenig dämlich, ist aber vielleicht Geschmacksache.  
Ich würde nicht die volle Punktzahl vergeben. Hat mir aber wieder Lust darauf gemacht, die Trilogie weiterzulesen. Band 2 liegt ja noch auf meinem SuB :)




Infos zum Buch:

Dienstag, 9. Oktober 2012

"Finding Sky" von Joss Stirling

Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit einem kleinen circa sechsjährigem Mädchen, das verlassen auf einer Straße entlangläuft. Sie weiß nicht mehr, wer sie ist oder woher sie kommt. Noch nicht einmal an ihren Namen kann die Kleine sich erinnern.
Dann folgt ein Zeitsprung, 10 Jahre später.
Das kleine Mädchen ist jetzt Teenager und wurde nach vielen Jahren im Kinderheim von einem netten Künstlerpaar adoptiert. Gemeinsam beschlossen sie, dass sie fortan Sky genannt wird. Als die englischen Künstler einen längeren Auftrag in Amerika bekommen, steht ein Umzug an. Sky ist sehr schüchtern und daher fällt ihr der erste Tag an der neuen Schule nicht leicht. Zu dem gefährlich aussehenden Zed fühlt sie sich sofort angezogen, möchte sich jedoch auf jeden Fall von ihm fern halten.

Cover:
Ich finde es einfach wundererschön! Total romantisch verspielt - außerdem passt es zum Buchinhalt. Die schönen Efeuranken werden auch im Buchinneren wieder aufgegriffen. 

Erster Satz:
"Das Auto fuhr davon und ließ das kleine Mädchen auf dem Parkplatz zurück."

Stil:
Erzählt wird in der Ich-Perspektive in der Vergangenheitsform aus der Sicht von Sky. Der Schreibstil ist wirklich schön, sehr flüssig und jugendbuchtypisch. Es hat einfach richtig Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Natürlich ist ein wenig vorhersehbar, dass sich zwischen Sky und Zed etwas entwickelt, aber die Autorin hat es geschafft, es dennoch lesenswert zu verpacken! Einfach großartig!

Die Protagonisten haben mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Sky mochte ich von Anfang an. Wirklich gut fand ich, dass sie ein besonderes Talent hat. Sie ist sehr musikalisch und spielt mehrere Instrumente. Das machte das sich selbst eher als unscheinbar beschreibende Mädchen zu etwas Besonderem. Ganz abgesehen von ihrer "Fähigkeit", die zu Beginn des Buches nur angedeutet wird. Ich will nicht zu viel verraten... Spoiler: Sie kann die Auren von Menschen sehen (Farben, die ihr die jeweilige Stimmung anzeigen). Zed fand ich großartig! Ein toller Charakter am Anfang, doch leider schwächelt hier die Autorin relativ früh. Spoiler: Der Bad-Boy, den ich liebte, wandelt sich im Laufe des Buches zur absoluten Weichflöte. Das hat mich wirklich gestört. Er hat auch eine Fähigkeit, die ich ziemlich cool fand. Aber auch hier hat mich wieder etwas gestört. Spoiler: Zed kann Gedanken lesen und Sky scheint es die meiste Zeit überhaupt nicht zu stören, dass er alles hört was sie über ihn denkt. Also ich hätte sofort nach einer Blockademöglichkeit gefragt... :p Skys Eltern fand ich urkomisch und mega-sympathisch.

Fazit:
Ich hatte einfach so viel Spaß und schöne Lesestunden mit diesem Buch, dass ich über die Mängel einfach hinwegsehen möchte! Wirklich! Aber einen Wurm muss ich dennoch abziehen. Ich freue mich schon wie Bolle auf den zweiten Band :)


Zum Abschluss noch einmal vielen, vielen Dank, liebes Butterblümchen!!! Ich hatte das Buch seinerzeit bei ihrem Gewinnspiel gewonnen :)