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Montag, 20. Juli 2026

[Rezension] "Rauschen" von Martin Murvogel

Inhalt: 
"Österreich im Jahr 2060.Ein Land, das unübersehbar vom Klimawandel geprägt ist. Eine neue, nachhaltige Gesellschaft, die mit technischem Fortschritt und viel Genügsamkeit um ihr Überleben kämpft. Ein sonderbares Rauschen im Weltall, das die besten Physiker ratlos werden lässt. Ganz normale Menschen, die zeitgleich von Hieroglyphen träumen. Und dann auch noch Jo, Lena und Judith, die nach und nach auf Verbindungen zwischen alldem stoßen und dabei Unvorstellbares entdecken. Dabei hatten sich Jo und Lena als nutzlose Exoten im UNO-Projekt zur Erforschung des Rauschens schon ganz gut eingefunden. Und auch Judith wollte eigentlich nur als Aufsichtsbeamtin in der UNO-City nach dem Rechten sehen. Rauschen ist ein Roman, der die Welten der ägyptischen Mythologie, des Klartraums und der Vogelkunde zu einer spannenden und unterhaltsamen Erzählung verknüpft, die uns letztlich mit der Frage konfrontiert, wie wir damit umgehen, nicht alleine für unser Handeln verantwortlich zu sein. Das alles vor dem Hintergrund einer zukünftigen Gesellschaftsordnung, die als Reaktion auf jahrzehntelange Umweltzerstörung den Einsatz modernster Technik zwar nicht scheut, sich aber immer echter Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt."

Erste Sätze:
"Ein Wiedehopf. Mitten in Wien ein Wiedehopf. Upupa epops. Ein wunderschönes Tier. Erstaunlich, wie schnell sich die Natur erholt. Vor wenigen Jahren wusste niemand, ob der Wiedehopf nicht schon ausgestorben ist."

Cover/Aufmachung:
Habe das Buch ja nur auf dem Kindle gelesen und erst am Ende bemerkt, dass es gar kein stilisierter Vogel ist, sondern ein Falke der uns Leser von der Seite anschaut. Im Nachhinein gefällt es mir daher besser. 

Meine Meinung:
"Rauschen" war ein ziemlich besonderes Buch. Ich mochte diese Zukunftsvision tatsächlich sehr. Der Roman spielt in der gar nicht mehr so weit entfernten Zukunft in Österreich. Aber anders als erwartet, hat die Menschheit irgendwie den "Absprung" geschafft. Natürlich konnte der Klimawandel nicht gestoppt oder gar rückgängig gemacht werden, aber die Menschen haben sich RICHTIG stark angepasst. Keine Verbrenner. Nur erneuerbare Energien. Reisen nur aus besonders wichtigem Grund und nur auf besonders ökonomische Art und Weise. Das heißt dann aber auch, von Wien nach Hamburg mit dem absolut Hochgeschwindigkeitszug, der so schnell ist, das man die 2 Stunden nicht aufstehen kann - also auch kein Toilettengang... Vieles wird nur noch in Virtueller Realität besprochen. Und auch der Hauptprotagonist, ein Ornithologe, der alles immer mit Vögeln erklärt und darstellt. Wahnsinnig interessant, diese wahnsinnig vielen verschiedenen Vogelarten! Also eigentlich ein richtig cooles Buch. 

Wäre nicht das "Rauschen". Seit etwa 10 Jahren wird ein Geräusch aus dem Weltraum empfangen. Jo, der Ornithologe, wurde einer Task-Force aus Wissenschaftlern zugeteilt. Das Ziel: Herausfinden, was bisher noch kein Wissenschaftler geschafft hat. Woher kommt das Rauschen und was soll es der Menschheit sagen? Später wird jedoch ein für mich völlig skurriler Ansatz in die Geschichte eingewoben, der einerseits sehr spannend und interessant war, aber andererseits für mich persönlich einfach zu viel. War schlicht eine Entwicklung, die ich nicht mitgehen konnte. 

Fazit:

Wurde mir einfach zu wild. Daher konnte ich nur 3 von 5 Bücherwürmchen vergeben. ABER viele andere Leser haben das Buch extrem gut bewertet - also vielleicht schaut ihr es euch einfach mal selbst an.




Verlag: Self published
Gebunden: 183 Seiten
Genre: Science Fiction
Preis: 5,90 €
Erschienen: 02.05.2021
Erhältlich bei: Amazon

Montag, 8. Juli 2024

[Rezension] "Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland" von Sarah Brooks

Inhalt:
Ein Zug fährt von Wladiwostok im äußersten Rand von Russland durch China und Sibirien bis in nach Moskau. Durch das Ödland. Ein Abenteuer des Jahres 1899. Nicht viele Reisende wagen es, in diesen Zug zu steigen.

Erste Sätze:
"Der Zug selbst ist ein Wunder seiner Zeit, ein Beweis für den Erfindungsreichtum des Menschen und sein unablässiges Streben nach Herrschaft über die Erde. Zwanzig Wagen lang und so hoch wie das Portal der St.-Andrei-Kathedrale, mit Türmen an beiden Enden; eine gepanzerte Festung, unterwegs auf jener mächtiger Schienenstraße - ihrerseits ein Wunder der Ingenieurskunst -, die es uns wieder ermöglicht, diese fast unvorstellbaren Entfernungen zu durchmessen."

Cover/Aufmachung:
Einfach wahnsinnig schön!!! Der Zug, die Vögel und der riesige Mond im Hintergrund. Das ist schon ein ordentlicher Eye-Catcher! Die Aufmachung im Buch ist auch sehr gut gelungen! Die Kapitel sind gut unterteilt und häufig recht kurz. 

Meine Meinung:
Tatsächlich steht eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn noch auf meiner Bucket-List. Eigentlich war das der große Traum meiner leider zwischenzeitlich verstorbenen Oma. Sie hat es nicht mehr geschafft... Momentan ist dies aber auch aufgrund des immer noch andauernden Angriffskrieges gegen die Ukraine einfach nicht möglich. Vertagt auf irgendwann.

Dennoch war ich doch sehr gespannt auf das Buch, genau aus dem Grund, dass ich mich grundsätzlich schon mal mit der Strecke beschäftigt hatte. Der Roman spielt im Jahr 1899. Die Strecke war damals ein wenig anders. Bereits zu Anfang lernt der Leser die verschiedenen Charaktere kennen. Manche mehr und manche weniger sympathisch.

Die Perspektiven wechseln sehr regelmäßig und treiben so die Handlung voran. 

Meine Sympathieträger waren das "Zugmädchen" Weiwei. Das Mädchen wurde im Zug geboren; ihre Mutter verstarb bei der Geburt und sie wurde irgendwie von den Mitarbeitern adoptiert. Wuchs quasi während der Fahrten auf und hat das Rattern der Schienen in ihren Körper mit aufgenommen. 

Auch Marias Storyline mochte ich sehr! Sie gibt sich als reiche Witwe aus, aber eigentlich will sie Antworten... Ihr Vater war der Glaser für die Transsibirien-Kompanie. Doch er fiel in Ungnade. Angeblich waren seine Fensterscheiben nicht gut genug. Nach seinem Tod will Maria nur noch eins: Die Wahrheit erfahren! Sie verkaufte alles was sie noch hatte, um sich das Ticket leisten zu können.

Dr. Grey hingegen ist auf Ruhm und Unsterblichkeit aus. Sein Name soll überdauern. Kein besonders angenehmer Mensch... 

Der Captain, interessanterweise eine Frau, blieb nach meinem Geschmack doch zu blass. Hätte gerne mehr Handlung mit ihr gehabt. Fand ihre Geschichte, die man durch die anderen Charaktere erfuhr, sehr spannend. Eine Frau zur damaligen Zeit mit so viel Macht?! Nahezu unmöglich!

Im Laufe der Fahrt geschehen merkwürdige Dinge... Alles wird ein wenig mystisch - ich will aber nicht zu viel verraten an dieser Stelle. Nur, dass mir persönlich die Entwicklung weniger gut gefallen hat. Ich kam immer weniger mit und hätte mir einfach mehr "Wissenschaft" gewünscht. 

Fazit:
Ein wahnsinnig gut geschriebener Roman voller Symbolik. Doch leider entsprach das Buch einfach nicht meinem persönlichen Geschmack. Es hat mich zwischendurch verloren... 


Infos zum Buch:

Verlag: C. Bertelsmann / Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Gebunden: 413 Seiten
Genre: Historische Fantasy / Abenteuer
Original-Titel:  The cautious traveller´s guide to the wastelands 
Preis: 24,00 €
Erschienen: 24.07.2024
ISBN: 978-3-570-10500-9#


VIELEN DANK FÜR DAS 
REZENSIONSEXEMPLAR 

Montag, 21. August 2023

[Rezension] "Unerreichbar - Abgrund" von April Nierose

Inhalt:
Der Tod ihrer Mutter bringt die entfremdeten Zwillingsschwestern Camilla und Clara wieder zusammen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein... Camilla wollte immer der Mutter gefallen, schrieb nur gute Noten und führt ein beschauliches Leben als berufstätige Ehefrau. Clara hingegen war schon immer stürmisch und wollte mehr erleben, leider fällt sie seit Jahren auf die falschen Männer rein und ist hoch verschuldet. Ihre perfekte Schwester hasst sie geradezu. Sie kann auch dann ihre Gefühle kaum unterdrücken, als das so erfüllt wirkende Leben von Camilla auf der Beerdigung ihrer Mutter plöztlich in Scherben liegt...

Erste Sätze:
"Für gewöhlich werden eineiige Zwillinge miteinander verwechselt. Schließlich sind sie genetisch identisch."

Cover/Aufmachung:
Mir gefällt das Coverbild ziemlich gut, obwohl es für mich eher eine Science-Fiction-Geschichte darstellt.

Meine Meinung:
Zu dem Buch sind mir schon während des Lesens immer zwei Worte durch den Kopf geschwirrt: Menschliche Abgründe... Sämtliche Protagonisten in diesem Roman handeln einfach wahnsinnig selbstsüchtig und einfach nur böse! Das hat mich teilweise wirklich sehr erschrocken - zum Glück auch die Charaktere selbst ein wenig, wenn sie auch ihr Verhalten nicht geändert haben...

Eine Inhaltswarnung vorab:
In diesem Roman geht es um sexuellen und psychischen Missbrauch sowie Folter; dies wird alles auch sehr eindrücklich beschrieben. Wenn man damit nicht so gut klar kommt, sollte man es meiner Meinung nach nicht lesen.

Erzählt wird die Geschichte von fast allen beteiligten Charakteren, jeweils in der Ich-Perspektive. So ist der Leser genaustens in die (Hinter-)Gedanken dieser eigeweiht und weiß genau, was für schreckliche Menschen das sind! Natürlich kommt das bei allen nicht aus dem Nichts! Die jeweiligen Hintergrundgeschichten werden aber auch erläutert und sind gut ausgearbeitet.

Scheinbar war Cornelia, die Mutter der beiden, zwar eine eindrucksvolle Person und Thrillerautorin, aber Liebe auch zeigen war nicht ihre Stärke... Offenbar hat Camilla ihr das niemals vorgeworfen, sie vergötterte die Mutter und wollte ihr gefallen. Doch Clara litt sehr stark unter ihrer schroffen Art. Sie wollte nur raus und geriet an die falschen Männer, lies sich ausnutzen. Doch auch die perfekte Camilla hat nicht so ein tolles Leben, wie sie es nach außen hin darstellt. Auf der Beerdigung ihrer Mutter hat sie ihren Ehemann mit Argusaugen im Blick, weil Marius trockener Alkoholiker ist. So fällt ihr gleich auf, dass er länger weg war - und ihre beste Freundin Jessica plötzlich das Kleid falsch herum trägt... Was für ein Verrat. 

Als weiterer Protoagonist wird der mysteriöse Thomas eingeführt. Er ist auf der Beerdigung von Cornelia, doch niemand scheint ihn zu kennen. Clara fühlt sich direkt von ihm angezogen und steigt noch am gleichen Abend mit ihm ins Bett. Doch auch er hat Hintergedanken...

Merkwürdigerweise mochte ich wirklich niemanden der Protagonisten so richtig! Das muss man echt erstmal schaffen. Vor allem, dass trotzdem ein gigantischer Spannungsbogen vorhanden war. Alle handeln so wahnsinnig egoistisch, dass ich kaum etwas vorhersehen konnte. Die Situationen eskalieren sehr schnell und die Protagonisten sind gefangen in ihren eigens kreierten Albträumen... Obwohl manch einer sogar noch Gefallen an der eigenen Bösartigkeit findet - aber das ginge hier nun zu weit. 

Selbst mir gingen die krassen Handlungen manchmal ein wenig zu weit, obwohl ich wirklich nicht zartbesaitet bin. Teilweise hätte ich mir mehr Einsicht und Entwicklung gewünscht - aber vielleicht kommt das ja noch im finalen Teil der Dilogie.

Fazit:
Ein wahninnig spannender Thriller mit interessanten, wenn auch wahninnig bösartigen Charakteren. Man braucht auf jeden Fall Nervenstärke und ein hartes Fell ob der Grausamkeiten, aber mich konnte das Buch überzeugen. Jetzt muss ich wissen, wie es weitergeht!

 

Vielen Dank an die Autorin April Nierose und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Infos zum Buch:

Verlag: Selfpublished
Ebook: 358 Seiten
Genre: Thriller
Preis: 3,99 € (in Kindle Unlimited enthalten!)
Erschienen: 2021
ISBN: 978-3453438187

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Mittwoch, 26. Oktober 2022

[Rezension] "Schlafe, mein Mädchen" von Jutta Maria Herrmann

Inhalt:
Katharina, genannt Rina, ist noch immer erfüllt von ihrer Trauer um ihr kleine Tochter Charlotte. Ihr Kind war nicht mal ein Jahr alt und starb... Ein Neuanfang in ein neues Haus soll Mark und ihr helfen, mit dem Verlust abschließen zu können. Doch der Bungalow im ausgestorbenen Neubaugebiet einer winzigen Ortschaft wird für Rina schnell zu einem einsamen Ort... Mark ist als Chirurg kaum zu Hause und Internetanschluss hat das kleine Häuschen noch nicht. Die junge Frau fühlt sich abgeschottet - als dann plötzlich ein Mann vor ihrer Tür auftaucht, bekommt sie Angst.

Erste Sätze:
"Schlafe mein Mädchen, schlaf ein, singe ich mit leiser Stimme, während ich barfuß durch den nachtdunklen Flur husche. Sachte drücke ich die Klinke nach unten, öffne die Tür einen Spaltbreit und schlüpfe ins Kinderzimmer."

Cover / Aufmachung:
Mich hat das Cover sofort angesprochen. Nach dem Lesena des Klappentextes musste das Buch einfach auf dem Kindle landen.

Meine Meinung:
Einfach ein wahnsinniger Pageturner, ist dieses Buch!

Man ist sofort mittendrin. Der tragische Unfalltod der Tochter wird im Prolog in einem Albtraum der Hauptprotagonistin bereits angedeutet. Was genau geschah, erfährt der Leser erst nach und nach - auch dadurch setzt bereits eine erste Spannung ein.

Außerdem empfand ich das Umfeld von Rina durchgehend als bedrohlich! Diese wirklich einsame Gegend, auf welche der Taxifahrer bereits in den ersten Seiten des Buches verweist. Ein Bungalo in einem Neubaugebiet, bei welchem dem Bauträger das Geld ausging. Nur ein einziges anderes Haus ist bewohnt - und das auch nicht mehr lange. Doch die Nachbarin denkt, Rina hätte eine Fehlgeburt gehabt... Wieso denkt sie sowas nur? 

Nach und nach hat der Leser immer mehr den Verdacht, dass Mark seiner Lebensgefährtin etwas vorlügt. Es sind zwar Kleinigkeiten, aber dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Allerdings nimmt Rina auch Schlaftabletten und leidet nach einem Treppensturz auch unter Gedächtnisproblemen, also vielleicht hatte sie wirklich etwas falsch verstanden...

Nichts desto trotz hat mich die extrem naive Art der Ich-Erzählerin doch ein wenig genervt... Wollte sie manchmal regelrecht durchschütteln. Das alleine führte letztlich zum Punktabzug - denn insgesamt ist dies ein wirklich sehr gelungener Spannungsroman.

Fazit:
Wahnsinnnig spannend von Anfang bis zum Ende! Klare Leseempfehlung.



Infos zum Buch:

Verlag: Independently published
Genre: Thriller
E-Book: 315 Seiten

Erschienen: 23.12.2021
ISBN: 979-8789463185
Preis: 3,99 € - enthalten in Kindle Unlimited

Samstag, 28. Mai 2022

[Rezension] "Europa mit dem Zug" von Cindy Ruch

Rezensionsexemplar

In diesem Reisehandbuch steckt wahnsinnig viel Liebe! Das habe ich als Leserin sofort gemerkt. Die Aufmachung und Haptik sind wahnsinnig schön, genau wie die Gestaltung im Inneren. Wunderschöne Farbfotos der Reiseziele machen große Lust, ganz bald in den nächsten Zug zu steigen.

Nach dem Inhaltsverzeichnis und einer kleinen Einführung in die Welt der Bahnreisenden geht es direkt los. Von Deutschland, Österreich und der Schweiz geht es zunächst hoch in den Norden, weiter in den Osten, den Südosten und über den Südwesten schließlich in den Westen Europas bis nach Irland. Zu Beginn jedes Kapitels ist eine kleine Landkarte in abwechselnden Farben abgedruckt, auf welcher die wichtigsten Ortschaften mit Bahnhof vermerkt sind. Das ist wahnsinnig hilfreich zur Orientierung, auch was die Entfernungen angeht. 

Die jeweiligen Länder werden kurz mit einem "Fakten"-Teil vorgestellt, woraufhin direkt die Lieblingsstrecken nebst Beschreibung anschließen. Gefolgt von einer Erläuterung des Streckennetzes und der Züge. Auch die Preise für Zugtickets werden genannt und (ganz wichtig) wo man diese erwerben kann. Finde das wirklich sehr nützlich - genau wie den "Anreise"-Part, mit welchem man schon eine grobe Einschätzung der Entfernung zu Deutschland bekommt. Zudem gibt es einen kleinen Tipp, welche Bahnlektüre ganz gut zum Reiseland passen könnte. Bei einigen Reisezielen sind auch kurze Erlebnisberichte verschiedener Personen abgedruckt, die ebenfalls Lust auf mehr machen...

Eine Reise mit der Bahn habe ich tatsächlich bisher eher vermieden. Zug-zum-Flug mal ausgenommen. Im Sinne des nachhaltigen Reisens ist es jedoch eine Alternative, die man sich mal genauer anschauen sollte. Dafür ist dieses Buch prädestiniert. Außerdem fand ich diesen Satz im Buch sehr passend:

"Das beste ist: Selbst wenn ich gar nichts mache, komme ich voran."
In der Bahn kann man die Augen zu machen, lesen oder natürlich auch die Landschaft um einen herum bewundern. Man ist zwar langsamer als mit dem Flugzeug, allerdings muss man auch immer deutlich früher am Flughafen sein und vom Ankunftsziel auch noch in die jeweilige Innenstadt. Bahnhöfe sind hingegen eher zentraler gelegen.

Dieses Reisehandbuch empfehle ich wirklich allen Personen, die gerne reisen. 

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Geschichten, Tipps und Fotografien in diesem Buch großes Fernweh auslösen. Auf meiner Reise-Wunschliste sind jetzt auf jeden Fall neue Reiseziele dazugekommen, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich überlege tatsächlich, demnächst mit der Bahn über Wien und Bratislava bis nach Budapest zu fahren...

Abschließend danke ich dem Verlag und lovelybooks sehr für das Rezensionsexemplar! Habe mich wahnsinnig darüber gefreut.

Infos zum Buch:

Verlag: Reisedepeschen GmbH
Genre: Sachbuch / Reiseliteratur
Paperback: 192 Seiten
Erschienen: Dezember 2021 (2. Auflage)
Preis: 22,00 €

ZUM VERLAG

Zur Lovelybooks-Leserunde

Montag, 25. April 2022

[Rezension] "Die Legende von Koli - Buch 1 In die Verbannung" von M. R. Carey

Inhalt:
Koli lebt in einer dystopien Zukunft, in der eigentlich alles einen töten will - sogar Bäume! Sein Beruf des Holzwerkers ist daher ziemlich gefährlich. Doch der junge Mann strebt sogar noch ein gefährlicheres Leben als sogenannter "Bollwerk" an. Diese fungieren als Beschützer des Dorfes Mythen Root, in dem er und seine Familie leben. Um ein Bollwerk zu werden muss die Tech aus der alten Welt für ihn erwachen. Doch Koli erzählt bereits von Anfang an, dass etwas gewaltig schief laufen und er verbannt werden wird...

Cover/Aufmachung:
Ich bin durch auf Instagram auf das Buch aufmerksam geworden - vor allem auch wegen des Covers. Das sieht einfach so unfassbar cool aus! 

Erste Seiten:
"Ich habe euch eine Geschichte zu erzählen. Das wollte ich schon lange machen und jetzt tu ich´s auch, aber ich muss euch warnen, dass der Weg ziemlich holprig werden kann. Ich habe sowas noch nie gemacht und es gibt auch keine Landkarte, die mir den Weg zeigt, und überhaupt weiß ich nicht, wie viel von dem, was ich erlebt habe, sich zu erzählen lohnt."

Meine Meinung:
Dieses Buch ist einfach so anders! Nicht nur wegen dieser wahnsinnig interessanten, wenn auch sehr brutalen Zukunftsvision, sondern vor allem dank seines Hauptcharakteren: Auktorialer Ich-Erzähler Koli. 

Der Protagonist erzählt im Nachhinein sein Leben - wie in einer Biografie, nur sehr viel detaillierter. Das Buch beginnt mit seiner Kindheit, was aber auch wichtig für den Leser ist. Nur nach und nach erfährt man, was aus der Welt geworden ist. Die Bäume können sich bei Sonnenschein fortbewegen und haben den Geschmack an Fleisch gefunden... Daher sind sie wahnsinnig gefährlich. Die Arbeit von Kolis Mutter besteht darin, aus diesen Baumwesen Holz herzustellen - ein langwieriger Prozess, da dies mit Chemikalien "getötet" werden muss. Außerdem gibt es vor allem außerhalb der Dorfmauern viele gefährliche Tiere. Auch die werden erst ganz gemächlich vorgestellt - für Koli sind die ja auch nichts neues.

Besonders interessant fand ich sämtliche Form von Tech - also übrig gebliebenen Technologien aus der alten Welt. Diese Gerätschaften gibt es heute noch nicht - z.B. den "Schneider". Eine Waffe, die scheinbar mit einem Laser oder derartiger Technik alles zerschneiden kann. Richtig cool und überaus nützlich fand ich den "Packesel" der wandernden Händlerin Ursala. Ein metallischer Esel mit einem eingebauten Maschinengewehr, aber auch einem Zelt und "Diagnostik". Scheinbar eine Art medizinischer Roboter inklusive Computer.

Gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil aber sehr! Koli ist zwar nicht dumm, aber auch einfach gar nicht gebildet. Das merkt man auch in seiner Ausdrucksweise. Einiges war ziemlich lustig, aber "einzigste" hat mich wirklich nah meine Schmerzgrenze gebracht ;) Er ist schon ziemlich naiv und einfältig, aber irgendwie hat er mich doch öfter auch überraschen können durch gute Einfälle. Natürlich gehörte da auch eine gute Portion Glück dazu - gerade in dieser Welt!

Auch die übrigen Charaktere sind sehr gut dargestellt. Auch bezüglich der Antagonisten. Man kann deren Beweggründe und die Hintergründe, wieso diese so handeln wie sie es tun, gut nachvollziehen. Da hat der Autor alles richtig gemacht! Alle "Bösewichte" in diesem Buch haben eine plausible Geschichte. Niemand ist einfach grundlos böse.

Fazit:
Wahnsinnig spannend geschrieben! Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich mir direkt den 2. Teil auf den Kindle geladen habe.

 

Infos zum Buch:

Verlag: Festa Verlag
Genre: Dystopie / Endzeit
Original-Titel: "The book of Koli"
E-Book: 466 Seiten
Preis: 5,99 €
Erschienen: 28.10.2021

ZUM VERLAG - KLICK

Donnerstag, 18. November 2021

[Rezension] "Ewige Schuld" von Linda Castillo

ACHTUNG: 9. Teil einer Reihe

Inhalt:
Vor 2 Jahren wurde Joseph King des Mordes an seiner Ehefrau Naomi schuldig gesprochen. Er soll sie im Schlaf mit einem Gewehr erschossen haben - während die 5 gemeinsamen Kinder nebenan schliefen. Nun ist der ehemalige Jugendfreund von Chief Kate Burkholder aus dem Gefängnis geflohen - auf den Weg zu seinen Kindern... Er nimmt diese und auch Kate als Geiseln und beteuert seine Unschuld. Die damals 3jährige Tochter bestätigt seine Geschichte, ein "Englischer" sei es gewesen. Doch die Beweise waren recht eindeutig... Kate nimmt die Ermittlungen auf.

Cover/Aufmachung:
Oh ja, die Cover sind einfach immer stimmig und verweisen auf die amische Gemeinde, in welcher die behandelten Verbrechen geschehen.

Erste Sätze:
"Er wartete, bis die Kinder schliefen. Es war seinletztes Geschenk für sie, ein paar Stunden Ruhe, bevor er ihnen das Liebste nahm. Bevor er ihre Arglosigkeit für immer zerstörte - und auch selbst etwas verlor, was er niemals zurückbekommen würde."

Meine Meinung:
Der Roman geht direkt richtig spannend los! Ich mag die Fälle immer am Liebsten, die eine persönliche Verbindung zu Kate und ihrer Vergangenheit als Amische haben. Das ist hier der Fall. Tatsächlich war der aus dem Gefängnis geflohene Joseph sogar ihr erster Scharm. Sie hat ihn nicht mehr gesehen, seit sie 13 Jahre alt war. Von dem brutalen Mord an seiner Ehefrau, welcher in einem entfernteren County geschah, hatte sie nur am Rande mitbekommen. Sie wäre nie auf die Idee gekommen, sich einzumischen. Doch nun muss sie genau das tun.
 
Einer Eingebung folgend bewacht Kate das Haus, in dem die Kinder der Kings untergekommen sind und trifft in der Dunkelheit auf Joseph. Wie gesagt: Es geht direkt spannend los! Kate versucht, ihn zur Aufgabe zu überzeugen. Da sie gerade mit ihrem Revier telefonierte als er sie überwältigte, ist die Polizei schnell vor Ort und umzingelt das Haus. Das bringt zwangsläufig auch die Kinder in Gefahr. Irgendwie schafft Joseph und vor allem seine kleine Tochter es, zumindest einen Funken Misstrauen in Kate zu wecken: Sie will sich den Fall von damals nochmal anschauen. Doch die Beweislage ist erdrückend...

In diesem Teil kam die Beziehung zwischen ihr und Tomasetti ein zwar bisschen zu kurz, aber mich hat das nicht wirklich gestört. Vielmehr wurde öfter ein Blick in die Vergangenheit geworfen, was ich sehr spannend fand. Der Scheibstil ist noch immer sehr flüssig und für mich sind die Bücher der Autorin immer ein Garant für richtig gute Unterhaltung. Habe auch den nächsten Teil schon auf dem SuB liegen.

Fazit:
Wieder mal ein richtig guter Spannungsroman in der Welt der Amischen. Hier hatte ich tatsächlich keine wertminderden Kritikpunkte.

 


DIE REIHE:

8. "Böse Seelen"  
9. "Ewige Schuld" 
10. "Brennendes Grab" 
11. "Quälender Hass"


Infos zum Buch:

Verlag: S. FISCHER Verlag GmbH
Genre: Thriller
Original-Titel: "Down a dark road"
Taschenbuch: 365 Seiten  
Preis: 10,99 € 
Erschienen: 27.06.2018

Zum Verlag: Fischer Verlag

Sonntag, 31. Oktober 2021

[Rezension] "Afrika ist kein Land" von Jennifer McCann

Rezensionsexemplar

Inhalt/Klappentext:
"Unterwegs mit Minibus und Motortaxi bereist Jennifer McCann elf Länder Zentral- und Ostafrikas. Seit Jahrzehnten zieht es sie immer wieder dorthin, im Versuch, ihre Faszination für den Kontinent zu ergründen. Sie sieht Gemeinsamkeiten und frappierende Unterschied
e, aber auch, welche Wirkung die Kolonialzeit bis heute hat - vor Ort und in unseren Köpfen."

Cover/Aufmachung:
Mir gefällt sowohl das Cover als auch die Aufmachung insgesamt richtig gut! Vor allem die kleine Afrika-Karte ist sehr hilfreich, wenn man bei einem Land wie z.B. Gabun erstmal gar nicht so ganz genau weiß, wo das eigentlich liegt. Vor jedem Kapitel sind passende Zeichnungen und Lesebändchen finde ich ja immer richtig gut. Nur ein Mankow: Hätte sehr gerne noch Fotos im Buch gehabt...

Meine Meinung:
Das Buch ist aufgeteilt in viele Kapitel, die ganz unterschiedliche Erlebnisse der Autorin auf ihren Reisen schildern. Dabei hält sie sich an keine Chronologie, was prinzipiell kein Problem ist, aber doch teilweise ziemlich verwirrend. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, zumindest eine zeitliche Einordnung zu haben. Zumindest was das Alter und die eventuell allein schon dadurch  noch bestehende Naivität wäre dadurch vielleicht etwas fassbarer gewesen. Den Schreibstil selbst mochte ich wahnsinnig gerne. 

Richtig gut fand ich, wie sehr die Autorin ihre eigenen Handlungen im Nachhinein hinterfragte. Also den touristischen Hintergrund ihrer Reisen und vor allem die dadurch entstandene Ausbeutung einiger Bürger. Bereits in ihrer ersten Geschichte, die Besteigung des Kilimandscharo, wurde dies dadurch deutlich, dass  auf die Gesundheit und den Schutz der Träger kein großer Wert gelegt wurde.

Durch Erläuterungen, wie die politische Lage des Landes und vor allem auch die Hintergründe, wie es dazu kam, waren sehr interessant. Aber auch wichtig, weil sehr vieles davon noch immer auf die Kolonialzeit zurückzuführen ist. Wie stark der Einfluss der "Weißen" tatsächlich war und wie sehr sich das noch immer auswirkt... Einige Bürgerkriege waren die Folge.

Einige Schilderungen waren wirklich schrecklich, zum Beispiel wie mit Dieben umgegangen wird. Auch das ist die bittere Realität; die Autorin hat keine Scheu, uns Lesern auch hier genau vor Augen zu führen, wie gut wir es eigentlich haben. Denn genau das ist es, was Reisen in ärmere Länder einen wirklich lehrt: Demut.

Aber nicht nur negatives wird in diesem Buch besprochen. Auch vor allem die Freundlichkeit der Menschen, natürlich die Schönheit des Landes und die vielen Abenteuer, die Jennifer auf ihren Reisen erlebt hat. Einige, aber insbesondere das letzte Kapitel haben mich noch mal ein wenig mit dem Buch "versöhnt", weil die Schilderungen für mich teilweise schon ziemlich hart waren. Da kam die Liebe zum Land für mein Empfinden kurzweilig nicht bei mir an. 

Fazit:
Mir hat das Buch gefallen und mir tatsächlich für einiges die Augen geöffnet. Ich habe einiges von Ländern erfahren, über die ich nicht wirklich vieles wusste und war von dem Mut der Autorin beeindruckt. 


Infos zum Buch:
Verlag: Reisedepeschen GmbH
Gebunden: 255 Seiten
Genre: Reiseliteratur
Erschienen: Mai 2021
ISBN: 978-3-96348-014-0
Preis: 19,50 €

https://www.reisedepeschen.de/verlag/shop/

Freitag, 15. Oktober 2021

[Rezension] "Projekt Lazarus" von Frank Maria Reifenberg

 Rezensionsexemplar

Inhalt:
Noah ist 14 Jahre alt und lebt seit dem Tod seines Vaters in einem Trailerpark, da dieser leider nur er nur Schulden hinterließ. Glücklicherweise konnte der Jugendliche in seiner neuen Heimat zwei Freunde finden und sogar einen Platz in einem Projekt des INRI-Instituts ergattern. Eine Künstliche Intelligenz namens "Charlie" wurde mit ihm verbunden. Doch wie gefährlich können KI´s werden? Was ist das Ziel des Instituts? Und warum verfolgen den Jungen seit Längerem brutale Träume, in denen ein Mann ermordet wird?

Cover/Aufmachung:
Mir gefällt das Coverbild richtig gut! Macht direkt Lust auf mehr und passt zum ScienceFiction Thema.

Erste Sätze:
"Guten Tag, ich bin Charlie. Herzlich Willkommen in meiner Welt. Wenn du dich auf ein Abenteuer einlassen willst, wird es bald unsere gemeinsame Welt sein. Du wirst dich wundern, was du mit mir zusammen erleben kannst."

Meine Meinung:
Das Buch beginnt direkt spannend mit dem verstörenden Traum, der Noah bereits seit einiger Zeit heimsucht. Es ist, als sieht er die Situation durch die Augen eines etwa 4-jährigen Mädchens, deren Vater ermordet wird von einem Mann mit einem Ford Mustang. Die KI Charlie hat ihm offenbar bereits Tipps gegeben, besser mit dem Traum umzugehen. Irgendwie ist er also schon hilfreich - gerade was den Zugriff zu Informationen angeht. Aber ich finde die Vorstellung einfach sehr gruselig, sich eine Künstliche Intelligenz einpflanzen zu lassen, mit der du über deine eigenen Gedanken kommunizieren kannst.

Der Autor spielt natürlich auch mit dieser Angst und den möglichen Konsequenzen der Nutzung von KI, oder englisch AI (artificial intelligence). Ich habe nun schon einige Filme gesehen, in denen KI´s ein Thema waren (A.I. - Künstliche Intelligenz, I-Robot, Matrix, Eagle Eye, I am Mother - nur um ein paar zu nennen). Natürlich sollen die spannend sein und ein düsteres Zukunftsszenario entwerfen. Doch ganz logisch betrachtet kann ich mir wirklich gut vorstellen, dass eine künstliche Intelligenz recht schnell zum Schluss kommen könnte, dass wir Menschen das Problem der Erde sind. Denn das ist ja auch eine Tatsache. Zwar werden Regeln programmiert, aber gruselig finde ich KI´s trotzdem... Aufgrund der hohen Denkleistung werden KI´s bereits jetzt vielseitig eingesetzt, aber die Vernetzung mit dem menschlichen Organismus und Geist ist (hoffentlich) wirklich noch Zukunftsmusik.

Erzählt wird die Geschichte nicht nur aus Sicht von Noah, sondern auch aus der Perspektive seiner Freunde Moses und Maesie. Keiner weiß offiziell, dass Noah an dem Projekt teilnimmt. Doch Maesie hat davon gehört und ist sehr interessiert, was die Ziele des Instituts sind. Sie ist sehr intelligent und hat sich Hackerfähigkeiten angeeignet. Auch im realen Leben spielt sie Detektivin und horcht sogar einen Mitarbeiter heimlich aus... Ich mochte Maesie sofort. Sie ist sympathisch und sehr beharrlich. Noah selbst wirkt wie ein typischer Jugendlicher, der seine hart arbeitende Mutter unterstützen will und sich um seinen kleinen Bruder kümmert. Moses hingegen ist ein etwas schwieriger Fall. Er wirkt ein bisschen zwielichtig und wie Noah auch ziemlich naiv, was natürlich auch dem Alter geschuldet ist. Der 16-jährige hängt sehr an seinem Großvater, welcher in einem Pflegenheim lebt. Und auch er nimmt an dem Projet teil und hat einen "Charlie" in sich. Doch auf ihn hat die KI offenbar eine starke Nebenwirkung... 

Auch aus Sicht der KI selbst wird erzählt. Hier welchselt sogar die Schriftart. Vor allem der Satz "Mein Ziel wird die weitestmögliche Verschmelzung mit dir sein, sodass du meine Anwesenheit kaum noch spürst bzw. meine Hilfestellungen fast für deine eigenen Gedanken hältst" ist mir richtig übel aufgestoßen...

Irgendwie klingt das alles sehr kompliziert und ja, man muss aufmerksam lesen. Jemand in der Leserunde fragte sich, ob das für die Zielgruppe des Buches nicht ein wenig zu viel sein könnte. Doch ich bin der Meinung, dass auch junge Leser ein wenig herausgefordert werden wollen. Da das Buch einen starken Spannungsbogen hat wird hier auch niemand gelangweilt.

Fazit:
Eine gruselige, aber auch sehr spannende Zukunftsvision - die aber gar nicht mehr so fern sein dürfte... Zum Nachdenken anregendes und sehr spannendes Jugendbuch. Kann ich nur empfehlen.

Infos zum Buch:

Verlag: Edel Kids Books - Ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Gebunden: 317 Seiten
Genre: Jugendbuch
Erschienen: 03.09.2021

ZUM VERLAG - KLICK 

Sonntag, 26. September 2021

[Rezension] "Wie dunkel die Schatten" von Regine Kölpin

Rezensionsexemplar

Inhalt:
Die Studentin Paula hat eine ungewöhnliche Routine: Jeden Morgen schmiert sie einer wohnungslosen Frau ein Butterbrot und gibt es ihr. Doch eines morgens ist die Frau nicht mehr da, ihr Mantel und ihre Iso-Matte liegen jedoch noch in der Bushaltestelle. Warum sollte sie diese wichtigen Gegenstände zurücklassen? Paula wundert sich sehr und macht sich direkt Sorgen. Das Leben auf der Straße ist nicht ungefährlich...
Doch auch ihre Anzeige bei der Polizei wird nicht ernst genommen; weiß sie doch nicht einmal den Namen der Wohnungslosen. Als Tags darauf ein obdachloser Mann zusammengeschlagen in den Büschen nahe der Bushaltestelle gefunden wird, zählt Paula zu den Verdächtigen. Außerdem erhält sie Drohnachrichten. Was ist nur geschehen?

Cover/Aufmachung:
Gefällt mir sehr gut und es passt hevorragend zum Inhalt des Buches!

Erste Sätze:
"Eine Nacht wie jede andere. Sie unterscheidet sich nicht wesentlich von denen zuvor. Der Mond thront am Himmel, wird immer wieder von Wolkenfetzen verdeckt."

Meine Meinung:

Das Buch hat gleich zu Beginn einen hohen Spannungsbogen, der durchweg aufrecht erhalten wird. Erzählt wird die Geschichte zwar zum Großteil aus Paulas Sicht, doch der Leser darf auch Einblicke aus der Sicht von der wohnungslosen Frau namens Frieda kennen lernen. So wissen wir viel mehr als die Hauptprotagonistin und können uns schon noch ein paar Gedanken mehr machen. Frieda und ein ältererer Wohnungsloser hatten ausnahmsweise gemeinsam in der Bushaltestelle übernachtet und wurden brutal überfallen. Frieda konnte entkommen - nichts davon weiß Paula, doch sie macht sich ganz zu Recht Sorgen.

Tatsächlich habe ich einiges von dem Leben auf "Platte" erfahren, das ich noch nicht wusste. Angefangen bei einigen Begrifflichkeiten.

Dass Paula der Obdachlosen morgens immer ein Brot gegeben hat, finde ich wirklich klasse und löblich. Wie man dabei wirklich nie ein Gespräch anfangen kann, ist mir allerdings fraglich. Wie lief das ab? Anschauen, nicken, übergeben? Finde ich reichlich merkwürdig. Man muss ja keine Lebensgeschichten austauschen, aber zumindest ein kurzer Plausch wäre für mich irgendwie nachvollziehbarer gewesen. Also wenn man schon hilft, meine ich.

In Paulas Leben gibt es einige Leute, die ich echt schon im starken Verdacht habe, was damit zu tun zu haben. Also vor allem den Angriff auf die Wohnungslosen. Allen voran Paulas Love-Interest Piet und seine merkwürdigen Freunde. In manchen Situationen kam mir Paula doch sehr naiv vor - aber sie ist ja auch noch jung. Trotzdem war sie mir sympathischl. Eigentlich verdächtigte ich mittlerweile fast alle. Fühle mich beim Lesen schon total paranoid. Ich wollte unbedingt wissen, was nur hinter dem Angriff steckte. Es geschah natürlich noch einiges mehr, worauf ich hier nicht eingehen werde. Nur so viel: Langweilig ist dieses Buch ganz sicher nicht!

Fazit:
Ein richtig guter Thriller, der den Leser ständig an jedem zweifeln lässt. Trotzdem ist die Auflösung sehr überraschend - genau wie es sein soll.

Infos zum Buch:

Verlag: dp Verlag
Ebook: 532 Seiten
Genre: Thriller
Erschienen: 03.06.2021

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Sonntag, 15. August 2021

[Rezension] "Der Todeskünstler" von Cody McFadyen

 2. Teil einer Reihe

Inhalt/Klappentext:
Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Tür öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper - geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Er wird wieder zu ihr kommen...

Erste Sätze:
"Ich träume vom Angesicht des Todes. Es ist ein Gesicht, das sich ständig verändert und das irgendwann jeder tragen wird, das viele aber zur falschen Zeit tragen. Ich habe in dieses Gesicht geblickt, immer wieder."

Cover/Aufmachung:
Passt zur Reihe, ansonsten recht unspektakulär.

Meine Meinung:
Smoky und ihre Ziehtochter Bonny kämpfen natürlich auch in diesem Band noch mit ihren Traumata. Zum Glück haben viele Leute, die unterstützen und einfach nur da sind. Insbesondere nach diesem krassen Vertrauensbruch aus dem ersten Teil, den die Agentin erleiden musste. 

Der neue Fall des Teams ist eine wahre Herausforderung und wirklich einfach nur furchtbar. Eine Familie wird bestialisch ermordet, nur die Pflegetochter Sarah überlebt das Massaker - und wird natürlich erst einmal selbst verdächtigt. Doch Smoky sieht in der Jugendlichen ein Opfer. Sie wurde höchst persönlich von Sarah erwähnt und um Hilfe gebeten. Smoky soll sich ihr Tagebuch durchlesen - dort würde alles drin stehen. Erzählen kann sie es nicht. Nur aufschreiben. Unfassbares Grauen ist diesem Mädchen angetan worden. So viel Leid. Dennoch hat sie es geschafft, nicht vollends zu zerbrechen - doch genau das ist das Ziel dieses Täters. 

Trotz der Länge schafft es Cody McFadyen wieder, einen riesigen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. In diesem Buch sind auch insbesondere die Rückblenden in Form von Sarahs Tagebuch ein gut gewähltes Stilmittel. Ständig kann der Täter erneut zuschlagen.

Fazit:
Wieder ein wahnsinnig spannender Fall für Smoky und ihr Team. Persönlich konnte sie sich in diesem Band auch noch weiterentwickeln. Hat mir richtig gut gefallen- binfroh, dass die nächsten beiden Bände schon auf meinem SuB liegen.

Die Reihe:

1. "Die Blutlinie"
2. "Der Todeskünstler"
3. "Das Böse in uns"
4. "Ausgelöscht"
5. "Die Stille vor dem Tod"

Infos zum Buch:

Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch: 556 Seiten
Genre: Thriller
Original-Titel: "The Face of Death"
Erschienen: 01.06.2009
ISBN: 978-3-404-162734-4

ZUM VERLAG

Dienstag, 20. Juli 2021

[Rezension] "Meto - Die Insel" von Yves Grevet

ACHTUNG - 2. Teil einer Trilogie!

Inhalt:
Seit der Flucht aus dem Haus sind die Jungen bei den ... Dort sind sie eher geduldet als erwünscht. Es wird weiterhin ein Hinterhalt vermutet. Méto erfährt nach und nach viel mehr über die möglichen Hintergründe des eigentlichen Zweckes von dem Haus. Außerdem müssen sich die Kinder in einem neuen Gesellschaftssystem integrieren.

Erste Sätze:
"Es ist ein Gemetzel. Wie eine Partie Inch, bei der niemandeingeift und bei der es heißt: Kämpfen, bis alle tot sind. Ein Chaos, durchdrungen von schrecklichen Schreien, die fast noch lauter sind als das Knallen der Schüsse."

Cover/Aufmachung:
Ja, immer noch furchtbar. Mir hat schon das Cover des ersten Teils optisch nicht gefallen.

Meine Meinung:
Der zweite Teil geht genau da weiter, wo der erste aufgehört hat. Mit der Flucht - doch die wurde zu einem Massaker... Méto wurde offenbar von Fremden gerettet und verarztet, ist aber von seinen Freunden getrennt. Sie hatten immer gedacht, dass die "abgeschnittenen Ohren" die Kinder und die Sklaven mit offenen Armen empfangen werden... Doch sie werden wir Gefangene gehalten und müssen sich einem Prozess stellen.

"Ich habe das Gefühl, dass die abgeschnittenen Ohren sich gar nicht so stark von jenen unterscheiden, die sie bekämpfen. Sie überwachen und denunzieren einander, und die Anführer sind autoritär." -S. 39

Méto muss wieder klug und bedacht handeln, geht aber auch wieder neue Risiken ein. Insbesondere muss er anderen Menschen vertrauen - sonst hat er keine Chance gegen die Cäsaren. Aber auch das Herumschleichen in der Höhle und Kontakteknüpfen birgt Gefahren. Nicht nur für ihn, auch für seine Freunde. Die Kinder nehmen in der Hierarchie erst einmal die unterste Stufe ein.

Die Gemeinschaft der abgeschnittenen Ohren ist in verschiedene Clans unterteilt. Auch sie spielen Inch, das Spiel aus dem Haus. Wie auch im Haus hat es offensichtlich den Effekt, die Jungs und Männer aus zu powern und so Aggressionen abzubauen.

Auch dieser zweite Teil ist wieder sehr interessant geschrieben und wahnsinnig spannend. Für einen Jugendbuch bzw. für die Zielgruppe finde ich die Sprache schon teilweise sehr schwierig. Ich könnte mir schon vorstellen, dass Kinder und Jugendliche mit einigen Worten definitiv Probleme haben und diese im Zweifel googeln müssten. Da das Buch aber aus dem Französischen übersetzt ist weiß ich nicht, ob dies bereits in der Originalversion so war oder erst durch den Übersetzer die Sprache so Komplex wurde.

Wird dieser zweite Teil auf jeden Fall richtig gut gefallen. Der Leser erfährt zusammen mit Metro weitere Hintergründe. Noch immer ist nicht genau klar, wieso die Kinder auf der Insel gefangen gehalten werden. Umso gespannter bin ich auf den finalen dritten Teil.

Fazit:
Mir gefiel das Buch wirklich sehr. Es war unglaublich spannend und Méto ist ein wahnsinnig cleverer Hauptprotagonist, der mir trotz nüchterner Erzählweise sehr ans Herz gewachsen ist. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht und brauch nun dringend den letzten Teil.



Infos zum Buch:
 

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG  
Genre: Dystopie / Jugendbuch
Original-Titel: MÉTO. L´Ile
Gebunden: 208 Seiten
Erschienen: 01.04.2014
Preis: 14,95 €
ISBN:
978-3423625821

ZUM VERLAG

Mittwoch, 23. Juni 2021

[Rezension] "Der Puzzlemörder von Zons" von Catherine Shepherd

Inhalt:
Zons im Jahr 1495: Eine junge Frau wird tot aufgefunden, misshandelt und geschändet. Sie ist nicht das erste Opfer... Ein Mörder treibt sein Unwesen. Trotzdem bereits bekannt ist, wer für das Verbrechen verantwortlich ist, konnte dieser bislang nicht gefasst werden. Bastian Mühlenberg von der Stadtwache versucht jedoch alles, den Täter zu fassen und künftige Verbrechen zu verhindern.
In der Gegenwart recherchiert die Journalismus-Studentin Emily über einen Serienmörder des 15. Jahrhunderts. Sie ist begeistert, einen Artikel über den Puzzlemörder von Zons schreiben zu dürfen.

Cover/Aufmachung:

Finde ich ganz gut. Das Puzzlestück ist zwar nicht besonders einfallsreich, aber passt zumindest zum Titel. 

Erste Sätze:
"Wenn du traurig bist, dann sieh hinauf zu den Sternen. Schließ die Augen und sie werden dir eine Geschichte erzählen. Sie werden dich trösten, dich mit ihrem Schimmer sanft in den Arm nehmen und dir einen Weg zeigen, auf dem du gefahrlos ans Ziel gelangst." Lächelnd erinnerte Anna sich an die Worte ihre Großvaters, während sie an diesem kalten Winterabend fröstelnd durch die Straßen des kleinen mittelalterlichen Städtchens Zons spazierte"

Meine Meinung:
Es handelt sich definitiv nicht um einen klassischen Krimi. Hier gibt es zwar auch Ermittler, aber nicht diese übliche Polizeiarbeit. In der Vergangenheit ist der Müllerssohn Bastian mit der Aufklärung des Mordes an einem jungen Mädchen betraut. In der Gegenwart ermittelt der Polizeikommissar Oliver Bergmann in einem Mordfall eines jungen Mannes, der in einem Waldstück gefunden wurde. Doch die Spuren scheinen erkaltet. 

Ich mochte den Sprung zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr, zumal hier die Lösung des Rätsels auch in der Gegenwart erstmal gesucht werden musste. Nichts wurde zu früh verraten. Tatsächlich finden die großen Ermittlungstätigkeiten eher in der Vergangenheit statt, also im Mittelalter. Sämtliche forensische Nachweise wie etwa Fingerabdrücke fallen somit weg. Das macht das ganze natürlich nicht einfacher, doch Bastian ist ziemlich intelligent und der Mörder gibt zudem Hinweise, Puzzlestücke, die es zu entschlüsseln gilt.

In der Gegenwart geht es vor allem um die Freundinnen Anna und Emily. Ersterer geht es derzeit nicht so gut, weil ihr langjähriger Lebensgefährte ihr nach ihrem Heiratsantrag eröffnet hatte, eigentlich schwul zu sein. Nach der Trennung kam er dann auch noch mit dem besten Freund der beiden, Christopher, zusammen und zog nach Berlin. Für die Bankangestellte ein Schlag ins Gesicht. Dennoch freut sie sich sehr, dass ihre Freundin Emily als Studentin bereits die Möglichkeit erhält, einen Artikel in der Zeitung veröffentlichen zu dürfen. Um den Puzzlemörder von Zons soll es dabei gehen, der die Verbrechen im Jahr 1495 im Örtchen begangen hatte...
So recherchiert Emily nach und nach die Begebenheiten, die sich in der Vergangenheit bei Bastian für den Leser zeitgleich abspielen. Eine wie ich finde richtig gute Erzählart! 

Fazit:
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr und ich werde sicher noch weitere Bücher dieser und ihrer anderen Reihen lesen (die übrigens bei Kindle Unlimited enthalten sind). Ich fand das Buch wahnsinnig spannend und kann es auf jeden Fall empfehlen.

 
Infos zum Buch:  

Verlag: Kafel Verlag
Ebook296 Seiten
Genre: Krimi
Erschienen: 25.07.2012
ISBN: 978-3000390098


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Donnerstag, 13. Mai 2021

[Rezension] "Die Gestrandeten" von Dinko Skopljak

Inhalt:
Eine Seuche ist ausgebrochen. Die Menschen verwandeln sich in blutrünstige Kreaturen, die nichts mehr mit den einstigen Personen zu tun haben. Sie riechen nach Tod. Sie sehen tot aus. Aber sie laufen umher und greifen andere Menschen an. Ein Biss genügt und in maximal 15 Minuten ist der Verwundete ebenfalls einer dieser Kreaturen... Einige Menschen versuchen, sich in Sicherheit zu bringen. Sie treffen auf der Insel Mallorca aufeinander und versuchen gemeinsam zu überleben.

Erste Sätze:
"Ob es eine glückliche Fügung des Schicksals oder letztendlich sein Fluch war, stundenlang in der Arbeitzu versinken und dabei nichts, aber auch gar nichts um sich herum warhzunehmen, konnte George Morel selbst am allerwenigsten sagen. Als er an diesem spätwinterlichen, sonnigen Dienstag vom Bildschirm aufsah, frage ersich zuerst, wie spät es war."

Cover/Aufmachung:
Mir gefällt die Covergestaltung ganz gut. Ein Todenschädel in einer Halterung für eine Weltkugel als Hinweis auf eine weltweit tödliche Bedrohung. Auch die Schriftart finde ich sehr gut gewählt.

Meine Meinung:
Der Roman beginnt sehr rasant und bleibt auch durchweg in dem Tempo. Kaum Verschnaufpausen für den Leser und auch für die Protagonisten. Richtig gut gefallen hat mir, dass den einzelnen Charakteren sehr viel Zeit gewidmet wird, um diese vorzustellen und ihre Vergangenheit darzulegen. Doch auch dies ist hochgradig spannend. Denn innerhalb kürzester Zeit treffen die entsprechenden Protagonisten in ihrer Erzählung auf die Kreaturen - später Zombies genannt. Doch dabei kommt die Charakterbildung tatsächlich nicht zu kurz. Einzig der vermutete Hauptcharakter bleibt noch blass. Es sind keinerlei Hintergründe für den ihm bekannt. Ich denke, dass sich der Autor dort noch eine Geschichte aufsparen wollte. Ein zweiter Teil ist bereits erschienen und wird die Geschichte somit weiterführen. Ob noch weitere Teile der Reihe geplant sind, ist mir derzeit nicht bekannt. Aber den zweiten Band werde ich mir auf jeden Fall ebenfalls besorgen. Der Hauptcharakter bleibt sogar namenlos. Zumindest wird mit keiner Silbe erwähnt, wie sein wirklicher Name ist. Die Menschen, auf die er später trifft, nennen ihn "Backup".

Anders als in so vielen anderen Zombie-Geschichten, erklärt der Autor in diesem Buch wie es dazu gekommen ist. Wissenschaftler kommen zu Wort und das Szenario der ersten Infektion, des Patienten Null, wird ebenfalls in Romanform erzählt. So fühlt so fühlt der Leser auch mit dem ersten Infizierten mit. Dieser hat keine Schuld, vielmehr sind die Umstände echt scheiße gewesen... Aber ich will an der Stelle natürlich nicht zu viel verraten.

Ich glaube dass die Story deswegen so gut funktioniert, weil viel in der Ich-Perspektive berichtet wird. Das bringt die Erlebnisse der Charaktere den Lesern noch näher – gerade in survival-Situationen ist diese Wahl nie schlecht. Nur in manchen Situationen wurde in die erzählende Sprache gewechselt, insbesondere wenn die Geschichte mehrerer Protagonisten erzählt wurde. Es wurde sich somit nicht auf einen festgelegt, sondern die Geschichte beider Charaktere gleichzeitig erzählt.

Das Buch kann man übrigens nicht bei Amazon oder so bestellen, nur beim Verlag selbst, der offenbar dem Autor selbst gehört. Aber man kann sich das Hörbuch kaufen bzw. über Audible hören. Da ich nicht der Hörbuch-Fan bin, habe ich das Buch beim Abookalpyse-Verlag bestellt (versandkostenfrei) und sogar eine Widmung des Autors bekommen 😊

Fazit:
Wer Lust auf einen richtig action-geladenes Buch hat, einen die explizite Darstellung von schrecklichen Arten zu sterben nicht stört und generell Zombie Geschichten spannend findet, dem kann ich definitiv zu diesem Buch raten. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen – ich bin durch die Seiten geflogen.

 

 
Infos zum Buch:  

Verlag: ABOOKALYPSE
Taschenbuch: 339 Seiten
Genre: Horror/Thriller
Erschienen: Januar 2021
ISBN: 978-3-9822815-0-6

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