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Dienstag, 7. Juli 2026

[Lesemonat] Mein Mai und Juni 2026

Irgendwie habe ich es schon wieder nicht so richtig hinbekommen, meine Lesemonats-Posts zu schreiben. Aber jetzt ist es endlich soweit:

Im Mai 2026 habe ich diese Bücher gelesen: 

"Die Chroniken des Zeitlosen I" von Christian Reisböck  =  359 Seiten  (*****)
"Die Chroniken des Zeitlosen II" von Christian Reisböck  =  377 Seiten  (****)

2 Bücher  = 736 Seiten

Im Juni 2026 habe ich diese Bücher beendet: 

"Versuche, dein Leben zu machen" von Margot Friedländer  =  274 Seiten  (*****)
"Die App" von Arno Strobel  =  368 Seiten  (*****)


Mich hat "Die Chroniken des Zeitlosen" tatsächlich sehr überrascht! Im positiven Sinne. Es gibt mehrere Storylines. Zum einen ist da Edward. Geboren als Earl im viktorianischen England. Der kleine Junge war nie krank und selbst eine eigentlich ernsthafte Verletzung heilte schnell. Irgendwas ist anders. Das merkt Edward spätestens Anfang 20, als er immer noch wie ein Teenager aussah. Das was sich so viele Menschen wünschen - ewige Jugend. Nicht ganz ewig, aber eine sehr langsame Alterung. Doch das ist auch gefährlich...
Der andere Teil der Geschichte dreht sich um die 18-jährige Victoria, die endlich richtig leben will und in den 70er Jahren nach San Francisco reist. Die Hippie-Szene ist dort im Aufblühen und sie landet auch in einer Kommune. Doch irgendwie hat sie sich das alles ein bisschen schöner vorgestellt...
Ich fand den Erzählstil wirklich großartig! Beide Protagonisten, die später aufeinandertreffen sollen, waren wahnsinnig sympathisch und die Handlung sehr fesselnd erzählt. Ich wollte immer wissen, was als nächstes passiert - bzw. in Edwards Fall: bereits passiert war. Absolute Empfehlung.

Der zweite Band schließt eigentlich direkt an. Leider fand ich den weniger gelungen, obwohl einige lose Enden aufgegriffen und abgeschlossen wurden. Und ich am Ende ein paar Tränchen verdrücken musste.

Nachdem ich kürzlich in Erfurt den Gedenkort "Topf und Söhne" in Erfurt und das KZ Buchenwald besucht hatte, musste ich einfach zu dem Buch von Margot Friedländer greifen, was schon viel zu lange auf meinem Kindle gewartet hat. 
Die zwischenzeitlich verstorbene Holocaust/Shoah-Überlebende hat ihre Lebensgeschichte zu Papier gebracht. Unglaublich bildgewaltig und eindrucksvoll schildert sie ihre Kindheit und auch die spätere Verfolgung der Juden in Deutschland. Die unzähligen Versuche, sich zu retten. Ihre Verluste. Ihre Angst. Aber auch Helfer im Untergrund. Und am Ende doch die Entdeckung und der Aufenthalt im KZ Theresienstadt. Ihr Überleben eigentlich nur Glück. 
Dieses Buch empfehle ich wirklich jedem. 

"Die App" von Arno Strobel war RICHTIG spannend! Während der Chirurg Hendrik in der Nacht zum Dienst gerufen wird, scheint seine Verlobte Linda sich einfach in Luft aufgelöst zu haben. Er ist sich sicher, dass sie nicht aus freien Stücken mitten in der Nacht verschwunden ist. Doch nichts deutet auf eine Entführung hin. Die Polizei will nicht einmal eine Vermisstenmeldung aufnehmen. Schließlich ist Linda volljährig und darf sich aufhalten, wo sie möchte. Offenbar fehlt sogar ein Koffer und Kleidung. Hat sie ihn etwa doch verlassen?
Auf einen Facebook-Aufruf meldet sich u.a. eine Frau, deren Mann ebenfalls auf mysteriöse Weise verschwunden ist, bei ihm. Und eine ehemalige Praktikantin bei der Polizei steht bei ihm vor der Tür - ein Zusammenhang zwischen den beiden Vermisstenfällen könnte das Smart-Home-System sein, das beide Familien in ihrem Haus verbaut haben. Henrik ist auf der Suche nach Antworten. 
Wie gesagt - mega spannend. Super undurchsichtig. Viiiiiele Wendungen und die Auflösung wirklich gut gemacht. Kann den Roman ebenfalls empfehlen.

Mittwoch, 20. Mai 2026

[Lesemonat] Mein April 2026

Huch, habe doch total vergessen, meinen Lesemonats-Post zu schreiben. Diese Bücher habe ich im April gelesen:

"Todgeweiht" von Catherine Shepherd  =  342 Seiten  (****)
"Die Nacht schreibt uns neu" von Dani Atkins  =  448 Seiten  (****)
"Pick me Girls" von Sophie Passmann  =  211 Seiten  (***)
"Das Böse in ihr" von Camilla Way  =  368 Seiten  (*****)

4 Bücher  =  1.369 Seiten



Der Monat begann mal wieder mit einem Zons-Thriller. Es ist bereits der 10. Band der Reihe rund um den Ermittler Bastian Mühlenberg, der im mittelalterlichen Zons lebt, und Kommissar Oliver Bergmann in der heutigen Stadt. Beide haben ähnliche Fälle. Im Mittelalter droht ein Pestausbruch, doch handelt es sich bei den aufgefundenen Toten wirklich um Opfer der Krankheit, oder war Fremdeinwirkung im Spiel?
In der heutigen Zeit in Zons werden Influencer zu Opfern. Wieder sehr spannend - auf beiden Handlungssträngen. Aber irgendwie hat sich das Thema mittlerweile für mich erledigt... Glaube, das wird mein letzter Zons-Roman werden.

"Die Nacht schreibt uns neu" fing richtig gut an! Emma ist glücklich. Sie will ihre Jugendliebe heiraten. Doch am Abend ihres Junggesellinnenabschieds passiert ein furchtbarer Unfall. Ein Reh läuft auf die Straße. Sie sitzt im Auto mit ihren beiden besten Freundinnen. Amy ist nicht angeschnallt, weil ihr etwas heruntergefallen war... Sie wird hinausgeschleudert. Caroline, die Fahrerin, ist unter Schock. Zum Glück hält ein weiterer Autofahrer und hilft den Frauen. Insbesondere Emma, deren Bein eingeklemmt ist. Jack riskiert sein eigenes Leben, um ihres zu retten, denn es besteht Brandgefahr. Nach dem Unfall bleiben beide im Kontakt. Ist es nur Dankbarkeit, die Emma so empfinden lässt?
Ich fand das Buch wirklich gar nicht schlecht. Hasse eigentlich sowas wie Dreiecks-Geschichten total. Aber in diesem Fall kam vieles zusammen und es war einfach etwas nachvollziehbarer. Emma hat eigentlich ihr ganzes Leben umgekrempelt, als ihre Mutter an Alzheimer erkrankte. Sie hat im Prinzip alle ihre Träume aufgegeben und ist in die Heimat zurück. Dort traf sie wieder auf ihre Jugendliebe, doch ist es das wirklich? Liebe? Oder Gewohnheit. Praktisch. Simpel. 

"Pick me girls" ist ein biografisches Sachbuch. Ich mag sowas eigentlich nicht. Also gar nicht. Das ist nicht meine übliche Lektüre. Aber ich bin auch Feministin. Und interessiert. Tatsächlich habe ich mich in manchen der Erzählungen selbst wiedergefunden. Diese wahnsinnige Unsicherheit als Teenager und junger Erwachsener. Was man nicht alles merkwürdiges getan hat. In anderen Schilderungen konnte ich mich nicht wiederfinden. Trotz all der Ideen, Erkenntnisse und Gedanken fehlte mir irgendwie der rote Faden. Klar, kam immer wieder auf das titelgebende Thema zurück - sind wir nicht alle mal irgendwann pick-me-girls gewesen - aber dennoch war ich einfach nicht vollends überzeugt. Vielleicht lag es auch einfach an meiner Aversion gegen Sachbücher.

"Das Böse in ihr" war wieder mal ein richtig schön solider Thriller, der mich bis zum Ende wirklich unter Spannung hielt. Zwei Handlungsstränge, die es in sich hatten und von denen man bis fast zum Ende nicht herausbekam, wie die eigentlich zusammen hängen. Kann den Roman absolut empfehlen, Leute!

Samstag, 4. April 2026

[Lesemonat] Mein Februar und März 2026

Habe es letzten Monat irgendwie nicht hinbekommen, den Blogpost zu beenden... Daher wieder ein Doppel-Monats-Rückblick:

Diese Bücher habe ich im Februar beendet: 

"Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig  =  337 Seiten  (****)
"Unter Wölfen" von Jana Martin  =  325 Seiten  (****)

2 Bücher  =  662 Seiten

Im März 2026 habe ich nur ein Buch beendet:

"Der Atacama Zwischenfall" von Brandon Q. Morris  =  366 Seiten  (****)

Mehr zu den Büchern:

Von Matt Haig hatte ich bereits "Die Mitternachtsbibliothek" gelesen (HIER hab ich darüber geschrieben). Daher war ich sehr gespannt auf ein weiteres Buch von ihm. War wirklich eine sehr interessante Idee: Personen, die unfassbar langsam altern und so fast ewig leben. Eine wahnsinnig spannende Prämisse für einen Roman. Nur irgendwie fehlte mir ein wenig der Sinn oder rote Faden... Eigentlich erfuhr man nur, wie der Hauptprotagonist so gelebt hat und wie er sich dabei fühlt. Immer mit Rückblenden. Dieser Geheimbund von Personen, die ebenfalls fast ewig leben, war ebenfalls ein bisschen merkwürdig. Auch wenn es ein schönes Buch war, hat es meine Erwartungshaltung eigentlich gar nicht erfüllt. Hat mich aber gut unterhalten.

Bei "Unter Wölfen" geht es um ein wirklich furchtbares Thema, das aber leider Realität für viele junge Frauen ist: Sexuelle Ausbeutung. Die Hauptprotagonistin wird von ihrer eigenen Cousine in einen Menschenhändlerring ausgeliefert. Der "Modeljob", mit dem sie die arme Familie in einem kleinen Dorf in Rumänien unterstützen könne, war natürlich nur Vorwand. So landet die hübsche Teenagerin als Sex-Sklavin in einem Keller mit anderen Frauen, die das gleiche Schicksal erleiden. Die Schafe. Sie werden unter Drogen gesetzt und gezwungen, ihre "Kunden" ordentlich zu bedienen. Nicht selten haben diese sehr spezielle Vorlieben. Nicht mal ihr Name bleibt ihr - aus Alina wird Mina. Die Gewalt wird schon sehr deutlich beschrieben. Daher vielleicht nicht für jeden das geeignete Buch.

Dann hatte ich mal wieder Lust auf ein bisschen Science Fiction. Da ich Ende letzten Jahres selbst in der Atacama-Wüste war, ist mir dieser Buchtitel direkt ins Auge gefallen. Der Roman war wirklich sehr spannend. Die Hauptprotagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein: Eine Astronomin aus gutem Hause, die im im Alma-Observatorium einen Praktikumsplatz ergattern konnte, und Mateo, ein Einheimischer, der für das Observatorium als Wachmann arbeitet. Letzterer trifft als erstes auf einem Rundgang durch das weitläufige Gelände hoch in den chilenischen Anden auf ein Objekt, das er zunächst für ein Baby hält. Eigentlich ist es aber nur ein merkwürdig geformter Stein. Doch irgendwas bringt ihn dazu, ihn mitzunehmen. Jessica ist hingegen enttäuscht, weil ihr eigentliches Ziel (das Teleskop) vollkommen abgeschirmt wird. Sie und die anderen Praktikanten dürfen nur Daten eintragen: Aber ihr Entdeckergeist ist geweckt. Was geht wirklich vor im Observatorium?
Wie gesagt, wirklich sehr spannend, wenn auch teilweise ein wenig übertrieben. Kann mir schon vorstellen, dass er das alles gut recherchiert hat, doch einige Dinge waren für mich persönlich einfach "drüber". Nichts desto trotz ein guter Sci-Fi-Roman.

Montag, 9. Februar 2026

[Lesemonat] Mein Januar 2026

Das neue Lesejahr hat begonnen und bei mir lief es tatsächlich endlich ein bisschen besser. Trotz einiger weniger guter Bücher, hatte ich ein paar wirklich schöne Lesestunden. Versuche, jetzt auch wieder mehr zu lesen. Einfach weil es schön ist!



Diese Bücher habe ich im Januar beendet:

"Der gefrorene Fluss" von Ariel Lawhon  =  560 Seiten  (*****)
"Die eiskalte Kammer" von Catherine Shepherd  =  338 Seiten  (****)
"Die Flut: Sturmflut" von Anthony J. Melchiorri  =  345 Seiten  (**)
"Was du verschweigst" von Jutta Maria Herrmann  =  288 Seiten  (****)
"Ihr fremder Ehemann" von Alison James  =  386 Seiten  (*****)

5 Bücher  = 1.917 Seiten

Der Monat begann mit einem historischen Roman, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. "Der gefrorene Fluss" ist eine sehr langsam erzählte Geschichte, die auf wahren Ereignissen basiert. Martha Ballard ist Hebamme. Sie hat sich einen Platz in der amerikanischen Geschichte verschafft. Der Roman beginnt im Jahr 1789 in Maine, als eine Leiche im Fluss gefunden wird. Der Kennebec River ist wie so oft zugefroren. In den warmen Monaten nutzen die Menschen zur damaligen Zeit Boote, im Winter gehen sie einfach zu Fuß über den Fluss. Martha ist als medizinische Fachkraft eine der Ersten, die den Leichnam sieht. Er gehört einem Mann, der Beschuldigter einer Vergewaltigung ist. Wie kam er zu Tode?
Es geht nicht nur um diesen Kriminalfall. Viel mehr geht es um die Stellung der Frau damals, wie sich das Leben seinerzeit gestaltet hat und vor welche Hürden Martha immer wieder scheitert. Doch die mutige Frau gibt nicht auf. Steht für sich und andere ein. Ein Spannungsbogen ist stets vorhanden. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und habe den Roman in kürzester Zeit beendet.

Weiter ging es mit dem bereits 8. Band der Reihe um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, die offenbar seit dem letzten Buch Mutter einer Tochter geworden ist. 
Bereits der Prolog ist spannend. Eine junge Frau sucht bereits seit Monaten nach ihrer verschwundenen Schwester. Ein anonymer Anruf leitet sie ins Industriegebiet, wo sie tatsächlich ihre Schwester in einem Auto vermutet, das offenbar in einen Verkehrsunfall vermittelt war... Doch es war offenbar eine Falle.
Die Polizisten am Unfallort sind schnell der Auffassung, dass die Frau im Auto bereits vorher verstorben war. Eine Inszenierung. 

"Sturmflut" ist definitiv der letzte Band, den ich aus dieser Reihe lesen werde. Bereits als die ersten übertriebenen Mutationen aufgetaucht waren, war ich eigentlich raus. Wollte den vierten Band nochmal antesten, aber es wird nicht besser. Es sind mittlerweile so viele Bücher erschienen, die will ich wirklich nicht mehr alle lesen. 

"Was du verschweigst" ist ein klassischer Jutta-Maria Herrmann Roman. Wahnsinnig spannend von Anfang bis zum Ende. Man weiß nie, was eigentlich Phase ist! Vom Ende war ich allerdings absolut nicht überzeugt. 

"Ihr fremder Ehemann" wurde mir von einer Freundin empfohlen. Auch wieder eine wahnsinnige Sogwirkung. Obwohl mich diese unglaublich naive Hauptprotagonistin teilweise wahnsinnig genervt hat... Wie blauäugig kann man bitte durch die Welt laufen? Dieser Mann hat sie von Anfang bis Ende nur verarscht. Spätestens nach dem Perspektivwechsel war ich maximal angefixt - und dass, obwohl man von Anfang an weiß, dass er stirbt. 

Freitag, 2. Januar 2026

[Lesemonat] Mein Dezember 2025

Und schon ist das Jahr 2025 vorbei. Mein Lesejahr war tatsächlich weniger gut, aber das finde ich tatsächlich nicht so schlimm. Möchte aber im neuen Jahr tatsächlich gerne wieder mehr lesen.

Im Dezember habe ich diese Bücher beendet:

"Der Trip" von Arno Strobel  =  332 Seiten  (**)
"Schwarze Engel" von Max Stiller  =  150 Seiten  (**)

2 Bücher = 482 Seiten


Der Monat begann eigentlich mit "Das Jahr, in dem ich dich traf" von Cecelia Ahern. Ich habe das auch fast beendet, aber bei 280 von 400 Seiten abgebrochen. Es ging einfach nicht. Diese Geschichte war unglaublich öde und mir fehlte der rote Faden oder zumindest irgendwas, das die ganze Sache lesenswert gemacht hätte. Bin einfach viel besseres von der Autorin gewohnt...

Leider wurde meine Leseauswahl nicht besser...

Weiter ging es mit "Der Trip" von Arno Strobel. Bin ja eh immer etwas gespalten, was dessen Bücher angeht. Zum Beispiel fand ich "Das Wesen" oder auch "Tiefe Narbe" überhaupt nicht so gut und spannend, wie andere Rezensenten... Allerdings haben "Rachespiel" und "Offline" mir wahnsinnig gut gefallen. Von daher kommt es darauf an. Dieses Buch konnte mich leider so gar nicht überzeugen...
Es geht um Evelin, eine Psychiaterin, die sich auf Kriminelle spezialisiert hat. Allerdings war die Hauptprotagonistin von Anfang bis Ende unfassbar unsympathisch für mich und ihre Handlungen absolut nicht nachvollziehbar - vor allem für jemandem mit professionellem Hintergrund... Der Plot war kurz gefasst: Ihr geliebter Bruder und dessen Ehefrau sind bei einem Campingausflug in Frankreich vor Jahren spurlos verschwunden. Das hat sie ordentlich aus der Bahn geworfen. Nun ist Evelyn zusammen mit der Polizei hinter einem Mörder her, der auf Campingplätzen tötet und das Phantombild ihrem Bruder stark ähnelt. Fand es einfach total nervig leider...

Auch dann wurde es nicht besser... "Schwarze Engel" war mein erster Roman des Autors und wird wohl auch mein letzter bleiben. Hasse diese Dialekte in Büchern - hier bayerischer. Aber das ist nicht der ausschlaggebende Grund, warum es mir nicht gefallen hat. Ich fand es sehr sexualisiert, was für mich eher Effekthascherei war, als  alles andere. Die Ermittler fand ich eher blass, was ich allerdings weniger schlimm fand. Die Handlungen an sich fand ich einfach nicht wirklich packend. Alles war sehr kurz gefasst - ich meine der ganze Roman fasst gerade einmal 150 Seiten. Zum Glück, sonst hätte ich das wohl auch abgebrochen. Die derbe Sprache, die ständige Wiederholung von Namen in einem Absatz  - eigentlich der gesamte Schreibstil war einfach nicht meins.

Dienstag, 2. Dezember 2025

[Lesemonat] Mein November 2025

Mein November war geprägt von einer etwas längeren Reise. Daher habe ich einige Ebooks gelesen. War jetzt kein Strand-/ Poolurlaub. Von daher ist es jetzt nicht soooo viel geworden, aber für meine aktuellen Verhältnisse ist der Lesemonat quantitativ schon recht ordentlich.

Hatte einige kostenlose Ebooks runtergeladen. Ob die noch immer gratis zu erhalten sind, weiß ich nicht - schaut gerne mal bei amazon rein. Ansonsten kann ich euch DIESE SEITE sehr empfehlen. Hier werden täglich Ebooks vorgeschlagen, die es gratis zum Herunterladen bei amazon gibt. 

Aber zurück zum Lesemonat. Diese Bücher habe ich gelesen:

"Kuppelwelt" von Gerald Hackbarth  =  388 Seiten  (*****)
"Der Schauermann" von Martin Barkawitz  =  200 Seiten  (***)
"Die Flut" von Anthony J. Melchiorri  =  382 Seiten  (*****)
"Die Flut - Wellenbrecher" von Anthony J. Melchiorri  =  363 Seiten  (****)
"Die Flut - Seebergung" von Anthony J. Melchiorri  =  339 Seiten  (***)
"Drei Dates mit dem Tod" von Tabatha Kiss  =  181 Seiten  (***)

6 Bücher  =  1.853 Seiten

Ich hatte mal wieder richtig Lust auf eine Dystopie. "Kuppelwelt" hatte ich bereits vor einiger Zeit kostenlos heruntergeladen. Die Handlung spielt in einer nicht genau definierten Zukunft. Die Welt wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Menschen leben in Kuppeln. Ihr Leben ist genau geplant. Als Kinder besuchen sie den Kindergarten und die Schule. Das soll sie auf ihr späteres Leben als Mitglied der Gemeinschaft vorbereiten. Doch Jom, der Hauptprotagonist, ist anders. Er sieht ist groß und hat blaue Augen. Entspricht nicht dem Standard. Und er hat Fragen. Viele Fragen. Unwillkommene Fragen. 
Mich hat der Roman teilweise sehr stark an "1984" von George Orwell erinnert - gehe mal davon aus, dass der Autor dieses Werk kennt. Ich mochte die Storyline tatsächlich sehr. Offenbar wird die Welt der Kuppeln von einer KI gesteuert. Jeder Bewohner hat seine Bestimmung und einen Betreuer. Man muss sich an die Regeln halten. Wie ihr euch vorstellen könnt, liegt das nicht im Interesse von Jom.
Mir gefiel der Roman wirklich richtig gut. Kann dem empfehlen.

"Der Schauermann" hingegen war weniger meins... Ein bestialischer Mord geschieht in Hamburg. Eine junge Prostituierte ist das Opfer. Der Täter trägt die Kleidung eines Schauermanns, also eines Hafenarbeiters. Polizei-Offiziant soll den Fall schnellstmöglich lösen. Schließlich hat die Stadt gerade genug mit dem aktuellen Cholera-Ausbruch zu kämpfen... Doch das ist nicht so einfach... Anna Dierks, eine Tochter reichen Hauses, hat sich der Rettung von "gefallenen Frauen" verschrieben. Ihre Informationen können zur Lösung des Falls durchaus hilfreich sein.
Die Sprache war dem damaligen Slang sicherlich angepasst und auch die Art und Weise, wie damals eben ermittelt wurde. Ein interessanter Einblick, aber es hat mir einfach nicht gefallen.

Weiter ging es mit der "Flut"-Reihe. Offenbar sind es so rund 13 Bände (bislang?). Ob ich wirklich alle lesen werde, wird sich noch entscheiden.
Im ersten Band wird die geheime Eingreiftruppe vom Schiff "Huntress" von einer CIA-Mitarbeiterin darauf angesetzt, eine medizinische Einrichtung unter die Lupe zu nehmen. Dort ist etwas ganz gewaltig schief gegangen. Offenbar wurde von einem japanischen Wissenschaftlicher bereits im Laufe des zweiten Weltkriegs ein Virus entwickelt, der nunmehr freigesetzt wurde. Erst kommt die Wut. Dann die komplette körperliche Veränderung der Infizierten. Die Knochen bilden sich nach außen und bilden eine Art Panzer. 
Also im Prinzip sehr schnelle Zombies mit Panzerung. Extrem gefährlich. Extrem ansteckend. Und das sehr schnell. Weltweit. 
Das ist die Prämisse der Buchreihe. Und natürlich Dom, der Leiter der Spezialeinheit, welcher moralisch, fachlich und auch körperlich die Perfektion darstellt. Sein Manko: Er hat Töchter, deren Überleben ihm schon sehr wichtig ist.
Die Romane - also Band 1-3 - sind sehr rasant erzählt, haben immer viel wissenschaftliche Erklärungen, die mir als Laie schlüssig erscheinen. Natürlich ist es absolut unrealistisch, so schnell ein "Soforthifemittel" zu entwickeln. Dennoch trägt das natürlich zum Fortgang der Handlung bei. Man verzeiht als Leser viel. Aber eigentlich schon ab Teil 2, spätestens Teil 3 wurde das ganze einfach etwas zu wild... Daher die abnehmende Punktevergabe und die Frage, ob ich die Reihe überhaupt fortsetzen werde...

Am Monatsende habe ich noch "Drei Dates mit dem Tod" beendet. Erhofft hatte ich mir eine spicy Lovestory mit entsprechenden Szenen. Leider hab ich einen für mich sehr merkwürdigen Roman bekommen.
Will nicht spoilern. Nur so viel: WTF ist mit den Eltern nicht richtig? Fand die Lovestory an sich eigentlich gar nicht so schlecht, aber die erotischen Szenen nur so geht so...

Donnerstag, 30. Oktober 2025

[Lesemonat] Mein Oktober 2025

Endlich! Meine Lesefreude ist zurück. Keine Ahnung, was die letzten Monate los war. Wirklich nicht. Ich hatte einfach absolut keine Lust auf Bücher. Aber das ist nun Vergangenheit! Pünktlich zur dunklen, kuscheligen Jahreszeit habe ich sie zurück.


Diese Bücher habe ich im Oktober gelesen: 

"Ich kehre zurück nach Afrika" von Stefanie Gerecke  =  472 Seiten  (*****)
"Ins dunkle Herz Afrika" von Stefanie Gerecke  =  523 Seiten  (***)
"Brennendes Grab" von Linda Castillo  =  350 Seiten  (*****)
"Fool me once" von Harlan Coban  =  390 Seiten  (****)

4 Bücher  =  1.735 Seiten

Der Monat begann mit einem Buch, das ich eigentlich schon im Januar, allerdings war ich auf Ebooks umgestiegen und hatte das Papierbuch pausiert. Offensichtlich ziemlich lange pausiert, denn jetzt im Oktober hatte ich den Doppelband über Afrika beendet.
Der erste Teil hat mir wirklich sehr gut gefallen. Eine sehr junge Frau wird von ihrer Familie aus Hamburg ins Land ihrer Geburt zurückgeschickt. Doch was als Bestrafung gedacht war, lässt Henrietta aufblühen! Innerhalb kürzester Zeit wird sie zu einer selbständigen Person. Sucht sich einen Job und kauft sogar ein Haus. Der Rassismus / die Apartheit in Afrika stört sie, doch immer häufiger erwischt sie sich auch selbst dabei. Schwarze können weniger, sind weniger schlau, haben bestimmte Eigenarten... 
Der zweite Band hat mir weniger gut gefallen. Irgendwie war die Handlung sehr sprunghaft und es gab nicht mehr wirklich den roten Faden. Dennoch fand ich diese Romane wirklich gut. 

Weiter ging es mal wieder mit einem Castillo-Roman um die ehemalige amische Polizistin Kate Burkholder. In diesem Roman wird ein junger Mann in die Scheune seiner Eltern gelockt und bei lebendigem Leib verbrannt... Ein schrecklicher Tod. Wer könnte etwas gegen den freundlichen jungen Mann haben, der in der Gemeinde scheinbar keine Feinde hatte?

"Fool me once" ist eines der Bücher, die mir ausgeliehen wurden. Ich hätte mir sonst wohl eher kein englisches Buch ausgesucht.
Muss auch sagen, dass ich WIRKLICH schlecht reingekommen bin! Der Schreibstil gefiel mir nicht - übrigens auch bis zum Ende. Kann es aber auch gar nicht so gut beschreiben.  Es wirkte so durcheinander. 
Aber irgendwann hatte es mich! Wollte unbedingt die vielen Rätsel ergründen, die nach und nach dem Leser wie kleine Häppchen zugeworfen werden. Und das Ende hat mich tatsächlich überrascht. Oder auch nicht - Charakterzeichnung kann er vielleicht, aber das dem Leser auch deutlich machen irgendwie nicht. Zumindest nach meinem Verständnis.

Freue mich schon auf den nächsten Lesemonat. Durch laaaaaange Flugreisen erwarte ich großes für November 😉


Montag, 6. Oktober 2025

[Lesemonat] Mein September 2025

 So langsam kehr die Leselust zurück! Kaum zu glauben, aber wahr. Immerhin konnte ich EIN Buch im September beenden:

"Palast der Finsternis" von Stefan Bachmann  =  397 Seiten  (***)

In dem Roman geht es zunächst um Anouk, die Hauptprotagonistin. Sie ist 17 Jahre alt und ihre Eltern sind reich. Doch geliebt oder auch nur beachtet fühlt sie sich nicht. Daher rebelliert sie bereits seit Jahren. Die mysteriöse Einladung zur Aufklärung eines rätselhaften unterirdischen Palasts in Frankreich kommt ihr gerade recht. Die weiteren Teilnehmer der Expedition sind in ihrem Alter. Sie erhält vorab Exposés über sie. 

Der Leser erfährt bereits etwas mehr als die Jugendlichen. In Rückblenden aus dem Jahr 1789 wird die Familie vorgestellt, die den Palast bauen ließ. Im Vorfeld der sich anbahnenden französischen Revolution ließ der Adelige Besseancourt riesige Räumlichkeiten unterhalb seines eigentlichen Schlosses ausheben und baute diese aus, um mit seiner Familie den Lynchmorden zu umgehen.

Kurzes Fazit:

Find es gar nicht so einfach, meine Meinung zu dem Roman niederzuschreiben... Im Prinzip war es wirklich sehr spannend geschrieben. Ich wusste nur nie so genau, worauf das ganze denn hinauslaufen soll... Was für ein Genre ist dieser Roman überhaupt? Jugendbuch? Mystery? Die Handlung wurde immer wilder, abstruser. Ich fand es einfach insgesamt "drüber". War mir zu viel. Daher konnte ich nur 3 von 5 möglichen Bücherwürmchen vergeben.



Montag, 22. September 2025

[Lesemonat] Mein Juni, Juli und August 2025

Hatte irgendwie in letzter Zeit keine Lust, einen Post zu schreiben... War jetzt auch nicht so wahnsinnig viel Lesestoff, von dem ich hätte erzählen können - trotz Urlaubsreise im Juli. Im August hatte ich tatsächlich nicht eine Seite gelesen - also zur Freizeit, nicht beruflich versteht sich. Kein Buch in der Hand. Einfach Leseflaute. Deshalb erzähle ich euch heute von 3 Monaten ;)

Diese Bücher habe ich im Juni 2025 beendet:

"Ask for Andrea" von Noelle West Ihli  =  297 Seiten  (*****)
"Eine einzige Lüge" von Jutta Maria Herrmann  =  305 Seiten  (*****)

2 Bücher  =  602 Seiten



Dieses Buch habe ich im Juli 2025 beendet:

"New Female Leadership" von Sandra Cegla und Erich Vad  =  418 Seiten  (***)
"Proband 63" von Sascha Braun  =  284 Seiten  (****)



August = Flaute 

Ein bisschen was zu den einzelnen Büchern:

"Ask for Andrea" oder im Deutschen "Frag nach Andrea" war ein Tipp von Bookstagram. Also sogar mehreren Personen, denen ich auf Instagram folge, deren Content um Bücher geht. Alle waren so begeistert und die englische Version war in der damals noch von mir abonnierten Kindle-Unlimited-Auswahl enthalten. Lese nicht so wahnsinnig gerne englische Bücher. Finde das (ganz im Gegensatz zu Filmen) einfach anstrengender... Aber der Roman war wirklich besonders! Er erzählt nämlich die Geschichte eines Serienmörders. Nur ganz anders. Aus Sicht seiner bereits verstorbenen Opfer. Diese verbleiben als Art Geister auf der Welt. Können sich nicht mitteilen, nur zuhören, zuschauen und sonst nicht viel tun. Was furchtbar ist - denn einige bekommen mit, wie die nächsten Ofer gesucht und letztlich ebenfalls ermordet werden. Eine richtig coole Idee, die mich bis zum Ende fesseln konnte. Auch die Beschreibung, wie eines der Opfer ihren langsam verwesenden Körper beobachtet und hofft, dass man sie doch findet... Damit ihre Familie Gewissheit hat! Damit man IHN findet. Unglaublich atmosphärisch erzählt. Klare Empfehlung von mir.

"Eine einzige Lüge" von Jutta Maria Herrmann konnte mich wieder überzeugen. Leider hatte ich bereits 1-2 Romane von ihr, die mir gar nicht gefallen haben. Ansonsten bin ich von ihrer Arbeit absolut überzeugt. Sie schafft es, einen ordentlichen Spannungsbogen aufzubauen und diesen auch bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Ihre Romane "suchtet" man quasi durch. Vielleicht sollte ich mir einen von ihr runterladen, um wieder in Leselaune zu kommen...
Bei diesem Roman geht es um Marie, die zusammen mit ihrem Mann Daniel auf einer Wanderung in den Bergen in einen Schneesturm gerät. Sie verliert die Sicht auf Daniel und hat plötzlich einen Abgrund vor sich... Er muss gestürzt sein. Marie kann sich in eine Hütte retten - doch von Daniel fehlt jede Spur. Die junge Studentin Anne hatte eine Affäre mit Daniel und ist schwanger von ihm. Als sie von seinem Tod erfährt, ist sie am Boden zerstört. Doch Marie, die betrogene Ehefrau, ist wahnsinnig freundlich zu ihr. Bietet ihr sogar an, in der Einliegerwohnung des großen Hauses zu wohnen. Das Angebot kommt gerade recht - Anne kann sich keine eigene Wohnung leisten; schwanger kann sie nicht ausreichend Geld verdienen. 

Ich bin WIRKLICH kein Fan von Sachbüchern. Aber ich bin durchaus Feministin. Irgendwie hat mich der Titel angesprochen und auch die Beschreibung fand ich toll: "The new Female Leadership" - oder auch: Warum sollten mehr Frauen in Machtpositionen. Was könnte sich durch einen weiblicheren Einfluss in Politik und Wirtschaft ändern? Und warum? Was sind überhaupt "weibliche" Eigenschaften und was hat unsere soziale Prägung und das bereit seit Jahrhunderten andauernde Patriachat damit zu tun? 
Alles hervorragende Fragen, die zwar nicht final geklärt, aber zumindest schlüssig und klar diskutiert werden in diesem Buch. Geschrieben wurde es von einem Mann - Erich Vad, lange Zeit einer der Berater unserer ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merke. Und einer Frau - Sandra Cegla - Polizeikommissarin a.D. und Gründerin einer Sicherheitsfirma die sich auf Stalking spezialisiert hat. 
Ich halte tatsächlich nicht allzu viel von der CDU und auch die Leistungen unserer langjährigen Bundeskanzlerin sind rückblickend deutlich unter dem Möglichen geblieben (ich sage nur Klimawandel, Digitalisierung, Abhängigkeiten von Autokratien, uvm.) ABER im Vergleich zu den männlichen Kandidaten wünsche ich mir wirklich häufig Angie zurück. Mit ihrer klugen, zurückhaltenden und niemals übertriebenen Art war sie diplomatisch aus meiner persönlichen Sicht sowohl Herrn Scholz als auch (natürlich) Herrn Merz haushoch überlegen. Erich Vad wird während seiner Parts (die beiden wechseln sich ab) nicht müde, dies zu erwähnen. So sehr, dass dieses "in-den-Himmel-loben" mir irgendwann maximal auf die Nerven ging. Habe solche Passagen ehrlicherweise irgendwann überlesen...
Richtig spannend hingegen fand ich SÄMTLICHE Passagen von Sandra Cegla. Sie erzählt von ihrem damaligen Alltag als Polizistin. Von häuslicher Gewalt, Femiziden, Angst und Machlosigkeit von Frauen. Auch ihre eigenen Erfahrungen als "Frau" in der Polizei, die nicht die übliche Hau-drauf-Mentalität verfolgte. 
Ja - es gibt Unterschiede, wie Männer und Frauen etwas angehen. Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Aufgrund des Patriachats ist allerdings der "weibliche" Ansatz als "schwächlich" oder eben einfach geringwertiger angesehen. 
Insgesamt fand ich das Sachbuch gut. Wie gesagt - etwas weniger Angie-war-ja-so-großartig (wo waren bitte die kritischen Stimmen? Niemand ist sooo perfekt). Aber ansonsten stimmig und auch gut, dass eben AUCH ein Mann sich für eine weiblich dotierte Art des Anführens ausgesprochen hat. 

Danach war mir nach einem ganz normalen Thriller :) Und es fiel auf "Proband 63". Als ihr Ex-Freund sich bei ihr meldet, ist sie erst sehr überrascht. Seit der Trennung besteht kein Kontakt mehr. Doch Luci - seine Schwester - ist tot. Und Tonja ist Polizistin. Es soll Selbstmord gewesen sein, aber Luci war nicht depressiv. Auch andere Indizien führen Tonja in eine andere Richtung... Vor allem, als noch ein weiterer mysteriöser Fall bei ihr landet...
Fand den Roman wirklich ziemlich spannend! Würde den schon weiterempfehlen.

Freitag, 30. Mai 2025

[Lesemonat] Mein Mai 2025

 


"Die Witwe" von K.L. Slater  =  414 Seiten  (***)
"Kontakt" von Joshua Tree  =  363 Seiten  (*****)

2 Bücher  =  777 Seiten

Der Monat begann sehr schleppend... Trotz eines gewissen Spannungsbogens, konnte mich "Die Witwe" nicht so richtig in ihren Bann ziehen. Ich weiß auch nicht. Glaube, dass mich vor allem diese ganzen Heimlichkeiten eher genervt haben. Die sollten natürlich dafür sorgen, dass die ganzen Details erst nach und nach rauskommen. Gefallen hat mir allerdings der grundsätzliche Aufbau und die Auflösung. Dass mir zwischendurch aber einfach der Spaß am Lesen gefehlt hat, konnte das nicht mehr wettmachen. Also nur 3 von 5 möglichen Bücherwürmern.

"Kontakt" hingegen hat mich von Sekunde eins überzeugt! Was bin ich durch diesen Roman geflogen! Unglaublich! Dabei ist die Geschichte eigentlich kammerspielartig aufgebaut. Eine Astronautin erwacht aus einem Brut-Tank auf einem Raumschiff, das irgendwo im Weltall unterwegs ist. Sie weiß nicht, wer sie ist und was das Ziel der Reise ist. Allerdings hat sie Fähigkeiten und Wissen, das sie als Ingenieurin haben müsste. Sie weiß, dass sie in dem Tank "ausgebrütet" wurde. Vermutlich ist sie ein Klon - geschaffen für die bereits 80 jährige Reise des Raumschiffs Ankh, auf dem sie sich befindet. Doch sie ist das einzig überlebende menschliche Besatzungsmitglied. Die Menschen in den weiteren Tanks sind hirntot. Nur ein Roboter an Bord, den sie Rofi nennt, leistet ihr Gesellschaft. Sie muss sofort einige brenzliche Situationen meistern - dafür wurde sie aufgeweckt. 
Es ist einfach durchgehend wahnsinnig spannend! War komplett begeistert, bis zum Ende. Alles wird sehr gut wissenschaftlich erklärt - auch für mich als Laien. So soll Science Fiction sein!

Montag, 5. Mai 2025

[Lesemonat] Mein April 2025

Tatsächlich habe ich nur zwei Bücher abschließen können. Irgendwie hatte ich nicht so viel Lese-Lust.


"Amnesia" von Jutta Maria Herrmann  =  304 Seiten  (*****)
"Der Protektor" von Elin Peer  =  368 Seiten  (***)

2 Bücher  =  672 Seiten

Immerhin startete der Monat richtig gut! Nachdem ich "Schuld bist du" von der Autorin abbrechen musste (das war mir wirklich zu abstrus!), fand ich diesen Roman wieder richtig spannend! 
In "Amnesia" geht es um Helen, die im vierten Stadium an Krebs erkrankt ist. Sie wird sterben.  Irgendwie zieht es sie zurück zu ihrer Familie, zu der sie eigentlich keinen großen Kontakt mehr hat. Gerade zur gefühlskalten Mutter hatte sie nicht wirklich Sehnsucht... Doch nachdem ihr Lebensgefährte sie verlassen hat, fühlt sie sich einsam. Will nicht alleine dem Tod begegnen. Ihre jüngere Schwester ist mittlerweile verheiratet - mit Leon. Doch eine alte Geschichte aus der gemeinsamen Jugend lässt Helen stark an dessen Charakter zweifeln... Durch ihre Medikamente hat Helen immer wieder Gedächtnislücken. Hat ihr Lebensgefährte sie wirklich verlassen? Oder hat sie ihm vielleicht etwas angetan?

Die Idee von "Der Protektor" fand ich ziemlich großartig.
Die Handlung spielt in der Zukunft. Es gab wahnsinnig viele Kriege. Letztlich war das Matriarchat die Lösung. Eine nur von Frauen regierte Welt, die auf gegenseitigem Respekt und Miteinander beruht. Gewalt ist sozusagen ausgerottet. Es gibt auch Männer in der Gemeinschaft, aber sie passen sich an.
Doch einige Männer konnten nicht zu diesem "besseren" Leben bekehrt werden. Sie wurden verbannt in den Norden. Dort können sie so leben, wie sie es möchten. Nur fast ohne Frauen.
Christine ist Archäologin in den Mutterlanden. Gerade die Nordmänner findet sie wahnsinnig spannend. Eine Ehe, die Unterdrückung durch den "starken" Mann ist für sie zwar faszinierend, aber auch absolut undenkbar. Warum sollte sich eine Frau unterwerfen? 
Sex gibt es in beiden Welten, doch hauptsächlich mit extra hierfür konzipierte Roboter.  Als in den Nordlanden eine Bibliothek entdeckt wird, ist Christine Feuer und Flamme - sie muss dort hin, um die Ausgrabungen zu leiten! Vor Ort braucht sie einen Beschützer... Denn die von Männern regierte Welt ist gefährlich.
Ja, natürlich. Das ganze ist maximal vorhersehbar. Trotzdem fand ich es zeitweilig ziemlich unterhaltsam. 

Mittwoch, 9. April 2025

[Lesemonat] Mein März 2025

 









"Tiefe Narbe - Im Kopf des Mörders" von Arno Strobel  =  368 Seiten  (***)
"Sammeln kann tödlich sein" von Jennifer S. Alderson  =  256 Seiten  (**)
"Das Aupair-Mädchen" von Daniela Arnhold  =  278 Seiten  (*****)

3 Bücher  =  902 Seiten

Abgebrochen = 2 Bücher

Begonnen hat der Monat mit "Tiefe Narbe". Nachdem ich zuletzt von den Büchern des Autors echt überzeugt war, hatte ich mich richtig auf diesen ersten Teil der Buchreihe um den Kommissar Max Bischoff gefreut. Doch leider hat mich das Buch nicht überzeugen können... Ich fand den Hauptprotagonisten einfach nicht so "schlau" dargestellt, wie er doch angeblich sein sollte. Zwar mochte ich diese "alter Cop vs. neue Ansätze"-Idee im Prinzip sehr gerne, aber die Umsetzung missfiel mir einfach. Offenbar ein persönliches Problem; andere Leser fanden die Romanreihe ganz großartig. Aber lesen ist nun mal subjektiv.

Weiter ging es mit einem Fail... Gehofft hatte ich auf eine seichte, unterhaltsame Krimi-Geschichte um Kunstdiebstahl. Bekommen habe ich eine extrem verworrene Story mit einem kruden Mordfall. Verworren aber nicht, weil es so ein wahnsinnig komplexer Fall war, sondern wegen der extrem umständlichen Erzählweise. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, einen Folgeband zu lesen. Doch es ist eindeutig der erste Band einer Buchreihe. Hat mir wirklich gar nicht gefallen. Ärgere mich tatsächlich ein wenig, dass ich es bis zum Ende durchgezogen habe...

Der Monat endete dann mit einem RICHTIGEN Pageturner! Herrje, war das spannend! So richtig schöne unterschwellig, psychologische Spannung. "Das Aupair-Mädchen" kann ich wirklich empfehlen!


Die abgebrochenen Bücher...

Ja, auch darüber möchte ich berichten. Wie schon bei "Sammeln kann tödlich sein" angedeutet, ist manchmal aufgeben die bessere Alternative! Wirklich!

"Schuld bist du" von Jutta Maria Herrmann musste ich einfach abbrechen. Es war ja so wirr und übertrieben. Konnte damit wirklich nichts anfangen, obwohl ich andere Werke der Autorin sehr großartig finde und entsprechend weiterempfehle. Dieser Roman war aber total abstrus. Das ging wirklich nicht.

"Die unberechenbare Wahrscheinlichkeit des Zufalls" von John Ironmonger WOLLTE ich so gerne mögen! Denn bisher konnten mich alle Bücher des Autors nicht nur überzeugen, sondern blieben nachhaltig in meinen Gedanken. Ein sehr seltenes Phänomen. Aber ja... Ich war kurz davor, mich durchzuquälen. Und das hat das Buch sicher nicht verdient.

Donnerstag, 6. März 2025

[Lesemonat] Mein Februar 2025

Ich hatte es ja angekündigt... Die große Leselust war nur vorübergehend. Vermutlich lag es aber eher an der eher weniger fesselnden Lektüre. Diese beiden Bücher habe ich im Februar beendet:



"Wähle den Tod" von Jutta Maria Herrmann  =  304 Seiten  (***)
"Die verschollene Station" von Dominik A. Meier  =  390  (***)

2 Bücher  =  694 Seiten 

Wie gesagt, leider konnten mich beide Bücher nicht überzeugen... 

Grundsätzlich liebe ich die Romane von Jutta Maria Herrmann und werde ihr auch weiterhin treu bleiben! Nur dieser hier war nicht nach meinem Geschmack.
Es geht um Jana, eine Hausfrau und Mutter. Als sie den Familienhund tot im Garten findet, hat sie nur einen Gedanken: Ihr Sohn wird am Boden zerstört sein. Ihre Lösung ist es, das Tier direkt zu vergraben und zu erzählen, er wäre einfach verschwunden... Kurzschlussreaktion... Statt sich zu fragen, was mit dem Tier nur passiert ist. Eine von vielen sehr unlogischen Handlungen, die mir leider ein bisschen zu viel waren in diesem Roman. Durchaus erklärt, aber gefallen hat mir diese Story einfach nicht. Daher brauchte ich im Vergleich zu anderen Thrillern der Autorin ewig.

Dann hatte ich mal wieder Lust auf einen schönem Science Fiction Roman. Die Wahl fiel auf "Die verschollene Station", den ihr über Kindle Unlimited umsonst lesen könnt.
Ich weiß auch nicht, aber diesen Monat war echt der Wurm drin! Denn auch dieses Buch konnte mich einfach nicht packen! Die Prämisse war soooo gut - eine seit vielen Jahren verschollene Raumstation taucht plötzlich wieder auf. Ein Spezialist für den kontrollierten Abriss solcher Weltraumobjekte wird beauftragt. Auch Wissenschaftler sind an Bord - was ist nur mit dem Raumschiff und der Besetzung geschehen?
Ich liebe SciFi - aber irgendwie verlor mich das Buch schon relativ schnell. Es war nicht mal richtig langweilig oder so, kann es gar nicht gut beschreiben. Es packte mich überhaupt nicht und ich musste mich zum Lesen regelrecht zwingen. 
Den abschließenden Band der Dilogie werde ich mir auf jeden Fall schenken. Wirklich schade...

Mittwoch, 5. Februar 2025

[Lesemonat] Mein Januar 2025

Oh ja, eine große Lesezeit ist angebrochen! Grund ist eigentlich ein unschlagbares Angebot, das mir ein bisschen mehr Druck macht. Allerdings in positivem Sinne.

Ich habe das Kindle-Unlimited-Angebot wahrgenommen und zahle für 3 Monate nur 99 Cent. Da sich das Angebot ansonsten nicht wirklich für mich lohnt, muss ich die Zeit so richtig ausnutzen. Der erste Monat lief schon mal richtig gut:



"Stirb, Schwesterlein" von Jutta-Maria Herrmann  =  305 Seiten  (*****)
"Das Jahr des Dugong" von John Ironmonger  =  144 Seiten  (*****)
"Düsteres Wasser" von Catherine Shepherd  =  338 Seiten  (*****)
"Die Verschwundenen" von Joshua Tree  =  455 Seiten  (****)
"Offline" von Arno Strobel  =  374 Seiten  (*****)
"Das Herrenhaus im Moor" von Felicity Whitmore  =  416 Seiten  (*****)
"Roman 2040" von Zoey Aldrich  =  368 Seiten  (****)
"Alles muss man selbst machen" von Ellen Berg  =  385 Seiten  (*)

8 Bücher  =  2.785 Seiten 

Gewöhnt euch bitte nicht an diese gigantische Menge an Büchern in einem Monat!

Der Monat begann mit einem Thriller von Jutta-Maria Herrmann. Ich mag ihre Romane sehr! Es handelt sich stets um wahnsinnig spannende Einzelbände. Auch diese Geschichte konnte mich überzeugen.
Nele und ihre ältere Schwester Jella wohnen zusammen, wobei die jüngere der beiden eigentlich alle Kosten und Aufgaben trägt... In ihrem Heimatort wird eine skelettierte Leiche entdeckt und Nele lernt einen Mann kennen, zu dem sie sich sehr hingezogen fühlt. Doch Jella warnt sie vor ihm...
Diese Autorin schafft es einfach immer, eine gigantische Sogwirkung auf ihre Leser auszuüben. Unglaublich spannend.

Weiter ging es mit einem ganz großartigen, wenn auch sehr kurzem Roman. "Das Jahr des Dugong" sollte wirklich jeder gelesen haben!

"Düsteres Wasser" ist bereits der 7. Teil der Buchreiche um die Rechtsmedizinerin Dr. Julia Schwarz und auch dieser Roman konnte mich wieder überzeugen. 
Im Rhein ertrinken Frauen. Was erst nach einem Suizid aussieht, wird spätestens beim Entkleiden verdächtig: Die Frauen tragen einen Keuschheitsgürtel... Zudem sehen ihre Fußsohlen aus, als wären sie über zerbrochene Flaschen gelaufen und hätten sich danach direkt ihre Schuhe wieder angezogen! Äußerst mysteriös.

"Offline" von Arno Strobel war unglaublich spannend! Social Detox ist ja immer mal wieder ein Thema in der heutigen Zeit. Eine Gruppe von Menschen machen sich als Firmenevent auf die die Berge in ein abgelegenes Hotel ohne Empfang und Internet. Doch dann geschieht ein Mord - und sie sind völlig eingeschneit.

Der Roman "Das Herrenhaus im Moor" hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn die damalige Zeit für Frauen einfach unfassbar schlimm war.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen die Gegenwart, in welcher eine Frau mit dem tragischen Verlust ihres Ehemannes zu kämpfen hat, den sie scheinbar gar nicht richtig kannte. Auf den Spuren seiner Vergangenheit lernt sie die Geschichte von Victoria kennen. Die adelige Erbin, deren Vormund sie schamlos auf eigene Kosten ausnutzte...

"Roman 2040" ist der zweite Teil einer dystopischen Buchreihe von Zoey Aldrich. Den ersten Teil "Stella 2036" habe ich bereits im Juli 2022 gelesen... Durch das Unlimited Abo konnte ich nun erfahren, wie die Geschichte der beiden weitergeht. Einfach eine ganz schreckliche Welt.

Geendet hat der Monat leider mit einem absoluten Flop...
Herrje, war diese Geschichte bescheuert... Habe das Buch tatsächlich ab der Hälfte nur noch überflogen. Einfach nur doof...

Montag, 30. Dezember 2024

[Lesemonat] Mein Dezember 2024

Und schon ist das Lesejahr 2024 beendet. Eigentlich wollte ich viiiiiiel mehr lesen, aber nun gut - das Leben kommt dazwischen. Neue Hobbies, Interessen und Menschen. Und immer noch die gleiche Zeit zur Verfügung. Hatte häufig Leseflauten dieses Jahr. Einfach absolut keine Lust zu lesen. Vielleicht wird 2025 besser - aber ich mache mir da auch keinen Stress. Das ist immer noch ein Hobby und soll Spaß machen.

Nun aber zu den im letzten Monat des Jahres 2024 gelesenen / gehörten Büchern (immerhin plural 😝)

"Billy Summers" von Stephen King  =  736 Seiten  (*****)
"Qualityland 2.0 - Kikis Geheimnis" von Marc-Uwe Kling  =  432 Seiten  (*****)
"Schwesterlein, komm stirb mit mir" von Karen Sander  =  400 Seiten  (****)
"Versehentlich verliebt" von Adriana Popescu  =  224 Seiten  (*****)
"Elanus" von Ursula Poznanski  =  413 Seiten  (

5 Bücher = 2.205 Seiten

Ich hatte mal wieder so richtig Lust auf einen Stephen King! "Billy Summers" habe ich ziemlich günstig vor einiger Zeit geschossen. Lag tatsächlich schon ein bisschen auf dem SuB. Tatsächlich ist dieser Roman eigentlich kein klassischer King. Doch ich mag seinen Schreibstil sehr! Auch hier. 
Hauptprotagonist Billy ist Kriegsveteran und verdient nun als Auftragskiller seine Brötchen. Gegenüber seinen Auftraggebern verstellt er sich; gibt sich deutlich schlichter als er eigentlich ist. Ein ziemlich cleverer Schachzug. Billy redet sich selbst gerne ein, dass er ja "nur schlechte Menschen" tötet... Nun soll sein letzter Auftrag anstehen. Hierfür soll er sich zunächst in eine Nachbarschaft und einem Bürokomplex integrieren. Denn es ist genau so wie seine Auftraggeber sagen: Billy mag man irgendwie. Er ist ein netter Kerl, der sich schnell beliebt macht. Das gelingt ihm so gut, dass er eigentlich gar nicht mehr gehen will...
Wie gesagt: Mal etwas ganz anderes, aber durchaus spannend auf seine Art und sehr unterhaltsam erzählt. 

Mit "Qualityland 2.0" habe ich mein zweites Hörbuch beendet. Sehr praktisch, Bücher einfach neben dem Haushalt, beim Kochen und Autofahren zu "lesen". 
Auch dieser zweite Teil konnte mich wieder überzeugen! Mag den Humor sehr gerne. Bin ja generell Fan von Dystopien und war schon vom ersten Band begeistert. Will natürlich nicht zu viel verraten, aber das Rätsel um Kiki wird tatsächlich gelöst. 

Dann habe ich gesehen, dass es bei Audible auch kostenlose Hörbücher gibt! Wie cool!
Meine Wahl viel auf "Schwesterlein, komm stirb mit mir". Der erste Band einer Reihe um den Ermittler Georg Stadler und die Psychologin Liz Montario. War tatsächlich ziemlich spannend. Die Fälle auch etwas besonderes: Die Opfer waren Transfrauen. Mit der Auflösung war ich etwas unglücklich - kam jetzt irgendwann nicht mehr so ganz überraschend. Aber grundsätzlich ein solider Thriller. 
Glaube aber nicht, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde.

Dann kam Weihnachten und meine seit einigen Jahren bestehende Tradition: 
Ich las zum wiederholten Male "Versehentlich verliebt" von Adriana Popescu und liebe es noch immer sooooo sehr! Lache noch nach Jahren über die Witze und verliebe mich jedes Mal wieder in die Story.

"Elanus" von Frau Poznanski lag bereits seit August 2023 auf meinem SuB! Da hatte ich es laut einem Blogbeitrag HIER aus dem Bücherschrank genommen. 
Zu Anfang war ich absolut nicht überzeugt! Denn ich mochte den Hauptprotagonisten Jona überhaupt nicht! Was für ein eingebildeter und furchtbarer Mensch! Zum Glück las ich weiter - denn das Buch hatte wirklich eine Sogwirkung! Fand es sehr spannend bis zum Schluss. 

Mittwoch, 4. Dezember 2024

[Lesemonat] Mein November 2024 & [Kurzes Fazit] "QualityLand" von Marc-Uwe Kling

Ja, die große Leselaune hat im November tatsächlich noch nicht wieder Einzug in mein Leben gehalten... Tatsächlich habe ich aber zum ersten Mal überhaupt ein Hörbuch von Anfang bis zum Ende durchgehört! 

Dieses Hörbuch war letztlich das einzig beendete Buch diesen Monat. Es handelt sich um:

"QualityLand" von Marc-Uwe Kling  =  384 Seiten  (*****)

Der Roman hat mich wirklich wahnsinnig gut unterhalten! Es handelt sich eigentlich um eine Dystopie, aber eine überaus humorvolle. Der Auto selbst hat das Hörbuch gelesen. Glaube, dass mir ein "professioneller" Hörbuchsprecher womöglich besser gefallen hätte, aber ich konnte mir das sehr gut anhören. 

Im Prinzip geht es um eine "ganz neue Welt". Alles wird durch Algorithmen und künstliche Intelligenz bestimmt. Klingt gruselig und übergriffig? Oh ja, genau das ist es. Aber die Menschen in Qualityland kennen es gar nicht mehr anders und finden das ganz normal. Sie denken an etwas (weil ihnen eine entsprechende Werbung gezeigt wird), schwupps bringt ihnen eine Drohne ihre "Bestellung", die sie nie aktiv getätigt haben. Wie "einfach". Wie "praktisch". 

Nachnamen wurden ersetzt. Die Menschen erhalten als Nachnamen den Beruf ihres Vaters (wenn männlich) oder ihrer Mutter (wenn weiblich) zum Zeitpunkt der Geburt. Allein das war einfach wahnsinnig lustig... So heißt der Hauptprotagonist z.B. Peter Arbeitsloser. Es gibt aber auch beispielsweise Melissa Sexarbeiterin oder Martyn Vorstand. 

Unser Hauptcharakter Peter Arbeitsloser übt den wenig prestigeträchtigen Beruf des Verschrotters aus. So landen bei ihm einige Roboter mit fehlerhaften Funktionen. Doch nicht alle werden wirklich vernichtet... Ganz geheim rettet er einige und lässt sie in seinem Keller wohnen. Sein ganz privater Fan-Club ;p

Warum werden Maschinen immer menschlicher, aber Menschen immer maschineller? 

Diese und weitere spannende Fragen erwarten den Leser in diesem wirklich komplett anderen Zukunftsroman, den ich wirklich jedem ans Herz legen möchte. 

Dienstag, 12. November 2024

[Lesemonat] Mein Oktober 2024

 Meine große Rückkehr zum Lesen hielt leider nicht lange an. Gerade einmal zwei Bücher habe ich im Oktober beendet (der Alltag hat mich zurück...):

"Der Todescode" von Ava Strong  =  262 Seiten  (****)
"Goldwäsche" von Lee Child & Karin Slaughter  =  112 Seiten  (***)

2 Bücher  =  374 Seiten



Natürlich erinnerten einige Aspekte vom "Todescode" an den Dan-Brown-Superhit "Sakrileg", doch das tat dem Buch keinen Abbruch. Ein wirklich solider Thriller mit interessanten, vielschichtigen Charakteren, die ich durchaus gerne begleitet habe. Denke, da ist noch einiges aus der persönlichen Schiene herauszuholen. Auch der Täter und letztlich damit auch die Mordserie waren gut inszeniert; wollte stets wissen, wie es weitergeht und ob man ihm jetzt endlich auf die Schliche kommt. Auch die Einbeziehung der Kunst und Religion in Form der renommierten Professorin war wirklich nicht schlecht. Bis zum Ende sehr spannend.

Anders als die Kurzgeschichte "Goldwäsche". Wenn sich zwei so großartige Autoren zusammentun, sollte es doch bei 112 Seiten nur so sprühen vor Spannung und Rafinesse! Leider nein. Brauchte tatsächlich für ein so kurzes Buch zu lange, um reinzukommen. Das Ende war durchaus überzeugend - aber das half für die Gesamtbewertung nicht mehr...


Dienstag, 15. Oktober 2024

[Lesemonat] Mein September 2024

Leseflaute offiziell beendet ;) Okay, okay - eine Reise hat mich zum Lesen gebracht! Wir waren viel mit Öffis unterwegs. Diese Bücher habe ich im September 2024 gelesen:


"Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Husseini  =  400 Seiten  (****)
"Losgelöst - Cora Shields 1" von Blake Pierce  =  280 Seiten  (****)
"Sklavin, Kriegerin, Königin" von Morgan Rice  =  212 Seiten  (****)
"Ich bringe den Tod"  von Jutta Maria Herrmann  =  259 Seiten  (*****)
"Agent Null" von Jack Mars  =  376 Seiten  (*****)
"Verloschen" von Catherine Shepherd  =  335 Seiten  (*****)
"Sommer in Pine Hill" von Josefine Meyer  =  299 Seiten  (*****)

7 Bücher  =  2.161 Seiten

Habe die Lesestatistik mit diesem Monat ordentlich gepusht ;D

"Tausend strahlende Sonnen" habe ich eigentlich bereits am ... angefangen zu lesen. Dieses Buch ist wirklich GANZ harter Tobak! Glaubt es mir! Im Prinzip geht es um die Lebensrealität wahnsinnig vieler Frauen, die unter der Herrschaft der Taliban oder anderen extremistischen Gruppen leben und leiden. In diesem (fiktiven) Roman erzählt der Autor in wahnsinnig gutem Schreibstil zunächst die Lebensgeschichte von Mariam. Geboren als eine "Harami", also unehelich gezeugt und geboren, hat sie es nicht leicht... Ihre Mutter war eine furchtbar unglückliche und verbitterte Frau, die ihrer Tochter nicht einen Funken Liebe entgegen bringen konnte... Mariam hatte bereits als Kind kein leichtes Leben, doch es wurde auch nicht besser.
Die wunderschöne Laila, mit ihren blonden Haaren, hat eine wunderbare Kindheit. Eltern, die sie lieben, und einen besten Freund, in den sie sich später ein verliebt. Doch auch bei ihr wird alles einfach nur furchbar.
Eigentlich trifft das auf den ganzen Roman zu! Es ist einfach nur schrecklich, was diesen unschuldigen, liebenswerten und wertvollen Frauen in ihrem Leben passiert - nur weil Männer entscheiden, dass ihr Leben nicht so viel wert ist. 
Wenn ihr es lesen wollt, zieht euch ganz warm an und bereitet euch mental darauf vor. Aber es lohnt sich. Punktabzug eigentlich nur dafür, dass es einfach SCHRECKLICH ist.

Weiter ging es mit "Losgelöst" - der erste Teil einer Reihe, den es umsonst herunterzuladen gab. Cora Shields ist ehemalige Navi-Seal und hat erst kürzlich ihren Job beim FBI verloren. Sie hat einmal zu oft gegen die Regeln verstoßen... Auf der Beerdigung einer ehemaligen Kameradin wird sie um Hilfe gebeten, deren verschwundene Tochter zu finden. Die Polizei im kleinen Örtchen gehen davon aus, das Mädchen sei einfach abgehauen - doch vieles spricht dagegen... Cora begibt sich auf die Suche. 
Ziemlich spannend und sehr kurzweilig. Kann man lesen, blieb jetzt nicht so sehr in Erinnerung (musste tatsächlich gerade nochmal nachlesen, worum es nochmal ging).

Dann las ich mal wieder zur Abwechslung ein Fantasy-Buch. Sehr seltene Lektüre für mich.
"Sklavin, Kriegerin, Königin" ist schon ziemlich vorhersehbar. Die Fantasy-Elemente hielten sich zum Glück in Grenzen. Es hat mich tatsächlich ziemlich stark an die Royal-Reihe (und deren "Nachmache") erinnert. 
Der Roman ist der Auftakt der Für-Ruhm-und-Krone-Reihe - allerdings fasst diese rund 8 Bücher; das ist mir einfach zu viel. Werde das nicht weiterlesen. 
Die 17-jährige Ceres möchte total gerne irgendwann in einer Art Gladiatoren-Arena kämpfen. Die Kämpfe auf Leben und Tod werden vom tyrannischen König veranstaltet. Ihr Vater ist Waffenschmied; eigentlich dürfen Frauen das nicht, doch sie schleicht sich verkleidet in den Unterricht. Thanos ist der Neffe des Königs und lebt im Palast, doch er ist nicht frei und verabscheut die Art zu Regieren seines Onkels. 
Na ja, ziemlich vorhersehbar - aber wirklich nicht schlecht geschrieben und unterhaltsam. 

Mit "Ich bringe den Tod" habe ich erneut einen Roman von Jutta Maria Herrmann gelesen und ich finde die Autorin immer noch ziemlich großartig! Ihre Bücher sind stets Einzelbände, was ich in der heutigen Leselandschaft wirklich feiere! Endlich... Auch dieser Roman hat mich wieder sehr gut unterhalten.

"Agent Null" war auch eine wahnsinnig spannende Geheimagenten-Geschichte. Eigentlich ist Reid Lawson nur ein College-Professor und Witwer mit zwei Töchtern. Aus dem Nichts wird er überwältigt und entführt. Er wird Agent Null genannt und soll Fragen beantworten... Doch er weiß nichts - wirklich nicht?!? Hat mir sehr gut gefallen.

"Verloschen" ist bereits der 6. Teil der Julia-Schwarz-Reihe von Catherine Shepherd. Ich mag die Bücher um die Gerichtsmedizinerin. Auch dieser Band war wieder überaus spannend und unvorhersehbar für mich. 

Der Abschluss des Monats bildete tatsächlich ein romantischer Roman... "Sommer in Pine Hill" war über Prime Reading umsonst verfügbar und hat mir wirklich gut gefallen! Eine richtig schöne Lovestory. 

Freitag, 20. September 2024

[Lesemonat] Mein August 2024 & [Kurzes Fazit] "Ein Jahr in Wien" von Tonja Pölitz

Meine fiese Leseflaute hielt auch im August weiter an... Die Lektüre hat mir dabei leider wirklich nicht geholfen - ganz im Gegenteil!

Ich liebe die Buchreiche "Ein Jahr in..." vom Herder-Verlag total. Eine echte Person, die mindestens ein Jahr in einem Ort im Ausland verbracht hat, berichtet von persönlichen Erfahrungen in der jeweiligen Stadt. Ein wirklich großartiges Konzept. Doch es steht und fällt mit dem Autor bzw. der Autorin. 

In Wien war ich bereits zwei Mal und habe mich ein wenig in die Stadt verliebt. Es ist wahnsinnig schön dort. Umso gespannter war ich auf den Erfahrungsbericht in meinem August-Buch "Ein Jahr in Wien". Doch leider fand ich den Roman der Autorin einfach nicht gut... Sie selbst war für mich irgendwie total unsympathisch. Tenor des ganzen Buches (zumindest was bei mir hängen blieb...), dass unsere Nachbarn die Österreicher uns "Piefkes" eigentlich total scheiße finden. Das wurde zumindest sehr oft erwähnt. Außerdem ging es mir ein bisschen zu viel um das Liebes- und Dating-Leben der Autorin. Natürlich geht es um ihre Erfahrungen in Wien, das gehört wohl dazu - aber irgendwie war mir das ganze ein bisschen zu wenig Wien und ein bisschen zu viel Tonja Pölitz. 

Richtig schlimm fand ich auch das ständige Schreiben im Dialekt. Insgesamt war mir der Roman einfach auch zu langweilig bzw. langatmig. Ich kann es schwer beschreiben, aber ich habe einfach wahnsinnig viele Sätze einfach quergelesen... Das ist nun wirklich kein langes Buch und ich war ja fast durch - wollte das also beenden, aber es fiel mir ziemlich schwer.

Es hat mir einfach nicht gefallen.

Für die Statistik: 

"Ein Jahr in Wien" von Tonja Pölitz  =  192 Seiten  (*)


Freitag, 12. Juli 2024

[Lesemonat] Mein Juni 2024

Ach, ich weiß auch nicht... Im Juni war ich wirklich überhaupt nicht in Lese-Laune. Daher habe ich tatsächlich nur ein Buch beendet. Da es sich um ein Rezensionsexemplar gehandelt hat, ist die Rezi bereits online. Das heißt, auch hierzu kann ich gar nicht so viel mehr schreiben was nicht schon geschrieben wurde.

Also nur kurz für die Statistik: 

"Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland" von Sarah Brooks  =  416  (***)