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Dienstag, 26. Januar 2016

[Rezension] "Opferzeit" von Paul Cleave

ACHTUNG - Spoileralarm! Teil einer Reihe! (s. ganz unten)

Inhalt:
1 Jahr ist vergangen, seit dem Joe verhaftet wurde nachdem sein Selbstmordversuch scheiterte. Seitdem sitzt er im Gefängnis. Detective Schroder wurde nachdem er von Caleb Cole gezwungen wurde, eine Frau zu ermorden, aus dem Polizeidienst entlassen. Auch als Privatdetektiv, wie einst sein Kollege Theodore Tate, darf er nicht tätig sein. Also macht er die für ihn schlimmste Arbeit der Welt - er ist im Unterhaltungsfernsehen! Und das schlimmste überhaupt - er muss mit dem "Medium" Jonas Jones zusammenarbeiten.
Während dessen setzt Melissa X alles auf ihren Plan, Joe bei der Ankunft beim Gerichtsgebäude zum ersten Tag seines Prozesses zu töten. Doch hierfür braucht sie dringend einen Komplizen, denn es ist ein zwei-Mann-Plan...

Erster Satz:
TJa, man lernt nie aus.

Cover: 
Typisch... Öde... Nichtssagend...

Meine Meinung:
Paul Cleave hat sich, nach eigener Aussage im Nachwort, bereits seit Längerem Gedanken über eine möglich Forsetzung von Joe gemacht. Offenbar wollte er einfach jeden offenen Faden und anderen Roman verknüpfen. Dies ist ihm wirklich gut gelungen, allerdings fand ich das Buch dann doch etwas zu ausschweifend an manchen Stellen. 
Dieses Werk sollte man tatsächlich nicht außerhalb der "eigentlichen" Joe-Reihe" lesen. Zumindest "Der siebte Tod" ist ein Muss. Die weiteren Romane (und deren Ausgang) werden angedeutet und sind wohl eher als "hey, das kenne ich ja" für die treuen Leser des Autors gedacht. Ich habe mich jedes Mal immer wie verrück gefreut, wenn einer der "Killer" aus den vorangegangenen Büchern erwähnt wurde ;)

Zum Schreibstil brauche ich eigentlich nichts mehr groß ausführen. Der hat sich nicht geändert. Ein Ich-Erzähler und ansonsten die dritte Person. Wobei ich Detective Schroeder (er wird für mich einfach immer der ultimative Polizist bleiben, auch wenn er sich nicht mehr so nennen darf!) immer noch der liebste Charakter ist.
Richtig gut fand ich, dasss der Leser endlich mehr Hintergrundwissen zu Joe erfährt. Was ist mit diesem Typ nur falsch gelaufen, dass er diese grausamen Taten verüben kann. Und einmal mehr wurde klar, dass Joe alles andere als der clevere Serienkiller ist, für den er sich selbst hält. 

Natürlich war es im Sinne der Entwicklung der Story, dennoch störte mich die Begriffstutzigkeit von Mr. Schroeder manchmal. Er hat schon den richtigen Riecher, verfolgt den Gedanken aber nicht weiter so wie er es früher gemacht hätte. Vermutlich war er einfach ausgebrannt - die vorzeitige Beendigung seiner Karriere sowie sein Neugeborerenes gaben ihm den Rest. Also alles verständlich.

Fazit:
Mir hat das Buch (abgesehen von seinen Längen) sehr gut gefallen. Allerdings sollte man mind. "Der siebte Tod" von Paul Cleave bereits gelesen haben - sonst kennt man Joe nicht und das sollte man!



Infos zum Buch:

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag - Verlagsgruppe Random House GmbH
Original-Titel: Joe Victim
Taschenbuch: 654 Seiten
Genre: Thriller
ISBN-Nr.: 978-3-453-43749-4
Erschienen: 11/2013
Preis: 9,99 €
Zum Verlag: Heyne Verlag


NOCH EINMAL DIE "REIHE" FÜR EUCH:

2. Die Stunde des Todes (soweit ich beurteilen kann, ein eigenständiger Roman)
3. Die Toten schweigen nicht (Es geht um Theo Tate, Detective Schroder kommt vor)
4. Der Tod in mir (Detective Schroder kommt vor)
5. Die Totensammler (Fortsetzung zu 1. und 3.)
6. Das Haus des Todes (Theo Tate und Detective Schroder)
7. Opferzeit (Fortsetzung von 1., 3., 4., 5. und 6. - zumindest werden Andeutungen zum Ende des jew. Buches gemacht)

Mittwoch, 20. Mai 2015

[Rezension] "Das Haus des Todes" von Paul Cleave

Inhalt:
Im neuseeländischen Christchurch geschehen erneut Morde. Doch der Täter ist eher Massen- als Serienmörder, denn bereits innerhalb weniger Stunden werden Leichen gefunden. Ein Ende ist nicht in Sicht. 
Der Privatermittler Theodore Tate ist bei dem Begräbnis eines Polizeikollegen anwesend, als die allesamt angetrunken Beamten zum Tatort gerufen werden. Da Tate mittlerweile keinen Alkohol mehr anrührt, bittet Detective Schroder ihn um einen Chauffeurdienst. Plötzlich ist Tate mitten in der Mordermittlung, könnte vielleicht sogar seinen alten Job zurückbekommen.

Cover/Aufmachung:
Ja, wieder diese Coverproblematik... Es hat einfach überhaupt gar nichts mit dem Inhalt zu tun. Leider trifft dies auch auf die Übersetzung des Buchtitels zu. Im Original "The Laughterhouse" - also passend. Ein Ort des Grauens ist ein altes Schlachthaus, der erste Buchstabe wurde von Spaßvögeln weggestrichen. Ein brutaler Scherz. Dieses "Haus des Todes" des deutschen Verlags kann ich leider nirgends in dem Buch finden...

Meine Meinung:
Dies war mein mittlerweile sechstes Buch des Autors und er konnte mich wieder überzeugen. Die Handlung wird größtenteils aus Sicht von Theo Tate erzählt. Den Ich-Erzähler kannte ich bereits aus einigen Vorgängerromanen. Tate hat sich definitiv zum Besseren entwickelt. Seine lockere Art, das Gesetz zu brechen, wurde zum Glück deutlich bedachter. Er bricht zwar immer noch gerne irgendwo ein, fährt aber nicht mehr besoffen oder legt es drauf an, Menschen zu töten. Er möchte einfach wieder zurück in seinen alten Job. Endlich genug Geld verdienen, um sich selbst ernähren zu können. Etwas anderes als ermitteln kann er nicht. Ich mochte Tate zwar bereits in seiner Evil-Variante, so gefiel er mir jedoch deutlich besser. Er hat es wirklich drauf.
Sein Kollege Detective Schroder war (soweit ich mich erinnere) in bislang jedem Cleave-Roman vorgekommen. Ein sympathischer Beamter, der jedoch aufgrund der Erzählform nicht ganz so greifbar für den Leser wird. Ich erwischte mich immer wieder dabei, dass ich seine Verbindungen zu allen Fällen offenbar aus meinem Gedächtnis gestrichen hatte - es kam also öfter zu ach-ja-Momenten.

Der Killer: Interessant in diesem Roman, da es sich tatsächlich nicht um einen klassischen Serienkiller handelt. Auch ein klassischer Massenmörder scheidet aus.
Dem Leser wird recht schnell klar, dass es sich um einen Menschen handelt, der Rache nehmen möchte. Er hat ganz klar eine Liste, die er innerhalb kürzester Zeit abarbeiten muss. Anderenfalls droht die Festnahme durch die Behörden. Prinzipiell nicht sein Problem, allerdings muss er vorher an alle Opfer herankommen. Ein Katz-und-Mausspiel.

Mein Negativkritikpunkt ist die Länge des Buches. Der Leser weiß schon recht bald, wer dieser Killer ist. Nichts Schlechtes. Ab circa der Mitte des Buches wissen es auch die Ermittler. Da dachte ich schon - was soll denn jetzt bitte noch kommen? Für mich wirkte es teilweise künstlich in die Länge gezogen. 100 Seiten weniger hätten nicht geschadet, haben jetzt der Spannung aber auch nicht unbedingt einen Abbruch getan.

Fazit:
Ein wirklich gelungener Thriller. Würde ich jedem weiterempfehlen. Die Reihe vorher zu lesen ist nicht notwendig, ich würde jedoch immer dazu tendieren.


Infos zum Buch:


Verlag: Wilhelm Heyne Verlag - Verlagsgruppe Random House GmbH
Original-Titel: The Laugterhouse
Taschenbuch: 572 Seiten
Genre: Thriller
ISBN-Nr.: 978-3-453-43695-4
Erschienen: 2012 
Preis: 9,99 €
Zum Verlag: Heyne Verlag


NOCH EINMAL DIE "REIHE" FÜR EUCH:

2. Die Stunde des Todes (soweit ich beurteilen kann, ein eigenständiger Roman)
3. Die Toten schweigen nicht (Es geht um Theo Tate, Detective Schroder kommt vor)
4. Der Tod in mir (Detective Schroder kommt vor)
5. Die Totensammler (Fortsetzung zu 1. und 3.)
6. Das Haus des Todes (Theo Tate und Detective Schroder)
7. Opferzeit (Fortsetzung von 1., 3. und 5.)

Donnerstag, 25. April 2013

"Die Totensammler" von Paul Cleave

ACHTUNG - es handelt sich um eine Reihe

Inhalt:
Theo Tate wird aus dem Gefängnis entlassen. Sein ehemaliger Kollege Detective Schroder holt ihn dort ab, um ihn nach Hause zu bringen. Doch das ist nicht der einzige Grund. Denn er benötigt Hilfe in einem Fall: Melissa X - die Uniformmörderin. Die Beamten stecken in einer Sackgasse und Theo soll - inoffiziell - Licht ins Dunkle bringen. Doch plötzlich steht sein Anwalt vor seiner Tür. Seine Tochter wurde entführt. Theo schuldet ihm was, daher hat dieser Fall unbedingte Priorität.
Derweil wird ein Universitätsprofessor entführt. Der Entführer ist der festen Überzeugung, dass der Professor ein Serienmörder ist - und er möchte ihn für seine Sammlung...

Cover:
Tja, da hatte ich mich ja schon bei dem letzten Band der "Reihe" erregt (klick). Es ist halt einfach nichts neues. Schön und gut, dass man die Bücher sofort erkennt. Aber ich kenn zum Beispiel viele Leute, die sich Titel nicht so gut merken können und daher eher nach dem Cover gehen. Könnte zu Verwirrungen führen...

Erster Satz:
"Emma Green hofft, der alte Mann ist nicht tot."

Meine Meinung:
Paul Cleave wie man ihn kennt und liebt. Ein Ich-Erzähler im Präsens (Theo Tate), aber auch Schilderungen aus der Perspektive der anderen Personen.
Die Protagonisten sind eine Sache für sich. Theo hat ja bereits im vorangegangenen Roman nicht viel von Regeln gehalten. Dies war hier nun nicht mehr so stark ausgeprägt, da er glücklicherweise vom Alkohol weggekommen ist. Die "Killer" waren wirklich gut herausgearbeitet. Es gab ausreichende Hintergrundinformationen, wie sie zu dem geworden sind. Insbesondere bei Adrian, sehr den Verstand eines Kindes besitzt, war das sehr interessant.
Die parallelen Handlungsstränge haben mir auch gut gefallen. Man wusste immer ein bisschen mehr, als Theo, da auch aus Sicht von Adrian geschildert wurde. Manchmal kommt es vor, dass so was beim Lesen nervt.  Aber der Hauptprotagonist war intelligent genug, um irgendwann selbst auf die Lösung zu kommen - oder kam ihr zumindest ziemlich nah. Genau dies brachte noch eine unterschwellige Spannung mit sich.

Was mich leider gestört hat und zu direktem Punktabzug führte: Zu viele Serienkiller auf einmal. Das ist leider nicht mehr ansatzweise realistisch. Klar gehts bei meinen Wertungen um den Unterhaltungswert (der ganz klar gegeben war), aber beim Lesen war dies für mich immer ein Thema. Da hat Herr Cleave irgendwie etwas zu viel gewollt... Nichts desto trotz hatte der Roman eine sehr fesselnde Wirkung auf mich.

Fazit:
Wieder einmal ein wirklich toller Thriller aus mir mittlerweile gut bekannter Feder. Bin gespannt auf die nächsten Bücher dieses Autors :)


Infos zum Buch:

Mittwoch, 13. März 2013

"Der siebte Tod" von Paul Cleave

Inhalt:
Joe arbeitet als Reigungskraft bei der Polizei. Er ist geistig zurückgeblieben und sehr froh über diese Arbeit. So scheint es. Denn eigentlich ist Joe der "Schlächter von Christchurch". Es gehen bereits einige Morde auf sein Konto und der Job bei der Polizei hilft ihm, immer auf dem Laufenden zu bleiben. Gefunden wurden bislang sieben Frauenleichen - doch einer dieser Morde wurde nicht von ihm begangen...

Cover:
Mich hat es damals sehr angesprochen. Zusammen mit dem Klappentext war es ein Buch, das einfach sofort gekauft werden musste. 

Erster Satz:
"Ich steuere den Wagen in die Auffahrt"

Stil:
Ich-Erzähler Joe ist nicht wirklich sympathisch, aber durch diese Erzählperspektive wird der Leser gezwungen, durch die Augen des Killers zu sehen. Wobei noch darauf hingewiesen werden muss, dass die Geschichte im Präsens erzählt wird. Alles geschieht genau in diesem Moment für den Leser. Joe hält sich selbst für unglaublich clever. Irgendwie ist er das ja auch. Jeder im Revier kauft ihm die Nummer mit dem "langsamen Joe" ab. Es war wirklich beeindruckend, wie er diese schwierige Aufgabe gemeistert hat. Und wenn es nur das lange Nachdenken über eine Frage ist. Oder die Wortwahl. Allerdings lag er in der Eigenanalyse seiner Obsession ziemlich daneben. Denn er ist natürlich gesund, hatte eine tolle Kindheit - na ja...
Teilweise wechselt die Perspektive. So erfährt man auch von Detective Schroder und Kollegin Sally einiges. Diese Episoden sind jedoch in der dritten Person erzählt. Joe ist und bleibt Hauptprotagonist. 
Die Spannung bleibt natürlich nicht zu kurz. Selbst wenn es nur um Joes Psyche geht, insbesondere das Verhältnis zu seiner Mutter (und nicht zu vergessen: seinen Fischen), bleibt es ungemein interessant.

Fazit:
Ein großartiges Buch, das ich sehr gerne ein zweites Mal gelesen habe :) Unbedingt lesenswert für alle, die gerne Thriller lesen. 


Infos zum Buch:

Dienstag, 5. März 2013

Ich lese gerade... "Die Totensammler"

von Paul Cleave, den ich wirklich ziemlich genial finde.

Irgendwo hatte ich bereits gelesen, dass einige seiner Bücher aufeinander basieren. Da alle Bücher in seiner Heimatstadt Christchurch spielen, wurde zumindest der "Schlächter von Christchurch" aus seinem Debütroman "Der siebte Tod" am Rande erwähnt. Es handelt sich jedoch nicht direkt um eine Reihe. Bislang hatte ich auch keine Probleme damit.

Tja, bis ich "Die Totensammler" angefangen habe. Dieses Buch basiert so stark auf dem ersten, dass ich richtig Probleme bekam. Ich hatte es auch schon gelesen. Und zwar im Dezember 2008... Leider ist das wirklich zu lange her. 
Da ich das Buch wirklich großartig fand (zumindest das wusste ich noch...) entschloss ich mich kurzerhand, es einfach noch einmal zu lesen. Überfliegen hatte leider nicht so viel gebracht... Meine Meinung von damals hat sich nicht geändert - fünf Würmchen (Rezi folgt, ist auch schon geschrieben).

Nun kann ich ganz lässig "Die Totensammler" weiterlesen und weiß ganz genau Bescheid :) Falls ihr die Bücher von Paul Cleave auch lesen möchtet (was ich euch wärmstens ans Herz lege), habe ich mal die "Reihe" für euch aufgelistet:

1. Der siebte Tod
2. Die Stunde des Todes (soweit ich beurteilen kann, ein eigenständiger Roman)
3. Die Toten schweigen nicht (Es geht um Theo Tate, Detective Schroder kommt vor)
4. Der Tod in mir (Detective Schroder kommt vor)
5. Die Totensammler (Fortsetzung zu "Der siebte Tod" und "Die Toten schweigen nicht")
6. Das Haus des Todes (laut Amazon-Rezis kommt Theo Tate vor - siehe 3.)

Meine bereits veröffentlichten Rezensionen sind verlinkt.

Was lest ihr denn gerade? Auch einen Thriller? Oder was ganz anderes? Bin gespannt!

Mittwoch, 28. November 2012

"Die Toten schweigen nicht" von Paul Cleave

Inhalt:
Theodore Tate quittierte nach einem Schicksalsschlag seinen Polizeidienst und ist seither als Privatdetektiv tätig. Bei einem seiner Aufträge soll eine Leiche exhumiert werden. Doch nicht der seit zwei Jahren verstorbene Henry Martins, sondern eine unbekannte junge Frau liegt in dem Sarg. Währenddessen tauchen im Friedhofsee weitere Leichen auf, die aus ihren Gräbern entfernt wurden. Gibt es noch weitere Frauenleichen in fremden Särgen?

Cover: 
Also so richtig was einfallen lassen hat sich der Verlag ja nicht gerade... (Allein schon, dass alle Titel das Wort "Tod" in der Übersetzung enthalten, finde ich etwas blöde.) Irgendwie sehen die Bücher von Paul Cleave alle gleich aus. Das heißt nicht, dass ich es hässlich finde. Eher langweilig. Ein Sarg oder ein Friedhof hätte jedenfalls besser gepasst.

Erster Satz:
"Blaue Fingernägel."

Stil:
Erzählt wird die Geschichte komplett aus Sicht von Theo in der Ich-Perspektive. Dies führte dazu, dass der Leser sofort auf der Seite des Hauptprotagonisten ist. Irgendwie blieb das für mich das ganze Buch über so, obwohl er des Öfteren gegen das Gesetz und auch die Moral handelte. Eigentlich kann einem der Typ überhaupt nicht sympathisch sein. Keine Ahnung, wie Herr Cleave das hinbekommen hat. Wie oft habe ich gedacht: "Mein Gott, warum macht er denn das jetzt schon wieder?" wenn er zum Beispiel Beweise entfernt hat. Einfach so. Er lässt sie einfach mitgehen. Unglaublich!
Nach und nach wird über die Vergangenheit berichtet. So erfährt man zwar zu Beginn, dass Theos Tochter bei einem Autounfall starb und seine Frau seither in einem Pflegeheim leben muss, aber die genauen Umstände werden erst später aufgedeckt. Ich muss aber leider zugeben, dass ich zu Beginn nicht gut in die Geschichte reingekommen bin. Dies ließ aber nach einigen Kapiteln nach.
Das Buch ist ein einem unglaublich rasanten Tempo geschrieben. Irgendwann war ich einfach nur gefesselt und die letzten 200 Seiten wurden geradezu verschlungen.

Fazit:
Alles in allem ein unglaublich spannender Thriller und auf jeden Fall lesenswert! Wer nicht so gut damit zurecht kommt, dass der "Held" der Geschichte nicht wirklich heldenhaft handelt (eher das Gegenteil) sollte aber vielleicht doch die Finger davon lassen. Mich hat es jedenfalls nicht gestört :) Aufgrund meiner anfänglichen Schwierigkeiten gibt es jedoch nicht die volle Würmerzahl.

Mittwoch, 16. Mai 2012

"Die Stunde des Todes" von Paul Cleave

Inhalt:

Charlie erwacht schweißgebadet und erinnert sich nur bruchstückhaft an die vergangene Nacht. Er hatte zwei Frauen das Leben gerettet.  Sie wurden von dem brutalen Cyris entführt und gefoltert. Als er auf dem Heimweg war, hielt eine der Frauen sein Auto auf und bat ihm um Hilfe. Sie konnte entkommen, doch ihre Freundin befand sich noch immer in der Gewalt von Cyris. Irgenwie gelingt es Charlie, den Täter zu überwältigen. Doch am nächsten Tag sind beide Frauen tot, auf bestialische Weise ermordet.
Für Detective Inspector Bill Landry ist es der letzte Fall. Er hat Krebs im Endstadium und nur noch wenige Monate zu leben. Und er ist fest von Charlies Schuld überzeugt...
Charlie selbst wendet sich in seiner Verzweiflung an den einzigen Menschen, dem er trauen kann: Seine Ex-Frau Jo. Doch sie glaubt ihm kein Wort.

Stil:

Erzählt wird aus Charlies Sicht in der Ich-Perspektive. Bei den anderen Charakteren wird jeweils die Dritte Person verwendet. Da Charlie sich selbst nicht an den genauen Ablauf erinnern kann, wird  die Geschichte nicht chronologisch erzählt. Manchmal erscheinen ihm die toten Frauen im Traum und klagen ihn an. Doch er glaubt nicht daran, sie getötet zu haben.

Fazit:

Ziemlich wirr. Das ist das erste, was mir zu diesem Buch einfällt. Zwar ist eine Grundspannung die ganze Zeit vorhanden, aber die wiegelt die Unlogik leider nicht auf.
Ich wusste überhaupt nicht, auf wessen Seite ich eigentlich sein sollte. Charlie ist zwar der Ich-Erzähler, aber er weiß selbst nicht, ob er die Frauen getötet hat. Detective Landry ist so voreingenommen, dass man seinem Urteil auch nicht trauen kann. Außerdem ist da noch Jo. Aber ihre Handlungen konnte ich auch überhaupt nicht einordnen.

Alles in einem ein Thriller, der komplex sein möchte, aber sich in der eigenen Handlung verliert. Ich vergebe daher nur 2 von 5 möglichen Bücherwürmern.


Samstag, 10. Dezember 2011

"Der Tod in mir" von Paul Cleave



Inhalt:

Das Buch beginnt mit einem Auszug aus der Zukunft – genau sieben Tage in der Zukunft. Der Hauptprotagonist, Edward Hunter, sitzt in einem Auto erzählt einer Frau neben sich von seiner Vergangenheit. Von seinem Vater, dem Serienkiller, der Mutter, die sich umbrachte und der Schwester, die wie die Opfer des Vaters anschaffen ging und letztlich an einer Überdosis starb. Die Frau blutet. Er sagt noch zu ihr, dass keinerlei Gemeinsamkeit zu seinem Vater besteht. Dann gibt er Gas und fährt gegen eine Mauer…

Eine Woche vorher ist noch alles in Ordnung. Edward Hunter ist ein ganz normaler Familienvater aus Christchurch, Neuseeland. Weihnachten steht kurz bevor und demnach ist Hochsommer. Gemeinsam mit seiner Frau Jodie macht er sich bereit für die Arbeit. Beide sind Buchhalter und lernten sich auch auf der Arbeit kennen. In der Mittagspause haben sie einen Termin mit ihrem Bankberater, denn sie möchten ein Haus kaufen. Doch alles läuft ganz anders, denn sechs Männer mit Schrotflinten betreten die Bank. Jodie wird erschossen und Edward sinkt in ein tiefes Loch. Er versucht verzweifelt, mit dem Verlust klarzukommen.
Plötzlich hört er wieder diese Stimme in seinem Inneren. Bereits als Kind hörte er sie, doch danach nie wieder. Nun stellt sich ihm die Frage – „Bin ich wirklich nicht wie mein Vater?“

Stil:

Das Buch wurde aus zwei Erzählperspektiven geschrieben. Einerseits aus der Sicht von Edward Hunter. Hier schreibt der Autor in der Ich-Form, weshalb sich der Leser auch gut mit dem Protagonisten identifizieren kann. Man leidet mit ihm und kann (zumindest im Ansatz) nachvollziehen, was diese Kindheit mit den Beschuldigungen einer etwaigen genetischen Veranlagung zum Morden bedeutet. Ich fand das sehr gut gelungen.
Anderseits aus der Sicht des Detective Schroder – jedoch nicht in der Ich-Perspektive. Ich finde interessant, dass das Buch nicht nur aus der Sicht der Hauptperson erzählt wird. Die Ermittlungen der Polizei werden so auch am Rande übermittelt und auch Dinge, die Edward gar nicht weiß.

Fazit:

Um es kurz zu machen: Ich fand das Buch wirklich gut. Bereits das erste Buch von Paul Cleave, „Der siebte Tod“, hat mir sehr gefallen. Der Autor schreibt authentisch und fesselnd. Man muss einfach wissen, wie es weitergeht.