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Montag, 30. Dezember 2024

[Lesemonat] Mein Dezember 2024

Und schon ist das Lesejahr 2024 beendet. Eigentlich wollte ich viiiiiiel mehr lesen, aber nun gut - das Leben kommt dazwischen. Neue Hobbies, Interessen und Menschen. Und immer noch die gleiche Zeit zur Verfügung. Hatte häufig Leseflauten dieses Jahr. Einfach absolut keine Lust zu lesen. Vielleicht wird 2025 besser - aber ich mache mir da auch keinen Stress. Das ist immer noch ein Hobby und soll Spaß machen.

Nun aber zu den im letzten Monat des Jahres 2024 gelesenen / gehörten Büchern (immerhin plural 😝)

"Billy Summers" von Stephen King  =  736 Seiten  (*****)
"Qualityland 2.0 - Kikis Geheimnis" von Marc-Uwe Kling  =  432 Seiten  (*****)
"Schwesterlein, komm stirb mit mir" von Karen Sander  =  400 Seiten  (****)
"Versehentlich verliebt" von Adriana Popescu  =  224 Seiten  (*****)
"Elanus" von Ursula Poznanski  =  413 Seiten  (

5 Bücher = 2.205 Seiten

Ich hatte mal wieder so richtig Lust auf einen Stephen King! "Billy Summers" habe ich ziemlich günstig vor einiger Zeit geschossen. Lag tatsächlich schon ein bisschen auf dem SuB. Tatsächlich ist dieser Roman eigentlich kein klassischer King. Doch ich mag seinen Schreibstil sehr! Auch hier. 
Hauptprotagonist Billy ist Kriegsveteran und verdient nun als Auftragskiller seine Brötchen. Gegenüber seinen Auftraggebern verstellt er sich; gibt sich deutlich schlichter als er eigentlich ist. Ein ziemlich cleverer Schachzug. Billy redet sich selbst gerne ein, dass er ja "nur schlechte Menschen" tötet... Nun soll sein letzter Auftrag anstehen. Hierfür soll er sich zunächst in eine Nachbarschaft und einem Bürokomplex integrieren. Denn es ist genau so wie seine Auftraggeber sagen: Billy mag man irgendwie. Er ist ein netter Kerl, der sich schnell beliebt macht. Das gelingt ihm so gut, dass er eigentlich gar nicht mehr gehen will...
Wie gesagt: Mal etwas ganz anderes, aber durchaus spannend auf seine Art und sehr unterhaltsam erzählt. 

Mit "Qualityland 2.0" habe ich mein zweites Hörbuch beendet. Sehr praktisch, Bücher einfach neben dem Haushalt, beim Kochen und Autofahren zu "lesen". 
Auch dieser zweite Teil konnte mich wieder überzeugen! Mag den Humor sehr gerne. Bin ja generell Fan von Dystopien und war schon vom ersten Band begeistert. Will natürlich nicht zu viel verraten, aber das Rätsel um Kiki wird tatsächlich gelöst. 

Dann habe ich gesehen, dass es bei Audible auch kostenlose Hörbücher gibt! Wie cool!
Meine Wahl viel auf "Schwesterlein, komm stirb mit mir". Der erste Band einer Reihe um den Ermittler Georg Stadler und die Psychologin Liz Montario. War tatsächlich ziemlich spannend. Die Fälle auch etwas besonderes: Die Opfer waren Transfrauen. Mit der Auflösung war ich etwas unglücklich - kam jetzt irgendwann nicht mehr so ganz überraschend. Aber grundsätzlich ein solider Thriller. 
Glaube aber nicht, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde.

Dann kam Weihnachten und meine seit einigen Jahren bestehende Tradition: 
Ich las zum wiederholten Male "Versehentlich verliebt" von Adriana Popescu und liebe es noch immer sooooo sehr! Lache noch nach Jahren über die Witze und verliebe mich jedes Mal wieder in die Story.

"Elanus" von Frau Poznanski lag bereits seit August 2023 auf meinem SuB! Da hatte ich es laut einem Blogbeitrag HIER aus dem Bücherschrank genommen. 
Zu Anfang war ich absolut nicht überzeugt! Denn ich mochte den Hauptprotagonisten Jona überhaupt nicht! Was für ein eingebildeter und furchtbarer Mensch! Zum Glück las ich weiter - denn das Buch hatte wirklich eine Sogwirkung! Fand es sehr spannend bis zum Schluss. 

Donnerstag, 1. Juni 2023

[Lesemonat] Mein Mai 2023

Ja, ich habe im Mai nur ein einziges Buch ausgelesen - ABER es war das wahrscheinlich dickste Buch, dass ich je gelesen habe. Habe schon einige Wälzer hinter mir, aber Stephen King findet irgendwie immer noch mehr Worte als andere Autoren...

"The Stand" von Stephen King  =  1.711 Seiten  (****)

1 Buch. Aber es hat mehr Seiten, als meine üblichen 3 Bücher im Monat zusammen. Also doch ziemlich viel gelesen ;)

Ich habe mir also überlegt, diesen Lesemonat noch zu einer Mini-Rezi auszuweiten:


KURZES FAZIT 

Inhalt:
Ein vom Militär entwickeltes Virus bricht aus. Ein Soldat will seine Familie schützen - und steckt die komplette Menschheit an... Die Krankheit, genannt Captain Trips, wird geheim gehalten. So kann sie sich noch besser verbreiten. Die Inkubationszeit ist kurz und das Virus innerhalb weniger Tage tödlich. Nur wenige Menschen sind immun. Und nach kurzer Zeit komplett allein auf der Welt.

Mein Fazit:
Wer schon mal einen Stephen-King-Roman gelesen hat, weiß genau worauf man sich einlässt. Ich habe schon einiges von ihm gelesen, aber bei Weitem nicht alles! Und das hat einen Grund: Seine Bücher sind oft wahnsinnig lang, es gibt meistens unglaublich viele Charaktere und Handlungsstränge. Das könnte etwas anstrengend sein. Außerdem wird es irgendwann immer ein wenig übernatürlich. Da muss man Lust drauf haben.

Aber eines ist auch ganz klar: Dieser Autor hat eine gigantische Fan-Base - und das meiner Meinung nach absolut zu Recht! Unglaubliche Geschichten, interessante und vielschichtige Charaktere, spannende Wendungen und man weiß nie, wie das ganze endet. Und ja, er ist auch ein Fantasy-Autor. Wobei ich ihn eher im Urban-Fantasy-Genre einordnen würde. In der Regel spielt die Handlung in "unserer", der urbanen Welt, aber es gibt Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Was das ganze mit diesem Buch zu tun hat,  möchte ich nicht verraten - aber auch hier wird es übernatürlich. Und "The Stand" ist erst sein DRITTER Roman! Also noch komplett ursprünglich.

King-üblich lernt der Leser nach und nach wahnsinnig viele Charaktere kennen. Einige habe ich tatsächlich wieder vergessen; sie waren nur Mittel zum Zweck. Ein Stilmittel Kings ist es, bestimmte Gegebenheiten durch die persönliche Sicht einzelner Protagonisten deutlich zu machen. Zum Beispiel die Tatsache, dass keine Hilfe kommt wenn nur noch 1% der Menschheit am Leben ist... Keine Elektrizität, keine Zivilisation, keine Krankenhäuser... Unfälle passieren weiterhin. 

Doch einige Charaktere stechen direkt heraus. Sie sind entweder symphatisch, wie z.B. der taub-stumme Nick Andros. Oder unsympathisch, wie der Mörder Loyd Henreid Das heißt nicht, dass man die "guten" Charaktere ohne Zweifel mag und die "schlechten" verteufelt. Tatsächlich schafft er es sogar, dass man bestimmte Handlungen der Guten anzweifelt oder auch Taten der Bösen innerlich lobt. So fand ich den Wechsel zwischen den Charakteren tatsächlich nicht nervig. Tatsächlich war ich manchmal etwas traurig, länger nichts von meinen "Lieblingscharakteren" zu hören. Und ich war sooooo gespannt auf das Aufeinandertreffen der Hauptprotagonisten (denn darauf läuft es bei King stets hinaus). 

Besonders gerne mochte ich auch Frannie. Eine junge Frau, die ungewollt schwanger wurde und dann ändert sich die ganze Welt. Und Stu, der direkten Kontakt mit dem Soldaten hatte, der die ganze Pandemie erst in Gang setzte und direkt von der Regierung eingesammelt wird. Viele Charaktere tauchen erst später auf, werden aber noch sehr wichtig. Ich möchte hier wirklich nichts vorwegnehmen - das Buch ist wirklich sehr, sehr umfangreich.

Der einzige Punkt an dem Roman, der mir nicht gefallen hat, war tatsächlich der "Showdown". Keine Spoiler. Es gefiel mir einfach nicht. Das Ende an sich war super. Ich weiß, schwierig zu verstehen ohne die Zusammenhänge. Aber letztlich führte das zum Punktabzug - obwohl ich ein riesiges Lesevergnügen hatte. Durchgehend. Bei über 1.500 Seiten.

 

 

Infos zum Buch:

Verlag: Heyne Verlag
Taschenbuch: 1.711 Seiten
Genre: Endzeit / Dystopie / Urban-Fantasy
Original-Titel: The Stand
Erschienen: 1978, überarbeitet / ergänzt 1990 / NEUAUFLAGE 2016
ISBN: 978-3453438187

LINK ZUM VERLAG - AKTUELLE AUSGABE

Montag, 4. März 2013

"Die Arena" von Stephen King

Cover: 
Man sieht eine Art kleine, ramponierte "Schneekugel", die die Story sehr gut widerspiegelt. Es geht darum, dass sich eine unsichtbare Kuppel auf eine Stadt stülpt. 

Erster Satz:
"Aus einer Höhe von zweitausend Fuß, wo Claudette Sanders gerade eine Flugstunde nahm, leuchtete die Kleinstadt Chester's Mill im Morgenlicht, als wäre sie frisch hergestellt und eben erst dorthin verfrachtet worden."

Inhalt: 
Die amerikanische Kleinstadt Chester's Mill wird eines Tages von einer unsichtbaren Kuppel überstülpt. Die Unfälle häufen sich und Widerstand scheint zwecklos. Denn die Kuppel scheint undurchdringlich zu sein, die Bürger sind in der Stadt gefangen. Unterdessen versucht die Regierung, die gefangene Stadt zu befreien, ein Forscherteam forscht unermüdlich und die Gefangenen sind doch allein. Jeder will nur noch überleben, wodurch sich menschliche Abgründe auftun.

Besonderheiten:
Vorne im Buch befindet sich eine Karte von Chester's Mill, außerdem eine dreiseitige Personenauflistung (nicht alle Personen... :)) Diese war sehr hilfreich, weil man so besser den Überblick über die verschiedenen Personen behalten konnte. Wer war nochmal der Koch usw? Sogar die erwähnenswerten Hunde sind aufgeführt. Ein Lob an den Autor für diese verspielte Liebe zum Detail.

Stil: 
Stephen King tritt (wie immer) als auktorialer Erzähler in Erscheinung. Das Buch ist in Kapitel, die mit Überschriften versehen sind (z. B. das erste: "Das Flugzeug und das Waldmurmeltier") und in nummerierte Unterkapitel gegliedert.
Die Story beginnt, als sich die Kuppel über Chester's Mill bildet. Die Perspektive wechselt dabei mehrmals, so dass der Leser einen genauen Einblick in die Folgen der Isolierung durch die UNSICHTBARE Kuppel und das Ausmaß dieser Folgen erhält. Die Menschen und Tiere sehen die Kuppel einfach nicht, knallen dagegen usw. Das war spannungs- und actionreich. Wir lernen zu Beginn die einzelnen Personen kennen, die Perspektive wechselt recht häufig und man kann sich ein erstes Bild der Intentionen der Stadtbewohner machen. Bei einigen denkt man dann direkt: "Troublemaker", das könnte Ärger geben. Für ein paar Personen konnte ich mich auch schnell erwärmen/interessieren, z.B. den Koch Dale Barbara und die Journalistin Julia Shumway und Horace, ihren Hund.
Mein Problem war dann leider, dass ich teilweise den Überblick über die Personen verloren habe, zum Glück konnte ich vorne nachschlagen, aber einige Personen wurden mit Spitznamen angeredet, dann hatte ich wieder Schwierigkeiten. Daher war das Lesen für mich teilweise etwas anstrengend. Gerade hatte ich mich in die Story einer Person eingefunden, sprang King zur nächsten. Manche Personen haben mich auch einfach nicht so interessiert.
Sprachlich gibt es nichts auszusetzen, man muss Stephen King's Schreibstil halt mögen.
Achtung Spoiler:

Freitag, 6. April 2012

Kar-Freitagsfüller / Ich lese gerade... "Puls"

Ach ist das schön. Mein PC ist seit letztem Wochenende wieder heile. Eine neue Grafikkarte musste her. Zum Glück war es nicht so teuer, wie befürchtet.

Momentan lese ich "Puls" von Stephen King. Lia hat es mir ausgeliehen - ihre Rezension findet ihr hier. Mit mir und Stephen ist das so eine Sache. Eigentlich finde ich seinen Stil gar nicht schlecht, muss mich aber trotzdem überwinden, ein Buch von ihm anzufangen. Er erzählt ja manchmal ein wenig ausschweifend... Bislang habe ich von ihm "Stark", "Die Augen des Drachen", "Das Mädchen" und "Carrie" gelesen. Also nicht soo viel. Da ich generell auf Zombies und Weltuntergangsgeschichten stehe, hat mich Lias Rezension dazu gebracht, dieses Buch lesen zu wollen. Bislang gefällt es mir richtig gut (Seite 224 von 554).


Aber nun zum diesjährigen Kar-Freitagsfüller:

1. Ich kann's nicht glauben, dass die verlängerte Gebrauchtwagengarantie tatsächlich die Reparatur übernommen hat! Endlich hat sich so was mal ausgezahlt.

2.  Früher bemalten wir total gerne Ostereier.

3.  Wie kann ich lernen,  Bewertungssterne zu erstellen?

4.  Ich habe immer eine Kuschelecke zu Hause für meine Freunde. (Beim DVD-Schauen meiner Ansicht nach unerlässlich!)

5. Am Ostermontag gibt es hoffentlich was schönes zu Essen bei der Familie.

6. Ich schlafe fast nie ohne Socken. (Da muss es schon richtig warm sein!)

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf "Zweiohrküken" (den habe ich bislang noch gar nicht gesehen), morgen habe ich einen Besuch bei meiner Familie geplant und Sonntag möchte ich gerne in den Harz fahren (wenn das Wetter mitspielt)!

Mittwoch, 11. Januar 2012

"Puls" von Stephen King
























Inhalt:

Handy oder nicht Handy - das ist hier die Frage. Der Comiczeichner Clayton Riddell kann diese Frage zwar mit nein beantworten, wird aber trotzdem in das totale Chaos hineingezogen, das der "Puls" in Boston auslöst. Die mobil telefonierende Gesellschaft verwandelt sich plötzlich in wütende Zombies. In Boston's Straßen beginnt ein Massaker, aus dem Clay zu fliehen versucht. Dabei trifft er auf Tom, den kleinen Mann mit Schnurrbart und die sensible Alice.

Stil:

Am Anfang des Buches befindet sich unter Anderem ein Zitat von Freud, so dass der Leser bereits einen ersten Gedankenanstoß erhält, worum es geht. Die Geschichte wird aus Sicht des auktorialen Erzählers geschildert. Trotz dessen Überheblichkeit, die ab und an durchsickert - er weiß nun einmal alles - wirkt er sympathisch. Stephen King verwendet eine enorme Bandbreite an sprachlichen Mitteln und Ausdrücken. So veranschaulicht er die Geschichte gelungen, z. B. mit Neologismen wie "Steppdeckenkokon".
Spannung ist ab der ersten Seite gegeben, da der Protagonist Clay live miterlebt, wie sich seine zuerst noch normalen Mitmenschen in tödliche Zombies verwandeln. Die Geschichte bleibt meiner Ansicht nach im Fluss, auch wenn es immer wieder Passagen gibt, in denen sich die Handlung kurzzeitig beruhigt. Clay als Hauptprotagonist wird nach und nach beleuchtet und stellt für mich, gerade in Bezug auf seine Menschlichkeit, einen interessanten Charakter dar. Ich empfand die apokalyptische "Handy-Idee" als etwas Neues, das sich von "typischen" Zombie-Geschichten unterscheidet. Gut hat mir der feine Humor gefallen, mit dem das Buch an vielen Stellen versehen ist. Wie könnte man das Ende der Welt auch ohne diesen überstehen?

Fazit:

Ein Buch, das mir gut gefallen hat und mein Bedürfnis nach Spannung und Unterhaltung befriedigt hat. An einigen Stellen vielleicht etwas langatmig, aber ich wollte zu jeder Zeit des Lesens wissen, wie es weitergeht und vor Allem: Wie man das Grauen stoppen kann.