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Dienstag, 18. Dezember 2012

"Das Mädchen auf den Klippen" von Lucinda Riley


Inhalt:
Die Bildhauerin Grania flieht mit gebrochenem Herzen in ihre Heimat Irland. Dort begegnet sie einem Mädchen, nur mit Nachthemd bekleidet, bei den Klippen und wird in eine Familiengeschichte verstrickt, deren Wurzeln tiefer sind, als es scheint. Warum wandert die Kleine Nachts auf den Klippen entlang und welchen Schmerz hat Grania in ihrem Inneren verschlossen?

Erstes Wort + erster Satz:
Aurora "Ich. Ich möchte eine Geschichte erzählen."

Stil:
Das Buch ist flüssig geschrieben. Man kann sich in die agierenden Personen hineinversetzen, aber nur zu einem gewissen Teil. Lucinda Riley gibt nur langsam die Puzzleteile über das Seelenleben der Personen preis. Einerseits erhält das die Spannung aufrecht. Andererseits hätte ich manche Dinge gerne eher erfahren. Es war fast schon nervig für mich, es nicht zu wissen, z. B. Warum Grania aus New York geflohen ist. 
Die Perspektive verändert sich des Öfteren, auch wenn die Geschichte in erster Linie aus Granias Sicht geschildert wird. Sie wechselt nach New York zu Granias Freund, zu Aurora und in die Vergangenheit. Die Rückblende hat mir sehr gut gefallen. Ich muss zugeben: Fast besser, als die eigentliche Geschichte. Die Rückblende hat mich gerührt, ich wollte unbedingt wissen, was passiert ist. Die Personen waren mir wichtig. Wohingegen die Protagonistin mein Herz nicht wirklich erwärmen konnte. Sie verhält sich dickköpfig und unfair. Sie bemitleidet sich selbst, auch wenn sie es nicht wirklich ausspricht. Ich bevorzuge Protagonisten, die im stillen Leiden und stark sind! Man kann ja auch mal leiden, aber man sollte darüber hinwegkommen. Es gab auch einen gruseligen Moment, Stichwort Klippen, wovon ich gerne mehrere gehabt hätte.   

Fazit:
"Das Mädchen auf den Klippen" hat leider meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Ich hätte mir etwas mehr Gänsehaut-Faktor gewünscht und eine sympathischere Hauptperson. Daher nur 3 Würmchen.


Dienstag, 21. August 2012

"Das Orchideenhaus" von Lucinda Riley

Inhalt:

Julia lebt seit einem Schicksalsschlag wieder in ihrem Cottage in Norfolk. Ihre Schwester Alice versucht alles, sie aus ihrer Lethargie zu reißen. Erst ein Besuch im zum Verkauf stehenden Herrenhaus Wharton Park scheint eine Veränderung zu bewirken. Einst war der verstorbene Großvater der beiden dort als Gärtner angestellt und Julia hat viele gute Erinnerungen an den Ort. Der Eigentümer findet ein Tagebuch, das er diesem Großvater zuordnet. Als Julia ihre Großmutter Elsie hierauf anspricht, beginnt diese, ihr von der damaligen Zeit zu erzählen. Denn sie bewahrt schon sehr lange ein Familiengeheimnis...

Erster Satz:

"In Siam sagt man, wenn ein Mann sich leidenschaftlich und unwiderruflich in eine Frau verliebe, sei er in der Lage, sie für sich zu gewinnen und sie dazu zu bringen, dass er ihr wichtiger ist als alle anderen Männer."

Stil:

Erzählt wird hauptsächlich aus Sicht von Julia, wobei hier sogar teilweise in die Ich-Perspektive gewechselt wird. Diese kurzen Exkurse sind kursiv hinterlegt. Wenn die Großmutter Elsie beginnt, über die Vergagenheit zu sprechen, findet ein Wechsel in die damalige Zeit statt. So "erzählt" diese nicht wirklich, was geschehen ist. Der Leser erfährt es daher quasi "aus erster Hand" und  kann auch die Gedankengänge nachvollziehen.
 Wirklich gestört hat mich allerdings, das man erst auf seite 200 erfährt, was Julia überhaupt zugestoßen ist. Diese Tatsache ließ sie für mich als sehr schwachen Charakter erscheinen. Dieses Gefühl blieb dann auch. Natürlich litt sie unter Depressionen, aber so lange ich nicht wusste warum, fand ich ihre Untätigkeit nur nervig. Man kann es sich zwar ungefähr denken, aber es störte mich ungemein! Für diejenigen unter euch, die es vorher wissen möchten: Spoiler: Julia verlor ihren Mann und zweijährigen Sohn bei einem Autounfall.
 
Fazit:

Ich fand es zwar nicht überragend aber gut, habe mitgefiebert. Vielleicht lag es an meiner Urlaubsstimmung, aber mir gefiel das Buch. Insbesondere die Geschehenisse der Vergangenheit und die Protagonistin Olivia waren klasse! Der Schreibstil hat mir auch gut gefallen. Es ließ sich flüssig lesen.  Das "große Geheimnis" lässt sich zwar recht bald erahnen, dennoch blieb es fesselnd.