Inhalt:
Die Bildhauerin Grania flieht
mit gebrochenem Herzen in ihre Heimat Irland. Dort begegnet sie einem Mädchen, nur mit Nachthemd bekleidet, bei den Klippen und wird in
eine Familiengeschichte verstrickt, deren Wurzeln tiefer sind, als es
scheint. Warum wandert die Kleine Nachts auf den Klippen entlang und welchen Schmerz hat Grania in ihrem Inneren verschlossen?
Erstes Wort + erster Satz:
Aurora "Ich. Ich möchte eine Geschichte erzählen."
Stil:
Das Buch ist flüssig geschrieben. Man kann sich in die agierenden Personen hineinversetzen, aber nur zu einem gewissen Teil. Lucinda Riley gibt nur langsam die Puzzleteile über das Seelenleben der Personen preis. Einerseits erhält das die Spannung aufrecht. Andererseits hätte ich manche Dinge gerne eher erfahren. Es war fast schon nervig für mich, es nicht zu wissen, z. B. Warum Grania aus New York geflohen ist.
Die Perspektive verändert sich des Öfteren, auch wenn die Geschichte in erster Linie aus Granias Sicht geschildert wird. Sie wechselt nach New York zu Granias Freund, zu Aurora und in die Vergangenheit. Die Rückblende hat mir sehr gut gefallen. Ich muss zugeben: Fast besser, als die eigentliche Geschichte. Die Rückblende hat mich gerührt, ich wollte unbedingt wissen, was passiert ist. Die Personen waren mir wichtig. Wohingegen die Protagonistin mein Herz nicht wirklich erwärmen konnte. Sie verhält sich dickköpfig und unfair. Sie bemitleidet sich selbst, auch wenn sie es nicht wirklich ausspricht. Ich bevorzuge Protagonisten, die im stillen Leiden und stark sind! Man kann ja auch mal leiden, aber man sollte darüber hinwegkommen. Es gab auch einen gruseligen Moment, Stichwort Klippen, wovon ich gerne mehrere gehabt hätte.
Fazit:
"Das Mädchen auf den Klippen" hat leider meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Ich hätte mir etwas mehr Gänsehaut-Faktor gewünscht und eine sympathischere Hauptperson. Daher nur 3 Würmchen.


