Seit der Blutnacht
von Hiddensee sind nun bereits zwei Jahre vergangen. Damals starben drei Menschen
und die Mörderin liegt nach einem vergeblichen Selbsttötungsversuch im Koma. Journalistin
Doro Kagel ist spezialisiert auf die Berichterstattung von Verbrechen und hat den
Auftrag, über die damaligen Ereignisse zu schreiben. Eigentlich klingt der Fall
sehr klar. Doch was genau damals geschehen ist, ist noch immer nicht komplett geklärt…
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Montag, 8. Mai 2017
Donnerstag, 24. März 2016
[Lesung] Eric Berg - "Die Schattenbucht"
Am 15.04.2016 war ich zusammen mit einer Freundin bei meiner ersten Autorenlesung. Ich war total aufgeregt, wusste nicht so recht was mich erwartet und habe vorsorglich das Buch schon vorher gelesen... Ich hatte eine (wie sich herausstellte) unbegründete Angst, dass der Autor spoilern könnte... Natürlich ist mir jetzt auch klar, dass dies nicht in seinem und schon gar nicht im Interesse des Verlags ist, spannende Wendungen bereits vorab zu verraten - man will ja schließlich, dass die anwesenden Gäste möglichst zum Buchkauf animiert werden...
"Die Schattenbucht" hatte ich bereits hier für euch rezensiert. Ich hatte total vergessen, das Buch als Neuzugang vorzustellen. Es zog im März bei mir ein.
Stattgefunden hat die Lesung im Bücherhaus am Thie in Barsinghausen, bei Hannover. Es gab Wein, was ich etwas dekadent fand. Außerdem waren meine Freundin und ich wohl so ziemlich die Jüngsten. Anhand der Bücher vielleicht etwas nachvollziehbar - Krimis sind halt keine Jugendbücher :) Nichts desto trotz würde ich seine Bücher jeder Altersgruppe empfehlen. Sie sind nicht allzu brutal.
Zu dem Buch an sich würde ich hier nichts weiter schreiben. Meine Rezension dürfte da für sich sprechen. Allerdings würde ich euch gerne den Autor etwas näher bringen, der war nämlich wirklich sehr sympathisch.
Eric Berg heißt eigentlich Eric Walz und ist bereits seit Längerem erfolgreicher Autor von historischen Romanen. Unter seinem Pseudonym hatte er nunmehr seinen 3. Krimi sowie 2 Jugendbücher veröffentlicht. Die Romane spielen zwar alle an der Ostsee, haben ansonsten aber kaum Berührungspunkte. Die Bücher können somit bedenkenlos ohne Einhaltung der Reihenfolge gelesen werden.Hier Fragen, die während der Lesung gestellt und von Eric Berg beantwortet wurden:
Wie kommen Sie auf den Handlungsort ihrer Krimis?
Auf diese Frage musste der Autor ein wenig ausholen.
Bevor er überhaupt zu schreiben angefangen hatte, war der Autor auf Hiddensee im Urlaub. Auf dieser Insel dürfen die Bewohner und auch Touristen nicht einfach Auto fahren. Lediglich Einsatz- und Lieferfahrzeuge sind erlaubt. Es gab zumindest zu diesem Zeitpunkt keine Straßennamen und die Häuser waren sehr weit auseinander. Außerdem war es sehr still. Dabei kam ihm unvermittelt der Gedanke "das wäre ein guter Ort für einen Mord". Hieran erinnerte er sich auf der Suche nach einen Handlungsort.
Da er keinen Kommissar geschaffen hat, der den x-ten Fall bearbeitet, sondern jeweils völlig neue Charaktere erschafft, wollte er zumindest die Handlungsorte ähnlich gestalten. Daher spielen Auch "Das Küstengrab" und "Die Schattenbucht" an der Ostseeküste.
Wie schreiben Sie?
Der Autor schreibt am PC, hauptsächlich vormittags und beschäftigt sich den Rest des Tages dann mit etwas komplett anderem. Besonders schön fand ich, dass er für ein Buch ungefähr 9 Monate braucht - er geht "sozusagen schwanger mit dem Buch". Seiner Meinung nach liegt dies an der Länge seiner Bücher, die immer rund 400 Seiten betragen. Für diese Seitenzahl braucht er immer cirka besagte 9 Monate.
Bei ihm entwickelt sich die Handlung übrigens nach einem Leitsatz. Den hat er im Kopf. Bei "Die Schattenbucht" könnte dieser in etwa: "eine Gruppe von ganz normalen Menschen verübt ein Verbrechen. Warum?" lauten. Dann beginnt er, die Protagonisten zu entwickeln. Erst darum bildet er die eigentliche Handlung. 
Montag, 21. März 2016
[Rezension] "Die Schattenbucht" von Eric Berg
Inhalt:
Die Psychologin Ina Bartholdy hat schon viele Schicksale kennen gelernt, doch das von Marlene Adamski wirft Fragen auf. Die Frau sprang vom Balkon, doch der Selbstmordversuch scheiterte. Seither sprach sie kein Wort. Ina setzt alles daran, Marlene auch nach ihrer Entlassung weiter zu betreuen. Irgendwie muss der Bäckersfrau doch zu helfen sein...
14 Monate zuvor. Marlene, ihr Ehemann Gerd, die junge Bäckereifachverkäuferin Romy, der IT-Profi Bodo und der Bibliothekar Daniel treffen sich im Haus der Adamskis. Sie planen ein Verbrechen. Ein Mann soll entführt werden. Was führt diese Gruppe ganz normaler Menschen dazu?
Erster Satz:
"Nachdem ich die Auflegetaste des Telefons gedrückt hatte, blieb ich eine Weile reglos mitten im Zimmer stehen."
Cover/Aufmachung:
Das Coverbild gefällt mir sehr gut. Passt auf jeden Fall zu der Reihe, die eigentlich keine ist.
Meine Meinung:
Zu Beginn war ich etwas traurig, dass man von dem Verbrechen schon so viel erfährt. Der Leser weiß bereits nach kurzer Zeit, dass ein Herr Töller entführt wird. Auch das Motiv löst sich ungefähr im ersten Drittel des Buches auf. Daher war eigentlich Enttäuschung am Ende vorprogrammiert - das war aber keineswegs der Fall.
Der Autor versteht es, Handlungsstränge spannend aufzubauen. Ich kam wirklich bis zum Ende nicht dahinter, was noch alles passieren wird. Der Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt. Dies kannte ich bereits aus dem Vorgängerroman "Das Küstengrab" (meine Rezi). Bei "Das Nebelhaus" war es wohl genauso - werde das auch bald mal lesen. Das "heute" startet mit der Behandlung von Marlene. Außerdem erfährt der Leser viel über das Leben der Psychologin, die ich auch als Hauptprotagonistin bezeichnen würde. Die Vergangenheit startet 14 Monate vorher. Als das kleine Grüppchen den "Plan" in die Tat umsetzt. Beide Handlungsstränge ergaben nach und nach viel mehr Sinn - richtig zusammen fließen sie natürlich erst am Ende.
Die Charaktere mochte ich wirklich gerne. Ina wurde gut beschrieben. Auch ihre Beziehung zu dem jüngeren Bobby sowie ihrer Tochter wurde gut beschrieben. Die "Täter" waren wirklich ein richtig bunter Haufen. Daniel, die Weichflöte. Gerd, der Schlaumeier. Romy, die Trantüte. Bodo, der Mitfühlende. Und natürlich Marlene, die gute Hausfrau. Später kommt noch Giovanni, der Macho, zu der Truppe dazu. Dass der super-Plan aus dem Ruder laufen muss, dürfte dem Leser relativ schnell klar werden.
Fazit:
Ein gut durchdachter Krimi, der eine eher unterschwellige Spannung ausweist. Außerdem interessante Protagonisten. Da es mir am Anfang zu viele Infos waren, nicht die volle Punktzahl.

Infos zum Buch:
Verlag: Verlagsgruppe Random House GmbH / Limes-Verlag
Broschiert: 410 Seiten
Genre: Krimi
Preis: 14,99 €
ISBN-Nr.: 978-3-8090-2642-6
Erschienen: August 2014
Zum Verlag: www.randomhouse.de/limes/
Dienstag, 18. November 2014
[Rezension] "Das Küstengrab" von Eric Berg
Inhalt:
Durch einen Autounfall verlor Lea ihre Erinnerung an die letzten Monate. Warum war sie wieder in ihrer Heimat, der Insel Poel, gewesen? Wieso war sie mit ihrer verhassten Schwester unterwegs, die bei dem Unglück starb? Viele Fragen und keine Antworten. Entgegen dem Rat ihrer Therapeutin geht sie zurück.
Gemeinsam mit ihren Jugendfreunden versucht Lea, die Vergangenheit zu rekonstruieren. Doch die Freunde von damals haben sich verändert. Und einer fehlt: Leas erste Liebe Julian, der im Jahr 1990 ohne ein Wort abgehauen war und seitdem nicht mehr gesehen wurde.
Erster Satz:
"Voller Gedanken an die Zukunft machte sich der Achtzehnjährige an diesem Abend auf den Weg."
Cover:
Mir gefällt das Coverbild richtig gut. Ein wirklich schönes Bild, das dennoch etwas düster wirkt.
Meine Meinung:
Zunächst empfand ich die Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Lea als unsympathisch. Ich glaube, dass dies mehr an dem, was man aus ihrer Vergangenheit erfährt, als an ihrer Art lag. Sie selbst empfand die "alte" Lea nach ihrer Amnesie als unangenehm, konnte sich nicht mehr mit dieser Person identifizieren - sogar ihre Kleidung kam ihr fremd vor. Ganz schlimm fand ich das zerrüttete Verhältnis mit ihrer Schwester Sabina, die bei dem Autounfall ums Leben kam. Dies scheint Lea überhaupt nicht zu interessieren. Die beiden standen sich niemals nah - das war für mich so unverständlich, wurde jedoch im Laufe des Buches näher erläutert und ergab einen traurigen Sinn.
Positiv überrascht wurde ich von den "Rückblenden". Hier werden aus Sabinas Sicht die Ereignisse auf der Insel nach und nach aufgearbeitet. Man ermittelt als Leser sozusagen zusammen mit einer bereits Verstorbenen, jedoch in der dritten Person. Ich fand Sabina dennoch interessanter und vielschichtiger als Lea; mochte die Rückblenden lieber als die "eigentliche" Handlung. In der Gegenwart versucht Lea, die von ihr vergessenen Ereignisse zu rekonstruieren - doch wie ihre Therapeutin ihr erklärt: Das sind alles Dinge, die ihr von anderen berichtet werden. Kann sie darauf vertrauen?
Pierre war mir von Anfang an suspekt. Dass er schon immer in Lea verliebt war, wird recht schnell klar. Mir war das total unheimlich! Jeder der Nebencharaktere, der damaligen Clique, hat seine eigene Geschichte, die gut herausgearbeitet war. Vieles kommt jedoch erst mit der Zeit ans Tageslicht.
Der Krimi in diesem Buch kam zunächst etwas zu kurz, obwohl schon permanente Spannung vorhanden war. Bei einem klassischen Kriminalroman gibt es eine Leiche und Ermittlungen. Hier gibt es Ermittlungen aber keine Leiche! Ob überhaupt ein Verbrechen vorliegt, ist zunächst zu klären.
Zum Ende hin wurde es richtig spannend. Da konnte ich das Buch wirklich gar nicht mehr aus den Händen legen. Von mir auf jeden Fall eine Empfehlung.
Fazit:
Anfangs brauchte ich etwas, um in die Geschichte einzutauchen. Doch irgendwann war ich gebannt! Hat mir wirklich gut gefallen.
Ich bedanke mich zum Abschluss bei dem LIMES-Verlag für das Rezensionsexemplar!
Mittwoch, 29. Oktober 2014
[Ankündigung] Eric Berg liest aus "Das Küstengrab"
leider sind die meisten Termine bereits verstrichen. Links stehen die baldigen Lesungen, vielleicht wohnt ihr ja in der Nähe und habt Lust dabei zu sein.
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© Derek Henthorn
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Die Lesung in Hannover war leider bereits am 16.10.2014. Ich hatte das gar nicht mitbekommen und die Information vom Verlag leider erst einige Tage später erhalten...
Bislang habe ich noch nichts von dem Autor gelesen, werde jedoch "Küstengrab" als Rezensionsexemplar erhalten. Bin sehr gespannt, wie es mir gefallen wird.
Kennt jemand von euch das Buch oder ein anderes von Eric Berg? Wie hat es euch gefallen?
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