Montag, 23. April 2012

"Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher


Inhalt:

Als Clay Jensen ein Paket von der Größe eines Schuhkartons erhält, ahnt er nicht  ansatzweise, was sich darin befinden könnte: Es sind sieben Musikkassetten. Sie sind bis dreizehn durchnummeriert. Da Kassetten nicht mehr wirklich aktuell sind, muss er in der Garage einen alten Kassenttenrecorder suchen. Beim Abspielen kann er nicht glauben, wessen Stimme er hört: Hannah Baker. Er kannte dieses Mädchen. Er hatte sogar für sie geschwärmt. Sie hatte sich vor zwei Wochen das Leben genommen.
Hannah kündigt auf dem ersten Band an, dass auf den folgenden Kassetten die Beweggründe ihres Selbstmords aufgelistet werden - und vor allem die Schuldigen. Jeder von ihnen soll nach dem Abhören aller Bänder das Paket an den nächsten auf der Liste weiterleiten. Wenn man dies nicht tut, werden die Bänder veröffentlicht - und das werden die Leute auf der Liste doch nicht wirklich wollen... Clay kann sich nicht erklären, warum er auf der Liste stehen soll. Seiner Meinung nach hat er sich nichts zu schulden kommen lassen...

Stil:

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Clay. Wenn er sich die Kassetten anhört, ist Hannahs Stimme Kursiv geschrieben und seine eigenen Gedanken dazwischen normal. Es besteht ein konstanter Spannungsbogen. Insbesondere in der Zeit, wo man auch selbst nicht weiß, welche Rolle Clay selbst bei dem Freitod von Hannah gespielt hat. Es ist einfach zu lesen, die rd. 280 Seiten sind flüssig geschrieben.
Richtig schön fand ich die Kassettenspielersymbole. Immer wenn Clay auf Play drückt, erscheint auch das Play-Symbol usw. Wenn er eine neue Kassette einlegt, wird dies in der Überschrift angekündigt.

Fazit:

Sehr bewegend. Da man von Anfang an weiß, dass Hannah sich umgebracht hat, ist der Kloß im Hals vorprogrammiert. Ich fand die Geschichten auch plausibel und nachvollziehbar. Alles allein hätte sie auch nicht zu ihrem Entschluss gebracht, wie sie selbst sagt. Es war einfach wie eine Lawine, die sie nicht aufhalten konnte. Es ist ein Jugendbuch, was ich nachvollziehen kann, aber meines Erachtens auch für erwachsene Leser geeignet. 5 von 5 Sterne. 

Kommentare:

  1. oh ja, das buch habe ich diesen monat auch gelesen und fand es wirklich gut. nachdem die zusammenhänge mit clay allerdings geklärt waren, fand ich es nicht mehr ganz so spannend und beklemmend.

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  2. Stimmt, ein wenig an Spannung hat es schon verloren. Ich wollte dennoch die ganze Zeit wissen, wer die anderen sind und wie sie sich Hannah gegenüber verhalten haben.

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  3. Sehr schöner Blog :) Ich hab dir eine Mail geschrieben mit der Anleitung wie du die Bewertungsbilder erstellen kannst.
    Das Buch ist total toll .) Tolle Rezension :)

    Liebe Grüße

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  4. Hörte sich vielversprechend an, war aber leider sehr enttäuschend für mich. Aber ich habe da auch andere Erfahrungen machen müssen, daher für mich nicht nachvollziehbar die gute Hannah. Aaaber, ist ja auch ein Jugendbuch, will mal nicht zuviel daran mäkeln.

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