ACHTUNG: 9. Teil einer Reihe
Wieder mal ein richtig guter Spannungsroman in der Welt der Amischen. Hier hatte ich tatsächlich keine wertminderden Kritikpunkte.

DIE REIHE:
Verlag: S. FISCHER Verlag GmbH
ACHTUNG: 9. Teil einer Reihe

DIE REIHE:
3 Bücher = 834 Seiten
Diesen Monat habe ich tatsächlich nicht allzu viel gelesen... An der Lektüre lag es definitiv nicht! Mir haben alle Bücher sehr gefallen. Einfach eine chronische Lese-Unlust. Manchmal ist das einfach so. Den SuB befreit habe ich auch nicht wirklich... Das erste Buch erhielt ich über eine Leserunde, das zweite war neu eingezogen... Nur das dritte Buch kam tatsächlich vom SuB!
Zu "Afrika ist kein Land" habe ich ja bereits eine Rezension veröffentlicht - ist oben im Titel verlinkt.
Das Buch "Auf Basidis Dach" hatte ich tatsächlich bereits vorbestellt und mich wahnsinnig darauf gefreut. Ich verfolge die Autorin bereits länger bei Instagram. Sie ist wahnsinnig sympathisch und gibt immer ziemlich gute Buchtipps. Nun hat sie selbst zum ersten Mal einen Roman veröffentlicht. Ein ganz persönliches, biografisches Buch. Mir gefiel es unfassbar gut. Ein richtiges Lesehighlight. Ich wollte vorher schon gerne einmal nach Marokko reisen, nun umso mehr :)
Nach den beiden Büchern rund um afrikanische Länder zog es mich nach Ohio - zu den Amischen. Der 9. Fall für Kate Burkholder hatte es wieder in sich und konnte mich vollends fesseln. Die Reihe ist einfach richtig großartig.
Inhalt/Klappentext:
"Unterwegs mit Minibus und Motortaxi bereist Jennifer McCann elf Länder Zentral- und Ostafrikas. Seit Jahrzehnten zieht es sie immer wieder dorthin, im Versuch, ihre Faszination für den Kontinent zu ergründen. Sie sieht Gemeinsamkeiten und frappierende Unterschiede, aber auch, welche Wirkung die Kolonialzeit bis heute hat - vor Ort und in unseren Köpfen."
Cover/Aufmachung:
Mir gefällt sowohl das Cover als auch die Aufmachung insgesamt richtig gut! Vor allem die kleine Afrika-Karte ist sehr hilfreich, wenn man bei einem Land wie z.B. Gabun erstmal gar nicht so ganz genau weiß, wo das eigentlich liegt. Vor jedem Kapitel sind passende Zeichnungen und Lesebändchen finde ich ja immer richtig gut. Nur ein Mankow: Hätte sehr gerne noch Fotos im Buch gehabt...
Meine Meinung:
Das Buch ist aufgeteilt in viele Kapitel, die ganz unterschiedliche Erlebnisse der Autorin auf ihren Reisen schildern. Dabei hält sie sich an keine Chronologie, was prinzipiell kein Problem ist, aber doch teilweise ziemlich verwirrend. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, zumindest eine zeitliche Einordnung zu haben. Zumindest was das Alter und die eventuell allein schon dadurch noch bestehende Naivität wäre dadurch vielleicht etwas fassbarer gewesen. Den Schreibstil selbst mochte ich wahnsinnig gerne.
Richtig gut fand ich, wie sehr die Autorin ihre eigenen Handlungen im Nachhinein hinterfragte. Also den touristischen Hintergrund ihrer Reisen und vor allem die dadurch entstandene Ausbeutung einiger Bürger. Bereits in ihrer ersten Geschichte, die Besteigung des Kilimandscharo, wurde dies dadurch deutlich, dass auf die Gesundheit und den Schutz der Träger kein großer Wert gelegt wurde.
Durch Erläuterungen, wie die politische Lage des Landes und vor allem auch die Hintergründe, wie es dazu kam, waren sehr interessant. Aber auch wichtig, weil sehr vieles davon noch immer auf die Kolonialzeit zurückzuführen ist. Wie stark der Einfluss der "Weißen" tatsächlich war und wie sehr sich das noch immer auswirkt... Einige Bürgerkriege waren die Folge.
Einige Schilderungen waren wirklich schrecklich, zum Beispiel wie mit Dieben umgegangen wird. Auch das ist die bittere Realität; die Autorin hat keine Scheu, uns Lesern auch hier genau vor Augen zu führen, wie gut wir es eigentlich haben. Denn genau das ist es, was Reisen in ärmere Länder einen wirklich lehrt: Demut.
Aber nicht nur negatives wird in diesem Buch besprochen. Auch vor allem die Freundlichkeit der Menschen, natürlich die Schönheit des Landes und die vielen Abenteuer, die Jennifer auf ihren Reisen erlebt hat. Einige, aber insbesondere das letzte Kapitel haben mich noch mal ein wenig mit dem Buch "versöhnt", weil die Schilderungen für mich teilweise schon ziemlich hart waren. Da kam die Liebe zum Land für mein Empfinden kurzweilig nicht bei mir an.
Fazit:
Mir hat das Buch gefallen und mir tatsächlich für einiges die Augen geöffnet. Ich habe einiges von Ländern erfahren, über die ich nicht wirklich vieles wusste und war von dem Mut der Autorin beeindruckt.
Für genau 3 Monate konnte ich Kindle Unlimited testen. Und ich habe es getestet - sehr ausführlich. Fast ausschließlich Ebooks aus dem Unlimited-Angebot habe ich in der Zeit gelesen. Heute möchte ich euch kurz meine Argumente dazu vorstellen und auch von meinem persönlichen Fazit berichten.
Das System ist denkbar einfach: Mit einer monatlichen Flatrate so viel lesen wie man möchte. Klingt klasse, ist es auch. Natürlich funktioniert das ganze nur in der Amazon-Welt (wie ich das verstanden habe) - also ihr braucht einen Kindle dafür. Oder die Kindle App auf dem Handy / Tablet.
PRO
CONTRA
Mein persönliches Fazit ist, dass sich das Angebot auf die Dauer für mich nicht lohnt... Die im Unlimited enthaltenen Bücher sind meistens nicht allzu teuer. Habe zwar einige richtig gute Buchreihen und Autor:innen entdeckt, aber in meinem normalen Lesealltag lohnt sich das Abo einfach nicht. Dafür habe ich einfach auch noch viel zu viele Papierbücher. Außerdem mochte ich nicht, dass ich nur zeitgleich 10 Bücher aus dem Unlimited-Angebot auf dem Gerät haben durfte. Wollte ich ein 11. herunterladen, musste ich erst eines zurückgeben.
Für einen Urlaub würde ich aber tatsächlich noch einmal drüber nachdenken.
Rezensionsexemplar
Cover/Aufmachung:
Mir gefällt das Coverbild richtig gut! Macht direkt Lust auf mehr und passt zum ScienceFiction Thema.
Erste Sätze:
"Guten Tag, ich bin Charlie. Herzlich Willkommen in meiner Welt. Wenn du dich auf ein Abenteuer einlassen willst, wird es bald unsere gemeinsame Welt sein. Du wirst dich wundern, was du mit mir zusammen erleben kannst."
Meine Meinung:
Das Buch beginnt direkt spannend mit dem verstörenden Traum, der Noah bereits seit einiger Zeit heimsucht. Es ist, als sieht er die Situation durch die Augen eines etwa 4-jährigen Mädchens, deren Vater ermordet wird von einem Mann mit einem Ford Mustang. Die KI Charlie hat ihm offenbar bereits Tipps gegeben, besser mit dem Traum umzugehen. Irgendwie ist er also schon hilfreich - gerade was den Zugriff zu Informationen angeht. Aber ich finde die Vorstellung einfach sehr gruselig, sich eine Künstliche Intelligenz einpflanzen zu lassen, mit der du über deine eigenen Gedanken kommunizieren kannst.
Der Autor spielt natürlich auch mit dieser Angst und den möglichen Konsequenzen der Nutzung von KI, oder englisch AI (artificial intelligence). Ich habe nun schon einige Filme gesehen, in denen KI´s ein Thema waren (A.I. - Künstliche Intelligenz, I-Robot, Matrix, Eagle Eye, I am Mother - nur um ein paar zu nennen). Natürlich sollen die spannend sein und ein düsteres Zukunftsszenario entwerfen. Doch ganz logisch betrachtet kann ich mir wirklich gut vorstellen, dass eine künstliche Intelligenz recht schnell zum Schluss kommen könnte, dass wir Menschen das Problem der Erde sind. Denn das ist ja auch eine Tatsache. Zwar werden Regeln programmiert, aber gruselig finde ich KI´s trotzdem... Aufgrund der hohen Denkleistung werden KI´s bereits jetzt vielseitig eingesetzt, aber die Vernetzung mit dem menschlichen Organismus und Geist ist (hoffentlich) wirklich noch Zukunftsmusik.
Erzählt wird die Geschichte nicht nur aus Sicht von Noah, sondern auch aus der Perspektive seiner Freunde Moses und Maesie. Keiner weiß offiziell, dass Noah an dem Projekt teilnimmt. Doch Maesie hat davon gehört und ist sehr interessiert, was die Ziele des Instituts sind. Sie ist sehr intelligent und hat sich Hackerfähigkeiten angeeignet. Auch im realen Leben spielt sie Detektivin und horcht sogar einen Mitarbeiter heimlich aus... Ich mochte Maesie sofort. Sie ist sympathisch und sehr beharrlich. Noah selbst wirkt wie ein typischer Jugendlicher, der seine hart arbeitende Mutter unterstützen will und sich um seinen kleinen Bruder kümmert. Moses hingegen ist ein etwas schwieriger Fall. Er wirkt ein bisschen zwielichtig und wie Noah auch ziemlich naiv, was natürlich auch dem Alter geschuldet ist. Der 16-jährige hängt sehr an seinem Großvater, welcher in einem Pflegenheim lebt. Und auch er nimmt an dem Projet teil und hat einen "Charlie" in sich. Doch auf ihn hat die KI offenbar eine starke Nebenwirkung...
Auch aus Sicht der KI selbst wird erzählt. Hier welchselt sogar die Schriftart. Vor allem der Satz "Mein Ziel wird die weitestmögliche Verschmelzung mit dir sein, sodass du meine Anwesenheit kaum noch spürst bzw. meine Hilfestellungen fast für deine eigenen Gedanken hältst" ist mir richtig übel aufgestoßen...
Irgendwie klingt das alles sehr kompliziert und ja, man muss aufmerksam lesen. Jemand in der Leserunde fragte sich, ob das für die Zielgruppe des Buches nicht ein wenig zu viel sein könnte. Doch ich bin der Meinung, dass auch junge Leser ein wenig herausgefordert werden wollen. Da das Buch einen starken Spannungsbogen hat wird hier auch niemand gelangweilt.
Fazit:
Eine gruselige, aber auch sehr spannende Zukunftsvision - die aber gar nicht mehr so fern sein dürfte... Zum Nachdenken anregendes und sehr spannendes Jugendbuch. Kann ich nur empfehlen.
Infos zum Buch:
Verlag: Edel Kids Books - Ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Gebunden: 317 Seiten
Genre: Jugendbuch
Erschienen: 03.09.2021
Der SuB will einfach nicht kleiner werden!
"Auf Basidis Dach" von Mona Ameziane hatte ich vorbestellt - somit ist dieses Buch das einzige, mit dem ich gerechnet hatte. Freue mich schon sehr auf das Buch! Ich verfolge Mona schon ziemlich lange auf Instagram und finde sie wahnsinnig sympathisch. Ihr Buch ist ein wenig autobiografisch und handelt von Marokko; dem Land, aus dem ihr Vater stammt und das sie sehr liebt. Leider hatte ich bislang noch nicht die Gelegenheit, das Land selbst kennenzulernen - aber Marokko steht definitiv auf meiner Reise-Wunsch-Liste!
Das waren sie auch "schon"... Meine Neuzugänge. Kennt ihr eines der Bücher?