Mittwoch, 5. September 2012

"Saeculum" von Ursula Poznanski

Inhalt:
Bastian ist Anfang zwanzig und Medizinstudent. Er ist sehr verbissen und möchte unbedingt ein guter Arzt werden, dafür lernt er sehr viel und intensiv. Als er Sandra kennen lernt, ist er von ihrer lockeren Art begeistert. Sie ist so ganz anders als er und scheint tatsächlich Interessen an ihm zu haben. Mit ihr zusammen besucht er einen Mittelaltermarkt. Sandra ist in dieser Szene zu Hause und nimmt auch an Rollenspielen teil. Ihre Rollenspielgruppe "Saeculum" veranstaltet wieder ein Event und als sie Bastian fragt, ob er mit ihr zusammen dort hingehen würde, sagt er zu. Die Convention findet ein Wochenende lang statt. Die Mitspieler sind handverlesen und dürfen nur Kleidung, Gegenstände und Nahrungsmittel mitnehmen, die im 14. Jahrhundert bereits in diesen Breitengraden existiert haben - eine Herausforderung. Mitten im Wald, nicht einmal ein Dorf in der Nähe, kann es nachts ganz schön dunkel werden...

Erster Satz:
"Oh mein Gott, so viel Blut!"

Cover:
Ich finde das Titelbild total gelungen. Die Bäume von unten betrachtet passen einfach perfekt zu dem Thema des Buches. Nicht zu vergessen den schwarzen Schnitt - wie ihr wisst war dies allein schon ein guter Kaufgrund für mich (klick).

Stil:
Am Anfang des Buches gibt es einen kryptischen Ausblick auf die Zukunft. Es wird hierbei jedoch nicht zu viel verraten, sondern vielmehr Spannung aufgebaut. Ansonsten wird das Buch in der dritten Person geschrieben, meist aus der Sicht von Bastian. Da die Autorin sich nicht für die beliebte Ich-Perspektive entschieden hat, erfährt man jedoch auch viel über die anderen Protagonisten - und auch was die eigentlich von Bastian halten. Besonders schön fand ich, dass Iris ihn als Streber sieht. Sie nennt ihn gedanklich sogar den "Musterschüler". Ich fand alle ziemlich gut ausgearbeitet, kaum ein Charakter war eine 08/15-Persönlichkeit. Am liebsten mochte ich den rundlichen Steinchen - der war mir sofort sympathisch.

Fazit:

Ein wirklich gutes Jugendbuch, das ganz locker beginnt und dann die Spannung bis zum Zerreißen aufbaut. Selbst wenn man nicht so viel mit Mittelalterspielen und ähnliches anfangen kann, ist es dennoch lesenswert. Der Hauptprotagonist kennt sich in der Szene ja auch nicht aus.

Ich hatte vorher viel über das Buch gehört - insbesondere, dass es mega-spannend sein soll. Daher war ich vom ruhigen Anfang erst mal minimal enttäuscht. ABER: Wenn es erst mal losgeht, kann man es kaum zur Seite legen! Daher:


Kommentare:

  1. "Wenn es erst mal losgeht, kann man es kaum zur Seite legen!"

    Kann ich unterschreiben^^


    LG
    Silke

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