Donnerstag, 27. September 2012

"Ruf der Dämmerung" von Sarah Lark

Inhalt:
Viola soll eine zeitlang bei ihrem Vater und dessen neuer Freundin in Irland verbringen und dort die Schule besuchen. Sie ist zwar nicht begeistert, möchte aber ihrer Mutter die berufliche Chance nicht verderben. Die Freude, ihren Vater wiederzusehen wird dadurch getrübt, dass Ainné, die neue Freundin ihres Vaters, sie in den Haushalt und auf deren Campingplatz einspannt, wo sie nur kann. Viola erkundet unterdessen die Natur und lernt einen besonderen Jungen kennen: Ahi. Ihn scheint ein gefährliches Geheimnis zu umgeben, das mit den Legenden Irlands verwoben ist. 

Cover:
Ein Mädchen mit rot-braunen Haaren steht mit dem Rücken zum Leser vor einem Steg und blickt Richtung Wasser. Der Himmel ist wolkenverhangen. Das Cover ist türkis-grün gehalten und sieht meiner Ansicht nach nicht nur schön aus, sondern stellt auch den Bezug zur Story her.

Erster Satz: 
"Es macht dir wirklich nichts aus?" 

Stil:
Eine Ich-Erzählung aus Sicht der Protagonistin Viola, deren Stil einem Jugendbuch entsprechend gehalten ist. Eine lockere, jugendliche Sprache, wobei des Öfteren die irische Landschaft beschrieben wird. Der Zeilenabstand ist relativ groß. 
Schade finde ich, dass alle Personen und auch die Handlung sehr oberflächlich dargestellt sind. Z. B. Ainné, die in dem Buch zum Teil die Antagonistin darstellt und über deren Motive man nichts Näheres weiß. Sie ist herrisch, tyrannisch, eifersüchtig und verkörpert alle bösen Eigenschaften, die eine Stiefmutter haben kann. Doch wie ist sie so geworden? Was ist der Grund für ihr Verhalten? Auch Viola blieb mir teilweise ein Rätsel. 
Ansonsten erscheinen mir die Dialoge und auch die Handlung oft etwas plump. Dies mag vielleicht auch mit Violas Charakter zusammenhängen. Außerdem fand ich Violas Art mit Ahi zu sprechen unglaubwürdig. Einerseits fürchtet sie sich vor ihm, andererseits himmelt sie ihn an, o.k., aber manchmal wird sie richtig zickig. Außerdem lebt sie in dieser wunderschönen Landschaft an einem See, aber sie "macht" nichts, außer ins Internet zu gehen und ein paarmal mit dem Hund rauszugehen. Oft wurde ihr angeboten, reiten zu gehen oder Boot zu fahren. Wenn das nicht ihr Ding ist, kann man es nicht ändern, aber sie hat diese Dinge nicht einmal ausprobiert. Es heißt immer pauschal NEIN. Pubertär... Hier noch ein kleiner Spoiler, was mich noch genervt hat: Erst ist Viola der Ansicht, ihre Freundin Shawna wäre zu witzigen, schlagfertigen Bemerkungen nicht fähig und stempelt sie quasi als "dumm" ab, aber immer wenn sie sie gebrauchen kann, ist sie wieder gut genug. Wow - sehr nett! So eine Protagonistin kann ich schwerlich mögen.
Fazit: 
Leider fand ich die Geschichte langweilig. Da half auch irgendwann nichts mehr bei mir. Ich machte dicht, war enttäuscht und wollte das Buch gar nicht mehr gut finden. Es gab zwar immer wieder Passagen oder Leseeindrücke, die okay waren, aber das reicht nicht, um sich für eine Story begeistern zu können. Auch wenn es ein paar verträumte Momente über die Sagen Irlands gab, kann ich nur 2 Würmer vergeben. 

 

Kommentare:

  1. Hab dir einen Award verliehen :D http://funneswelt.blogspot.de/2012/09/award-numero-funf.html

    Lg funne

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  2. Ich danke dir! Mein erster Award - wie aufregend! :) Viele Grüße

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