Dienstag, 18. September 2012

"Blutrote Küsse" von Jeaniene Frost


 

Inhalt:
Catherine Crawfield ist 22 Jahre alt - und Vampirkillerin. Ihr Vater ist ein Vampir, der ihre Mutter vergewaltigt hat. Das macht sie zu einem Mischling, welcher selbst für die stärkeren und schnelleren Vampire zur Gefahr wird. Sie besucht Clubs und bietet sexuelle Gefälligkeiten an. Doch sobald sie den Vampir am Haken hat, wird er mit einem Silberpflock gepfählt. Bislang klappte das ganz gut. Ihre Mutter weiß von dieser Tätigkeit und ermuntert Cat darin, möglichst viele dieser "Monster" zu töten.

Eines Abends lernt Cat jedoch einen Vampir kennen, den sie nicht überwältigen kann. Denn Bones ist alt und je älter ein Vampir, desto mächtiger ist er. Er entführt sie, hält sie zunächst für die Komplizin seines Feindes. Bones ist Kopfgeldjäger und bald schon schließen sich die beiden zusammen. Cat ist von diesem Bündnis zwar anfangs nicht überzeugt, doch gemeinsam können sie viel mehr Blutsauger erledigen, das ist ihr klar. Durch ihre Mutter wurde der Hass auf Vampire geschürt und somit wehrt sie sich stark gegen die aufkeimenden Gefühle dem attraktiven Bones gegenüber.

Cover:
Der Rotton passt auf jeden Fall zum Titel, das Mädchen ist hübsch. Warum sie jedoch den Finger auf die Lippen legt, ist fraglich. Mit dem Inhalt hat dies jedenfalls nicht besonders viel zu tun. Auch die Stadt im Hintergrund nicht. Alles in allem ein Cover, das zum Genre passt - mich aber nicht wirklich angezogen hätte.

Erster Satz:
"Als ich das Blaulicht hinter mir bemerkte, erstarrte ich."

Stil:
Die Autorin schreibt wirklich gut. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Cat erzählt, die mir trotz ihrer teils merkwürdigen Art sympathisch war. Bones ist natürlich total sexy beschrieben - worauf das ganze hinausläuft, kann man eigentlich schon erahnen. Die Bettszenen sind sehr genau beschrieben. Besonders ziemlich am Anfang des Buches, als Bones die recht unerfahrene Cat mit Dirty-Talk auf die zukünftigen Opfer vorbereiten möchte, habe ich ein wenig schmunzeln müssen... Auch mein Fremdschäm-Reflex kam oft zum Einsatz. Wieso muss Cat immer nur genau das aussprechen, was sie denkt? Ich wäre im Boden versunken an ihrer Stelle...

Dennoch war es wirklich sehr spannend, es passierte unglaublich viel in rasender Geschwindigkeit. Die Story war klasse, endlich mal ein bisschen was anderes und ein wirkliches Problem! (Ich möchte nicht zu viel verraten: Spoiler: Es geht hauptsächlich um den Vampir Hennessey, der einen Mädchenhandelring leitet. Junge Mädchen werden für Sex und Blut entführt und festgehalten.

Der Konflikt mit der Mutter war sehr spannend. Die mochte ich überhaupt nicht. Wie kann man sein sechzehnjähriges Mädchen auf die Jagd nach Vampiren schicken? Wie kann man ihr einreden, dass etwas "böses" in ihr steckt? Vielleicht hätte sie Cat lieber zu Adoption freigeben sollen. Allerdings hat sie diese furchtbare Mutter irgendwie zu der starken Frau gemacht, die sie ist.

Fazit:
Ein wirklich gutes Buch; für Fans des Genres definitiv ein Muss. Als Lia es mir ausgeliehen hat, war ich zunächst ein bisschen abgeschreckt. Es hat sich aber definitiv gelohnt und mich wirklich gut unterhalten. Ich haderte erst mit mir, ob ich einen Punkt abziehen sollte. Aber warum sollte ich etwas bemängeln, was das Genre ausmacht?! Wenn ich das nicht leiden kann, muss ich es nicht lesen. Daher fünf Würmchen!


Es ist übrigens der erste Teil einer Reihe - und ich freue mich schon auf die Fortsetzung:

1. Blutrote Küsse (Halfway to the Grave)
2. Kuss der Nacht (One Foot in the Grave)
3. Gefährtin der Dämmerung (At Grave´s End)
4. Der sanfte Hauch der Finsternis (Destined for an early Grave)
5. Dunkle Sehnsucht (This side of the Grave)
6. Verlockung der Nacht (One Grave at a time)

Kommentare:

  1. gott wie lustig, ich habe das vor knapp 2 jahren auch mal gelesen und fand es ziemlich ... na ja ...
    zum glück sind geschmäcker ja aber verschieden ;o)

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  2. Ja, Geschmäcker sind (offensichtlich) verschieden :p Finde ich ja witzig, dass es dir gar nicht gefallen hat! Aber wenn alle dasselbe mögen würden, wäre das ja auch langweilig.

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