Dienstag, 16. Februar 2016

[Ich lese gerade...] "Wenn ich bleibe" von Gayle Forman

Inhalt:
Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur klassischen Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert? Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht schließlich vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen? Leben oder sterben?


Ich habe den Trailer zu der Verfilmung des Buches gesehen, mega Gänsehaut und Pipi in den Augen bekommen - schwupps war die Leseprobe auf dem Kindle.
Diese endet tatsächlich genau mit dem Unfall! Frechheit - dann musste ich doch einfach das Buch kaufen. Der Schreibstil bis zu diesem Moment gefiel mir wirklich gut - durch den Trailer weiß ich ja auch schon ein wenig mehr.

Bin sehr gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. Den Film werde ich auf jeden Fall noch sehen. Da ich die Hauptdarsteller jetzt schon einmal gesehen habe, wird es mir weniger schwer fallen, sie als "meine" Charaktere anzuerkennen ;p

Kennt ihr das Buch und/oder den Film?

Hier noch einmal der Trailer:


Dienstag, 9. Februar 2016

[Rezension] "Another Day in Paradise" von Laura Newman

Inhalt (lt. amazon):
Die Welt, wie Naya sie kannte, existiert nicht mehr. Eine furchterregende Seuche hat sich innerhalb der Bevölkerung ausgebreitet und verwandelt ihre Opfer zu einer seelenlosen Gefahr – zu Deadheads. Einzig die Hoffnung darauf, an der Küste auf das Militär zu treffen, treibt die kleine Gruppe an, weiterzumachen. Doch die Reise in den Süden ist riskant. Und dann ist da auch noch dieser Typ, der eines Nachts ganz plötzlich auftaucht.

Cover: 
Das Coverbild gefällt mir gut, insbesondere die Tatsache, dass der Fokus auf dem bereits sehr aussagekräftigen Titel liegt.

Meine Meinung:
Naya befindet sich mit drei Freunden im Überlebenskampf, nachdem eine Seuche ausgebrochen ist. Die angesteckten Menschen verwandeln sich in "Deadheads". Keine Zombies im herkömmlichen Sinne, aber nicht weniger gefährlich. Sie sind nicht am Fleisch der Menschen interessiert, sondern nur daran, sie zu töten. Erkennbar an ihren schwarzen Augen stellt jede Begegnung eine tödliche Gefahr dar, welcher Nayas gesamte Familie zum Opfer fiel. Ich fand besonders gut, mal wieder eine andere Art von Untoten kennen zu lernen. In diesem speziellen Fall eigentlich keine Toten, sondern vielmehr Kranke - aber ohne jede Menschlichkeit.

"[...] Er hat keine Angst oder sucht nach Hilfe. Er ist kein Mensch. Er. Ist. Kein. Mensch. [...]"

Nun ist Naya mit ihrer Freundin Michelle aus Kindertagen, welche sich nun jedoch Summer nennt, sowie zwei Jungs, die sie unterwegs kennen gelernt haben, unterwegs. Gadgets richtiger Name ist Michael, doch sein neuer Name passt gut zu seinen McGyver-Fähigkeiten. Die Spitznamen gehören für drei der Gruppe zum Verarbeitungsprozess. Naya nennt sich Nice, nur der vierte im Bunde bleibt bei seinem eigentlichen Namen. Sam ist mittlerweile zum Anführer der Gruppe geworden. Er ist meist sehr verschlossen, aber für Naya nicht wegzudenken. Sein Onkel ist auf dem Militärstützpunkt Corpus Christi an der Küste stationiert - dies wurde dann das Ziel der kleinen Gruppe.
Nach kurzer Zeit trifft der junge Jace zusammen mit seinen Begleitern, dem schüchternen Billy sowie der Lehrerin Amelia, auf Naya und ihre Gruppe. Die drei werden kurzerhand aufgenommen und haben fortan das selbe Ziel.

"[...] pirsche ich mich an Billy heran. Zeit, den Jungen aufzutauen. Wir beißen schließlich nicht. Also noch nicht. Das kann sich natürlich jeden Tag ändern. [...]"

Der Titel des Buches rührt aus einem Sicherheitsspruch, den alle morgens sagen müssen. "Ein neuer Tag im Paradies" ist natürlich mehr als nur ein wenig makaber, erfüllt aber seinen Zweck. Die Deadheads können zwar Waffen benutzen, aber nicht sprechen. Sollte sich ein Gruppenmitglied also in der Nacht unbemerkt verwandelt haben, könnte es diesen Satz nicht mehr sagen.

Den Schreibstil der Autorin fand ich super. Wortwitz, Einfallsreichtung und Spannung war stets vorhanden. Die Protagonisten waren allesam sehr sympathisch und wirklich gut gezeichnet. Allen voran Ich-Erzählerin Naya. Auch der gesellschaftliche Zerfall wird im Ansatz dargestellt.

Fazit:
Ein wirklich großartiger Auftakt der geplanten Reihe - zu der es hoffentlich bald den zweiten Band gibt! Sehr spannend, tolle Grundidee und diese auch wunderbar umgesetzt.


Infos zum Buch:

Genre: Endzeit / Thriller / Jugendbuch  
E-Book: ca. 356 Seiten  
Preis: 2,99 € (Kindle-Edition)  
Erschienen: 10/2015

Printausgabe: Verlag: Books on Demand
Zum Verlag: KLICK

Sonntag, 7. Februar 2016

[Sonntagsfrage]

Ihr Lieben, ich brauche euren Rat bzw. eure Meinung.

Ich werde im März zu meiner ersten Autorenlesung gehen.

Frage: Sollte ich das Buch, aus dem der Autor vorliest, vorher lesen?

Ich würde eigentlich dazu tendieren und es mir dann auch gleich signieren lassen. Oder meint ihr es ist schöner, wenn man noch nicht weiß, worum es geht?

Bin sehr gespannt auf eure Antworten!

Die Lesung ist übrigens von Eric Berg aus seinem neuen Roman "Die Schattenbucht".

Samstag, 6. Februar 2016

[Lesemonat] Mein Januar 2016



"Opferzeit" von Paul Cleave  =  654 Seiten
"Der Kindersammler" von Sabine Thiesler  =  527 Seiten
"Sechs richtige und eine Falsche" von Birgit Hasselbuch  =  267 Seiten

3 Bücher = 1.448 Seiten

SUB:
 -3
+1
derzeitiger Stand: 14 Bücher

Der Monat begann mal wieder mit einem Cleave-Roman. Dieser Mann hat es einfach drauf - ich liebe seine Thriller einfach. Auch mit "Opferzeit" konnte er mich wieder überzeugen.

Weiter ging es gar nicht schlecht mit dem Kindersammler. Allerdings habe ich eher einen Thriller hinter dem Titel vermutet (und wohl auch gewünscht). Meine Erwartungen an das Buch wurden nicht komplett enttäuscht, allerdings hat es mich auch nicht umgehauen. Ob ich noch mehr von der Autorin lesen werde, schaue ich mal. 

Dann brauchte ich mal wieder etwas weniger blutrünstiges - da kam "6 richtige und eine Falsche" gerade recht. Obwohl ich am Anfang nicht so genau wusste, worauf das Buch hinaus will, hat es mich sehr gut unterhalten. Und das Ende hat mich dann komplett überzeugt :)

Sonntag, 31. Januar 2016

[Rezension] "Der Kindersammler" von Sabine Thiesler

Inhalt:
Berlin/Neukölln im Jahr 1986. Der kleine Benjamin schwänzt die Schule und kommt nicht wieder nach Hause. Er war einem Mann namens Alfred begegnet. Als seine Leiche gefunden wird ist Kommissarin Mareike Koswig klar, dass der Täter bereits einen anderen Jungen in der Nähe von Braunschweig auf dem Gewissen hat - dieser starb vor 3 Jahren. Ein Serienkiller mit langer Ruhephase.
Im Jahr 2004 reist Anne Golombek in die Toskana, um ihren vor 10 Jahren dort verschwundenem Sohn Felix näher zu sein.

Erster Satz:
"Die Atmosphäre im Tal war eigentümlich."

Cover/Aufmachung:
Das Coverbild gefällt mir sehr gut. Der gruselige Buchtitel kommt gut zur Geltung.

Der Klappentext ist allerdings so richtig Schrott! Verrät zwar nichts entscheidendes der Handlung, aber der Leser fühlt sich anfangs wohl etwas verarscht, bis die Klappentexthandlung nach 200 Seiten das erste Mal überhaupt erwähnt wird (vom wirren Prolog abgesehen - den hatte ich schon nach kürzester Zeit komplett verdrängt).

Meine Meinung:
Man sollte an dieses Buch bloß nicht mit einer falschen Erwartungshaltung herangehen. Es ist ganz sicher kein Thriller! Stattdessen würde ich Drama, maximal Krimi als Genre zuordnen. Für einen klassischen Krimi bietet das Buch allerdings deutlich zu wenig Ermittlungsarbeit. Die Handlungen der Polizeibeamten ergänzen lediglich die Story, machen sie aber definitiv nicht aus.
Vielmehr geht es um einen Kindermörder. Alfred, der gerne kleine zarte blonde Jungs missbraucht und tötet - sich aber so gut im Griff hat, dass er zwischen den Taten viel Zeit verstreichen lässt.

Und es geht um zwei Familien seiner Opfer sowie die Kommissarin. Außerdem erfährt der Leser noch viel aus dem Leben einiger Bewohner der Toskana. Insgesamt fand ich die ganzen Hintergrundinfos rücklickend betrachtet doch sehr überladen... Man muss doch nicht jeden Statisten beleuchten und alles über dessen Leben bzw. Leiden zu erfahren.

Den Schreibstil der Autorin mochte ich (abgesehen von der ausschweifenden Art, jedem einen Background verschaffen zu wollen) ganz gerne. Spannung kam tatsächlich erst am Ende bei mir auf. Nichts desto trotz wollte ich stets wissen, ob das elende Schwein irgendwann geschnappt wird. Außerdem mochte ich die Protagonistin Anne total gerne, trotz (oder vielleicht auch wegen) ihrer Fehler. Schade nur, dass es um sie erst nach rd 200 Seiten im Buch geht.

Fazit:
Insgesamt ein gutes Buch, allerdings weniger spannend als erhofft. Dennoch hat es mir gut gefallen, aber mehr auch nicht.


Infos zum Buch:
Verlag: Verlagsgruppe Randomhouse GmbH
Genre: Unterhaltungsroman / Drama (Thriller)
Taschenbuch: 527 Seiten
Preis: 9,99 €
Erschienen: 10/2006

Zum Verlag: Heyne Verlag (Randomhouse)

Dienstag, 26. Januar 2016

[Rezension] "Opferzeit" von Paul Cleave

ACHTUNG - Spoileralarm! Teil einer Reihe! (s. ganz unten)

Inhalt:
1 Jahr ist vergangen, seit dem Joe verhaftet wurde nachdem sein Selbstmordversuch scheiterte. Seitdem sitzt er im Gefängnis. Detective Schroder wurde nachdem er von Caleb Cole gezwungen wurde, eine Frau zu ermorden, aus dem Polizeidienst entlassen. Auch als Privatdetektiv, wie einst sein Kollege Theodore Tate, darf er nicht tätig sein. Also macht er die für ihn schlimmste Arbeit der Welt - er ist im Unterhaltungsfernsehen! Und das schlimmste überhaupt - er muss mit dem "Medium" Jonas Jones zusammenarbeiten.
Während dessen setzt Melissa X alles auf ihren Plan, Joe bei der Ankunft beim Gerichtsgebäude zum ersten Tag seines Prozesses zu töten. Doch hierfür braucht sie dringend einen Komplizen, denn es ist ein zwei-Mann-Plan...

Erster Satz:
TJa, man lernt nie aus.

Cover: 
Typisch... Öde... Nichtssagend...

Meine Meinung:
Paul Cleave hat sich, nach eigener Aussage im Nachwort, bereits seit Längerem Gedanken über eine möglich Forsetzung von Joe gemacht. Offenbar wollte er einfach jeden offenen Faden und anderen Roman verknüpfen. Dies ist ihm wirklich gut gelungen, allerdings fand ich das Buch dann doch etwas zu ausschweifend an manchen Stellen. 
Dieses Werk sollte man tatsächlich nicht außerhalb der "eigentlichen" Joe-Reihe" lesen. Zumindest "Der siebte Tod" ist ein Muss. Die weiteren Romane (und deren Ausgang) werden angedeutet und sind wohl eher als "hey, das kenne ich ja" für die treuen Leser des Autors gedacht. Ich habe mich jedes Mal immer wie verrück gefreut, wenn einer der "Killer" aus den vorangegangenen Büchern erwähnt wurde ;)

Zum Schreibstil brauche ich eigentlich nichts mehr groß ausführen. Der hat sich nicht geändert. Ein Ich-Erzähler und ansonsten die dritte Person. Wobei ich Detective Schroeder (er wird für mich einfach immer der ultimative Polizist bleiben, auch wenn er sich nicht mehr so nennen darf!) immer noch der liebste Charakter ist.
Richtig gut fand ich, dasss der Leser endlich mehr Hintergrundwissen zu Joe erfährt. Was ist mit diesem Typ nur falsch gelaufen, dass er diese grausamen Taten verüben kann. Und einmal mehr wurde klar, dass Joe alles andere als der clevere Serienkiller ist, für den er sich selbst hält. 

Natürlich war es im Sinne der Entwicklung der Story, dennoch störte mich die Begriffstutzigkeit von Mr. Schroeder manchmal. Er hat schon den richtigen Riecher, verfolgt den Gedanken aber nicht weiter so wie er es früher gemacht hätte. Vermutlich war er einfach ausgebrannt - die vorzeitige Beendigung seiner Karriere sowie sein Neugeborerenes gaben ihm den Rest. Also alles verständlich.

Fazit:
Mir hat das Buch (abgesehen von seinen Längen) sehr gut gefallen. Allerdings sollte man mind. "Der siebte Tod" von Paul Cleave bereits gelesen haben - sonst kennt man Joe nicht und das sollte man!



Infos zum Buch:

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag - Verlagsgruppe Random House GmbH
Original-Titel: Joe Victim
Taschenbuch: 654 Seiten
Genre: Thriller
ISBN-Nr.: 978-3-453-43749-4
Erschienen: 11/2013
Preis: 9,99 €
Zum Verlag: Heyne Verlag


NOCH EINMAL DIE "REIHE" FÜR EUCH:

2. Die Stunde des Todes (soweit ich beurteilen kann, ein eigenständiger Roman)
3. Die Toten schweigen nicht (Es geht um Theo Tate, Detective Schroder kommt vor)
4. Der Tod in mir (Detective Schroder kommt vor)
5. Die Totensammler (Fortsetzung zu 1. und 3.)
6. Das Haus des Todes (Theo Tate und Detective Schroder)
7. Opferzeit (Fortsetzung von 1., 3., 4., 5. und 6. - zumindest werden Andeutungen zum Ende des jew. Buches gemacht)

Sonntag, 24. Januar 2016

Film zum Buch "Grüne Tomaten" von Fannie Flagg

Fast vier Jahre, nachdem ich das Buch gelesen habe, wurde gestern endlich der Film von mir geschaut. Ich konnte mich also nicht mehr explizit an alle Einzelheiten erinnern, fand den Buchinhalt aber gut umgesetzt. 

Habe wie bereits beim Buch mit den Charakteren gelacht und gelitten. Besonders Kathy Bates in der Rolle der Evelyn hat mich überzeugt. Im Film wurde die Lebensgeschichte von Idgie Threadgoode und Ruth Jamison ziemlich geradlinig gezeigt, war so vermutlich einfacher. Im Buch gab es sehr viel mehr Zeitsprünge. Schließlich erzählt eine alte Frau die Geschichte, immer genau so, wie sie sich gerade erinnerte.

Das Buch war natürlich trotzdem besser als der Film. Kann aber beides empfehlen! Muss ja nicht immer das allerneuste sein. Alte Bücher / Filme haben auch oft viel zu bieten :) Versucht es doch mal.