Montag, 1. September 2014

[Rezension] "Weil ich Will liebe" von Colleen Hover

 !!!ACHTUNG: 2. Teil - Spoileralarm!!!

Inhalt:
Layken und Will sind nun seit fast einem Jahr offiziell ein Paar. Nach dem Tod von Julia, Laykens Mutter, ist sie nun auch für ihren kleinen Bruder verantwortlich. Dass Will direkt gegenüber wohnt, ist einfach nur praktisch. Durch die jüngeren Geschwister haben beide jedoch nur selten Zeit für sich selbst...
Als Will dann an der Uni plötzlich seine Ex wiedertrifft und dies nicht gleich seiner Freundin sagt, ist der große Streit vorprogrammiert. Erschwerend hinzu kommt, dass Wills Großmutter Layken aus irgendeinem Grund nicht ausstehen kann.

Erster Satz:
"Eine Art Neujahrsvorsatz     Ich habe das Gefühl, dass das jetzt endlich unser Jahr wird - Lakes und meins."

Cover:
Ein wunderbares Gegenstück zu Band 1 - ich finds gut.

Meine Meinung:
Dieser zweite Teil ist aus der Sicht von Will in der Ich-Perspektive geschrieben. Was in dem vergangenen Jahr passierte, wird nach und nach erklärt. Allerdings passiert ansonsten nicht besonders viel. Die Handlung ist recht vorhersehbar, lediglich am Ende kommt etwas Spannung auf.

Der Poetry-Slam kommt am Rande ebenfalls wieder vor, blieb mir aber nicht wirklich in Erinnerung...

Meine liebste Nebencharakterin Eddy kam leider viiiel zu kurz. Die Storyline um sie und ihren Freund Gavin fand ich einfach nur schrecklich. Wie klischeehaft!  Die neu eingeführte Protagonistin Kiersten war wirklich gar nicht mein Fall. Ich hasse neunmalkluge Kinder und sie war ein absolutes Paradebeispiel. Dass Eddy sie auf Anhieb leiden kann, stoß mir übel auf... Allerdings brachte sie auch einen Running-Gag, der mir sehr gefallen hat (was wenn man statt "scheiße" einfach "schmetterling" sagen würde - wäre das dann ein ebenso furchbares Wort?) - verschmetterlingt!

Der Moment, als ich das Buch fast in eine Ecke geschmissen hätte, kam ziemlich bald. Will und Layken hatten nämlich allen erstes einer sterbenden Frau (Julias Mutter) versprochen, dass sie mit dem Sex 1 Jahr warten werden (?!?!?). Was soll das denn bitte? Natürlich halten sich die beiden auch an diese großartige Idee und warten... Das "erste Mal" wird nun natürlich zum Großereignis aufgebauscht, welchem entgegen gefiebert wird. Nervig... Also wenn man sich doch tatsächlich liebt, was bei den beiden ganz offensichtlich bereits sehr schnell klar war, finde ich die Warterei doch etwas lächerlich. Wenn es wenigstens ihre eigene Idee oder Überzeugung gewesen wäre (von wegen: Ich möchte wirklich wahnsinnig gerne erst heiraten) - okay. Aber wie kann eine Frau, die ich im ersten Teil als recht vernünftig empfunden hatte, so etwas verlangen? Fand ich blöd.

Leider muss ich sagen, dass es nicht besser wurde. Ich hatte gehofft, aus der Sicht von Will etwas mehr über Layken zu erfahren. Gerade, wieso er sie so sehr liebt. Aber irgendwie kam da nicht viel rüber. Layken führte sich - obwohl ja so erwachsen durch die Erziehung ihres Bruders - teilweise wie ein Kleinkind in der Trotzphase auf. Will machte wirklich vermeidbare Fehler... Hach - einfach nur wahnsinnig schade. 

Fazit:
Ein absoluter Flop für mich! Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden weiterging und bekam einen Kindergarten geboten... Schade, schade - aber leider eine Fortsetzung, die ich mir hätte schenken können. 

 1 von 5

Infos zum Buch:
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG
Original-Titel: "Point of Retreat" 
Gebunden: 367 Seiten        
Erschienen:  2012
ISBN: 978-3-423-71584-3

Zum Verlag: dtv Verlag


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