Montag, 21. Juli 2014

[Rezension] "Weil ich Lyken liebe" von Colleen Hover

Inhalt:
Ihr Vater ist seit 6 Monaten tot. Er starb plötzlich, unerwartet. Das große Haus kann sich die Familie nicht mehr leisten. Darum zieht die 18jährige Lyken gemeinsam mit ihrem neunjährigen Bruder Kel sowie ihrer Mutter von Texas nach Michigan - es ist eiskalt, bereits im Oktober! Sie hasst Michigan.
Doch dann lernt ihr kleiner Bruder den gleichaltrigen Nachbarsjungen Coulder kennen - und sie dessen 21jährigen Bruder Will... Die beiden fühlen sich sofort zueinander gezogen. Lyken liebt Michigan! Er lädt sie gleich zu einem Date ein, das einfach großartig verläuft - doch dann erfahren beide etwas, dass sie auseinanderreißt.

Cover:
Ich mag es wahnsinnig gerne - der Titel formt das Wort WILL! Die Farben gefallen mir auch, alles top.

Erster Satz:
"Nachdem Kel und ich die letzten beiden Kartons in den Möbelwagen gewuchtet haben, ziehe ich mit einem Ruck die Klappe zu, lege den Riegel um und sperre damit achtzehn Jahre Erinnerungen weg, die alle auf die eine oder andere Weise mit meinem Vater verknüpft sind."

Meine Meinung:
Mal wieder ein Buch in der Ich-Perspektive, na gut - kann ich mit leben.
Ich mochte die Protagonisten - allen voran Layken und Will natürlich. Aber insbesondere Eddy hat mich gekriegt. Eine so wahnsinnig tolle Nebencharakterin begegnet man wirklich selten. Ihre Geschichte war so tragisch, aber sie war dennoch ein so fröhlicher Mensch. Ließ sich nicht unterkriegen.
Layken (von ihren Eltern Lake genannt) leidet anfangs sehr unter dem Umzug. Die gewohnte Umgebung, die sie an ihren verstorbenen Vater erinnerte, verlassen zu müssen trifft sie hart. Und dann ist es auch noch eisig kalt als sie ankommen. Der einzige Lichtblick ist Will, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Dem geht es ebenso und so lädt er sich gleich zu einem Date ein. Dort erfährt Layken, dass auch Will einen Schicksalsschlag erlebt hatte und nun viel Verantwortung trägt. Das beeindruckt sie sehr.

Gestört hat mich an diesem Buch nur ab und an, dass Layken sich doch manchmal ziemlich teenager-zickig aufgeführt hat. Aber ich war ja auch mal Teenie - daher war es für mich trotzdem nachvollziehbar.

Mir hat die Handlung insgesamt sehr gut gefallen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und muss irgendwie damit klar kommen. Auch gut fand ich die Songtexte am Anfang eines jeden Kapitels. Ich wollte irgendwo nachschauen, wie sich die Musik anhört. Hatte aber Angst, dass sie mir nicht gefällt. Die Texte waren jedoch super.

Das Besondere ist wohl die Idee mit dem Poetry Slam zu integrieren. Das kannte ich schon vorher - nachfolgendes Video ging ja bei facebook um die Welt. Nur, falls es jemand noch nicht gesehen hat:


Die Slams in diesem Buch sind auch ziemlich großartig. (Insbesondere der mit dem Luftballon).
 
Fazit:
Ein wirklich gutes Jugendbuch! Ich habe total mitgefiebert! Musste mir sofort den Folgeband kaufen (ist nicht gängig bei mir!). Es ist auf jeden fall etwas zum Lachen und Weinen. Mir hat es richtig gut gefallen.


Infos zum Buch:

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG
Original-Titel: "Slammed" 
Gebunden: 351 Seiten        
Erschienen:  2012
ISBN: 978-3-423-71562-1

Zum Verlag: dtv Verlag

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